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Programm btt 38. General-DersamniLüng der Katho­liken Deutschlands in Samia vom 30. August bis 3. September 1891. Sonntag, den 30. Angust.

Abends 7 Uhr: Segensandacht in der Pfarrkirche zu

St. Nikolai. — 8 Uhr: Begrüßung der Gäste im : Schützenhause.

Montag, den 31. August.

Morgens 8 Uhr: Pontistkalamt in der Pfarrkirche zu St. Nikolai zur Anrufung des hl. Geistes. Darauf Zug nach dem Schützenhause. Dann: erste ge­schlossene General-Versammlung im Schützenhause. 11 Uhr: Versammlung des katholischen Juristen­vereins daselbst.

Nachmittags 3^ Uhr: Sitzungen der Ausschüsse in den dazu bestimmten Räumen des Schützenhauses.

Abends 5^2 Uhr: Erste öffentliche Generalversamm­lung im Wilhelmtheater.

8V2 Uhr: Festversammlung des katholischen kauf­männischen Vereins im Schützenhause.

Dienstag, den 1. September.

Morgens 8 Uhr: Requiem für die verstorbenen Mit­glieder der General-Versammlungen in der St Josephskirche. 9 Uhr: Sitzungen der Ausschüsse im Schützenhause. 10V2 Uhr: Zweite geschlossene General-Versammlung im Schützenhause.

Nachmittags 3 Uhr: Sitzungen der Ausschüsse im Schützenhause. 4 Uhr: Zweite öffentliche General- Versammlung : Für die polnisch sprechenden Theil- nehmer der General-Versammlung im Schützen­hause.

Abends 6 Uhr: Dritte öffentliche General-Versamm­lung im Wilhelmtheater.

8'/, Uhr: Festversammlung des katholischen Ge- sellenvereins im Schützenhause und Festkommers der katholischen Studentenvereine im Wilhelm­theater.

Mittwoch, den 2. September.

Morgens < */2 Uhr: Hochamt in der Meinung des h

Vaters in der Pfarrkirche zu St. Nicolai. 8'/2 Uhr:

Sitzungen der Ausschüsse im Schützenhause. 10 Uhr: Dritte geschlossene General-Versammlung daselbst.

Nachmittags 1 Uhr: Dampferfahrt nach Neufahrwasser über die Rhede nach Zoppot. 4 Uhr: Abfahrt per Eisenbahn von Zoppot nach Oliva; dort Be­such der Kirche, des königlichen Gartens und des Karlsberges. 6 Uhr: Rückkehr per Bahn nach Danzig. (Um 2l/2 Uhr für Diejenigen, welche an der Dampferfahrt nicht theilnehmen, Eisenbahn­fahrt nach Zoppot.)

Abends 7 Uhr: Vierte öffentliche General-Versamm­lung im Wilhelmtheater.

9 Uhr: Festversammlung des katholischen Volks- verems im Wilhelmtheater und Kartellkommers der katholischen Studentenverbindungen im Schützenhause.

Donnerstag, den 3. September.

Morgens 7 Uhr: Stille h. Messen nach der Meinung des Bonifatiusvereins in der königlichen Kapelle, in der Nicolai-, St. Brigitten- und St. Josephs- Pfarrkirche. 8' 2 Uhr: Vierte geschlossene General- Versammlung im Schützenhause. 11 Uhr: Fünfte öffentliche General-Versammlung im Wilhelm­theater.

Nachmittags 3 Uhr: Festmahl im Schützenhause; darauf Gartenfest im Parke desselben.

Freitag, den 4. September.

Bei genügender Betheiligung Fahrt per Extrazug nach Marienburg zur Besichtigung des Ordensritter­schlosses.

Bemerkungen:

1. Anfragen und Mittheilungen allgemeinen Inhaltes be­treffs der Generalversammlung nimmt der Vorsitzende Herr Kauf­mann Joseph Fuchs entgegen; an denselben sind auch Anmel­dungen zu Men und Anträgen bis spätestens lö. August einzu­reichen.

s, Die Bureaux der Finanz- und Anmeldekommission, sowie der Wohnüttgsroiw.'^""" befinden sich im Parterreraume des Schützenhauses rechts) Geön»^ *’nb bieie Bureaux am Sonn­abend den 29. August bon Nachmittag» 2 Uhr ab, am Sonntag den 30. August von » Ähr Morgen^ ab, üito an den folgenden Tagen von Morgens 8 Uhr bis Abends 9 Uhr. Im Bureau der Finanz- und Anmelde-Kommission findet die Ausgabe sämmt- Ucher Karten, sowie des „Fremdenführers" lfür die ^öüeder der Generalversammlung) statt. u

wStafU S " ’"H"” «»-»

, , 4- Die Karten welche ausgegeben werden, sind Mitqlieder- karten Thellnehmerkarten, Tageskarten und Festmahlkarten

a) Die Mitglrederkarte kostet 7,50 M. und berechtigt" utr Theilnahme an allen geschlossenen und öffentlichen Generawer- ln^I1Ur9ir' anJamm.tItd,en Sitzungen der Ausschüsse, sowie an °^nge,elligen Vergnügungen, zur Benutzung der von Seiten der städtischen und Provinzialbehörden gewährten Vergünstigten zur Losung einer Festmahlkarte, sowie zum Frankobezua eknes Gratisexemplars des Berichtes über die Verhandlungen de?

SÜr Cinen refertiirten Matz kostet die

saumseligen Kaminfegers hinauszueilen, um ihn zur iSpS »"“h Um $n öu überrumpeln und von glll Gestandmß zu erzwingen, das seine Vermuthuna N°t-gen mußte! Eine lange, qualvolle Pause des War? tens verstrich, da näherte sich ein derber Schritt der ^rfte'un?7ntt?E -Rillte empor. Der kleine Patient durfte und sollte nicht Zeuge einer aufregenden Scene &Rtote-er ^te bem Missethäter nicht ersparen konnte.

?«^mmer trat dem Doktor ein untersetzter Mann mit offenen Zügen und ruhiger Haltung entgegen der über den Unfall seines Lehrjungen höchst betroffen'war

Ian<SeJ Ausbleiben mit dringender Arbeit ent­schuldigte. Schröder nahm ihn sofort ins Verhör Jetzt ftue%e,D7rJieS“f‘\®e^nberU’’9 "i* "L w? mdj Wie ärgerlich auf sich selbst,'S der Ad L die S.lrne. Zum größten Erstaunen seines Inquirenten Sachlage/^ """" fdn 2001:1 3ur Erklärung der

©in?! ^ene' der Knabe Euer

Krnd , nicht ist, gesteht nur offen em, auf welche Weise Ihr m seinen Besitz gelangt seid», rief Dr. Schröder m verhaltener Aufregung, während er mit verschränkten Armen und gerunzelter Stirne dem Schuldigen qeqen- uberstand. Dieser schüttelte den Kopf. „Ich habe es

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eichstagsmandat für Stolp-Lauenburg niedergelegt. Die Ersatzwahl ist bereits angeordnet.

* General v. Verdy du Bernois erhielt den Orden pour le merite für Kunst und Wissenschaft.

* Die Gleichstellung der Lehrer an höheren staat­lichen Lehranstalten mit den Amtsrichtern im Gehalt (Anfangsgehalt 2400 Mark, Höchstgehalt 6000 Mark, soll dem ,Posener Tageblatt' zufolge mit dem neuen Etatsjahre ins Leben treten. Die Verhandlungen des Unterrichtsministeriums haben schon vor mehr als 14 Tagen in diesem Sinne ihren Abschluß gefunden. Es werde vermuthet, daß die Regelung der Avancements­frage sich unmittelbar daran anschließen wird; im In­teresse des leichteren Uebergangs aus einer Provinz in die andere werde man sich wahrscheinlich für das Auf­rücken nach dem Dienstalter durch den ganzen Staat entscheiden, was dem Wunsche der überwiegenden Mehr­zahl der Lehrer höherer Lehranstalten entsprechen werde.

* Ueber die Verbreitung der Maul- und Klauen­seuche gibt der ,Reichsanzeiger' folgende Mittheilungen. Im ersten Vierteljahr 1891 ist die Zahl der zur Kenntniß gelangten neuen Seuchen-Ausbrüche um 12,120 gegen das Vorvierteljahr zurückgeblieben. Trotzdem hat die Seuche dem Vorvierteljahr gegenüber an räum­licher Ausdehnung gewonnen. Von der Seuche befallen waren im ersten Vierteljahr 1891 615, im Vorviertel­jahre 566 Gemeinden. Am stärksten herrschte die Seuche noch in einem zusammenhängenden Gebiete Südwest­deutschlands mit den Hauptherden in Hohenzollern und Rheinhessen, ferner in Berlin.

* Ein polnischer Katholikentag findet vom 27. bis 29. September in Thorn statt.

* Zur Linderung des bedeutenden Nothstandes, der in Schlesien in Folge des letzten Hochwassers herrscht, haben sich Hilfscomite's in Neisse, Ohlau und Brieg gebildet.

* Tilsit, 8. Aug. Bei der gestrigen Reichstags- Stichwahl erhielt der freisinnige Kandidat v. Reibnitz 10,986, Weiß (konservativ) 8467 Stimmen. Ersterer ist also gewählt und damit den Konservativen ein viel umstrittenes Mandat entrissen worden. (Bei der Haupt­wahl am 28. Juli sind insgesammt abgegeben worden für den deutsch-freisinnigen Kandidaten 8458, für den konservativen Kandidaten 7745, für den Nationalliberalen Kandidaten 279, für den lithauischen Kandidaten 84 und für den Sozialdemokraten 930 Stimmen.)

* Der gegen Herrn Fusaugel erlassene Steck­brief hat folgenden Wortlaut: „Gegen dcn unten beschriebenen Chefredakteur Johannes Fvsangel aus Bochum, welcher flüchtig ist, soll eine durch vollstreck­bares Urtheil der Strafkammer bei dem königl. Amts­gerichte zu Bochum vom 17. Dezember 1890 erkannte Gefängnißstrafe von einem Monat vollstreckt werden. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das nächste Gerichtsgefängniß abzuliefern. Bochum, 3. August 1891. Der königliche Staatsanwalt: Sandmeyer. — Beschreibung. Alter: 39 Jahre. Größe: etwa 1,66 Meter. Statur: schlank. Haare: dunkelblond. Stirn: hoch. Bart: dunkler Schnurrbart. Augenbrauen: dunkel­blond. Nase: länglich und etwas gebogen. Mund: gewöhnlich. Zähne: gut. Kinn: spitz. Gesicht: länglich. Gesichtsfarbe: gesund. Sprache: deutsch. Kleidung: nicht bekannt. Besondere Kennzeichen: trägt einen Kneifer.'' — Die .Westfälische Volkszeitung' (Organ Fusangel s) schreibt: Die im Solde der Großindustrie stehende Presse schlägt die tollsten Purzelbäume darüber, daß Herr Chefredakteur Fusangel der Aufforderunq der Staatsanwaltschaft nicht Folge geleistet hat, sondern zur Wiederh^stellung seiner Gesundheit in ein auslän- Ä8 gereist ist Die Gründe, welche unfern Chefreda eur hierzu geleitet haben, sind an dieser Stelle

dargethan worden. In seiner unergründ­lichen Schlauheit hat nun das Baare'sche Organ das beaeben^ ?fu§ün9eI N sich in's Ausland

begeten, weil seine Anklagen gegen Herrn Baare sich

selber nicht glauben wollen", stammelte der Mann endlich. n\Sd, ja, ich habe es nicht glauben wollen!"

Was nicht glauben wollen ?" frogte Schröder barsch mit flammenden Augen, ein paar Schritte nähertretend „Seid wahr und gesteht!" drohte er. Winkelrüae helfen hier Nichts, denn unsühnbares @(enb ^ch denRaub des Kindes angerichtet. Doch sprecht!" „Raub! ? rief der Mann jetzt mit einem Ausdrnck so offenbaren Erstaunens, daß der Doktor stutzte und nun seinerseits verwundert in den Zügen des Andern forschte. W.r wohnen erst seit sechs Wochen in Köln", sagte der Meister und zog sich unaufgefordert einen Stuhl Heran, die Aufregung überwältigte ihn. „Früher wohn­ten wir in Elberfeld, wo wir einzelne Zimmer im statt­lichen eigenen Hause an stille Leute vermietheten Vor mehreren Jahren zog eine schlanke, blasse Frauensperson mit einem chahrigen Knaben bei uns ein, die ein wenig simpel oder im Gemüthe bedrückt war; sie lebte von einer kleinen Rente und ihrer Handarbeit, hatte aber mit Niemanden Umgang, weil sie int Rufe stand, men- 'chenscheu zn sein. Sie hielt den Knaben ordentlich aber es war auffallend, daß Otto mehr Furcht und Scheu vor der Mutter, als Liebe zu ihr zeigte. Im vorigen Jahre nun ging es mit der Frau, Weber hieß sie, an galoppirender Schwindsucht schnell zu Ende.

‘ (Schluß folgt.)

, . b) Die Theilnehmerkarte (auch für Damen) kostet 5 M und berechtigt zur Theilnahme an der Begrüßunqsveriammlung anbe" lünf öffentlichen Generalversammlungen, an der Fahrt nach Zoppot und Oliva (gegen Lösung einer Faürkartei Gartenfest und an allen geselligen Vergnügungen $ )z

.Für einen reservirten Platz (nur für Damen) kostet hi» $§eilnel)rnertartf 6 M Als Zuhörerraum für Damen sind im 6 ausschließlich die Logen, im Wilhelmtheater aus- schließlich die Logen ersten Ranges bestimmt

c) Die Tageskarte kostet 1 M. und berechtigt wm Beiu^ M-E<L'"L

d) Die Festmahlkarte kostet 4 M. und aibt das

etn Gedeck bei dem Festmahle. Dieselbe muß spätestens Diens­tag den 1. September, Abends 9 Uhr, gelöst sein ®'

besonderen Wunsch werden die Mitglieder- und Thelluehmerkarten gegen Einsendung des entsprechenden Preises

nicht als stichhaltig erweisen dürften, denn mit den versprochenen Beweisen sehe es sehr windig ans. Es kann uns nicht einfallen, in dem ordinären Tone, den das .Rhein.-Wests. Tagrbl.' gegen den abwesenden Herrn Fus- angel anschlägt, zu erwidern. Es bereitet uns mehr Ver­gnügen, mit THatsachen zu dienen, nämlich daß die Vernehmung der Belastungszeugen hinreichend dar- gethan hat, daß die von Herrn Fusangel gerügten Stempel-Fälschungen und andere strafbare Sachen auf dem „Bochumer Verein" seit Jahren vorgekommen sind, und daß Herr Baare nichts davon gewußt haben sollte, glaubt seinem Organ kein Mensch, der noch seiner gesunden Sinne mächtig ist. Es ist daher die Behauptung lächerlich, Herr Fusangel habe aus Angst vor den vielen Strafen, welche ihm wegen Beleidigun­gen des Herrn Baare angeblich in Aussicht stehen, seine Haut im Auslande in Sicherheit gebracht. Herr Fus­angel ist bloß der Entscheidung des Staatsanwalls, die er für rechtswidrig hält, ausgewichen. Sollte der Herr Justizminister wider Erwarten das Vorgehen der Staats­anwaltschaft gegen Herrn Fusangel gutheißen, so wird Letzterer sofort seine Strafe antreten.

* Aus Bochum kommt eine Nachricht, die nicht verfehlen kann, Aufsehen zu erregen. Oberingenieur Steiger vom Bochumer Verein wurde in der Nähe des Werks mit einer Schußwunde tobt aufgefunden; neben ihm lag das Gewehr. Ob Selbstmord oder Unvorsichtigkeit vorliegt, ist noch nicht festgestellt.

* Trier, 7. Aug. Die Erhebung des hl. Rockes aus dem Hochaltar und die Ueberführung desselben nach der Dom-Schatzkammer währte eine Stunde. An­wesend waren Bischof Komm, die Stadtgeistlichen, Oberbürgermeister de Nys. Die vorigjährige Ver­schließung wurde unverletzt befunden. Bischof Korum schloß die Schatzkammer ab. In derselben wird der hl. Rock bis zum Eröffnungstage der feierlichen Aus­stellung am 20. August verbleiben.

* Ludwigshafen, 9. Augu. Die 11. Generalver­sammlung des Vereins deutscher Lokomotivführer wurde heute eröffnet. Erschienen sind bereits ca. 200 Theilnehmer. Die Verhandlungen beginnen morgen.

Ausland.

* Petersburg, 9. Aug. In der Nacht von Freitag auf Sonnabend stieß der aus Petersburg kommende Postzug bei der Stadt Davidstadt in Finnland auf einen vor ihm fahrenden Militärzug, in welchem sich ein aus Wilmarstrand kommendes russisches Infanterie­regiment befand. Der besetzte Gepäckwagen und die beiden folgenden Personenwagen dritter Klasse des Militärzuges wurden zertrümmert und 48 Mann mehr oder weniger schwer verletzt. Die Schwerverwundeten sind ihren Verletzungen bereits erlegen. Die Passa­giere des Postzuges erhielten nur leichtere Kontusionen. Die Schuld an dem Unfälle soll der Führer des Post­zuges tragen, der benachrichtigt war, daß vor ihm ein Militärzug mit_ mittlerer Schnelligkeit fahre. — Der König von Serbien ist gestern mit dem Regenten Ristltsch, dem Ministerpräsidenten Pasitsch und Gefolge von Peterhof nach Wien abgereift. Der Kaiser sowie die Großfürsten gaben dem Könige das Geleit zum Bahnhofe. Ristitsch erhielt vom Kaiser den Alexander- Newski-Ordeu, Pasitsch, den weißen Adler-Orden; auch das Gefolge des Königs wurde durch Ordensdekora- ttonen ausgezeichnet. General Tfchernajew, welcher schon früher im Besitze des Takowa-Ordens erster Klaffe war und diesen Orden dem Könige Milan zurückqe- Mckt hatte, erhielt den Takowa-Orden mit Brillanten