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JV 278 Mittwoch, den 2. Dezember 1891. 18. Jahrgang

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rechtfertigt, aber wenn man überhaupt Besorgniß haben will dann sehe ich in Bezug auf den Vertrag doch nicht, was uns Schaden bringen könnte. Bei der Erwerbung Helgoland's schlage ich ungleich höher als den positiven den negativen Bortheil an. Denken Sie sich, wenn die Insel aus englischen Händen in andere übergegangen wäre! Es möchte nicht ganz schwer ge­worden sein für England, ein Tauschobjekt zu finden, für das es wohl geneigt gewesen wäre, die Insel herzugeben. Ich möchte den Entrüstungssturm sehen — und er wäre berechtigt gewesen — wenn vielleicht kurz vor Ausbruch eines Krieges die englische Flagge auf der Insel heruntergezogen und eine uns weniger nahestehende dort erschienen wäre! Dieser Vertrag gibt also jedenfalls keinen Anlaß, die Regierung abfällig zu kritisiren.

(Schluß folgt.) ______

Deutsches Keich.

B erlin, 30. November.

* Die Vorlegung der neuen Handelsverträge in den Parlamenten soll nach neueren Mittheilungen für den Sonnabend dieser Woche in Aussicht genommen sein. Ob auch dann schon der Handelsvertrag mit der Schweiz vorgelegt werden kann, möchte doch zu bezwei­feln sein.

* Der Reichstag setzte die erste Berathung des Reichshaushalts-Etats fort. Abg. Frhr. v. Huene (Centr.) erklärte Ersparnisse, namentlich bei der Beam­tenvermehrung, bei Bauten und bei der Marine für nöthig, vertheidigte die Schutzzölle, erklärte sich aber Namens seiner Freunde für die Handelsverträge, durch welche das Schutzzoll-System nicht berührt werde. Abg. v. Koszcielski (Pole) stellte fest, daß den Polen zum ersten Male Vertrauen entgegengebracht worden sei und erklärte, daß sie demselben voll entsprechen würden. Man solle nur nicht verlangen, daß sie ihre Nationalität auf­geben; es könnte wohl die Zeit kommen, daß Preußen und Deutschland ein Interesse daran hätten, eine an­dere Nation an der Ostgrenze zu haben. Reichskanzler v. Caprivi erwiederte, daß nicht erst neuerdings, son­dern von jeher Preußen für die Hebung der Provinz Pofen Großes gethan. Abg. Richter (frs.) kritisirte die Veröffentlichung kaiserlicher Erlasse ohne ministerielle Gegenzeichnung, griff dann die Schutzzoll-Politik, be­sonders die Getreidezölle, an und vertheidigte die Börse gegen die wider sie erhobenen Angriffe. So faul, als die Sozialdemokratie die Zustände schildere, seien sie nicht. Aus dem nächsten Kriege würde nur ein Cäsa- rismus emporsteigen. Die viel besprochene Unzufrieden­heit bestehe seit der Verabschiedung des Fürsten Bis­marck nur bei den Kartell - Parteien. Er schloß, daß ohne Aufhebung der Kornzölle zwischen dem Freisinn und dem Reichskanzler kein Friede sein könne. Reichs­kanzler v. Caprivi konstatirte, daß, wenn der Monarch dem Ministerium Anregungen gebe, dazu keine Gegen­zeichnung erforderlich sei. Der Etat wurde schließlich großentheils der Budget-Kommission zur Vorberathung überwiesen. — Morgen: Gesetz über Einnahmen und Ausgaben der Schutzgebiete.

* Zu der Nachricht von einem bevorstehenden russischen Pferdeausfuhrverbot bemerkt die ,Nordd. Allg. Ztg.': An maßgebender Stelle ist von der Eventualität eines derartigen Verbots nichts bekannt. — Es kann

Kede des Reichskanzlers v. Eaprim,

gehalten im deutschen Reichstag am 27. November 1891.

Auf die wirthschaftlichen Ausführungen des Herrn ü orred- ners einzugehen, kann ich mir wohl ersparen. Dagegen bin ich genöthigt, auf das, was er von der wachsenden Beunruhigung im Lande sprach, mich zu äußern. Zunächst aber bin ich durch seine Provokation gezwungen, von meiner Person selbst zu sprechen. Es ist nicht der erste Versuch, mich als amtsmüde hinzustellen, der in dem angeführten Blatt gemacht ist. Es wird mir da in verhältnißmäßig verzuckerter Weise nahe gelegt, ich könnte ja ein anderes Amt in der Armee annehmen. Der Schrift­steller scheint zu glauben, daß eine Art von Militärversorgungs­system für amtsmüde Civilbeamte angestrebt werden muß, als ob die Kommandostellen in der Armee etwas von Schlafstellen an sich haben. (Heiterkeit.) Ich kann den Herren, die an­nehmen, daß ich amtsmüde bin, versichern, daß ich bei sorgfäl­tiger Beobachtung keine Spur von Amtsmüdigkeit bei mir ent­deckt habe. (Lebhaftes Bravo!) Wir haben diesen Sommer eine sehr ernste Arbeit bewältigen müssen, wir haben ein Stück der deutschen Politik der Vollendung nahegebracht, das mit vielen unerwarteten Schwierigkeiten verbunden war: die Vollendung der Handelsverträge. Aber selten in meinem Leben sah ich mich dem Sckatten der Freude so nahe, als in diesem Augenblick, wo die Verträge der Vollendung entgegengehen, und selten so wenig habe ich daran gedacht, meine Stellung aufzugeben, als jetzt. Ich stehe hier auf Weisung meines Allergnädigsten Herrn, und werde solange stehen bleiben, wie es Sr. Majestät gefallen wird. Wenn ich nicht die Unruhe, die durch das Land geht oder gehen soll, zum Gegenstand meiner Erörterung mache, so muß ich vorweg erklären, daß Zeitungsschreiber mich nicht be­unruhigen, und ich wünschte nur, sie beunruhigten sich auch um mich nicht. (Heiterkett.) Der Pessimismus ist ja für manchen eine anziehende geistige Beschäftigung; wenn er aber in unsere Klasien, die auf Handel und Arbeit angewiesen sind, eindringt, dann wird er gefährlich. Es ist, als ob ein Beunruhigungs­bacillus in der Luft liege, der epidemisch geworden ist und selbst eine angesehene Zeitung, die sich sonst für den Bannerträger der nationalen Gefühle hält, scheint eine Reinkultur dieses Bacillus angelegt zu haben. (Große Heiterkeit.) Von einem Herrn, der in der freikonservativen Partei steht, ist in ziemlich schroffer Weise gesagt worden, daß die schwankende Haltung der Regie­rung an dieser Beunruhigung schuld sei. Ich wäre ihm dankbar gewesen, wenn er im Einzelnen nachgewieseu hätte, worin denn das Schwankende liege. Meiner Meinung nach har die Regie­rung durch ihre Handlung zu solchen Verweisen keine Veran­lassung gegeben. Er sagt, die Regierung habe die Kartellpar­teien zertrümmert; die letzten Wahlen sind aber vorgenommen worden, ehe di: jetzige Regierung an Ort und Stelle war. (Heiterkeit.) Die Regierung würde sehr gerne mit den Kartell­parteien weiter gelebt haben, wie sie überhaupt das Bedürfniß hat, mit allen denen, die ein Interesse an der Erhaltung des Reiches haben, zusammen zu gehen. Wenn da eine kompakte Masse gewesen wäre, würden wir ihr gerne die Hand geboten haben; wir würden allerdings den Versuch gemacht haben, wen anders noch zu dieser Maffe hinzuziehen. Diese Parteigruppi- rung war aber nicht mehr da. Derselbe Herr, der uns vorwarf, daß wir nicht mehr mit den Kartellparteien zusammen arbeiten, macht uns den Borwurf, daß wir mit einer Pattei gingen. Wir sollen uns zwischen zwei Stühle gesetzt haben. Ich habe über­haupt nicht das Bedürfniß, mich auf den Stuhl einer Partei zu setzen, sondern ich habe den Wunsch, diejenige Politik zu treiben, die die verbündeten Regierungen für gerecht halten. In dem Beunruhigungsstreben ist ein ungemein ergiebiges Gebiet die auswärtige Politik. Da heißt es: ja, wir wissen zwar nicht, was die Regierung will, aber es wird schon schlimm stehen. Die auswärtige Polittk der Regierung ist eine sehr einfache. Ich bin der Meinung, daß auch in der auswärtigen Politik zu den wirksamsten Mitteln, Wahrheit und Offenheit gehört. (Bravo!) Es ift nicht nothwendig, daß man seine letzten Gedanken alle Tage auf dem Präsentirleller trägt; aber es ist auch nicht noth­wendig, daß man alle Tage das Bestreben hat, Andere zu täuschen. (Sehr gut!) Die Dinge liegen in der europäischen

Konstellation sehr einfach. Der moderne Zeitungsleser hat em gewisses Bedürfniß nach Sensationellem, er verlangt, daß „etwas los" sein soll, und wenn nichts los ist, dann muß der Zeitungs­schreiber es eben machen. Der mit der auswättigen Polittk nicht einverstandene Zeitungsschreiber hat zunächst an dem Aufenthalte des Kaisers in Narwa eingesetzt. Der Verkehr der beiden in freundschaftlichen und verwandfchaftlichen Beziehungen stehenden Souveräne gestaltete sich dort so günsttg als möglich, und ich hebe dies besonders hervor, weil ich diese Ansicht auch von rus­sischer Seite äußern hörte. Der Besuch in Narwa soll ver­schuldet haben, daß die Flotte des einen Nachbars in den Hasen des andern einfuhr, und daß dort Festlichkeiten veranstaltet wurden. Man hat durchfühlen kaffen: „Da habt Ihr die Ant- wott auf den Dreibund!" Der Dreibund hat schon lange Jahre bestanden; wir haben ihn nur erneuert. Man hat freilich über die Erneuerung in der Preffe etwas zu viel Pauken und Trom­peten gerührt und damit anderen Leuten das Gefühl gegeben, auch zu pauken und zu trompeten. Dadurch aber ist an sich in dem Verhältniß zu unseren Nachbarn nichts geändert. Durch die Kronstädter Zusammenkunft ist nur für die Augen des größeren Publikums ein Zustand sinnenfälliger erkennbar ge­worden, der schon seit langen Jahren bestand. (Sehr richttg!) Schon früher ist der Krieg gegen 2 Fronten in Erwägung ge­zogen worden; eine große Anzahl auffälliger Maßregeln, die Dislokation in Ostpreußen u. s. w. sind von dieser Voraus­setzung ausgegangen. Daß uns dieser Krieg durch die Kron­städter Zusammenkunft auch nur um einen Zoll näher gerückt ist, glaube ich nicht. Ich bin felsenfest davon überzeugt, daß die persönlichen Intentionen des Kaisers von Rußland die

'friedlichsten von der Welt sind, ich bin ebeufo überzeugt, daß keine Regierung heutzutage wünfcht, einen Krieg zu provoziren. Keine Macht hat ein so prononcirtes Uebergewicht in der Welt­lage, daß sie mit leichtem Herzen sagen könnte: wir wollen jetzt den Krieg. Ich will nicht auf die Folgen eines Krieges eingehen; • das ist von meinem Vorgänger in so meisterhafter Weise hier geschehen, wo der Aderlaß bis auf's Messer dargestellt ist, daß ich dem nichts hinzuzufügen habe. Je stärker eine Regierung ist, um so mehr wird sie im Stande sein, Zwischenfälle, die bei un­geschickter Behandlung zum Kriege führen können, zu vermeiden. Ich kann mich des Umstandes freuen, daß bei unserm westlichen Nachbarn jetzt eine Regierung ist, von der ich glaube, daß sie stark genug ist, ihren Willen durchzusetzen. Ich glaube auch, daß die Kronstädter Zusammenkunft nicht stattgefunden hätte, wenn nicht auch Bei unserem östlichen Nachbar die Ueberzeugung vor­handen wäre, in Frankreich sei jetzt eine Regierung, auf die man sich verlasfen kann. Ein anderer Beunruhigungsgrund ist das gesteigerte Selbstgefühl unserer westlichen Nachbarn. Das braucht uns nicht zu beunruhigen. Wer ohne Selbstgefühl ist, zeigt viel­mehr eher eine gewisse Nervosität, als wer sich seiner Kraft bewußt geworden ist. Ich will aber, um Mißverständniffe auszuschließen, nicht gesagt haben, daß wir deshalb nun Wehr und Waffen ab- legen können. Davon ist keine Rede; der jetzige Zustand wird voraussichtlich noch lange dauern; daran werden alle Zusammen­künfte in Rom nichts ändern. (Heiterkeit.) Aber je mehr die Völker zur allgemeinen Wehrpflicht übergehen, um so mehr ist auch das Bewußtsein von dem Ernst des Krieges in die Nationen selbst übergegangen. Ein drittes Moment für die Beunruhigung in der auswärtigen Politik ist der deutsch-englische Vertrag. Wie richtig das war, hat dieses eine Jahr gezeigt. Schwerlich wird nach den Ereignissen des letzten Jahres uns noch Jemand vor­werfen, wir hätten nicht genug an Afrika. Das Schlimmste wäre für uns, wenn Einer uns ganz Afrika schenkte. (Heiterkeit und Zustimmung.) Wir haben so viel, daß wir unseren ganzen Kolonialeifer darauf verwenden können. Nun hat man uns vor­geworfen, daß wir Sansibar abgegeben hätten. Abgesehen davon, daß es für uns doch nicht zu Haven war, würde die Nutzbar­machung und die Abfindung des Sultans uns Summen gekostet haben, die wir vom Reichstage nie und nimmer bekommen hätten und die zu verlangen ich mit meinem Gewissen nicht ver­einbaren konnte. Wir haben jetzt, um die auf der Brüsseler Kon­ferenz übernommenen Verpflichtungen erfüllen zu können, zu einem an sich etwas zweifelhaften Mittel greifen müssen: zur Lotterie. Bei unserem schwachen Kolonialwesen, das uns noch alles mögliche zu thun Übrig läßt, ist eine gewisse Besorgniß ge-

Erscheinl ttglich, Son»- und Feiettage ausgenommen. — Inserate kost« die einsaitige Zeile oder beten Raum IS Pf., bei Wiederholungen entsprechender Rabatt. BietteljährlicherAbo xium enttpreik ohne Bringerlohn und Bestellgeld mit der belletristischen Sonnta^beüigt 'Sterne und Blumen und der alle 14 Tage erscheinenden Grattzbeu-e- ,Rathgeber für Landwitthschast, Gattenbau und Hauswesen' in Fulda und auswärts 1 Mark >'*0 Mennig.

Ein modernes Aschenbrödel.

Bon Quille Penne.

Autorisirte Uebersetzung von Louise Koch.

(7. Fortsetzung.)

Während sich Mazda vor dem Spiegel geschmückt und ihre von Silber und künstlichen Thautropfen zau­berhaft glänzende Toilette bewundert, hatte sie sich eines leisen Schauers und des Gedankens nicht er­wehren können: „Wird diese Feenpracht auch mit dem Schlage Zwölf verschwinden? Wie konnte Aschenbrödel es nur ertragen, in ihre dunkle Küche zu ihrem Herde zurückzukehren, nachdem sie solche Herrlichkeit genossen?"

Als die Gäste aus Wolfingham in New-Place an­kamen, war der Tanz bereits in vollem Gange und Magda's Augen öffneten sich weit in sprachloser Ver­wunderung. Wie ein Märchen kam ihr Alles vor. Das im Lichtmeere flimmernde Gold und die Spiegel an Decken und Wänden, die Blumen, die Fülle nie gesehener, nie geahnter Toilettenpracht, der tausend­fältige Reflex der Edelsteine und die sanfte, sinnbe­rückende Musik, vereinigten sich zu einem Ganzen, welches überwältigend auf sie wirkte. Ihre Augen leuchteten wie Sterne, ihre Wangen brannten, das ganze, lieb­liche Gesichtchen strahlte.

„Das echte Aschenbrödel kann nicht schöner ausge­sehen haben, als mein Lieb", flüsterte Alick dem jungen

Mädchen während des Tanzens zu. „Mazda, wo lernten Sie Walzer tanzen? Sie fliegen wirklich wie eine kleine Fee. Ich kann nicht glauben, daß Sie noch niemals einen Ball besuchten."

„Oh, als ich in Brüssel in Pension war, hatten wir unsere kleinen Kränzchen, wir Mädchen tanzten dann mit einander; aber das war lange nicht so schön wie hier. Die Musik ist herrlich, Sie Alick, finden Sie es nicht auch? Mir ist, als müßte ich weinen, so regt mich Alles auf!"

Lady Wolfe's kleine Pathe war bald von Bewun­derern umgeben, dennoch gelang es Alick, einige Tänze für sich zu reserviren. Schwebte sie aber in den Armen Anderer, so folgte er ihr ohne Unterlaß mit den Augen und verglich sie mit den anderen Damen, welche sie in ihrem ganz weißen Kleide, ohne eine farbige Blume oder Schleife, sowie ohne den geringsten Schmuck, bei Weitem überstrahlte.

Mazda Lockhart selbst fühlte sich namenlos glück­lich. Sie hatte sich jedes Gedankens an den betrogenen Verlobten entschlagen. Sie lebte für den Augenblick nur in Alick's Liebe, in dem Genuffe des seltenen Ver­gnügens und in der Bewunderung, die ihr von allen Seilen gezollt wurde. Sie hatte sich in der Einsamkeit ihres Zimmers wohl die Tragweite ihrer Handlungs­weise überlegt und war zu dem Entschlüsse gekommen, daß Alick niemals den Betrug ahnen durfte. Frank

war so gut, so großmüthig; er würde ihr das Wort, das sie ihm verpfändet, zurückgeben und schweigen. Und wenn Philipp wirklich etwas zürnen sollte — nun, sie hatte ihn ja bis jetzt stets ihren Wünschen geneigt ge­macht. Niemand wußte von ihrer Verlobung, als Frank's nächste Verwandte, und diese würden froh ge­nug sein, wenn die Verbindung sich löste. Philipp war jedenfalls auch nur glücklich über dieselbe gewesen, weil er sich um ihre Zukunft gesorgt hatte; wie viel glück­licher mußte er dann jetzt sein, wo sie die Frau Sir Alick Wolfe's wurde. O, wie die Wangen des jungen Mädchens brannten und die Brust sich stürmisch hob und senkte bei dem Gedanken an die sonnige Zukunft, welche dieser glückliche Wintertag ihr eröffnet hatte. Und wie liebte sie ihn, wie wollte sie ihn immerdar, bis in alle Ewigkeit lieben, ihn, dessen Herz sie von heute an ihr eigen nennen durfte.

Nicht einen Augenblick dachte sie an Alick's Stel­lung und Reichthum, obgleich sie zuerst wohl davon geblendet worden war. Jetzt war die Liebe erwacht, sie klopfte ihr im Herzen, sie hämmerte in den Pulsen, sie leuchtete aus den Blicken und schwebte auf ihren Lippen. Liebe, Liebe! jubelte ihre Seele, athmete ihr ganzes Sein. Und wäre er arm gewesen und freund­los und namenlos, sie wäre ihm willig bis an's Ende der Welt gefolgt für einen Blick aus seinen lieben, sanften Augen, für ein freundliches Wort aus seinem