Intelligenz-Blatt der freien MM Frankfurt, ^^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der Hiestgen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. | ........**»——»........
(Expedition: am Geistpsèrtchen, Schlachthausgasse 21.)
M 152. Donnerstag den 28. Juni 1860.
Ueberbliek der Creignisfe im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, 28. Juni. Der Ertrag der Zuckerbesteuerung im Zollverein vom 1. April 1859 bis Ende März 1860 war folgender: Es wurden zum Eingänge verzollt: Brod- und Hutzucker rc. zum Zollsatz von 10 Thlr.: 1408 Ctr. (gegen 1703 im Jahre vorher), Farin- und Rohzucker zum Zollsätze von 8 Thlr. 225 Ctr. (gegen 275), Rohzucker für inländische Siedereien zum Zollsätze von 5 Thlr.: 179,679 Ctr. (gegen 497,505 Ctr.), Syrup zum Zollsatz von 3 Thlr.: 52,161 Ctr. (gegen 7704Ctr. « 4 Thlr., 31,148 Ctr. â 3 Thlr. und 15,586 Ctr. a 2 Thlr.). Die gesammte Einnahme an Eingangszoll für Zucker und Syrup betrug 1,070,768 Thlr. 213/4 Sgr. (gegen 2,662,206 Thlr. 8 Sgr.). An Zuckerrüben wurden versteuert â 7Vs Sgr. pr. Ctr.: 34,969,543 Ctr. (gegen 35,413,692 Ctr. è 7^ Sgr., und 682,459 Ctr. è 6 Sgr.), und die Rübenzuckersteuer gab einen Ertrag von 8,742,385 Thlr. 243/4 Sgr. (gegen 8,989,915 Thlr. 4 Sgr.). ' Die Summe des Eingangszoll- und des Steuerbetruges betrug 9,813,154 Thlr. 16 Vs Lgr. (gegen 11,652,121 Thlr. 12 Sgr.). Für ausgeführten raffinirten Zucker wurde vergütet 339,897 Thlr. 8 Sgr. (gegen 338,609 Thlr. 11 Vs Sgr.). Nach Abzug dieser Vergütung verblieb eine Gesammt-Einnahme von 9,419,257 Thlr. 8Vs Sgr. (gegen 11,313,512 Thlr. 6 Pf.). Die Zuckerbestenerung hat also im Ganzen einen Minder-Ertrag von 1,894,254 Thlr. 22 Sgr. — 16,7 Proc. gegen das Vorjahr ergeben. Ein großer Theil dieses Minder-Ertrages ist ohne Zweifel auf Rechnung der politischen Verhältnisse zu schreiben; doch außerdem scheint auch in der Besteuerung des Zuckers das für den Consum erträgliche Maß überschritten zu sein. — Um die nöthigen Vorbereitungen für den im Juli d. J. in London abzuhaltenden statistischen Congreß zu besprechen, hat die dazu bestimmte Commission dieser Tage unter dem Vorsitze des Handelspräsidenten Milner Gibson eine Berathung daselbst gehalten. Schon sind von auswärtigen Regierungen folgende Herren als deren Vertreter angekündigt: von Oesterreich: Baron Czaerning, von Bayern: der Staatsrath H. v. Hermann; von Belgien: Herr Quätelet, Director des königlichen Observatoriums, Herr Heuschling und Herr Vischers; von Dänemark: Staatsrath David; von Frankreich: Herr Legoyt, Chef des statistischen Bureaus; von Hamburg, Bremen und Lübeck: Dr. Ascher; von Hannover: Dr. Seweloh, Chef des dortigen statistischen Bureaus; von Holland: die Herren Baumhauer und Ackersdyck; von Mecklenburg- Schwerin: Baron von Maltzahn; von Norwegen: Herr Daav; von Preußen: