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Intelligenz-Blatt der freien S1M Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

M 52. Donnerstag den 1. März 1860.

Abonnements preis für's halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags.

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Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 1. März. (Japan.) Der kaiserliche Palast in Jeddo, sagt die „R. F. H." brannte am 12. November v. I. ab. Nun haben die Japanesen eine eigene Politik; im Augenblick macht ihnen nichts größeren Kummer, als der Um­tausch der Dollars in JtziboneS. Um sich nun dieser Verbindlichkeit auf einige Zeit zu entziehen, machen sie geltend, daß sie durch den Brand fürs erste verhindert seien, die Dollars umzutauschen; das kommt darauf hinaus, als wenn die Bank von Frankreich bekannt machen wollte, sie könne durch einen Brand in den Tuilerien ihre Noten nicht einlösen. Die Japanesen begreifen das Lächerliche dieser Logik; sie wollen aber damit drei Wochen Zeit gewinnen, während welcher sie keine Zahlungen leisten. Da der Ver­trag den Umtausch der Dollars nur für das erste Jahr nach Eröffnung eines Hafens bestimmt, so gewinnt man damit eine kostbare Zeit. Die Politik dieser Regierung ist, eine berechnete scheinbare Unthâtigkeit zu simuliren; sie ist unter dem Schein der Dumm­heit sehr verschmitzt; sie stellt sich, als wenn sie die einfachsten Dinge nicht begreife und vergeudet viele Zeit durch Förmlichkeit und Ceremonie!. Die fremden Consulen wer­den dadurch oft auf eine harte Probe gestellt. Beschweren sie sich, so hört man sie ruhig an. Der Dollmetscher, der sich fürchtet, richtet nicht Alles so aus, wie es chm gesagt worden, und dann erhalten sie eine höfliche Antwort; nach sechs weitläufigen Besprechun­gen wird endlich Abhülfe versprochen, die aber sogleich wieder an einem Zwischenfall scheitert. Was bleibt dann zu thun übrig? Die Japanesen wissen, daß man Jeddo nicht bombardiren kann. Die Regierung mißtraut den Europäern, und möchte fie gern wieder los sein; sie geht von der Anficht aus, das Land sei in den letzten beiden Jahrhunderten ohne Fremde aufge­blüht, mittlerweile hat sich ein Zustand ausgebildet, der für ein vollkommen tsolirtes Reich paßt, der aber mit den ttennenden Barrieren fallen muß. Dieser Zustand ist ganz zum Vortheil der Fürsten, Offiziere und Beamten, sie möchten ihn daher gern erhalten. Durch die Fremden fürchten sie eine Umwälzung; sie suchen daher ihnen den Aufenthalt zu ver­leiden. Dann haben sie auch große Furcht vor uns; sie kennen die Geschichte, iviffen, daß Ostindien und die Inseln, und auch Amerika erobert wurden; sie bezweifeln nicht, daß dem Unternehmungsgeist der Occtdentalen Alles möglich sei, und sehen, welche Folge die Be­rührung mit Fremden für China hatte. Dabei verfahren die Europäer sehr anmaßend;