IntelligenzBlatt der freien Stadt Frsnksurl, ^^^ verbunden mit dem Amtsblatt, Organ bet hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. I
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(Expedition: am Geistpsörtchen, Schlachthausgaffe 21.)
JS 42. Samstag den 18. Februar 1860.
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Ueberblick der Greignisse im Gebiete der politischen un- materiellen Interessen.
Frankfurt, 18. Februar. Admiral Brommy, der Befehlshaber der weiland deutschen Flotte, ist gestorben und mit ihm modert die deutsche Flagge, die er einst stolz und hoffnungsreich auf dem freien Meere flattern ließ, im feuchten Grabe, Am 13. Januar 1860 war es, daß er mit ihr in die Gruft gesenkt wurde — der erste deutsche Admiral — wird er auch der letzte gewesen sein? Er war geboren am 10. Sept. 1804 in der Ortschaft Anger, die fast nur eine Vorstadt von Leipzig ist. Mit vierzehn Jahren war er nach Hamburg gegangen, um sich auf der dortigen Navigationsschule zum Seemann auszubilden. Unter amerikanischer Flagge begann er dann den praktischen Seedienst auf verschiedenen Fahrten nach Indien, Südamerika, Asien und Afrika. 1827 folgte er dem Lord Cochrane unter griechischer Flagge als erster Lieutenant der Fregatte „Hellas" in den griechischen Befreiungskampf. Sein Wirken war dort ein ungemein verdienstliches. Bald wurde er zweiter Kommandant der unter seiner Beihülse den Türken abgenommenen Korvette „Hydra", und das Jahr 1828 brachte dem eben erst vierundzwanzigjährigen Jüngling bereits die Ernennung zum Fregattenkapitän. Als solcher nahm er, nach einander die beiden Dampfschiffe „Unternehmung" und „Ausdauer" befehligend, noch au vielen Kämpfen bis zur Beendigung des Krieges 1829 siegreichen Antheil; 1831 ward er sodann zur Organisation der griechischen Seemacht ins Marineministerium berufen, und von 1833—36 begleitete er die Stelle eines Mitgliedes der Seeprâfektur und eines Hafcnkapi- täns in Paros. Später übertrug ihm die Regierung noch daS Kommando der Milttärschule in Piräus, der eine Marineschule beigesellt werden sollte, für die Brommy den Plan ans- gearbeitet hatte. Doch kam derselbe, weil die nöthigen Geldmittel fehlten, schließlich nicht zur Ausführung, und Brommy erhielt den Vorsitz im Marine, Kriegsgericht, der jedoch nur als Ehrenamt anzusehen war. Diese Muße benutzend, schrieb er sein Buch über „die Marine", und als das deutsche Volk den Gedanken erfaßte, sich durch freiwillige Beiträge eine deutsche Flotte zu schaff,n, wurde Brommy berufen, um das Werk zu leiten. Nach drei Monaten wehte das schwarzrothzoldene Banner vom ersten deutschen Kriegsschiffe. Brommy wurde Kommodore und Admiral. Was aber dann folgte .... es steht noch zu frisch im Gedächtnisse Aller, als daß es Noth thäte, es hier noch einmal zu erzählen. Ist es nicht, als hörten wir noch heute die Hammerschläge: „Zum ersten-, zweiten- und