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Windrichtung
Temperaturextreme.
wolkig trüb heiter
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n. Die dadurch erzielten Ersparnisse an den theuren Knochenkohlen, Arbeitsleuten und Heizungs- material find aanz bedeutende und versprechen für die Zukunft bessere Resultate wie seither. - Nach dem Betriebsbericht wurden verarbeitet in der ersten Woche 17,360 Eentner Rüben, daraus gewonnen 1656 Ctr. Zucker = 9,54% 1. Produkt, in der zweiten Woche 22,700 Ctr. Rüben, daraus gewonnen 2066 Ctr. Zucker = 9,10% 1. Produkt, Polarisation 96,4 bi» 96,6%.
* Die für die Errichtung des Grimm-Denkmals in Hanau gesammelten Gelder belaufen sich jetzt auf 75-76,000 Mk. so daß man hofft, mit dem Bau alsbald beginnen zu können. Der Cultusminister hat einen Zuschuß von 25,000 Mk. in Aussicht gestellt.
* Fritzlar, 2. Nov. Der vor Kurzem hier abgehaltene Kreistag beschloß den Bau eines neuen Kreisgebäudes. Bon der Stadt Fritzlar wird laut der ,C. A. Z.' zu diesem Zwecke ein Zuschuß von 3000 Mark verlangt. Die Verhandlungen darüber schweben zur Zeit noch.
d Aus dem Eisenacher Oberlande. Mehrfach ist in den Zeitungen bereits über eine arge hier herrschende Nachlässigkeit geschrieben worden. Während für die Beobachtung mancher Gesetze peinlich gesorgt wird, hat man bis vor kurzem sich kaum darum gekümmert, ob auch die Hunde, wenigstens die gefährlichen, angebunden oder doch mit einem Maulkorbe versehen seihen. Bedarfshunde und Luxushunde liefen unbeirrt umher und wurden dem Fremden lästig. Mehrfach hat diese Unsitte ihre Opfer gefordert, ja sogar der gefürchtete Hund des Bürgermeisters Pfaff in Dermbach hat eine Person auf freier Straße eine Wunde im Gesicht beigebracht, welche ihr der Arzt zunähen mußte. Man hätte glauben sollen, daß von jetzt ab die Vorschriften in'Betreff der Kunde beobachtet würden. Allein es scheint nicht der Fall zu sein. Möchte doch an maßgebender Stelle dafür gesorgt und die Polizei an allen Orten des Oberlandes auch in dieser Hinsicht ihre Schuldigkeit thun.
* Nürnberg, 4. Nov. Wegen wiederholt eingeschleppter Klauenseuche beschloß der Stadt- Magistrat, den hiesigen Viehhof wegen der Bor- stenvieh-TranSporte aus dem verseuchten Berliner Centralviehhof bzw. Rummelsburg zu sperren. (F.Z.)
seine Festigkeit, seine Klugheit und seinen Takt seine Gemeinde vor Muthlofigkeü und Uebereilung bewahrt und ihrem Rechte endlich wieder zur An- erkennung geholfen. Im 62. Lebensjahre und im 39. Priesterjahre stehend, fett 26 Jahren Pfarrer von Wiesbaden, erfreut sich der Erwählte einer rüstigen Körper- und Geisteskraft, ist an Sorgen, umfassende Verantwortung und Arbeit auf allen Gebieten des kirchlichen Lebens gewöhnt und in seinem Leben und Wandel von makellosem Rufe. Nach 14 Dienstjahren, von denen er 7 als Kaplan in Frankfurt a. M., 3 als Pfarrverwalter von Lorch, die übrigen als Kaplan zu Höchst, zu Oberursel und Rennerod verlebt, zum Pfarrer von Wiesbaden ernannt, hat er feine Gemeinde von 6000 auf 18,000 Seelen wachsen sehen und in ihr unsäglich viel Gutes gewirkt. Der Ausbau der katholischen Kirche, die Beschaffung einer Nothkirche nach dem Verlust jener an die Altkatholiken (1876), die Gründung des katholischen Lesevereins, der durch den Kulturkampf vor el Jahren leider vernichteten, blühenden Privattöchterschule, de» von Dienstmägden Christi geleiteten Krankenhauses, die Beschaffung des Bauplatzes für eine zweite Kirche, die Erhaltung der Ertheilung des Religionsunterrichts durch die Geistlichen in den schlimmsten Zeiten der Falk'schen Aera, die treue, entschiedene Vertheidigung der Rechte der Kirche trotz bedeutender materieller Verluste sind Ruhmestitel, welche Niemand dem Erwählten bestreiten wird. Ehemals Schulinspektor für die Mittelschule zu Wiesbaden, ist er seit 1869 ein ehr geachtetes Mitglied der Wiesbadener Schul- >eputation, in opferwilligem Patriotismus bewährt durch die Errichtung eines Lazareths, welches schon am 5. August 1870 die ersten Verwundeten aufnehmen konnte, in seinem Charakter wohlwollend und wohlthätig, in seinem Auftreten und Handeln lefonnen, ein besonderer Verehrer des hl. Joseph Seit 25 Jahren Dekan, wurde er 1866 schon zum Geistlichen Rathe und außerordentlichen Mitgliede des bischöflichen Ordinariats, 1882 zum Hausprälaten Sr.Päpstl. Heiligkeit ernannt. VonSeiten desStaates sat er als Auszeichnungen verschiedene Orden, '«runter auch die Medaille für Verdienste im Kriege erlangt. Wenn wir den hochgeschätzten Prälaten auch nur sehr ungern von dem wichtigen Posten, den er fast drei Jahrzehnte hindurch mit Ehren inne gehabt und aus der Diözese scheiden ehen, so können wir doch der Diözese Fulda aufrichtig Glück zu dem neuen Oberhirten wünschen, der ein würdiger Nachfolger des ihm persönlich wohlbekannten, hochwürdigsten Herrn Fürstbischofs Georg sein wird.
Die Lufttemp. erreichte gestern bei bewölktem Himmel gegen 2 Uhr 30 Nachmittags ein Maximum von 14,2° C.! In der Sonne t etrug die Temp. um 1 Uhr 30 = 19,50 0. und das Tagesmittel derselben war — 9,3°C. Barometer noch im Steigen, obgleich konsequentsüdwestliche Luftströmung vorherrscht.
DaS barometrische Minimum im Westen ist langsam nordwärts fortgeschritten und hat einen Ausläufer nach dem Kanal hin entsendet, während ein umfangreiches barometrisches Maximum über Rußland lagert. Bei meist schwacher südlicher Luftströmung ist das Wetter über Central Europa warm und vorwiegend trübe. In Deutschland ist vielfach Regen gefallen. sSeewarte.)
Letzte Beobachtung 10% Uhr Morgens. Luftdruck = 733,2 mm (steigt noch). — Lufttemperatur = 8° C. — Luftfeuchtigkeit rel. — 81% - Wo kenzug (Cum. Strati) au» SW. — Windrichtung — SW2. — Himmelsansicht — biwö.kt.
Neueste Post.
Soeben kurz vor Schluß des heutigen Blattes geht uns von hochgeschätzter und wohlunterrichteter Seite noch folgender Artikel zu, der für unsere Leser von außerordentlichem Interesse sein dürfte:
A Aus Nassau, 4. Nov. Der durch die heutige Wahl des Fuldaer Domkapitels auf den bischöflichen Stuhl der alten St. Bonifatiusstadt erhobene Stadtpfarrer von Wiesbaden, Herr Joseph Wey land, erfreut sich im ganzen Lande hoher Achtung und hat namentlich während des Kulturkampfes inmitten vieler Bedrängnisse durch
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Vermischtes.
« '.®’’a.n.bau' 31- Okt. Bon einem „schlafenden orr *•! J.e51sten erzählt der ,Anz. f. d. Havelland'. Im ^krankte ein Mann des hiesigen Garde. Fuß-Art,llerie.Batalllons und wurde in das Garnisonlaza- ausgenommen Der Patient gerieth bald in -inen scheinbar bewußtlosen Zustand, in welchem er sich auch
Preise der Plätze: I. Platz 1 Mk., II. Platz 50 Pfg., Gallerte 30 Pf. Nur auf dem I. und II. Platze zahlen Kinder unter IO Jahren die Hälfte.
o ä « Krrchwerh-Montag und -Dienstag 2 Vorstellungen, 5 und 8 Uhr Abends.
->r rst-ter ist -« jeder Milterns UschStzt iit wird zetzcht. Zu dtefen hochinteressanten Vorstellungen labet zu zahlreichem Besuch «rgebenst ein. Der Besitzer.
Mechanisches Theater
»■if dem Viehmarktplatze.
Dieses Theater darf nicht mit einem Panc- rama, wo man alles durch Gläser sieht, verglichen werden, vielmehr spielt sich hier olle» auf freier offener Bühne ab, belebt durch mehrere Tausend mechanischer Figuren. Aus dem reichhaltigen Programm erwähne ich zunächst eine malerische Reise (durch Amerika, Asien und den Nordpol), Scenen aus der Schlacht von Sedan, ein Winter- vergnügen auf dem Eise, die stauneniwerthen Leistungen der berühmten.Seilschwenker-Automaten, ein Gast in Venedig rc. rc.
Täglich 1 Vorstellung um 8 Uhr Abends.
Sonntag« 3 Vorstellungen, um 4, 6 und 8 Uhr Abend».
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Geschäfts-Eröffnung.
Einem geehrten hiesigen wie auswärtigen Publikum die ergebene An- znge, daß ich
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ein zweites Geschäft in
w- Kurz-, Weil-, Weiss- Jg u. Ellen-Waar en
jeder Art eröffnet habe. Meine allseitig anerkannt billigen Preise und gute Maaren sind in Folge größerer Abschlüsse mit den Hrn. Fadrrkanten wieder IW* um 10 Prozent herabgesetzt. TBG Besonders empfehle ich erne Partie Tricot-Tailleu, Umhängetücher, Kapuzen, Herren» und Dameuwesten, Strümpfe aller Art, Unteifröcke unh -Hosen, Rormalbekleiduvg, seidene Tücher, Sammle, Plüsche L Meter Mk. 3.25, Handschuhe, Eugl. Wolle re. zu staunend billigen Preisen.
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heut«, als- nach nnhalbzähnger ärztlicher Behandlung, noch befindet. Bon den Aerzten sind alle erdenklichen Mittel zur Anwendung gebracht worden: alle Versuche find aber biShererfolglos geblieben. Der Krank- schläft unausgesetzt- nur zuweilen öffnet er die Augen, er blickt dann aber aeü st-sabwesend umher und erkennt nicht einmal seine Verwandten. In der ersten Zeit war er fast zum Skelett abgemagert, später hat fich sein Aussehen wieder gebessert. Selbstständig kann er keine Nahrung zu fich nehmen; dieselbe muß ihm im flüssigen Zustande zugeführt werden. D,e Aerzte bezeichn,» die Krankheit als Starrkrampf. Der Mann ist vor einigen Tagen unter Begleitung zweier La- zarethgehilfen und seines Bruders nach seinem Heimaths- dorfe bei Lippspringe gebracht worden.
[Aufklärung.) „Aber Frau Klatscher, schon wieder em neues Dienstmädchen I Waren Sie denn mit dem letzten mcht zufrieden?" — „O doch — sehr gar. Aber wissen Sie, ich nehme mir „prinzipaliter" jedes Quartal ein neues Mädchen, da erfährt man doch was von anderen Leuten!"
Gottesdienst-Ordnung in Fulda.
Sonntag, 6. November.
Dom. Um 5i/t, 6, ÖS/«, 7i/2 Uhr hl. Messen, um 9 Uhr Umgang, Hochamt mit Predigt, um 3 Uhr Bruderschaft, um 7 U. Andacht in der Marienkapelle. — Stadtpfarrkirche. 51/4 Uhr hl. Messe mit Predigt, 7 Uhr hl. Messe, 8 Uhr Hochamt mit Predigt, 9'/a Uhr Hochamt mit Diakonium und Chorgesang, 11 Uhr hl. Messe, 2 Uhr Festpredigt und Andacht, 7-/z Uhr Rosenkranzbruder- schatt. Am Montag Morgen um 8 Uhr Requiem für die Verstorbenen der Stadtpfarrei. — Michaelsberg. 10 Uhr Hochamt mit Segen, 2 Uhr Armenseelen-Andacht. — Severikirche. Qi/a Uhr Hochamt mit Predigt. — H 0 s p i t a l s k i r ch e. 8 Uhr Predigt und Hochamt, 4 Uhr Abendandacht. 10 Uhr Gottesdienst für die Sod alit'ät. — Frauenberg: 61/2 Uhr hl. Messe, 8 Uhr Hoch-
2 Uhr Predigt und Bruderchaft. — Zamsti, Aber» 4 Ahr Ätzer»,r»rcht i« »er N-rrertzirchr.
Dienstag den 8. Nov. 7'/2 Uhr Amt mit Predigt in der Kapelle auf dem vorstädtischen Friedhof, dann Prozession zum Kreuz auf demselben und Rückzug in die Kapelle, wo die Andacht geschloffen wird.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Fulda.