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ZntelligenzBlatt der freien Stadt Frankfurt, ^^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

---"IIWIIWMtIWIIIIIII--- r âÄW^; J (Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

JHOO. Donnerstag den 26. April 1860.

Abonnements preis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 26. April. (Zur Situation.) Ueber die preußische Expe­dition nach Japan, China und Siam sind auch hier zu Lande vielfach unrichtige Mittheilungen und Anschauungen im Gange. Wir sind in der Lage, einige Notizen darüber zu geben und glauben damit den Wünschen unserer Leser entgegenzukommen, da das Unternehmen selbst in allen Kreisen das lebhafteste Interesse in Anspruch genommen hat und im Laufe der nächsten Jahre noch in erhöhtem Maße erwecken wird. —Zunächst können wir den aufgetauchten und in viele Blätter übergegangenen Gerüchten, als denke Preußen daran, Angesichts der ernsten Gestaltung der politischen Lage die ganze Sache noch in. der zwölften Stunde fallen zu lassen, — dahin widersprechen, daß dies nicht der Fall ist' und das Unternehmen zur Ausführung kommt. Wohl waren bei Gelegen­heit der Verhandlungen der zweiten Kammer über die betreffenden Budgetkosten Beden- en laut geworden, die indeß durch die Ausführungen der Minister ihre Widerlegung anden. Auch über den formalen Punkt, daß die Sache ohne vorherige Genehmigung >er Kammern in Angriff genommen war, kam man nach einiger Debatte hinweg. Jeden­alls ist in diesen Vorfällen der Grund zu der Meinung zu suchen, als solle die Expe­dition noch unterbleiben. Der Rest des Geschwaders, welches die Expedition bildet, hat voe einiger Zeit die englischen Häfen auch verlaffen und segelt dem Orte des endlichen Rendez-vous, Singapore (englische Besitzung auf der Malayischen Halbinsel), zu. Die 4 Schiffe des Erpeditions-Geschwaders sind die Kriegs-Fregatte „Thetis", ein kleiner Schooner „Frauenlob", die beide Mitte Mârz Nach dem La Plata als dem vorläufigen Sammelorte vorausgesegelt sind, die Kriegs-Corvette „Arcona" und das Transportschiff „Elbe" endlich, die Ende März von Southampton ausgegangen, wo die „Arcona" seit längerer Zeit wegen nöthig gewordener Reparaturen im Trockendock gelegen. Zum Ab­schied von England's grünen Gestaden gaben die Offiziere der erwähnten Schiffe im Verein mit ihren Musikchören ein deutsches Concert, dessen Ertrag als „Arcona"-Stis- tung zu einem milden Zwecke bestimmt wurde. So sind denn die deutschen Schiffe, ihrer Bestimmung entgegengehend, auf dem weiten Ozean, — geleitet von den Segenswünschen Aller, die ein theures Leben auf den Schiffen wissen. — Das Project eines Handelsvertrags zwischen dem Zollverein und Frankreich existirt, wie