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Dem Rechenschaftsbericht der „Russischen DampfschiffahrtS- und Handels­gesellschaft" für das Jahr 1859, welcher in der jüngsten Generalversammlung vor­gelegt wurde, entnimmt die „Kölnische Zeitung" die folgenden Angaben: Die Gesellschaft hielt im genannten Jahre 41 Dampfer und 15 Barken in Thätigkeit. Die Gesammt-Einnahme betrug 3,680,062 R. (gegen 1858 ein Mehr von 1,682,804); die Gesammt-Ausgabe: 2,677,178 R. (1,144,874 R. mehr als 1858). Die Actionäre er­halten eine Dividende von 9 Proc. Aeußerlich ein gutes Resultat. Wenn man aber be­denkt, daß unter den Einnahmen die Staatsunterstützung als Meilengelder von 1,947,225 R. mitgerechnet ist, so wird man einsehen, daß die Gesellschaft ohne dieses vom Staate erhaltene Privilegium nicht bestehen kann. Außerdem macht die „N. B." darauf auf­merksam, daß bis Ende d. I. alle 30,000 Actien voll eingezahlt sein werden und sodann bei gleichem Geschäftsgänge die Dividende voraussichtlich nur 5Vr Proc. betragen werde. — Wir freuen uns, mittheilen zu können, daß an der Hu mb old stif tun g sich fort­während Universitäten, gelehrte Gesellschaften, öffentliche Körperschaften sowie Private thätig betheiligen. Namentlich ist in letzter Zeit eine größere Anzahl von Beiträgen eingegangen und unter diesen mehrere nicht unbedeutende. Eine Sammlung des Zweig- comitös in Bremen hat 1651 Thlr. eingetragen; eine ähnliche unter der Kaufmann­schaft zu Berlin 767 Thlr. Das rheinische Zweigcomitä hat bereits 1368 Thlr. eingesandt, außerdem die Specialcomitäs in Essen und Crefeld, ersteres 215 Thlr., letzteres 522 Thlr. Die naturforschende Gesellschaft in Riga hat sich mit 214 Rubel betheiligt. Die kaiserl. Akademie der Wissenschaften zu St. Petersburg hat, mit Genehmigung Sr. Maj. des Kaisers von Rußland, 1000 Thlr. Courant aus ihren ökonomischen Fonds für die Stiftung bewilligt. Durch diese, sowie durch eine größere Anzahl von Beiträgen Einzelner, welche in der neuesten Zeit eingegangen sind, ist das Kapital der Stiftung, mit Einschluß der in England bereits eingegangenen, aber noch nicht hierher übermittelten Beiträge, auf mehr als 30,000 Thlr. angewachsen. Eine zwar ansehnliche, für die Zwecke der Stiftung aber noch nicht ausreichende Summe. Reisen in Humboldt's Sinne, welche der Wissenschaft wie den Beziehungen der Völker zu Gute kommen sollen, erfordern einen bei weitem reicheren Aufwand, als der jährliche Ertrag des bisher zusammengekommenen Kapitals gewähren kann. Wie viel indeffen auch noch fehlen mag, der bisherige Erfolg gibt die erfreuliche Ueberzeugung, daß mit vereinten Kräften das große Ziel erreicht werden wird.

Bekanntmachungen.

Stelle-Gesuch.

1220. Ein junger, mit besonders guten Zeugnissen versehener Mann, Postbeamte, aus Norddeutschland, welcher eine höhere Schule besuchte, des Französischen mächtig, im Englischen nicht unbewandert ist, sucht unter bescheidenen Ansprüchen eine seinen Kennt- niffen angemessene Stelle, sei es als Schreiber, Sekretair, Aufseher re.

Offerten beliebe man unter der Chiffre W. A. 8. bei der Expedition d. Bl. abzugeben.

1219. Für ein Putzgeschäft ersten Ranges in einer Provinzial-Hauptstadt Preußens von circa 60,000 Einwohnern wird bis zum 1. Juli eine Directrice gesucht, welche be­sonders im Anfertigen von Hüten erfahren ist. Dieselbe hat gutes Salair und auch freundliche Aufnahme in der Familie zu erwarten. Reflektirende wollen sich bei der Ex- pedition d. Bl. unter der Chiffre A. C. Z, melden.______________________________________

359. Ein solider junger Mann sucht bis zum 1. Juli in der Nähe vom Roßmarkt ein hübsch möblirtes Zimmer. Offerten unter Chiffre L» beliebe man bei der Expedition d. Bl. niederzulegen.