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1888

Samstag, den 27. Oktober.

JW 249.

Zkitnuz

fiiliutr

„Mylaty, mein zweiter Sohn Georcy, ferner William ..." . _ (

„Sie sehen Alle recht gut aus; und Eure letzten vier Kinder sind Mädchen?"

„Ja, MMy." . _.

Sicher wird das nächste Kind ein Knabe Jem, und seinetwegen will ich mit Euch reden.

Auf den Zügen Podgey's und seiner Frau malte stch ein leicht begreifliches Erstaunm.

, Ich sage Euch also, der Knabe, der Euch ge­schenkt wird, wird unter einem glücklichen Stern geboren werden."

Ich glaube nicht," murmelte bte unverbesser­liche Jenny, an den Verwalter de» Landlords denkend. , . ,k ..

Wenn ich etwas sage, so hat es damit seine Richtigkeit, Mrs. Podgey. Ich dulde nicht, daß man meine Worte in Zweifel ziehe. — James, hast Du gefchworen, mich zu ersticken, daß Du bte Thüre so fest verschlvsien hältst?"

Nachdem My'a y so ihrer Unzufriedenheit Luft gewacht, fuhr sie fort:

,Jch hatte ein Kind, einen Sohn, Erben meines Namens und meines Vermögens; er ist gestorben. Ich kann mich nicht an den Gedanken gewöhnen, daß all mein Erbe an einen Verwandten, den Sohn einer Frau fallen soll, die ich von ganzer Seele Haffe. Ich will meine Güter einen Erben

geben nach meiner Wahl und die Einsamkeit durch die angenehme Gesellschaft eines Kindes verschönen. Ich denke also, Eueren Sohn zu adoptiren.

Frau Podgey wollte etwas antworten, aber die an Widerspruch nicht gewönte Lady runzelte gc- bieterisch die Stirn.

„Sie sind sehr gütig, Mylady," nahm Podgey rasch das Wort: „Wer sind Ihnen sehr verbun­den für eine so große Ehre."

„Nicht nothwendig, Willy Podgey. Jeder sucht seinen Vortheil in dieser W-lt; Ihr ‘eib mir keinen Dank schuldig. Ich habe sagen hören: die Familie Podgey ist die schönste im Lande, die Kinder find gesund, von guter Konstitution und intelligent."

„Das ist wahr." _

„Es ist überflüssig, daß Ihr meine Worte be­stätigt; ich liebe es nicht, unterbrochen zu werden.

„Mylaty möge mir verzeihen."

Das genügt; unnütze Worte ermüden mich. Ich suche also einen Erben; wenn Ihr einen Knaben erhaltet, adoptire ich ihn. Ich werde ihn Eduard nennen, wie meinen verstorbenen Sohn; er wird reich und glücklich sein."

„O, Mylady," ruf Jem.y, ganz entzückt bei dem Gedanken, Mutter eines großen Herrn wer­den zu sollen, der „Himmel möge Sie segnen!"

„Gut, gut, ich liebe keine Dankesergüffe," unter­brach die Lady rasch. „Von heute an übernehme

Nn im Zh«.

Roman von Gabriele d'Arvor.

(2. Fortsetzung.)

„Ich weiß," gab My'ady zurück; „um das zu erfahren, bin ich nicht hierher gekommen."

Diese Einleitung war wenig ermuthigend. Pod- gcy und seine Familie schwiegen.

„Ich bin Lady Walwich," begann die Fremde wieder. „ ,, _

Der Paddy verneigte sich tief vor feiner Be­sucherin, die, wie er jetzt wußte, eine der reichsten Grundbesitz binnen des Landes war; sie bewohnte einige Stunoen von da ein prachtvolles Schloß.

„Willy Podgey" sagte sie, „ich habe Eure Ehrlichkeit, gute Führung und guten Familien- verhältniffe rühmen hören. Kommet heran, Kinder, ich will Euch sehen!"

Die Fremde bedeutete Willy m't einer Hand- bewegung, daß er ihr die Kinder vorstellen solle. Der Pächter verstand nicht, warum die große Dame ihm so viel Ehre erweise, indrß beeilte er stch, dem Winke zu folgen. Er zeigte auf Towy:

„Mylady, hier ist mein ältester Sohn."

„Em hübscher Junge, erwiderte sie mit ebenso viel Grazie, als wenn sie ihm eine Beleidigung ns Gesicht geschleudert. „Und die anderen? Be- ttfet Euch ein wenig I"

Wähler des Wahlkreises Fulda!

Wieder stehen wir vor der Wahl unseres Vertreters für das Abgeordnetenhaus, dessen Mandat erstmals fhnf Jahre dauern soll Mehr noch als sonst ist es demnach von Wichtigkeit, wem die Vertretung unserer Interessen anvertraut wirb.

Für die weitaus größere Mehrzahl der Urwähler unseres Wahlkreises unterliegt es keinem Zweifel, daß, wie seither, so auch terner^u^e^Vertr^er ^M ^trum handelt, welche Ziele es erstrebt^ wie ruhmvoll es allzeit, auch unter den schwierigsten Verhältnissen für Wahrheit, Recht und Freiheit eingetreten ist, das braucht nicht nochmals gesagt zu werden. Jeder weiß es, der da, U^Heibfel her Cnlturkampffcesetagebnng 8u beteiligen,

dafür iu sorgen daß Sie Kirche und mit ihr das Christenthum nicht nach und nach aus der Schule Drangt werde daß vielmehr der Kirchedas ihr unzweifelhaft zustehende Recht, den Religionsunterricht zu leiten und zu beaufsichtigen, gewahrt und aa^rantirt werde^^Das segensreich begonnene Werk zum Schutze der Arbeiter und der unbemittelten Klassen überhaupt muß energisch weiter aefördert werden. Es darf keine weitere Belastung des Volkes mehr zugegeben werden, vielmehr muß eine gerechtere Vertheilnng der Dasten erstrebt werden durch höheres Heranziehen der großen Einkommen und Vermindermlg ^s^ wichtigen^Fragen hat das Centrum Stellung genommen. Es wird dieselben unserem Sinne vertreten.

Wem also daran gelegen ist, daß unser Abgeordneter in den großen Fragen des Staatslebens auf der Seite des Rechts, der Wahrheit der Freiheit stehe und dazu beitrage, daß christlicher Geist und christliche Sitte im öffentlichen Leben erhatten werden, der sorge für die Wahl eines Oentrnm-Mannes und gebe nur folchen Wahlmannern seme Stimme, welche entschloffen sind, unseren seitherigen bewährten Abgeordneten,

Herrn Amtsrichter Gößrnann in Bergen,

wieder ,n wihlen^ BateUni,c, bem fiinige und dem Volle einen Dienst erweisen.

s» Atznrt Sattlermeister. F. E. Berta, Fabrikant. Dr.Braun,Domkapitular ».Professor. L.Deibel, Kftpnr Erb, Domkapitular. Fr. Fleischmann, Schlossermeister. Jas. Hohman», Fabrikant labert Kirckc'r Kausmann.P M Klüber, Schuhmachermeister. Dr. Kamp, Domkapitular. Andreas Laberen-l Buchbindermeister. Th. Mallenhaucr, Instrumentenmacher. Walther'Plappert, Fabrikant. D^WbepraktMzt!' Rang, Rechtsanwalt. D. R-ntz, ©äfnmnetfter. Tchuk, Professor. J-s-Ph (Srfimttt ^lchmttt, SW* Schmitt, Oleittner»

. Nsarrer' Schäfer, Rentner, Dipperz. Füller, Pfarrer, Eichenzell. Schell, Pfarrer; Pi .^'8° Ber?TwirT Groß"^ Endert, Pfarrer, Horas, Schäser, Büraermerster, Oberb.mbach.

Medler, Bürgermeister, Malkes. Damran Medler, Rodgev.