Einzelbild herunterladen
 

n.

mber,

’ M., I

I. I

>uristen< -

[2185 -

l wird

258.

Donnerstag, den 11. November.

1886

Fuldaer

'■ 1 Mr. 50 Pfg.. - mit bet

Jdtag

»ie .Fuldaer Zeitung' erscheint täglich. Sonn- «nd Fei«tage ausgenommen. Merteljährlicher Abonnementspreis ohne Bringerlohn und B-stellaelb belletristischen W-4» niet lag e,«terue Utt» Blumen' in Fulda 1 M. 70 Pfg., auswärts 1 Mk. 75 Ma? * ^nfetete: Die einspaltige Zeile oder deren Raum 15 Pfg.; bei Wiederholungen entsprechender Rabatt?

md.

ns

[2180 litti.

er, iehlt Itti

Tar- Roll-

S«e anter Mse, aarep tse [1995 er.

[1946 tti.

>1, l bei mm,

tliche oße» und inge- luter- hJj

» s ft.

«kl» 106 105* 105 100 101 103*

92* 68* 81* 100*

94* 76* 97,*

102 100*

99 104

81* 64* 70*

104* 78*

289* 24* 95* 16*

20*

Zum Schluß ist als eine nicht unwichtige Be­stimmung des Entwurfs noch die hervorzuheben, daß der Anspruch des Anwalts auf Fuhrkosten auf die wirklich verausgabten Beträge beschränkt wird, wenn es sich um Geschäftsreisen zu einem an der Gerichtsstelle wahrzunehmenden Termine .nnerhalb des Landgerichtsbezirks handelt, in welchem der Anwalt seinen Wohnsitz hat. Diese Vorschrift wird den vielfach laut gewordenen Klagen über die Vertheuerung der amtsgerichtlichen Proceffe m wirksamer Weise begegnen.

Dies ist der Hauptinhalt des Entwurfs. Daß manche seiner Aufstellungen aus den beteiligten «reifen lebhaften Widerspruch erfahren werden, lst vorauszusehen.

Eines Abends hatte ich mich wieder einmal in die Kinderstube begeben, wo ich die einzig glück­lichen ©tunt en in meinem jetzigen elenden Dasein verlebte. Ich brachte meinen Knaben selbst zu Bett, nachdem ich lange mit ihm gespielt hatte; er war ganz aufgeregt und wehrte sich mit Hän- den und Füßen, um nicht in da» Bett gebracht

©atten warteten, doch war es mir nicht möglich, diese Revensarten mit unserer Streitsache in Ver­bindung zu bringen. Jedenfalls lauerte noch ein Unglück im Hintergründe, bereit, plötzlich auf uns loszubrechen. Tag und Nacht quälten mich diese Gedanken, bis mir unerwartet Aufklärung von einer ©eite kam, von der ich sie nicht erwartet hatte.

Wie bleich, wie abgespannt er aussah! Bange Sorge und schlaflose Nächte hatten ihre verwüsten­den Züge in sein edles Gesicht gegraben; er war ein ganz Anderer als vor einigen Monaten. Eins

Erleichterung wird es empfunden werden, daß der Entwurf die Schreibgebühren für kleine Schrift­stücke wie Briefe, Anzeigen Mittheilungen, Anträge und bergt beseitigt, indem er die zwei ersten Seiten jedes Schriftstücks von der Gebühr frei läßt. Bei Schriftsätzen von mehr als 20 Seiten sollen die Gebühren für die überschießenden Seiten auf die Hälfte ermäßigt werden.

nähme, ein Vorschlag, besten Bebeutung baraus erhellt, baß allein bei ben Landgerichten in erster Instanz durchschnittlich jährlich über 50,000 Be- schlüffe ertasten werden.

* Die Herabsetzung der Rechts­anwaltsgebühren.

i Aridere Ermäßigungen beziehen sich auf das sühneversähren, das Aufgebotsverfahren und das Concursverfahren. Besonders häufigen Klagen will

* Der Reichskanzler Fürst Bismarck ist heute zu kürzerem Aufenthalt aus Varzin hier eingetroffen.

Nach telegraphischer Meldung eines durchaus

Deutsches Reich.

Berlin, 10. November.

* Bei Se. Maj. dem Kaiser fand gestern Nach­mittag ein Diner statt, zu welcher u. A. Kultus­minister von Goßler, der Bischof von Erm- la nd, Dr. Thiel, und Geheimrath Prof. Gneist befohlen waren.

blicklich beschränken sie sich auf Regelung der A n z e i g e und die Frage der religiösen Orden."

* Die Meldungen über Verhaftung von Arbeitern in Buckau bei Magdeburg wegen hochverrätherischer Pläne erweisen sich jetzt als vielfach übertrieben. Es sind nur 17 Arbeiter ver- hastet, von denen einige bereits wieder entlasten find. Den Verhafteten wird zur Last gelegt, die Mostffche „Freiheit" verbreitet zu haben; bei dreien derselben wurden ganze Stöße sozialistischer Schrift ten, bei einem Arbeiter in Sudenburg auch Dyna­mit gefunden.

* Münster, 8. Nov. Ende voriger Woche traf, wie bereits gemeldet, der bekannte Trappisten- Abt Franz, Leiter der katholischen Mission in5 Südafrika, hier ein. Die Ankündigung, der ge­nannte Pater werde in der Lamberti-Pfarrkirch am Sonntag-Vormittag über die Lage der ihm anvertrauten Mission eine Predigt halten, hatte eine energische Intervention der hiesigen Polizei­behörde zur Folge, so daß zum großen Leid­wesen der Münsteraner, die Predigt unterblieb. Der Pater ist schon abgereist und das Vaterland wieder ein Mal gerettet.

* Coblenz, 9.Nov. Ihre Majestät die Kai­serin hat wie alljährlich der Vincenz-Konfe- renz von Liebfrauen und St. Castor einen nam- haften Geldbetrag huldvollst überwiesen.

* München, 8. Nov. Auch ein Korrespondent der .Kölnischen Ztg.' bestätigt die Nachricht, daß die weitern Wiederholungen von Heigel's Schau­spiel „H 0 h e n s ch w a n g a u" auf Veranlassung des Prinz-Regenten eingestellt worden sind, und fügt bei: „Der Grund wird in einigen gewagten Mönchs- ©cenen gesucht. Das Stück hätte sich übrigens auch sonst nicht halten können." Es wäre be bäuerlich, wenn der Prinz-Regent, der in diesem Falle so taktvoll verfuhr, über die Persönlichkeit des Dichters Anzengruber nicht rechtzeitig auf« geklärt worden sein sollte, sonst würde der Ver- fasser des „Pfarrers von Kirchfeld" nicht in bett Besitz bes Michaels-Orbens gekommen sein; boch scheint tiefe Angelegenheit eine erfreuliche Lösung dahin zu finben, baß Herr A. als Ritter bes Michaels-Orbens eine Zeitungs-Ente war.

Ausland.

—* Die bulgarische Nationalver-

Wieder vereinigt. I hatte ich ihn in seligen Träumen bie Stufenleiter

Frei nach dem Englischen bearbeitet. höchsten Ansehens ersteigen, hatte ihn im Parlament 24. Entsetzung. ? hervorragenden Redner selbst seine Gegner

„Mag sein", entgegneteMallethalsstarrig, „besser I vielleicht"mußte er ebenso^be^b^n^ I ein ganz Anderer als vor einigen Monaten. Eins wäre es boch. Helgens ist er bei iüer ©Ä b™SDafeS auf Äen mie -a6er °°en Reifel erhaben, die

hchkeit doch ein hübscher Junge, wenn auch", I Und was das Schlimmste war — ihm bÄ'' ®°^e, seinen Namen und sein Erbe zu verlieren, sie setzte das mit einem gewissen Stolze hinzu I Liebe des Vaters' Wenn fflntt I roa£ren aHetn im Stande, ihn in dieser Weise

„lange nicht so hübsch, als unser kleiner Hugo! I wegnahm so stard mein Lieblina Mein^aÄ Sr tftT’ roa8 Erdings die eigentliche Ursache “SIX'”T77?"I ««M “Sä** / ähässää*- "Die Leute I ®a8 für Tag erwartete ich von meinem Gatten

17 ? fkebenzehn Jahre", etn aufklärendes Wort — es kam nicht. Wir be"

Sftus ' »°ber darnach sieht er a ar segneten uns Übrigens auch nur feiten, ausgenom-

?Ln unb riL to,e W men bei unseren Mahlzeiten, denn mein Gatte war

1 Sm" me W ^st wie die ersteLady entweder meist außerhalb des Hauses oder in der

iitiior _ I mit bcnt Orbncn unb Sudßcn bet Sdütciß

Ittnfrr ®et>wa4> war zu Enda, ich entließ Müllet beschäftig!. Einmal wagte ich M ja» w fL-, P* WS * “X" »ÄTÄ2 j h flen habe, als viele andere Umber. Wie oft I „Nein, mir kann Niemand helfen."

Dem Bunbesrathe ist ber Entwurf eines Gesetzes, betr. bie Abänberung von Bestimmungen bes Gerichtskostengesetzes unb ber Gebührenordnung für Rechtsanwälte zugegangen, lieber bie Enb- ................ ^tlvlluCLa uuunae„ K.aaen

hP«t^tnt”Onf?,eI^ar &et ^^llung ber Vorschläge bie Herabsetzung ber Gebühren für Ertheilung eines bes Entwurfs ausgegangen ist, bemerkt bie Be- j Raths sowie für Erhebung unb Ablieferung von grunbung: „Der Entwurf hält sich hierbei in so - Gelbern unb Werthpapieren abhelfen. Als protze ^tBlnp7^Täen'f b<1k ihm ^ Voreingenommen- Erleichterung wird es emvfunben werben, hab her hert gegen ben für eine gedeihliche Rechtspflege unentbehrlichen Anwaltsstand nicht zum Vorwurf gemacht werden kann. Wenn seine Bestimmungen vorzugsweise daraus abzielen, das vielfach hervor­getretene Mißverhältniß zwischen der Leistung des Rechtsanwalts und dem von ihm zu beanspruchen­den Honorar in Fällen, in denen es geradezu Anstoß erregt hat, zu beseitigen, so wird diese Tendenz bei unbefangenen Mitgliedern des Anwalts- standes selbst nur Anerkennung finden können."

Wie die ,Köln. Ztg.' aus dem Inhalte des Entwurfs mittheilt, soll ber außerordentlichen Höhe ber Gebührensätze bei Processen mit hoch- werthigem Streitgegenstände durch eine Ermäßi- guug des Steigerungssatzes bei den Werthklassen über 10,000 M. sowie durch Einführung eines aus 500 M. bemessenen Höchstbetrages bes Ein- heitssatzes ber Gebühr (nicht ber Gebührenforbe- rung überhaupt) begegnet werben. Ferner wirb — unb zwar hinsichtlich ber Gerichtskosten unb ber Rechtsanwaltsgebühren gleichmäßig — für Pacht- unb Miethstreitigkeiten eine anberweite, auf eine Entlastung biefer Rechtsstreitigkeiten abzielenbe Art der Werthberechnung für bie Zwecke bes Ge­bührenansatzes in Aussicht genommen.

Im Uebrigen hat ber Entwurf bie Einheitssätze des Tarifs unveränbert gelassen unb nur in einer Reihe von Einzelvorschriften bie Herabsetzung ber Gebühren für bestimmte Prozeßakte vorgesehen Besonbere Bedeutung beanspruchen zwei biefer Vorschläge: bie Herabsetzung der Gebühr für eine nicht contradictorische Verhanblung — b. h. allein bei den Landgerichten in erster Instanz für 47 bis Äi* bÄSaVfo” d?sA .uoeÄen^toiiTnT?8 TI fall einer Erhöhung der VerhanblungSgebühr für I Germania' nebiren bie Ixbte

bi. V-rhandinn, nach ftattgehab,-/Ae-?i«'n,. LLgen"^-»-» sLna Ln"