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JntelligenzBlatt der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

Jg 50. Dienstag den 28. Februar 1860.

Abonnementsprets für's halbe Jahr 2 fl. 30fr. Tägliche Ausgabe außer Montags.

Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueberblick der Ereignisse im Gebiete -er politischen un- materiellen Interessen.

Frankfurt, 28. Februar. (Zur Situation.) Während man in gewissen Blättern noch fortwährend in der Erklärung des preußischen Bevollmächtigten zur Bundes milttär-Commission den Anfang der Mediatistrung zu erblicken beliebt, schüttelt ein großer Theil der deutschen Nation über die Bescheidenheit der preußischen Regierung den Kopf. Es gilt den absolut veränderten Verhältnissen Deutschlands und Europas an­gemessene Rechnung zu tragen. Es gilt zu einer Zeit, wo die Sicherheit Deutschlands mehr als je auf dem preußischen Heere beruht, wo Preußen sich anschickt, für jene Sicherheit von seinem Volke große Opfer zu fordern, wo jeder Tag die Möglichkeit der Verwendung dieser Opfer bringen kann, es gilt zu einer solchen Zeit, daß die deutschen Bundesgenossen Preußens nicht die billigsten Wünsche desselben und die uner­läßlichsten Bedingungen deutscher Kriegstüchtigkeit hartnäckig zurückwetsen. Preußen hat und steht kein anderes Interesse als das Deutschlands; wenn aber die deutschen Cabinette in ihrer Mehrzahl daraus beharren könnten, daß es die erste Aufgabe sei, Preußen Schwierigkeiten zu bereiten, so würden sie zwar Preußen manche verdrießliche Stunde schaffen, vor Allem jedoch das eigene Gedeihen den bedenklich­sten Eventualitäten aussetzen. Wir hoffen, daß eine solche Wendung nicht etntreten, daß vielmehr der Ernst, mit dem Preußen die militärischen Fragen behandelt, das Beispiel, mit dem es im eigenen Hause voranzugehen im Begriff ist, über kleinen Argwohn und particularistische Bedenken siegen wird! — In Neapel mehren sich fast mit jedem Tage die Anzeichen einer nahenden Krise. Sie mehren sich gleichzeitig nach den beiden entgegen­gesetzten Seiten hin. Während dem Beobachtungsheere an der Grenze Verstärkungen zu­gesandt werden, gibt sich im Lande mehr und mehr eine laute Unzufriedenheit kund. Starke Patrouillen, welche die Hauptstadt nach allen Richtungen durchziehen, geben übrigens Zeug» ntß von der großen Wachsamkeit der Polizei. Zu gleicher Zett brach dieser Tage in Acerra, einem kleinen, zwischen Neapel und Caserta gelegenen Städtchen, ein Tumult los, den zu be­wältigen es der Hülfe der Gensd'armerie und der Linientruppen bedurfte. Den dringen­den Vorstellungen der Gesandten Englands und Frankreichs, dem Ausbruche des Sturmes durch freiwillige Reformen zuvorzukommen, antwortete man mit neuen Einker- ferkerungen. Im Staatsrathe soll der König eine warnende Stimme, ex möchte seine