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Intelligenz-Blatt der freien MM Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden,M und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. "

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgasse 21.)

M 8. Dienstag den 10. Januar 1860.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30 fr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

IWk^ Bestellungen auf das Intelligenz- und Amts blatt und die Frankfurter Nachrichten werden täglich von dèr Expedition für diefes Semester angenommen; auch sind Uoch einige der bisher erfchkenenen Nummern zum Com- pletire« neu zu abonnirender Exemplare vorhanden.

Ueberbliek der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 10. Januar. (Zur Situation.) Die Würtembergische Kammer der AbKordneten hat einen herben Verlust erlitten. Staatsminister v. Schlayer, der Abgeordnete von Tübingen, ist, 63 Jahre alt, an einem Hirnleiden verschieden. Herr v. Schlayer, der Sohn eines Tübinger Bäckers, studirte in seiner Vaterstadt die Rechte und trat hier mit Friedrich List von Reutlingen, dem berühmten Nationalökonomen, in enge Freundschaft. Der frühere Minister v. Wangenheim erkannte v. Schlau er's aus­gezeichnete Talente und Bftief ihn in das Ministerium, wo er rasch sich emporschwang. Gelegenheit zu seiner staatsmännischen Laufbahn hat ihm die Kammer geboten, in die den Wn ®«N das Vertrauen seiner Vaterstadt sendete und wo er glänzende Proben seines Wissens ablegte. Im Jahr 1832 übernahm Herr v. Schlayer, der als schneller Ar­beiter und Denker sich allgemeine Achtung erworben hatte, die Verwaltung des Departe- ments des Innern, Kirchen- und Schulwesens, v. Schlayer überragte an juridischen und anderen Kenntnissen, an rhetorischem Talent, an Energie und Fleiß alle seine College» ?e ,®f imponirte der Kammer und hatte auf jede Frage sogleich eine Antwort. Mit den Jesuiten und Pietisten la» er stets im Conflicte; ebenso mit dem Bundestage, der sich zu viel in die inneren Zustände des Landes mischen wollte, was v. Schlayer aber nM zugab. v. Schlayer war dem Fortschritt und der Aufklärung immer ruaetban Es ist besannt, daß derselbe die bedeutendsten Talente in seinem Ministerium^ zu verewigen KVti migteBige poWche Gesinnung der Betreffenden von ihrer An- ^halten zu lassen. So zog er Schoder, Seeger, Pfeifer u. A. an seine Seite.

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