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Beilage zu Nr. 49 der „Fuldaer Zeitung".

Für die Redaction verantwortlich: Ludwig Deibel in Fulda. - Druck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei (A. Dillmcvin).

Sonntag, den 1. März 1891.

I L.

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genommen.

Wappenbuch des deutschen Episkopats.*)

Während auf dem Gebiete der Heraldik gerade in un­serer Zeit wieder namhaftes geleistet wird, ist die geist­liche Wappenkunde so ziemlich unbeachtet geblieben, obschon die geistlichen Wappen nächst denen regierender Fürsten am häufigsten dem Auge begegnen. Für die Meisten find sie ein Buch mit sieben Siegeln. Und doch enthalten die älteren gut blasonirten Wappen einen tiefen Sinn und bietet ein Wappen, richtig ausgeführt, sozusagen eine Cha­rakteristik seines Eigenthümers in Bildern. In der kräf­tigen alten Zeit hatte fast jede angesehene auch bürgerliche Familie ihr besonderes Wappen; es galt wie ein Familien- beiligthum, an welches sich viele ruhmreiche und tröstliche Traditionen knüpften und das um die Familie, auch wenn sie sich in den Kindern weithin zersplitterte, ein gewisies Band knüpfte, das in gar manchen Fällen für deren Ge­schichte und für die Geschichte überhaupt große Bedeutung erlangte. In unserer unruhigen, schnelllebigen Zeit ist diese schöne Sitte leider fast ganz verschwunden; ja das Ver- ständniß dafür ist sozusagen abhanden gekommen. Man hält die Führung von Familienwappen mehr für eine Art vornehmen Vorrechtes des Adels; als ob es nicht einem Jeden freistünde, sich statt des mehr oder minder geschmack­losen Namenszuges auf seinem Siegel ein Symbol auf einem Schild — natürlich ohne Adelskrone, wenn er nicht adelig ist — eingraviren zu lasten, das wie ein guter Vor­satz im Bilde ihm eine Richtschnur für sein Wollen und Handeln bietet. Welch' schöne Motive für solche Privat­siegel bieten die von dem Verfaster S. 9 u. ff. verzeich­neten Symbole! Aber fteilich, auch dieses Stück früheren Lebens und Strebens, alten Ernstes und kraftvoller Innig­keit ist in unserem blasirten modernen Leben untergegangen. Dafür muß jedes Dämchen in frühester Jugend lernen, Namenszüge zu sticken, und je wirrer die Buchstaben durch­einanderlaufen , daß man sie zuletzt kaum mehr zu unter­scheiden weiß, desto „prächtiger" ist es. Welche Kraft und Sinnigkeit liegt demgegenüber in so einem alten bürger­lichen Familienschilde mit einer schwörenden Hand, dem Symbol der Treue, einer Waage, dem Sinnbild der Ge- rechttgkeit, einer offenen Hand, dem Bilde der Wohlthätig- keit, zweier betend gefalteter Hände, dem Symbole der Frömmigkeit u. s. w.

Herr Kiste!, auf dem Gebiete der Wappenkunde rühm­lichst bekannt, tritt in seinem oben angezeigten, sehr elegant ausgestatteten Werke dieser Gleichgültigkeit entschieden ent­gegen. Er sucht das Interesse ftir dre geistliche Heraldik und Wappenkonstruirung mit Recht wieder zu beleben, und stellt die wichttgsten Nottzen über beides in kurzer,

*) Wappenbuch des deutschen Episkopats. Ent­hält sämmtliche Diözesan- und Privatwappen der Erzbischöfe und Bischöfe des deutschen Reiches, sowie einen Anhang von älteren und neueren Klosterwappen und Wappen geistlicher Kor­porationen. Gezeichnet und beschrieben von Clemens Kissel in Mainz, 1890. Verlag von Wilhelm Rommel, Frankfurt a. M., Preis M. 4,50.

Aus Irrwegen.

Original-Novelle von Ferdinand Hartdegen.

(10. Fortsetzung.)

Die Drei gingen mehrere Schritte weiter, am Stacket entlang. Nun erblickten sie auch die Villa, welche zu diesen großartigen Anlagen gehörte und auch zn ihnen paßte in ihrer kunstvollen Ausstattung. Sie war zweistöckig und aus weißen Sandsteinen erbaut; auf der einen Seite standen hohe Fichtenbäume, so daß die Villa nicht von allen Seiten her gesehen werden konnte; ein kurzer aber breiter Fahrweg führte zu ihr hin. Vor dem Hauptportale der Villa standen zwei mäch­tige marmorne Säulen, auf deren mit Blattwerk reich verziertem Kapitäle der Balkon des ersten Stockwerkes ruhte. Zu beiden Seiten der breiten marmornen Stufen, welche in die Villa führten, hielten zwei Sphinxe Wacht. Unter dem Dachgesimse war ein Jagdzug der Diana plastisch dargestellt, auf einer anderen Seite des Hauses ein Elfentanz. Auch die Brüstungen der Rundbogenfenster, sowie die Einfassung des Haupt­portales waren mit kunstvollen Meißelarbeiten reich­lich ausgestattet.

Lange Zeit standen die drei Kameraden davor und staunten die Pracht und den Reichthum an. Niemand störte sie in diesem Schauen. Aber jetzt öffnete sich die Hausthüre, ein Diener trat heraus. Da schienen Werner und Müller plötzlich von demselben Gedanken beseelt zu sein. Sie sahen sich an und nickten sich lächelnd einander zu, als hätte Einer deS Anderen Gedanken errathen. Darauf riefen sie, wie aus einem Munde

prägnanter und klarer Weise zusammen. Bezüglich der Prälatenwappen bemerkt er u. a. nach Warnecke: Bischofs­hut und Bischofsmütze (Mitra) über den Wappenschild zu stellen, ist ebenso unheraldisch, als die Anbringung von Rangkronen und Helm bei einem adeligen Wappen. Es kann mithin nur der Hut, oder nur die Mitra über dem Schild angebracht werden. Hinsichtlich der bekannten Quasten sagt er, daß der Kardinalshut deren auf jeder Seite 15, der des Erzbischofs je 16, des Bischofs je 6 und der des Protonotars je 3 habe. Höchst interessant ist seine Be­schreibung der in der geistlichen Wappenkunde zumeist vor­kommenden Gegenstände, Mitra, Tiara, Stab, Kreuz, Em­bleme. Letztere haben auch für die Siegel der einzelnen Pfarrkirchen ihre Bedeutung; die styllose Willkür und grenzenlose Geschmacklosigkeit, die sich auf ihnen so häufig breit machen, sind bekannt. Nach Anleitung des Kissel'schen Werkes lassen sich wirklich schöne Pfarr-, Kirchen- und Privatsiegel für Geistliche herstellen.

Die Wappen der einzelnen Bisthümer und Bischöfe sind künstlerisch vollendet auf zinkographischem Wege in der Hoftunstanstalt des Verfassers zu Mainz hergestellt, so daß man sie mit wahrer Freude betrachtet. Der Re- naissance-Styl ist vorherrschend; aber es sind durchaus edle Formen, in denen er sich präsentirt. Mit besonderer Sorgfalt sind die Wappen des Mainzer und Limburger Bisthums und ihrer jetzigen Hochwürdigsten Herrn Bischöfe behandelt. Prachtvoll ist die Komposition einer heraldischen Bildeinfassung vom Verfasser mit dem wohlgelungenen Porträt des Herrn Bischofs Dr. Haffner S. 58. Seite 83 beginnen die Darstellungen der Wappen der Kurfürsten, Erzbischöfe, Bischöfe, Aebte und Aebtissinnen rc. des alten Reiches, eine sehr interessante Zusammenstellung. Der Preis des Werkes ist in Anbetracht der vielen Abbildungen ein sehr mäßiger zn nennen. Die zahlreichen Notizen über die Entstehung der einzelnen Bisthümer rc. machen die Schrift auch in geschichtlicher Beziehung werthvoll. Sie sei also hiermit bestens empfohlen und uns dabei gestattet, den Wunsch zu äußern, daß Herr Kissel ihm bald ein an­deres Nachfolgen lassen möge, welches an der Hand der alten bürgerlichen Familienschilde eine Anleitung zur Her­stellung künstlerisch schöner Privatsiegel gebe. (Nass. Bote)

Vermischtes.

* „Sic volo, sic jubeo“. An diese Worte des Kaisers, welche derselbe der eigenhändigen Unterschrift unter sein Bildniß für das Kultusministerium hinzufügt, werden in der Weserzeitung folgende philologisch-juristische Betrachtungen geknüpft. Bei dem Satiriker Juvenal lauten die Worte im Original nicht „Sic volo, sic jubeo“, sondern Hoc volo, sic jubeo. stet (nicht stat, wie vielfach irrig citirt wird) pro ratione voluntas.“ Der Kom­mentator meint aber, daß der Kaiser nicht an diesen Vers ge­dacht hat, sondern, da er in Bonn mit römischer Rechtsgeschichte sich beschäftigt habe, diejenige römische Formel im Auge hatte, welche als uralte Eingangsformel des alten, feierlichen römischen Testaments lautete: „Sic volo, sic jubeo, sic testor,“ Es ist dieselbe durch Doppel-Anwendung gleichbedeutender Worte be­wirkte Verstärkung, wie wir sie im Deutschen z. B. in den Aus­drücken „urkunden und bekennen", „bestimmen und verfügen" und ähnliche Redewendungen haben. Es ist die feierliche Be­kundung eines wohlerwogenen, ernsten Beschlusses, wie sie ins­besondere bei letzwilligen Verfügungen der alten Sitte fast aller Völker entspricht und außer allen Zweifel stellen soll, daß der Testirende mit voller Heberlegung seinen letzten Willen den Ueberlebenden zur Richtschnur gibt. In solchem Sinne gebraucht, gewinnen daher die Worte: „Sic volo, sic jubeo“ einen völlig andern Charakter wie die ähnlichen Worte bei Juvenal.

* Verbreitung der Tuberkulose durch Geflügel. Die Thatsache, daß die schrecklichste der bei uns herrschenden Krank­heiten, die Tuberkulose, in großartigem Maßstabe durch Rind­fleisch verbreitet wird, beginnt unter dem Publikum endlich etwas bekannter zu werden: weit weniger bekannt ist dagegen die Ge­fahr der Ansteckung durch das Fleisch des Hausgeflügels. Tan­

dem Diener zu, er aber schien sie nicht zu verstehen; denn er blieb stehen, obwohl er sie sah. Da winkten sie ihm, und nun eilte der Diener herbei und fragte nach ihrem Wunsche, indem er hinzufügte, daß er etwas schwerhörig wäre und sie deßhalb vorher nicht ver­standen habe.

„Wir sind Fremde," Hub jetzt Carl Werner an zu sprechen, „meine beiden Freunde hier, Rentier Müller und Rentier Wolf, sowie ich, Gutsbesitzer Werner, interessiren uns sehr für die Kunstanlagen. Es würde uns deßhalb eine große Freude bereiten, wenn wir diesen prachtvoll angelegten Garten, sowie die schöne Villa ein wenig näher in Augenschein nehmen dürften. Meine beiden Freunde hier haben die Absicht, eine von ihnen jüngst angekaufte Fläche Landes nach dem Muster dieses Parkes umarbeiten und eine Villa ähnlich dieser hier darauf erbauen zu lassen.* Bei diesen Worten drückte er dem Diener ein Fünf-Frankstück in die Hand. Bereitwillig ließ derselbe jetzt die drei Fremden in den Garten eintreten.

„Den Blumengarten und den Park darf ich Ihnen zeigen, meine Herren," sprach er darauf, „aber in die Villa darf ich keinen Fremden führen; meine Herrin hat es mir streng verboten."

„Ihre Herrin ist wohl verreist?" fragte dagegen Ludwig Müller.

„Ja wohl, erwiderte der Diener, sie wird wahr­scheinlich erst in 14 Tagen zurückkehren."

„Wir wunderten uns sehr, wandte jetzt Werner ein, daß wir Niemand bemerkten, obgleich wir schon lange Zeit alle diese Herrlichkeiten von außen betrachtet

sende von schwindsüchtigen Hühnern werden jährlich verspeist und tragen ebenfalls in großem Maßstab zur Verbreitung des Dämonen bei, umsomehr als Hühner, welche wegen mangelhaften Gedeihens bald geschlachtet werden, nur sehr geringe, für den Laien wenig auffallende, krankhafte Veränderungen zeigen und deßhalb ohne Vorsichtsmaßregeln verspeist werden. Würde der Konsument einen Blick durchs Mikroskop auf kleine Theile von Leber, Darmtheilen u. s. w. solcher Thiere thun und sehen, wie unendlich viele Tuberkelbacillen hier warten, auf einen guten Nährboden gebracht zu werden, er würde seine Sorglosigkeit verlieren. Mögen diese Zeilen dazu beitragen, daß kränkliches Geflügel nur bedingungsweise in vollkommen durchge­bratenem oder durchgesottenem Zustande verspeist würde, daß ferner auch bei Geflügel, von dessen Gesundheit man überzeugt ist, diese absolut nothwendige Vorsichtsmaßregel niemals außer Acht gelassen oder ein Haarbreit von ihr abge­wichen werde.

* Der Fischotter (Lutra vulgaris) gehört in die Thier­klasse der Säugethiere, in die Ordnung der Raubthiere und seinem Aufenthalte gemäß zu den Wassersäugethieren. Der Fisch­otter nährt sich von Fischen, Krebsen und anderem Wassergethier. Einen Teich entvölkert er in kurzer Zeit, zumal der Fischotter mehr Fische mordet, als er verzehren kann. Kleine Fische ver­zehrt er im Wasser, größere auf dem Lande. Heberbie Schäd­lichkeit der Fischotter berichtet Frhr. v. Egloffstein, daß man den täglichen Konsum eines Otterpaares auf 5 bis 6 Pfund Fische und Krebse (jährlich 18 bis 20 Ctr.) veranschlagt, daß dieselben mehr als das doppelte noch zerstören, weil die gesät­tigten Otter auch aus Genäschigkeit morden und jagen. Durch seine Freß- und Mordlust sind in vielen Bächen die Krebse gänzlich ausgerottet worden. Nach fingerlangen Fischen greift der Otter nicht, und dem allein ist es zuzuschreiben, wenn die Fische nicht ausgerottet sind. Man sollte bedenken, daß jeder Otter jährlich über 1000 Mark von Nahrung dem Menschen entzieht. Zur Sommerzeit ist seine Fährte erkennbar an den Furchen, die er bei seinen Gängen durchs Gras verursacht. Zur Winterzeit hinterläßt er Furchen im Schnee. Ein Hauptkenn­zeichen der richtigen Fährte besteht darin, daß der Fischotter je 2 und 2 Tritte seiner Füße etwas schief nebeneinander setzt. Auch schleppt er beim Schnee d.n Schwanz nach. Seine Ab­sonderungen verrichtet er stets auf dem Lande. Die Losung fieht angerührter Stärke gleich, ist gallertartig. Auch finden sich unverdaute Schalen von Krebsen darin vor. Weitere Kennzeichen bekunden die Heberbleibsel seines Fraßes, welche auf dem Fest­lande und jene, welche in seiner Höhle sich vorfinden, beide geben Fisch-, theils Krebsgeruch von sich. Mittel zur Vertilgung der Fischotter: In Hellmondnächten schießt man sie bei Eis­löchern ; mittels Drahtschlüpfen, zu stellen am Ein- und Aus­gangspunkte seiner Rohrgänge im Wasser, wie zu Lande; durch eiserne Fallenklappen und durch Aufstellung eines Otternjägers.

(Schlechtes Geschäft.) Chef (zu seinem von der Tour zurückgekehrten Reifenden): „Nun. viel los geworden?" — Reisender: „Spesen und Gehalt!" — Chef: „Ach was! Haben Sie Aufträge erhalten?" — Reisender: „Natürlich — alle Kunden lassen Sie durch mich recht herzlich grüßen!"

* Stoßseufzer" eines schwäbischen Sommerfrische-Gast- wirthes. „Jetzt Hann i’ s o e n sch ö n e' Saal 'baut für Grafe und Barone, und koi Sau goht nei!"

* Pfarrer: „'S ist schrecklich mit Euch, Loisl, daß Ihr aber auch gar nichts arbeiten wollt!" — Loisl: „Ja, sehen Sie, Hochwürden, das iS so! 'S fällt mir allemal riesig schwer, a Arbeit anzufangen, und bis d' Lust zum Anfang kimmt, nach­her is's allemal — Feierabend!"

(In der Instruktiv nsstunde.) Unteroffizier: „Also woher kommt die größte Anzahl unserer Kanonen?" — Alle: „Aus Essen!" — Unteroffizier: „Merkwürdig, Wenns aufs Essen hinausläuft, da wissen sie Alles!"

* Unliebsamer Druckfehler. Empfehle meine vor­züglichen, in Bordeaux persönlich getauften Rothweine.

* Kühner Vergleich. Sergeant: „Frei müßt Ihr in die Welt schauen Kerls! Frei, wie — wie ein ftankirter Brief."

* Mod ern. „Die Ella hat ein goldenes Herz!" — Sonst nichts?" — „Nein!" — „Armes Mädchen!"

* Ein grausiger Kalauer, welcher in Gott weiß welcher Sommerfrische entstanden ist, lautet: Was kann man unmöglich mit Worten ausdrücken? Antwott: Einen nassen Badeschwamm.

haben. Wir befürchteten schon, es wäre Niemand hier, und unser Wunsch hier einzutreten müßte unerfüllt bleiben."

„Gegenwärtig bin ich auch ganz allein auf der Besitzung, entgegnete der Diener. Mein Sohn, welcher seit der Abwesenheit der Herrin mit mir hier Wache hielt, ist 'zeitweilig zu Hause und kommt erst über­morgen wieder."

Darauf führte er sie im Garten und im Parke umher, zeigte ihnen mehrere kunstvoll angelegte Grotten, welche man von außen nicht sehen konnte, einen kleinen künstlichen Wasserfall, mehrere Springbrunnen, wohl­geordnete Gruppen der verschiedenartigsten Bäume und deutete überall aus die große Sorgfalt und den guten Geschmack hin, womit selbst der geringfügigste Gegen­stand behandelt war. Hierbei ließen Müller und Werner manches Wort der Bewunderung und des Staunens fallen, wiewohl sie durchaus keinen Sinn für die Schönheiten der Natur und der Kunst besaßen. Wolf dagegen beharrte in düsterem Schweigen. Zu­weilen entstieg ein leiser, aber schwerer Seufzer seiner Brust; denn je mehr sich die Pracht und der Reich­thum in diesen Anlagen vor seinen Augen entfaltete, desto lästiger wurde ihm der Gedanke an die Armuth, in welche er bald wieder zu gerathen glaubte, desto gewaltiger regte sich auch in seinem Herzen die Geld­begierde. Und bei seinem angeborenen Hange zur Schwermuth fühlte er in sich, daß er die nunmehr gewohnten Genüsse des Lebens nicht fahren lassen wollte noch konnte, ohne Gefahr zu laufen, tiefsinnig oder gar irrsinnig zu werden. (Fortsetzung im Hauptblatt.)