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Erzbischof von Sevilla, Schloß Tubia bei Granada. — 12. Stephan Liponiczki, Bischof von Großwardein, Groß­wardein, 71 I. — 19. Dr. I. Hirschel, Domkapitular, Mainz. - Sept. 12. Forcade, Erzbischof von Aix, Aix, f 69 I. — Okt. 10. Mac Closkey, Cardinal-Erzbischof von Rew-Norl^Mew-Dork, 84 I. — Nov. 21. Anton Maria Panebianco, Cardinalpriester, Rom, 77 I. — Dez. 25. Dr. Beresford, anglikanischer Erzbischof und Primas der irischen Kirche, Armagh, 84 I.

III. Staatsmänner und Parlamentarier.

Jan. 5. Fürst Adolph Auersberg, ehem. österr. Minister­präsident, Schloß Goldegg b. St. Pölten, 61 I. — 19. Ernest Solvyns, Senator, Gent. — Febr. 4. Eugen o. z Keffeler, Landtags-Abg Köln, 54 I. — 7. Graf Theodor Scherer-Boccard, Solothurn. 69 I. — O'Hagan, ehem. Lordkanzler von Irland, London. — 18. Dr. Otto v. Wänker, ehem. Reichstags-Abg., Freiburg, 77 I. — 19. Graf Alexander v. Schleinitz, Minister des künigl. Hauses, Berlin, 77 I. — 24. v. Nostiz-Wallwitz, sächs. Gesandter in Berlin, Erlangen. — März. 6. Heinrich v. Aulock, Kammerherr und Landtags-Abg., Schloß Costau (Schlesien) 61 I. — 19. Dr. Niegolewski, Reichstags-Abg., Posen, i — 22. Harry Parkes, engl. Gesandter, Peking, 57 I. — 29. Frhr. Julius v. Dalwigk-Lichtenfeld, Abg., Münster. Fürst Orloff, rusi. Botschafter in Berlin, Fontaineblau, 58 I. — April 2. Carl Cairns, Ex-Lordkanzler, Lindis­farne, 66 I. — 10. Dr. jur. v. Liebe, braunschw. Minister­resident, Berlin, 76 I. — 11. Dr. Karl Hoffer, Reichs­tags-Abg., Wien, 66 I. — 20. C. A. Rosetti, Minister a. D., Bucharest, 69 I. — 13. Karl Edelmann, Land­tags-Abg., Constanz, 51 I. — Mai 20. Frederick T. Frelinghuysen, ehem. Staats-Sekretair, NenrDork, 68 I. — 30. Herzog v. Noailles, Paris, 83 I. — Graf Maximi­lian v. Geinsheim, Reichsrath, Gut Sünching (Baiern). — Juli 23. Ulysses Sidney Grant, ehem. Präsident der Bereinigten Staaten, Monet Macgregor, 63 I. — Slug. 13. Dr. Stephani, Reichstags-Abg., Leipzig, 68 I. — 16. Graf Adalbert zu Stolberg-Stolberg, Reichstags-Abg., schloß Jakobskirch, 45 I. — 17. Dr. Thilenius, Land- rgs-Abg., Berlin, 55 I. — Sept. 13. Karl Hermann Zitter, preuß. Finanzminister, Berlin, 72 I. — 21. Gustav

Kraemer, Reichsrath der Baier. Krone, Schloß Ingbert. - Okt. 2. v. Gruner, Unterstaats Sekretair a. D., Berlin, "4 I. — No». 25. Hendricks, Vizepräsident der Vereinig­ten Staaten, Indianapolis, 66 I. — Dez. 23. Wirk!. Geh. Rath v. Philippsborn, Wiesbaden. — 26. Dr. Julius Glaser, ehem. Justizminister, Wien, 54 I.

IV. Militnirs.

Jan. 20. Udo v. Tresckow, General der Infanterie, Altenburg, 74 I. — 27. Mezzacapo, italienischer General, Rom, 71 I. — 27. General Gordon, Chartum, 52 I. — Febr. 9. Abdul Rennt Pascha, ehemaliger Generalissimus der türkischen Armee, Metelin, 64 I. — 9. William Carle, General-Major, Kerbekan (Sudan), 52 I. — 9. Eyre, 4 Oberst-Lieutenant, Kerbekan (Sudan). — 16. Sir Herbert Stewart, General, Gakdul, 42 I. — April 6. Bogel v. _ 'lckenstein. Gut Dölzig, Rieder-Schlesien, 88 I. — Mai 10. v. Gottberg, kommandirender General des 1. Armee- ko-ws, Königsberg, 61 I. — Juni 11. Courbet, Admiral, i s ckung (Fischer-Inseln), 58 I. — 17. Frhr. v. Manteuf- :t, General-Feldmarschall, Statthalter von Elsaß Lothrin­gen, Karlsbad, 76 I. — Aug. 11. Ferdinand Wolf von tülpnagel, General der Infanterie, Norderney, 72 I. — Rov. 26. Francisco Serrano y Dominguez, Madrid, 75 % — Dez. 8. Baron Stephan v. Jovanovic, G.-F.M. ad Kommandirender in Dalmatien, Wien.

(Schluß folgt.)

Aus Stadt, Provinz und Nachbargebiet.

Fulda, 2. Januar.

* Das „Prosit Neujahr" ist bereits wieder ver­klungen und das alte Jahr liegt schon eine kurze Strecke hinter uns. Freilich, es war ein schlechtes Jahr für Viele. Flaue Geschäfte, schwere Lasten bezeichneten im Großen und Ganzen seinen Weg, und manchen Gram, manche Enttäuschung hat es denen gebracht, die es mit frohen Hoffnungen be­grüßten. Doch von den Tobten soll man bekannt­lich nur Gutes reden, und wir gedenken darum auch mit Vorliebe der frohen Stunden, die wir anno 1885 verlebten. Können wir doch frohen Muthes noch Vielen die Hand drücken, die uns lieb und theuer sind. So haben wir denn das alte Jahr in Frieden ziehen lassen und das neue wohlgemuth angefangen. Während der erste Tag des neuen Jahres Glatteis und Helles Wetter brachte, ist über Nacht Regenwetter eingetreten. Im Uebri« gen hat das neue Jahr einen guten Anfang ge­nommen, denn von Ruhestörungen während der , Sylvesternacht oder Unglücksfällen ist hierorts nichts bekannt geworden. Nur der Milchwagen eines be­nachbarten Oekonomen siel dem Glatteis zum Opfer. Das Pferd stürzte, das den Wagen füh­rende Mädchen fiel, ohne erheblichen Schaden zu nehmen, herunter, und der größte Theil der Milch- ladung floß auf die Straße.

d Das auf morgen Abend zur Feier des 25- jährigen Regierungsjubiläums unseres Kaisers und Königs im Hotel zum Kurfürsten arrangirte Fest­esten findet zahlreich: Theilnehmer.

* Am Donnerstag Nachmittag ist die hier wohn­haft gewesene Wittwe des zu Hosenfeld verstor- enen Herrn Lehrers Joh. Kanut Kreß, Sophie

geb. Weber, nach zurückgelegtem 90. Lebensjahre und nach etwa 6 wöchentlicher Krankheit, mehrmals durch den Empfang der hl. Sakramente gestärkt, sanft und gottergeben entschlafen. Die Beerdigung findet Sonntag den 3. d. M., Nachmittags 2 Uhr, statt. R. i. p.

□ Das zwanzigste Stiftungsfest des kathol. Kasinos wird am 6. d. M. festlich begangen wer­den. Des Vormittags um 10 Uhr wird am Frauenberg ein feierliches Hochamt abgehalten. Das übliche Festesten beginnt präcis 7 Uhr im Saale der „Harmonie". Freunde und Bekannte können eingeführt werden, doch muß die Anzahl der Kouverts auf der circulirenben Liste angegeben fein. Außerdem sollen nach Beschluß der letzten VereinS- zusammenkunft in diesem Jahre noch eine Anzahl Herren offiziell eingeladen werden. Die städtische Kapelle wird concertiren.

• Wie wir aus einer uns zugegangenen lieber« sicht ersehen, hat die Kaiser-Wilhelm-Spende einen Jahres-Ueberschuß von 41,262 Mark, welche mit 19,940 M. dem Garantiefonds mit 21,216 M. dem Sicherheitsfonds und restweise mit 106 M. dem Unterstützungsfonds zugeschrieben wurden, so daß also: der Garantiefonds (Eigenthum der Stiftung) 1,950,000 M., der Sicherheitsfonds 176,425 M. und der Unterstützungsfonds 1000 M. beträgt. Renten haben bis zum 1. Oktober 1885 189 Personen im Gesammtbetrage von 62,172 M. bezogen. Die zur Zeit jährlich zu zahlende Rente beträgt 29,121 M. Von den 189 Rentenberechtigten sind 6 gestorben. An Kapitalien incl. der gekündigten Einlagen sind bis 1. Oktober v. I. im ganzen 30,141 M., und zwar an 406 Personen zur Auszahlung gelangt.

jPersonal-Chronik.) Ernannt: der Landgerichts­rath, Frhr. von Dinklage in Caffel zum lLandgerichts- direktor bei dem Landgericht in Caffel, — der Rechtskandidat Goeßmann zum Referendar. Versetzt: der etatsmäßige Gerichtsschreibergehülfe von Elster mann bei dem Land­gericht in Marburg an das Amtsgericht zu Marburg, — der etatsmäßige Gerichtsschreibergehülfe Eich bei dem Amtsgericht in Marburg an das Landgericht in Marburg. — Dem Allerhöchst zum Landrathe genannten Regierungs- Affeffor Krekeler ist das Landrathsamt im Kreis Gers­feld übertragen worden.

* Der Schutzmann Höhne bei der Königlichen Polizeioerwaltung zu Hanau ist auf sein Nachsuchen vom 1. Januar k. I. ab in den Ruhestand ver­setzt worden.

* Aus der Provinz Oberhessen schreibt man den ,N. Heff. V.': In Anbetracht des Umstandes, daß die Königlich Preußische Regierung die Er­bauung einer Nebenbahn Wächtersbach -Birstein- Landesgrenze erwägen will, wenn mit der Groß­herzoglich Hessischen Regierung ein Einvernehmen über eine Anschlußlinie erzielt sein wird, ist nach Ansicht mehrerer competenter Beurtheiler der größte Vortheil für den südlichen Theil des Kreises Lauterbach eventuell den nordöstlichen Vogelsberg zu erzielen, wenn eine Nebenbahn Salzschlirf-Gedern gebaut werden und die Neben­bahn Wächtersbach -Birstein-Landesgrenze hieran Anschluß nehmen würde. Nach Ausbau der Strecke Stockheim-Offenbach oder -Vilbel ober auch -Frankfurt würde alsdann der Verkehr aus dem nordöstlichen Vogelsberg nach der Provinz Star­kenburg oder Frankfurt nicht den Umweg über Wächtersbach und Hanau nöthig haben, sondern bis Offenbach einer geraden Linie folgend fast ganz auf Großherzoglich Hessischem Gebiet ver­bleiben. — Die Richtung der Bahn Wächters- bach-Birsteia-Lauterbach dürste als ganz verfehlt zu betrachten sein.

* Frankfurt a. M., 1. Jan. In der Neu- jahrsnacht ging es in verschiedenen Stadttheilen höchst stürmisch zu. Es wurde viel geschossen und man konnte fast glauben, es finde ein Straßen­kampf statt. Schlägereien kamen in Menge vor. An der Konstabler Wache rotteten sich einige hundert Menschen zusammen und ließen die Wache hochleben. Dieselbe trat in’s Gewehr und lud scharf. Mit der größten Energie wurden die Excedenten auseinandergetrieben und Jeder, welcher der Aufforderung sich zu entfernen, nicht folgte, eingesteckt. — Gegen drei Uhr kamen zwei junge Leute aus Bockenheim in die Stadt Ludwigsburg, wo die Gäste mit denselben Händel anfingen; der eine von ihnen bekam einen Stich in die Lunge und wurde lebensgefährlich verletzt in das Spital überführt. — Im Weißen Löwen auf der Zeil spielte gegen 3 Uhr ein Gast mit einer zum zum Glück nicht scharf geladenen Pistole. Der

Schuß ging los und verbrannte einem Gast das Gesicht.

* Bad Soden, 31. Dez. Hier hat auch das elektrische Licht seinen Einzug gehalten; in der Villa Germania wurde nämlich elektrische Zimmer- Beleuchtung eingerichtet. Die neue Beleuchtungs­methode bewährt sich ausgezeichnet. Man kann vom Bette aus durch einen Druck auf einen Knopf das Licht erzeugen und ebenso leicht erlöschen lassen.

d Amöneburg, 31. Dez. Am 26. d. M. fand hierorts ein ganz solennes Begräbniß statt. Amöneburg bot sein Bestes, die Beerdigung seines im 90. Lebensjahre verstorbenen letzten Veteranen Andreas Zimmer in einer den Verdiensten des­selben und dem durch diesen Akt wachgerufenen Gedenken an jene, auch für unser engeres Vater­land so bedeutungsvollen Kämpfe würdigen Weise zu feiern. Getragen von sechs und begleitet von ebenso vielen auf beiden Seiten des Sarges mar- fchirenden Kriegern mit Gewehr wurden die leib­lichen Ueberrefte des altehrwürdigen Freiheitskäm­pfers inmitten eines großen Zuges, darunter der Kriegerverein von Kirchhain und der hiesige Ge­sangverein in offizieller Betheiligung, zur letzten Ruhestätte befördert. Die stattliche Reihe der übrigen Krieger, Landwehr- und Reserveleute unter Gewehr, die umflorten Vereinsfahnen, dem Sarge vor- und nachgetragen, gaben dem Ganzen ein den Charakter der Feier imposant markirendes Gepräge. Unter angefaßtem Gewehr der ca. 20 Mann zählenden Eskorte wurde vom Herrn De­chanten Müller die rituelle Einsegnung vollzogen und kam Seitens des Gesangvereins ein ergreifen» des Grablied zum Vortrage. Eine dreimalige Ge­wehrsalve schloß die GrabeSfeier. Dem darauf folgenden Seelamte für den Verstorbenen wohnten auch die protestantischen Mitglieder des Kirchhainer Kriegervereins bei. Erwähnt sei noch, daß durch die aktive Betheiligung des Gesangvereins dem speziellen und bei Lebzeiten wiederholt geäußerten Wunsche des Verstorbenen, der als früherer Mu­sikant ein großer Verehrer des Gesanges geblieben war, zugleich entsprochen worden ist.

* Darmstadt, 31. Dez. Die amtliche „Wormser Zeitung", welche mit offiziösen Mittheilungen häufig gut bedient ist, bringt nachstehende wichtige Mit­theilung:

„Von verschiedenen Blättern ist kürzlich die Wahr­scheinlichkeit einer baldigen Verstaatlichung der Hessischen Ludwigsbahn besprochen worden, ohne daß jedoch irgend­welche positive Mittheilungen über diese Angelegenheit an die Ocffentlichkeit gelangt wären. Heute vernehmen wir, daß in der That das Verstaatlichungsprojekt seiner Ver­wirklichung entgegen gehe und ein diesbezüglicher Gesetz­entwurf den Ständen alsbald unterbreitet werden soll. Die Hessische Ludwigsbahn würde, wenn wir recht be­richtet sind, hiernach übrigens nicht in den Besitz der preußischen Staatsbahnen, sondern als reichsländische Bahn lediglich an das Reich gelangen."

* Den Abschluß der Nürnberger internationalen Ausstellung edler Metalle und Legirungen bildet di« Ver­losung zu diesem Zwecke angetaufter Ausstellungsgegen­stände. Mag man über Lotterien im Allgemeinen denken wie man will, so viel steht fest, daß die »usstellungs- lotterien wesentlich am Zustandekommen einer Ausstellung beitragen, den Ausstellern einen großen Theil ihrer Sorgen abnehmen und zugleich den weniger Bemittelten Gelegen­heit bieten, mit kleinem Risico in Besitz eines gediegenen Stückes zu kommen, dessen Anschaffung sonst wohl hätte unterbleiben müssen. Zum letzten Male ist für wenige Tage das Ausstellungsgebäude geöffnet, um noch einmal die Quintessenz der ganzen Ausstellung, die Exposition der Verloosungsgegenstände vor Augen zu führen. Es ist in der That überraschend, weich' reiche Sammlung im „goldenen Saal" aufgestapelt ist, könnte man doch glauben, wir befänden uns noch mitten in der Ausstellungszeit selbst. Fünftausend Gewinne schimmern und funkeln hinter den großen Scheiben und harren auf Erlösung durch den glücklichen Gewinner. Und glücklich in der That ist Jener, dem es vergönnt ist, einen freundlichen Blick Fortuna's zu erhaschen, denn mancher stille Wunsch, der sonst kaum ausgesprochen werden durfte, gewinnt hier greifbare Gestalt. Der Eintritt ist vollständig frei und dortselbst auch Gelegenheit zum Ankäufe von Loosen ge­boten Am 7. Januar findet die Ziehung statt und mit ihr verschwindet all der Glanz und die Herrlichkeit.

Gottesdienst-Ordrnrug in Fulda.

Sonntag, 3. Jan.

Domkirche: Um 5»/2, 6, 6->/< u. 7i/2 U. hl. Messen; um 9 U. Umgang, Hochamt mit Predigt und Danksagung. Um 3 Uhr Pfarrbruderschaft; um 7 Uhr Andacht in der Mariakapelle. — Stadtpfarrkirche: 5V« U. hl. Messe mit Predigt; 7 U. hl. Messe; 8 U. hl. Messe mit Pre­digt; 91/2 U. Hochamt mit Predigt; 11 U. hl. Messe; 11»/, U. Christenlehre für die Jünglinge und um 1»/» Uhr für die Jungfrauen; 2 Uhr Todesangstbruderschaft; 7»/2 Uhr Abends Rosenkranz-Bruderschaft. — Michaelsberg: 10 Uhr hl. Messe. — Hospitalkirche: 8 U. Hochamt, 4 Uhr Abendandacht. — Severikirche: 9»/,Uhr Hoch­amt mit Predigt. — Frauenberg: 2 U. Predigt u. O. V.