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u. Verlag der Fuldaer Actiendruckerei (A. Dillmann).

*) Nachdruck nicht gestattet.

gemacht. Das sage ich Dir aber, Mary hrnhpnh Um -

fügte er

Fenstergesimse

«ierteliShrlrcher Abonnementspreis ohne Bringer- lohn und Bestellgeld mit der belletristischen Sonntagsbeilage,S t e r n e u n d B l u m e n' ta Fulda und auswärts 1 Mark 50 Pfennig.

»Fuldaer Seitens' erscheint täglich, Som- und Feiertage «usgenommen.

»user.te kosten di. einfältige Zeil, -der deren Rau« “ bei Wiederholungen entsprechender Rabatt.

sätzlich" unterließ.

Nun denkt vielleicht der biedere Leser „in der der Concurrenzkampf der Berliner

(20. Fortsetzung.)

®in, ®5te,n.1"ünn' ein vollkommener Gentleman

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®inge 5'emlich frei. Aber sei ruhig, morgen Abend komme ich wieder. Hättest Du etwas mehr Herr qe- r^' ^=?urb«e lc$ zufrieden gegeben haben, bei solcher Kalte kann man jedoch weitere fünfzig Pfund

m zwei Seiten; auch der Distanzhandel per

Posipacket., Es giebt Fälle, wo er berechtigt ist und heilsam wirkt. Wenn der Schreiber auf sich selbst exempliftciren darf, so beziehe ich z. B. meine Butter m Zehnpfundpacketen von einem holsteinischen Land-

III1 Ti n 'f M hör 1 I CO___V-’ n • r« >< -x • J

„Wenn Du mir nicht versprichst, den Ort auf der Stelle zu verlassen, so schlage ich Allarm," «- klarte seine Frau, außer Fassung gebracht. „Ich will Alles ertragen - aber--still, da kommt Jemand!"

Das scharfe Ohr des Flüchtlings hatte den Ton bereits vernommen — im Nu lag er flach unter dem

seinen Weg fort. Sobald seine Schritte verklungen, er­hob sich Walter wieder und steckte den Kopf zum Fen­ster Hinern. ö °

»Du siehst, wie leicht es eben gewesen wäre Dick zu fangen, flüsterte seine Frau, noch athemlos von der überstandenen Aufregung. „Das war der Kon-

tDia? .aIf° meinen Untergang?" fragte der Verbrecher mit einem neuen Fluche. Sieb Dick vor E" 2uk°n's Seien L ist> W L schwomd er von dem Fenster und eilte seinem Verstecke zu

®°b?xrbJatte Eaum die nöthige Kraft, um das Fenster zu schließen. Dann sank sie auf den nächst­stehenden Stuhl und starrte in das Dunkel hinein. Die empörende Anschuldigung ihres Mannes hatte sie fast noch mehr als seine Drohung erschüttert. Sie fühlte, daß sie vor der schrecklichen Alternative stehe, den eigenen Gatten zu verrathen, oder in der beständigen Furcht zu leben, daß er ihren treuesten Freund ermorde.

9. Kapitel.

... Mmgen „ach dem zuletzt beschriebenen Ereig­nisse saß Mr. Ambrose beim Frühstücke seiner Gattm gegenüber, als Mrs. Godhards Kammerjungfer mit

I lassen der durch den Verkch^f^tl^stanzm^ seittgt werden muß. Aber das sind Ausnahmen In I ist die Postpacket-Wirthschaft vom Uebel.

Dieselben Leute, welche in den benachbarten Läden ärgsten _ Zweifler und Nörgler sind, verträum I blindlings einem Reklamehelden aus einem weitent­legenen Winkel, von dem sie nichts weiter zu Gesicht bekommen haben, als eine Selbstanpreisung auf dem geduldigen käuflichen Jnseratenpapier. Sie lassen sich 3®“aren schicken, können dieselben also m k s?er Bezahlung, wenn es zu spät ist, prüfen. Auf Gnade und Ungnade geben sie ihr gutes Geld dem ersten besten Unbekannten hin. Und das sogar EL?»9™' wo erfahrungsgemäß der Schwindel die leichtesten und lohnendsten Erfolge erzielt, z B in Stoffen, Schmucksachen, Uhren u.9 bergt Indem bi! iSSü'r“ s^ ausbeuten lassen,

I sie nicht bloß sich selbst, sondern zugleich die Hilden Geschäftsleute ihres Ortes oder ihrer Umgebung.

» leidet die wirthschaftliche Entwickelung und das ganze öffentliche Leben einer Gegend unter der Ueber- fluthung mit diesen „billigen und schlechten", in Wirk- ttchkeit sehr kostspieligen Waaren der Versandgeschäfte. Dieser Postpacket-Handel muß wie eine Medizin betrachtet und behandelt werden; im Roth falle kann man sie mit Vorsicht anwenden. Aber die Regel muß sein und bleiben: Kaufe bei deinen Gemeindegenossen 2s r7" toenn .eS M um außergewöhnliche Sachen handelt — in den größeren Geschäften der Nachbar- Wt welche dir als verttauenswürdig bekannt sind Da hast du einerseits Gelegenheit, die Waare selbst ^u pr«fen und deine Auswahl zu treffen, und anderer- T Autze an den Mittheilungen und dem Rache des sachverständigen Kaufmanns. So dienst du deinem eigenen, unmittelbaren Bortheil und hast zu­gleich das Bewußtsein, daß das Geld im Lande bleibt zur Hebung des wirthschaftlichen Lebens in deiner Gemeinde oder deinem Bezirk beiträgst.

. Übrigens kann man aus der Postpacket-Wirthschaft eine sehr heilsame Lehre ziehen; nämlich die: sofort zu

1 bezahlen, was man kaust. Die Versandtgeschäfte lassen in der Regel (mein holsteinischer Buttermacher bildet auch darin eine Ausnahme) den Preis durch Postnach­nahme erheben. Mancher brave Kaufmann sieht mit bitterem Neid, wie man diesen fremden Leuten gegen­über den Grundsatz der Baarzahlung gelten läßt, wäh­rend man ihn zum Kreditgeben zwingt und bei Verab- saumung der Zahlungsfristen sogar die höflichste Mah- nung krumm nimmt. Der Mann hat durch das Kredit­geben Zinsverlust; um denselben zu decken, muß er den Preisansatz erhöhen. Hat er gar mit zahlungsunfähigen Kunden zu thun, so muß er wiederum eine Risiko- pramie in den Waarenpreis hineinrechnen. Bei den Handwerkern liegt die Sache ebenso. Das Kreditgeben

Die Viehbesitzer verkaufen ihre Milch grvßtentheils nach Berlin. Gebuttert wird nur so nebenbei und in Folge dessen mit zweifelhaftem Er- l. s —L ®ie .Butterhandlungen aber, sowohl die ein- snrxu ' " ra—„juvcuiicunoiimen" Mimischen, tote Die Berliner, mit denen sich meine

Io§Ia^e' was er früher „gründ- Kuchenverwaltung in Verkehr gesetzt hatte, lieferten fablick imfPrr.pfi "" । nicht andauernd gute Waare. Lie man es für e n

kann. Der Holsteiner Butterproduzent v";vcr Zentner I I 1 .dwse Lucke ttefflich aus. Es werden gewiß viel- Kaufhauser nicht an. Aber das wäre ein Jrrthum. ähnliche Fälle vorkommen, wo örtliche Verhältnisse

*) Nachdruck nicht gestattet. mELrbct benachbarten Kaufleute einen

---- Mangel an guter und preiswürdiger Waare veran-

Verfolgt.

trrei nach dem Englischen des Marion Crawford von Cora von Schönburg.

Schon die bisherigen großen Berliner Geschäfte konnten nicht von dem hauptstädtischen Publikum allein leben, sondern mußten „auf die Dörfer gehen." Der neue Kaiser-Bazar wird ihnen nun einen großen Theil der Berliner Kundschaft fortschnappen; also müssen sie fortan erst recht auf Erweiterung ihres Absatzes in b^ Poovlnz bedacht fein. Aber auch das neue Ries'en- geschaft wird meiner Ansicht nach bald auf die Dörfer gehen muffen Denn mag auch in der ersten Zeit der

Neuheit genug Berliner Publikum anziehen, so wird doch, sobald die Berliner erkannt haben daß S Kaiserbazar mit Wasser kocht, eine ge? totffe Ernüchterung eintreten. Dann wird es schwer fön 9brte fÜr .ejnen scheit Betrieb, der täglich 500 Angestellte zu nähren hat, aus dem Platzqeschäst I ft» betfett Asio muß mit Hilfe des billigen f” ^schweift werden. Die

Pariser Riesengeschafte für Alles machen es ja gerade o. Sie versenden ihre Lock-Kataloge sogar in das Aus- s"?s^b^°brschmähen durchaus nicht das gute Geld des deutschen Erbfeindes. a

„„.Also das Ende vom Siebe ist eine verstärkteUeber- flutbung Deutschlands mit Waarensendnngen per Post- Set- Und mit dieser Blüthe des Handels sind wir doch wahrlich schon reichlich genug gesegnet. Es gießt a lausende von Spezialgeschäften, die von der Nack- nahme auf Postpackete leben, und wir haben auch • r.s, ? sch.s r die aus allen

fflft R Sr fC n l" Zehnpfundballen die vertrauens­seligen Besteller von Memel bis Trier unb. von ber Siber bis zu ben Alpen versorgen. Herr v. Stephan hat mit seinem einheitlichen Packetporto von 50 Pfa. eine Revolution ,m Geschäftsleben angebahnt, bte schon manchem braven Kaufmann nicht bloß Die Butter vom nommmM™ ®“i’ ”” ^-d- 9«-

Der Klliser-Kajar in Kerlm.')

Das Neueste in Berlin ist ber „Kaiser-Bazar" ^^".^ukaufhaus nach bem Muster ber Pariser ^b^^llshauser Louvre, au bon marche etc. wo Mes unb noch etwas haben kann - von. der Base bis zum billigsten Hosenträger, von Juwelen bis zur Stecknadel. Sonst heißt die Parole: Theile und herrsche. Die Produktion liebt die Arbeits- theilung; der Handel scheidet sich in Branchen und Spezialitäten. Daß ein Kaufmann sich als Mäd- &en aufthut und sämmtliche groben unb

npm^^ebUe nt^e ^iner Umgebung mit feinem bunt- ^^n Kram zu befriedigen sucht, rechnete man !°"^zu den Eigenthümlichkeiten kleiner Ortschaften, lpo die Nachfrage für den Bestand von Fachgeschäften Ä2UWen will. In den großen Otten dagegen herrschte bislang die Ansicht, daß man am Besten krause, cfebln Artikel in dem betreffenden Spezial- .aufsuche. Gegen diese Theilnng erhob sich B^ton durch die Gründung großer Mode- ^eschafte, welche die meisten Erzeugnisse der Tertil- ÄH,Ieirr ■ m»wL"L bung§ftoffe, Gardinen, Teppiche re. in ihren Räumen zu vereinigen suchten. Einen weiteren Schritt auf dieser Centrallsationsbahn machten einige große Pariser Unternehmer, die auch hölzerne, eiserne, silberne nftoV gläserne, lederne, steinerne rc. Bedarfs-' “nb Luxusgegenstande hinzufügten. Berlin als Nach- Treter des großen Babel an der Seine will nun auch Mfts^rpwben"^ Wn W°lW Mlschmasch-Ge- toietin &^Cite bie neue Gründung

SS Ab?r ^?» k d-e bisherige Zeitströmung aus. Aber von der andern Seite betrachtet ist sie nur eln weiterer Versuch der Aufsaugung der Kleinen durch die Großen, eine weitere Etappe auf dem Sieaes- 1 ru?edes Großkapitals Erst frißt der Hecht die kleinen Fische auf und dann kommt ein gefräßiger Hai um unler dm Hechten fürchterliche Musterung z? halten Das neue Rlesenkaufhaus ist so ein Hai. Seine Con- urrenz ivirö zunächst den großen Modegeschästen von l • v 'nT w» «»tm yuiiitiniimen ^anü-

H^se Lissauer rc. gefährlich. Diese m??' x$n der Umgegend Berlins ist nämlich die gute großen Hechte merken auch schon die Concurrenz Rudolvb ' Butter rar. Die Biebbesiker hprfnufp» ;<»■» H^°g z- B übertrifft neuerdings im Reklamemachm sich selbst und das will viel sagen.

Zeitung" will sogar entdeckt haben. raJ?.9S0™'“ .j-dmft-wdiich---

Fuldaer Zeitung.

Ä”nX'. 5UrM 5W‘ not5 i""net

für e'" bräns^ »Fch kann nichts mehr für Dich thun — um Gottes willen gehe!" y

„Du scheinst sehr besorgt, mich los zu werden " nicht wahr?" höhnte der" Strang."„So mnntchDu I Dich?« Geist? ff? Aufforderung „Ich sehe mich auch immer. Wir sind Alle aus demselben Stoff s nnwr den Zuschauern bei meiner

gemacht Das sage ich Dir ab«, Mar7" Lttd«KaupPadt urtheilt drohend hinzu, „wenn ich Deinen Ehrenmann noch ein­mal auf demWege hierher erwische, so schneide ich tim

W I l-wr «Ute man j-d°ch « fä„ doch nicht länger hier aufhatten wollen?"^"' ^^fahr j beanspruchen. ^Mache Dich darauf gefaßt." M ''Man kann nur einmal gehängt werden. So, Mary, und letzt gib mir wieder etwas Brod und Käse'

N mir 6™,e *• f* s

nahe"^" Iü mtd^ iugte sie, einer Ohnmacht

„Das will ich thun, aber das Fenster soll offen I auSeltre/t- ®iLno^?ben Schritte rührten bleiben, sonst bleibst Du zu lange aus " " Mr. Gall her, welcher die ruhige Nacht zum

Es war kaum nöthig, die unglückliche Frau zur ^ichmäßiger, schwerer

SenfMefMe und ihr. Hmd. °h. .r dich»'. rc. |