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Intelligenz-Blatt der freien Stadt Frankfurt, ^^. verbunden mit dem Amtsblatt, Orga« der hiesigen Staatsbehörden, â^D^^^")' und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgafle 21.)

Jg 116. Dienstag den 15. Mai 1860,

Abonnementspreis für'- halbe Jahr 2 fl. 30kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Etnrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueberbliek der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 15. Mai. (Zur Situation.) Die „Preußische Zeitung" kommt in Erwiderung eines gegen sie gerichteten Artikels in Sachen der Militär vor­lagen und eines Vergleichs zwischen den für die Armee in Frankreich und Preußen gebrachten Opfern zu folgender Bemerkung: Ein Vergleich der Zahlen der Budgets gebe folgendes Ergebniß: Frankreich erkauft mit einem jährlichen Aufwand von ungefähr ein Hundert Millionen Thalern die Möglichkeit, 700,000 Mann ausgebildeter Truppen in das Feld zu führen, Preußen gewänne vermöge eines Militär-Budgets von vierzig Millionen die Möglichkeit, 504,000 ausgebildete Soldaten aufzubieten, zu welchen 252,000 Mann Landwehr kommen, denen in Frankreich keine im Frieden vorbereitete Organisation gegenübersteht. — Die in den letzten Tagen in der „Jndependance Belge" gemeldeten Nachrichten über Aufklärungen, welche das französische Cab inet von dem Preußischen wegen der Seitens der Pr e ußische n Regierung für militärische Zwecke geforderten neun Millionen und wegen der in der schleswig-holsteinischen Frage ange­nommenen Haltung gefordert haben solle, werden von den bestimmtesten Seiten als völlig unbegründet bezeichnet. Schritte, wie die oben bezeichneten, würden durchaus nicht in Harmonie mit der zeitweiligen Haltung der französischen Politik und der französischen fresse stehen. — Der „Elberfelder Zeitung" wird geschrieben: „Wir haben angedeutet, daß zwischen Bayern, Würtembèrg, Sachsen und Han­nover Unterhandlungen darüber gepflogen worden sind, welche Feststellungen in Bezug auf den Oberfeldherrn des Bundes für den Fall zu treffen sein würden, daß Preußen und Oesterreich mit ihrer gesummten Streitmacht im Bundesheere auftreten sollten. Auf die Nothwendigkeit einer Feststellung hierüber soll von Seiten Würtembergs hingewiesen worden sein. Wie nunmehr verlautet, haben diese Unterhandlungen aber zu keinem Ergebniß geführt, da die Mehrzahl der Mittelstaaten in der Verneinung beharrt. Diese Verneinung wird sich auch, wie man nicht anders erwartet, im Bundes- Militär-Ausschuffe kundgeben. Man gibt sich hier keiner Täuschung mehr darüber hin, daß nur die zwingende Gewalt der unerbittlichen Verhältnisse es vermögen wird, daß das geschieht, was die Sicherheit Deutschlands unabweisbar erheischt." — Eine von Ferdinand Fischer in Breslau herausgegebene Schrift: „Preußens und