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Znlelligenz-Blatt

her freien MM Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.)

M 74. Dienstag den 27. März 1860."

Abonnementsprets für's halbe Jahr 2 fL 30kr. Tägliche Ausgabe außer Montags.

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UeberbLiek der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 27. März. (Zur Situation.) Die Abstimmung in Mittel­italien hat bekanntlich das erwartete Resultat, ein ganz überwiegendes Stimmenmehr für den Anschluß an Piemont, ergeben. Beides, die Vornahme der Abstimmung selbst, wie deren Ausfall, sind Vorgänge von der höchsten politischen Bedeutung. Die erstere Macht der Festigkeit der leitenden Staatsmänner, die andere dem politischen Geist der Bevölkerung jener Staaten in hohem Grade Ehre. Cavour, Farini, Ricasoli haben sich weder durch Abmahnungen noch durch Drohungen abhalten lassen, das zu thun, was sie mit Recht als das allein Heilsame für die Ruhe Italiens erkannten, und sie scheinen ebenso tote der König Victor Emanuel selbst, alle Folgen des gethanen Schrittes auf sich zu nehmen. Die Bevölkerungen aber haben durch die imposante Majorität, womit sie sich für den Anschluß an Piemont erklärt, ebensowohl ihre monarchisch-consti- tutionellen als ihre national-patriotischen Gesinnungen kund gegeben, und dadurch ebenso sehr die schadenfrohen Hoffnungen jener vereitelt, welche etwa auf eine Verwirrung oder Parteiung der Ansichten, die dabei zu Tage kommen sollte, wie die Spekulationen der andern auf einen Sieg des Particularismus über die Ein­heitsbestrebungen zu Schanden gemacht. Jeder, dem die Ruhe Europa's und die endliche Lösung der jahrhundertlangen Wirren in jenem verhängnißvollen Winkel unseres Welttheils am Herzen liegt, welches politischen Glaubens er auch sonst sei, muß sich über Mes Ergebniß freuen. Däß eine Herstellung der alten Zustände nicht zu erwarten sei, stand schon vor dieser Abstimmung fest, und daß sie nicht einmal wünschenswertzh, darüber waten -wenigstens alle unbefangenen Politiker innerhalb und außerhalb Italiens einig. Eine Verlängerung des Provisoriums oder die Heraufbeschwörung neuer Verwickelungen durch eine dèr Annexion feindliche oder auch nur zweifelhafte Mehrheit hätte nur solchen erwünscht sein können, welche Italien nicht zu einer starken nationalen Eonstituirung gelangen lassen wollten. Zu dieser nationalen Einheit und Unabhängigkeit Italiens — Unabhängigkeit nach allen Seiten hin—ist dieser Act -ein entscheidender Schritt. Was die Großmächte betrifft, so können sie, unsers Erachtens, nichts Besseres thun, als die wollendete Thatsache der Bildung eines einigen oberitalischen Reichs rückhaltlos an-