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«reis von 100 Mk. für den besten Bullen, 1 Preis von fnn Mk für die beste Hub, 1 Preis von 100 Mk. für das b ste Nind, 6 Preise zu 80, 70, 50, 40, 25, 20 Mk. für bie weiterhin besten Bullen, 6 Preise zu 80, 70, 50, 40, 95 ->0 Mk. für die weiterhin besten Kühe, und 80, 70, 50' 40. 25, 20 Mk. für die weiterhin besten Rinder. 3) -rür Rindvieh aus den Kreisen Kirchhain, Marburg und ^rankenberg 450 Mark, und zwar: 1 Preis von 80 Mk. für das beste Thier ohne Rücksicht auf Kategorie, 50 Mk für den besten Bullen, 50 Mk. für die beste Kuh, 50 Mark für das beste Rind, 40 und 30 Mark für die weiterhin besten Bullen, 30, 20, 15 und 10 Mk. für bie weiterhin besten Kühe, 30, 20, 15 und 10 Mk. für bie weiterhin besten Rinder. B) Aus Mitteln des land- ivirthschaftlichen Kreisvereins Kirchhain 500 Mk. 1) Zuschuß ,ur Prämiirung der Pferde 200 Mk., 2) für Schweine 100 Mk., 3) für Schafe 100 Mk., 4) für Bienen 100 Mk. Die Vertheilung der Preise bleibt den Preisrichtern über­lasten. Thiere, welche am 17. Juli, Vormittags 8 Uhr auf dem Ausstellungsplatz nicht eingetroffen sind, bleiben von der Preisbewerbung ausgeschlosfen. Alle auf die Vieh- ausstellung bezüglichen Anfragen und Bestellung von Stallungen für das Vieh, welches bereits am 16. Juli nach Kirchhain kommt, sind an Hrn. Bürgermeister Herbold in Kirchhain zu richten. — Anfragen wegen Logis sind bis 8 Tage vor der Versammlung an Herrn Bürgermeister Herbold in Kirchhain zu richten. Anmeldungen zur Fest­tafel werden bis zum 12. Juli an Herrn Apotheker Rung, in Kirchhain erbeten. — Bei der am 19. Juli Vormittags 10 Uhr statlfindenden Verlosung kommen 1000 Gewinne zur Ausloosung, zu deren Ankauf eine Summe von ca. 10,000 Mk. verwandt wird. Die Gewinne werden größrentheils auf der Ausstellung angekauft. — Lebende Gewinne, Über welche innerhalb 14 Tage vom Gewinner nicht verfügt wird, werden zu Gunsten der Kreisvereins­kaffe verkauft. — Am Freitag den 16. Juli findet ein Verkauf von etwa 20 Stück ausgestelltem Simmenthaler Zuchtvieh statt. — Vom Tag der Eröffnung an wird ein Honigmarkt abgehalten.

’ Der „Verein für hessische Geschichte und Landeskunde" wird seine diesjährige Jahresversammlung in Homberg begehen und zwar in den Tagen des 19 bis 21. Juli. Der Abend des ersteien Tages wird zur Begrüßung der auswärtigen Gäste und in geselliger Vereini­gung in den Sommer-Lokalitäten des Kasinos verbracht. Für den zweiten, den Haupttag, ist zunächst Morgens Besichtigung der Stadtkirche in Aussicht genommen, an welche sich die Haupt­versammlung anschließen soll-, Vorträge für letztere haben die Herren Pfarrer Schotte zu Homberg und Major a. D. von Gironcourt zu Marburg übernommen. Nachmittags 4 Uhr wird das Fest­esten stattfinden und für den Abend ist Zusammen« -sein auf der Schloßruine angesetzt. Der dritte Tag, 21. Juli, ist in hergebrachter Weise einem Ausstuge gewidmet, diesmal ist der höchste Punkt des Knüllgebirges, das Knüllköpfchen, als Ziel gewählt.

* Die Herren Forst-Referendare, welche das forstliche Staals-Examen im Herbst d. I abzu­legen wünschen, wollen ihre Meldung bis spätestens zum 1. August d. I. Königlicher Forst-Ober- .Eraminations-Kommission zu Berlin einreichen.

Während der warmen Jahreszeit kommt es vor, daß der Stich eines Insektes bei einem Menschen eine Blutvergiftung und oft den Tod zur Folge hat. Fliegen und Blutsauger leben nicht nur von den Säften lebender, sondern auch todter Thiere, saugen also Leichengift. Sticht nun ein auf letztere Art gesättigtes Insekt einen Men­schen, so fließt sehr leicht ein Theil des Giftes in die kleine Wunde, und die Folge ist Blutvergift­ung. Die zerstörende Wirkung des Giftes wird am besten durch Salmiakgeist, den man sofort (auch bei Schlangenbisten) in die Wunde reibt, neutralisirt. Es ist daher rathsam, ein Fläschchen mit der erwähnten Flüssigkeit bei sich zu führen.

* Nach einer Allerhöchsten Ordre vom 20. Mai d. I. führen die im Frieden zur Unterstützung der Landwehr-Bezickskommandeure dienenden Land- wehr-Kompagnie-Führer fortab die Bezeichnung „Bezirks-Offizier." Der § 2, Ziffer 3 der Land­wehrordnung erhält in feinen ersten drei Absätzen folgende Fassung: „Innerhalb der Landwehr- Kompagnie-Bezirke dienen die Bezirks-Offiziere zur Unterstützung der Landwehr-Bezirks-Kommandeure. Dieselben werden durch die General-Kommandos in Grenzen der in den Friedensverpflegungs-Etat Vorgesehenen Zahl ernannt, und zwar in erster Linie aus denjenigen Hauptleuten oder älteren Lieutenants des Beurlaudtenstandes der Infanterie und Jäger, welche ihre Oualifikation zum Kom­pagnieführer im Mobilmachungsfall bereits nach­gewiesen haben und als solche defignirt find. Sind derartige Persönlichkeiten nicht vorhanden, so darf auf andere geeignete und zur Verwendung bereite Offiziere des Beurlaubtenstandes sowie nöthigen- falls auch auf zur Disposition gestellte Offiziere zurückgegriffen werden.

* Aus dem Kreise Gersfeld, 28. Juni. Bei einer anläßlich des letzten Jahrmarktes in einer hiesigen Wirtschaft abgehaltenen Tanzmusik entstand zwischen zwei Burschen ein Streit, wobei einer derselben ein Bierglas ergriff und es in der Absicht, seinen Gegner zu treffen, mit aller Wucht einem an dem Streite völlig Unbetheiligten an den Kopf warf, fo daß derselbe ein Auge gänz­lich verlor und an der Schädeldecke Verletzungen davontrug. Der Bedauernswerthe, Krämer Barth aus Bredlorenzen, befindet sich in ärztlicher Behand­lung.

* Eschwege, 28. Juni. Mittels Depesche traf heute Nachmittag gegen 2 Uhr die amtliche Mittheilung hier ein, daß in Folge anhaltenden Regens bei Salzungen die Werra aus ihren Ufern getreten sei.

* Frankfurt, 29. Juni. Den Gerichtsvoll­ziehern des hiesigen Oberlandesbezirks ist vor Kurzem aufgegeben worden, auf Tafeln an der äußern Thüre wie in der Schreibstube für min­destens drei Wochentage genau festgesetzte Sprech­stunden anzugeben. Auf diesen Tafeln soll auch die Mittheilung für das Publikum stehen, daß Zahlungen und Aufträge nur den Gerichtsvoll­ziehern persönlich und nicht Hülfsschreibern 2C. übergeben werden dürfen.

Vermischtes.

* Ein sehr bemerkenswerthes Erkenntniß über Kontrakte gewisser Abzahlungsgeschäfte fällte vor einigen Tagen das Gericht in Hamburg. Von einem Abzahlungshändler in Hamburg hatte ein Handwerker einen Hausstand geliefert erhalten unter der Bedingung, daß der auf 900 M. festgesetzte Preis in monatlichen Raten von 100 M. abge­tragen werden sollte; falls die Abzahlungen nicht regelmäßig erfolgen sollten, hatte der Händler sich das Recht ausbedungen, sämmtliche Sachen sofort wieder an sich nehmen zu können, und zwar ohne jede Rückerstattung der etwa geleisteten Abzahlung Der Handwerker hatte auch sieben Abzahlungs- Termine inuegehalten, vermochte aber, durch Krank­heit verhindert, die achte Rate nicht rechtzeitig zu entrichten. Diese Gelegenheit wollte ohne alle Rücksicht auf die Bitten des Handwerkers der Abzahlungshändler nun sofort benutzen, um die Sachen wieder an sich zu nehmen, und würde auch wahrscheinlich seine Absicht erreicht haben, wenn i nicht der Hausherr sich in’ä Mittel gelegt und die Fortschaffung der Sachen verhindert hätte. Der Händler klagte in Folge dessen gegen den Letzter» auf Auslieferung der Sachen, ist jedoch mit seiner Klage abgewiesen worden. Das Gericht erklärte nämlich, daß der mit dem Handwerker abgeschlossene Vertrag ein unmoralischer und da­her unwirksamer sei. Der Händler sei berechtigt, den noch ausstehenden Rest von 200 Mk. in An­spruch zu nehmen; dagegen sei er durchaus nicht berechtigt, die bereits gezahlte Summe einfach für verfallen zu erklären.

* Die militärpflichtigen Volksschullehrer und Kandidaten des Volksschulamts, welche ihre Be­fähigung für letzteres in vorschriftsmäßiger Prüfung bewiefen haben, können bekanntlich nach öwöchent- licher Ausbildung zur Reserve beurlaubt werden. Diese Bestimmung ist jedoch nach einer ergangenen Erläuterung nicht als ein dem Lehrerberufe zu- gestandenes Vorrecht anzusehen, sondern in dem bisher gewesenen Mangel an Volksschullehrern begründet. Demgemäß soll diese Vorschrift zunächst auf diejenigen Militärpflichtigen keine Anwen­dung finden, welche zwar die Eigenschaft als Volkschullehrer besitzen, aber nur in Privatanstalten beschäftigt oder angestellt sind.

• Das Archiv für Post und Telegraphie bringt über die Zeitungsvertheilung auf der Erde folgende interessante Mittheilungen. Die Zahl sämmtlicher Zeitungen der Erde ist auf 35,000 zu schützen. Eine Bevölkerung von einer Milliarde in den fünf Erdtheilen vorausgesetzt, kommt auf je 28,000 Köpfe erst ein Blatt. Natürlich steht Europa mit einer Zeitungsproduktion von 20,000 und bann Deutschland mit einer Produktion von 5500 Zeit- unqen, worunter 800 Tagesblatter, obenan. Es kommt danach England mit 4000 (800 Tages-) Blättern, Frank­reich mitt 1568 allein in Paris und 2506 m den Pro­vinzen ; Italien mit 1400 (darunter in Rom 200, Mailand 140, Neapel 120); Oesterreich 1200, Spanien 850, Ruß­land 800 (darunter in St. Petersburg 200, Moskau 75); in Griechenland ist die Zahl der politischen Blatter, wegen des dort außerordentlich entwickelten polrtischen Jntereffes, sehr groß: die Schwei, zählt 430, Belgien und Hollano e 300 Zeitungen. Auf Asien entfallen im Ganzen nur ]3000 Zeitungen. In China erscheint unter andern wenigen Zeitungen täglich drei Mal der ,King Pao', in Japan er­scheinen 2000 Blätter. Beludschistan und Afghanistan haben

bislang noch gar keine Zeitung. Afrika hat in allem kaum 300 Zeitungen. Dagegen hat Amerika eine bedeutende Tagespresse; allein in den Vereinigten Staaten erscheinen 12,500 Zeitungen, wovon mindestens 1000 täglich. Von Negern redigirt, herausgegeben und gedruckt werden 120 Zeitungen. Auf die Zeitungen der Erde in englischer Sprache sollen circa 16,500, in deutscher Sprache 7800, in französischer Sprache 6850, in spanischer Sprache 1600 Blätter entfallen.

* Nachstehendes Mittel gegen Zahnschmerzen ist ein Mittel, das sich fast in allen Fällen bewährt hat bei Zahnschmerzen, die von hohlen Zähnen herrühren, und verdient, bei diesen ungefährlichen, aber doch so sehr lästigen Schmerzen die weiteste Verbreitung. Hiervon hat Einsender dieses sich durch viele hundert Fälle über­zeugt, da er es nicht nur zum eigenen, sondern zum be­liebigen allgemeinen Gebrauche stets vorräthig hat. Dazu ist das Mittel einfach, ungefährlich und billig. — Man fordere in einer Apotheke 5 Gr. Chloralhydrat und 5 Gr. Kampher, die zusammen in ein Gläschen gelhan und in ca. 24 Stunden flüssig werden. Hat man Eile, so kann man die Verbindung durch Reiben, Schütteln ober gelindes Erwärmen schon in kurzer Zeit Herstellen. Von der Flüssigkeit wird ein Tropfen auf ein Küchelchen von Watte geschüttet und dieses in den hohlen Zahn gesteckt. Das Mittel kostet mit Gläschen 25 -30 Pfennige und ist für mehr als 100 Fälle ausreichend. Das Gläschen mit den Zahntropfen muß vorsichtig verwahrt werden, da diese, wie fast alle Zahnmittel, etwas giftig sind; aber ein Tropfen wird niemals, auch bei Kindern nicht, schäd­lich wirken. Kommt die Zunge mit dem Wattenkügelchen in Berührung, so wird der häßliche Geschmack schon das Weitere veranlassen. Wir können darum unfern Lesern rathen, gelegentlich den Versuch zu machen, oder doch wenigstens sich das Mittel zu merken.

— Moderne Rufnamen.) Gymnasiallehrer Dr. R. Jecht in Görlitz Hal eine Statistik der Rufnamen der Schuljugend veranstaltet und die Ergebnisse in einem . Schriftchen veröffentlicht. Es ergibt sich daraus, daß die Rufnamen ebenso gut der Mode unterworfen sind, wie Kleider und Hüte. Die noch vor einem Vierteljahrhundert seltenen Rufnamen „Max" und „Paul" sind unter den Schulknaben von Görlitz so verbreitet, daß jeder 6. bis 7. Knabe Paul, jeder 8. bis 9. Max heißt, denn unter 4550 Knaben sind 662 Paul und 514 Max. Unter den Mädchen sind die Namen „Anna" und „Martha" am häufigsten, denn unter 4500 Schulmädchen find 538 Annas und 455 Marthas, so daß jedes 8. Mädchen Anna, jedes 9. Martha heißt.

S Ein amerikanisches Blatt bringt folgendes Inserat: Redakteur für ein vielgelesenes Blatt wird gesucht. Der Mann muß rebigiren können, sich zanken, duelliren, prügeln, den Polizisten spielen, Gelder einkassiren und zu gleicher Zeit beweisen können, daß ihm am Gelbe nichts gelegen ist; er muß es aus dem „ff" verstehen, groben Dicksäcken auf's Dach zu steigen und der Damen­welt gegenüber auf allen Bällen, Eoncerten und Abend- unterhaltungen den liebenswürdigen Schwerenöther zu spielen. Er muß bei Turnern, Gesangsvereinlern, Lieder- tafiern, Juden und Leiden, Protestanten, Katholiken und Methodisten Hahn im Korbe sein. Er muß eine Zeitung zu Stande bringen, bie nie auf ber Post verloren geht, «eber von fremben Händen geborgt, noch von boshaften Konkurrenten heruntergeputzt werben kann, welcher die Mücken und Schrullen von 2000 Abonnenten derart zu befriedigen im Stande ist, daß jeder derselben seine Zeitung im Voraus bezahlt. Wir brauchen einen, ber heiß und kalt zu gleicher Zeit blasen kann, der Waffer auf beiden Schultern zu tragen versteht, der mit Hunden bellen, mit den Hasen um die Wette laufen kann, der die Flöhe husten und das Gras wachsen hört« Ein solcher Mann findet lohnende Anstellung — er melde sich."

(Schlechte Aussicht.) Pfarrer: „Na, Michel, rote gehts alleweile?" - Michel: „Schlecht Herr Pfarrer! — Muß alleweil der Kehrwisch sein für Alles, und wo's was zu thun gibt, ruft ma zuerst mich." — Pfarrer: „Nur nicht verzagt, Michel. Die Erde ist ein Jammerthal; einstens wird Dir int Himmel Alles vergolten weroen." — Mi­chel: „Nee, Herr Pfarrer, selbig zlob i net. Wes schont wie's kummt im Himmel. Da wärd's Heeßen:

Michel, zünd d' Sonn an! Michel, häng den Mond 'raus! Michel, putz d' Stern!

Michel, laß den Donner los! Michel, sieb den Hagel! Michel, schieb d' Wolken! Michel, hilf blitzen!

Michel, hol den Sturmwind runter !

§ (Ventilations-Mängel.) Betrachtungen eines Markthallen-Flaneurs: „Das ist fix Leben häßlich einge­richtet, daß bei den Rosen gleich die Käse steh'n."

§ (Bei der Instruktion.) Unteroffizier: „Wie nennt man einen Soldaten, welcher sich «ährend des Kampfes womöglich auf den Bauch wirft und im Graben ver- kriecht?" — Rekrut: „Schleichpatrouille."

Gottesdienst-Qrduung in Fulda.

Freitag 2. Juli (Herz-Jesufest):

Dorn: Um 5 Uhr Aussetzung des hochwürdigsten Gutes zur Anbetung; um 6, 61 7, 7t/z und 8 U. hl. Messen,

um 9 U. Hochamt mit Predigt; Nachm. um 1, 2, 3,4 u. 5 Uhr Anbetung und Schluß. — Frauenberg: 5 U. Hoch- amt une G.-Abs.

Frankfurt, 28. Ium. Der heutige Btehmartt war mit 412 Ochsen. 35 Bullen, 417 Kühen, Rindern und Stieren, 254 Kälbern, 49 Hammeln, 142 Schweinen befahren. Die Preise stellten sich wie folgt: Ochsen I. Qual. Mk. 62-63, II. Qual. Mk. 50-56, Bullen I. Qual. Mk. 36-38, II. Qual. Mk. 30—33, Kühe, Rinder und Stiere I. Qual. Mk. 52—54, II. Mk. 40—45, Alles perl 100 Pfd. Schlachtgewicht. Kälber I. Qual. 54—58 Psz., II. Qual. 45-50 Psg„ Hümmel I. Qual. 58—60 S5fq„ II. Qual. 45—50 Psz., inländische Schweine I. Qual. 52—54 Pfg., II. Qual. 48—50. Alles per Pfd. Schlacht­gewicht.