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Intelligenz Blatt der freien Stadt Frankfurt, z^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, ^Qgl und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

JK 160. Samstag den 7. Juli 1860«

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30kr. Tägliche Ausgabe außer Montags.

Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Erb" Bestellungen auf das Intelligenz- und Amtsblatt und die Frankfurter Nachrichten werden täglich von der Expedition für dieses Semester angenommen.

Uebeebliek der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 7. Juli. (Zur Situation.) Der Gebrauch, den Gesandtschaften der Großmächte untereinander, militärische Attaches zur Beobachtung und Be­richterstattung über allgemein-kriegerische und soldatisch-technische Angelegenheiten der betreffenden Staaten beizugeben, scheint ein immer allgemeinerer werden zu sollen, in­dem neuerdings auch England einen Stabs-Offizier zu dem in Rede stehenden Zwecke nach Berlin abgeordnet hat. Die erste Anregung zu dieser Einrichtung ging vor etwa 30 Jahren von dem Kaiser Nicolaus von Rußland aus, dessen lebhaftes Interesse für alles Militärische, verbunden mit einer ausgesprochenen Vorliebe, ja Bewunderung für die Institutionen der preußischen Armee, zu dem Wunsche Veranlassung gab, über alle Neuerungen im Exercitium, der Uniformirung, der Ausrüstung rc. des Preußi­schen Heeres durch einen militärischen Sachverständigen seiner eigenen Armee bis ins Detail au fait erhalten zu werden. Der Vorschlag des Kaisers an den hoch­seligen König von Preußen, gegenseitig Militär-Bevollmächtigte in Berlin bez. St. Petersburg zu beglaubigen, fand seiner Zeit um so weniger Bedenken, als die Be­ziehungen beider Staaten zu einander bekanntlich sehr inniger Natur waren und die Trefflichkeit der Russischen Armee auch für Preußen manchen Fingerzeig zu Verbesserungen im Organismus des Heerwesens in Aussicht stellte. Die militärischen Attaches, welche demgemäß in den beiderseitigen Hauptstädten residirten, waren stets aus der Reihe der persönlichen Adjutanten der hohen Herrscher genommen und erlangten dadurch bei den nahen verwandtschaftlichen Verbindungen beider Höfe, nicht selten die Stellung von Privat- oder Familien-Gesandten neben den eigentlichen politi­schen Abgesandten. Als später Rußland und, dessen Beispiele folgend, auch Pr ßen, den Gesandtschaften in Wien und Paris gleichfalls Offiziere beigab, wurde de: Stellung, wegen der durchaus verschiedenen Verhältnisse, natürlich eine ganz andere und

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