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ZntelligenzBlatt der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

M 82. Donnerstag den 5. April 1860.

AbonnementSprets für's halbe Jchr 2 fl. 30kr. Tägliche Ausgabe außer Montags.

EinrückungSgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete -er politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 5. April. (Eröffnun gsrede des Königs von Sardinien.) Die Rede, mit welcher der König Victor Emanuel die Kammer eröffnete, lautet: „Als ich das letzte Mal das Parlament eröffnete, inmitten der Leiden Italiens und der Gefahren des Staates, ließ mich her Glaube an die göttliche Gerechtigkeit einen guten Ausgang unserer Geschicke hoffen. In kurzer Zeit wurde eine Invasion zurückgetrieben, durch tapfere Führung des Heeres die Lombardei befreit, Central-Italien frei gemacht durch die wunderbaren Tugenden seiner Völker — und heute sehe ich hier um mich ver­sammelt die Deputirten der Rechte und der Hoffnungen der Nation. Für so viel Gutes sind wir einem erhabenen Alliirten, der Tapferkeit seiner und unserer Soldaten, der Aufopferung der Freiwilligen, der ununterbrochenen Eintracht des Volkes ver- pstichtet, und wir geben davon Gott das Verdienst, ohne dessen überirdische Hülfe sich Begeben­heiten nicht ausführen lassen, so denkwürdig für die gegenwärtige und alle künftigen Genera­tionen. Aus Erkenntlichkeit gegen Frankreich, zum Besten Italiens und um die Union zweier Nationen, welche gemeinschaftlichen Ursprung, Grundsätze und Geschicke haben, zu be­festigen, bedurfte es eines Opfers. Ich habe das gebracht, welches meinem Herzen am theuersten war; vorbehaltlich der Stimme des Volkes und der Billigung des Parla­mentes, vorbehaltlich, was die Schweiz betrifft, der Garantieen des interna­tionalen Rechts habe ich einen Vertrag geschlossen über die Vereinigung Savoyens und des Bezirks von Nizza mit Frankreich. Viele Schwierigkeiten haben wir noch zu überwinden, aber unterstützt von der öffentlichen Meinung und der Liebe des Volkes werde ich weder ein Recht noch eine Freiheit vermindern oder verletzen lassen. Fest wie meine Ahnen im katholischen Glauben und in der Achtung für das Oberhaupt der Kirche, werde ich, wenn die kirchliche Gewalt geistliche Waffen zu weltlichen In­teressen verwendet, mit festem Gewissen nach den Traditionen meiner Ahnen han­delnd, die Kraft finden, die bürgerliche Freiheit unverletzt zu erhalten und eben so meine Autorität, über welche ich Gott allein und mei­nen Völkern Rechenschaft schuldig bin. In den Provinzen der Aemilia sind Anordnungen getroffen worden, conform mit denen, welche in den alten Provinzen bestanden; aber in Toscana, das eigene Gesetze und Institutionen hatte,