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18. Jahrgang

JM 3

Sonnlag, den 4. Januar 1891.

3,372,017 M. 83 Pf.

Januar

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Anthell

Ankheil

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Preußischer Preußischer Olmütz Preußischer Freiburg

* Am 1. Sultan von

der Erzdiözese im Ganzen

«ierteljährlicher Abonnementspreis e|ae Bringer­lohn und Bestellgeld mit der belletristischen Sonntagsbeilage .Sterne undvlume»' in Fulda und auswärts 1 Mark 50 Pfennig.

Flagge gehißt.

* Der Minister des Innern hat die Oberpräsidenten der Ostprovinzen zunächst für die Dauer von 3 Jahren ermächtigt, unter Berücksichtigung besonderer lokaler Verhältnisse und Bedürfnisse den Zuzug und den Auf­enthalt russischer und galizischer «rbetter zum Zweck der Beschäftigung in den landwirthschastUchen und industriellen Betrieben ihres Verwaltungsbezirks zu gestatten und die dazu erforderlichen Anordnungen zu

Erzdiözese Köln .

Erzdiözese Guesen-Posen Diözese Kulm Diözese Ermland Diözese Breslau Diözese Hildesheim Diözese Osnabrück Diözese Paderborn Diözese Münster Diözese Trier

Küstengebiets

sphäre sammt „ ...

Mafia durch das Reich stattgefiinden. Reichskommissar Major v. Wissmann hatte sich deßhalb von Sansibar aus nach dem Festlande begeben und hier die deutsche

9it .Fuldaer Zeitung' erscheint täglich. Sonn- und Feiertage ausgenommen

Sxfetete kosten die einspaltige Zeile oder deren Raum » bei Wiederholungen entsprechender «abatt.

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hat, behaglich am Kamm der Mutter seine Fuße stteckt oder sich dem Frohsinn und der Tanzstunde widmet und doch es zu wunderbaren neuen Gaben und Er­folgen für seine Person und zum Besten der Nation bringt. Es ist hart, in diesen schonen Traum einzu­greifen, aber man glaube uns, daß eine volle rmd reife Bildung nur durch saure Arbeit und nicht auf der Spielfchule gewonnen werden kann und daß es für alle Zeiten bei dem Spruche sein Bewenden behalten wird, daß der Mensch nur durch Fleiß und Anstrengung etwas lernt. Und man glaube uns ebenso, daß die Klagen über Ueberbürdung nur auf einem Wege ihr Ende finden werden: wenn die Eltern minder begabter oder doch nicht gerade wissen­schaftlich begabter' Söhne nicht die .hohen Ansprüche" der Schule, sondern diese „unzulängliche Begabung für die Ansttengungen, die ihre Söhne aufwenden muffen, um mühsam mitzuhinken, verantloortlich machen und sich die unglückliche Vorliebe für akademische Karrieren ihrer Kinder abgewöhnen".

* Der Sperrgelderfonds vettheilt sich, ivas jetzt wieder in Erinnerung zu bringen ist, in folgender Weise auf die einzelnen Diözesen

1,561 87 „

16,013,731 M. 10 Pt.

hat die uebernahme des vom Sansibar an Deutschland abgetretenen der deutsch - ostafrikanischen Lnterejseu- dessen Zubehörungen und der Insel

1,954,205 983,565

1,037,239

1,482,893

681,334

325,865

1,182,364 1,535,266 2,122,421 823,819 370Mt

33,893

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Sonnenried.

Roman von Marga Brecht«n.

(5s. Fortfetzmlg.)

Stolz erhobenen Hauptes schritt sie davon und war bald von einem ganzen Schwarm junger Herren und Damen umringt. Sie habe sich inzwischen aus­geruht und werde nun keinen Tanz mehr versäumen, erklärte sie heiter; und als wolle sie die kurze Frist wieder einbringen, tanzte sie in der That unermüdlich mit ungehemmter, fast wilder Lust. Doch selbst ihre starke Natur konnte ter maßlos schnellen Bewegung nicht dauernd Stand halten; sie hielt einen Augenblick ein, um Athem zu schöpfen, und da sah sie etwas, das ihr für lange Zeit zu denken gab.

Nicht weit von »em Platze, wo sie mit ihrem Tänzer stand, saß ihre Schwester. Baron Freidorf trat eben mit seinem Sohne auf sie zu, sie sprachen lebhaft mit einander und man bemerke deutlich, daß Felicitas etwas lächelnd abzulehnen suchte. Der Baron dagegen schien zu bitten, Illa konnte es aus seinem Gesichtsausdrucke abnehmen. Da endlich erhob sich ihre Schwester. Sie lächelte nicht mehr, sondern legte ihre Hand m den Arm des Kapitäns und bald waren Bestie mitten unter den Tanzenden. Sie mußten dicht an Illa vorüber M diese gewahrte, daß Jhno seine

Deutsches Deich.

Berlin, 2. Januar.

* Ueber die Illusionen, mit welchen man vielfach die Verhandlungen der Schul-Konferenz begleitet hat, spricht sich das gouvernementale,D. Tagebl.' zutreffend also aus: „Sehr viel wichtiger aber als das Eingehen auf diese Einzelheiten erscheint uns zunächst die Be­kämpfung der Strömung, die seit den Tagen des Zu- sammenttitts der Schul-Konferenz um uns fluchet und die uns, genau im Einklang mit den Utopien der Sozialdemokratie, nach einem Phantasie-Lande tragen will, in dem die Mühe und der Schweiß von der ler­nenden Jugend genommen wird und der Gymnasiast, wenn er einige wenige Schulstunden absolvitt und sich eine oder zwei weitere Stunden dem football gewidmet Tänzerin fest umschloß und Beide sich mit einem Blicke ansahen, den sie sich nicht zu deuten wußte. Wenn sie gern mit einander walzten, warum hatten sie es denn vorher nicht gethan?

Die Hitze im Saale wurde stärker. Der Blumen­duft mischte sich mit den betäubenden Parfums der im Tanze auf- und niederwallenden Roben, die Musik spielte weicher, bezaubernd, fast sinnverwirrend auf Illas Gemüth einwirkend, und doch wurde es auf ein­mal klar um sie her. Sie griff mit der Hand an die Schläfe, denn vor ihr stieg das Gesicht auf, an das sie im Wachen und Träumen dachte, nun wußte ste, wen sie liebte, und daß ihr Lebensweg neben dem seinen gehen müsse; aber sie verweilte nicht bei dem Gedanken an ihr eigenes Loos, sondern bei dem, was sie gesehen und nun plötzlich zu verstehen glaubte.

Der Ball war zu Ende. Illa ruhte langst auf ihrem Lager, ihr Geist aber kehtte nach dem verlassenen Saale zurück, — am Boden lagen abgerissene Schleifen und zerttetene Blumen, noch süß duftend im sterben. Ein trauriges Bild und doch kaum so trübe als das der zwei tanzenden Gestalten, welche sich für Minuten so enge umfaßten, — was war da Wahrheit, was Schein? „Kann das Alles Maske sein?" fragte sie sich, — „wenn das ist, so spielen sie gut."

Regierung. Freycinet machte dabei die Mittheilung, die Regierung habe eine Enquete über die Lage, das Ziel und die Statuten der Kongregationen eingeleitet, deren Resultate er dem Parlament unterbreiten würde, und daß er nächstens eine Gesetzesvorlage im Hause einbringen werde, durch welche das Vereinsrecht ge­regelt würde. In dieser Beziehung gingen Radikale uno Opportunisten mit rührender Eininüthigkeit vor.

Die Rettlmgsanstalt der Barmherzigen Schwestern in Paris unterhält über 200 Waisen, verlassene und verirrte Mädchen, und sucht dieselben nuterzubriugeu. Da deren Arbeit, Waschen und Nähen, nicht die Kosten deckt, sind jährlich bis 30,000 Frcs. durch milde Gaben aufzubriugeu. Die Anstalt besitzt ein auf 175,000 Frcs. geschätztes Grundstück, von dem an gewöhnlichen Steuern und an Steuern der tobten Hand jährlich über 3000 Frcs. zu entrichten sind. Ertrag bringt dasselbe nicht, da es ganz den Zwecken der Anstalt dient. Trotzdem wird die Ertragsteuer also berechnet: 175,000 Frcs. bringen, zu 5 vom Hundert, 8750 Frcs. Ertrag, wo­von die Steuer zu 3 (nächstes Jahr 4) vom Hundert 262,50 Frcs. und mit Zuschlägen und Kosten über 300 Frcs. ausmacht. Seit Erlaß des Gesetzes über die Mehrungssteuer sind 9 Schwestern gestorben, für welche jetzt 8000 Frcs. Mehrungssteuer verlangt werden. Dabei hat die Anstalt noch deu Vortheil, keine Zweig- nieberlaffungen in anderen Steuerbezirken zu haben. Denn in diesem Falle würde sich die Steuer verviel­fachen. Wenn die Ertrags- und Mehrungssteuer streng durchgeführt werden, wie die Regierung versprochen hat, dann werden die wohlthätigeu Anstalten zu Hunderten schlichen müssen. Denn die durch die bis­her schon ohnedies durch den Kulturkampf aufs höchste angespannte Mildthätigkeit der Katholiken wird nur die wenigsten zu retten vermögen. Warum auch nicht, so lange das französische Volk in seiner Mehrheit liberal und Kultur kämpf er wählt!

15. Kapitel.

Sdjnttfleduu und «ärdjenianltr.

Christkindlein kam mit reichen Gaben. Beschenkt, beglückt ist jedes Kind; Rur eins sie cingesarget haben — Da kommt sein Brüderchen geschwind.

Zm Sarge schlästs. Dies schmerzt den Knaben. Mit Thränen schleicht er endlich sort.

Und doch, die beste seiner Gaben Gab Christ dem Kind: des Himmels Hort!

Fr. «1fr. Muth.

XXXIV.

Der Winter hatte seinen Einzug gehalten und dichter Schnee hüllte die Gegend ein.

„Mutter, liebe Mutter, rücke mem Bettchen naher zum Fenster hin, ich möchte die Flocken so gerne ^Gleich mein Kind. Warte, ich ziehe Dir auch den Vorhang zurück, - nun kannst Du sw durcheinander wirbeln und tanzen sehen, die weißen Vogelein.

Dieses kleine Gespräch fand in dem suspektvrhause statt, in welchem die Sorge längst als täglicher Gast eingekehrt war. Hans war immer stiller und bleicher geworden. Der früher so selteneHusten stellte sich häufiger ein, und eines Tages hatte da» Kind ze- ^"sRutter, ich glaube, wenn ich immer in meinem

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* Der Vernichtungskampf gegen die katho­lischen Kongregationen in Frankreich

tobt weiter. Die französischen Liberalen haben — gerade wie die deutschen — aus ihre: Feindschaft gegen die Orden der katholischen Kirche nie einen Hehl gemacht. Diese Gesinnung ist gerade in der letzten Zeit schärfer denn je hervorgetteten. Um den von dem Kardmal Lavigerie empfohlenen Anschluß der Katholiken an die Republik zu pariren, nahmen die Radikalen, die kon­sequent Liberalen, in der Kammer gegen die Katho­liken erst recht eine durchaus feindliche Haltung ein, und die Opportunisten, die etwa unsere National­liberalen sind, leisten ihnen dabei getreulich Heeres- folge. Neulich, als der gemäßigte Republikaner Aynard den Antrag stellte, die Verneltlichung der Mädchen­schulen, welche besondere Schwierigkeiten verursacht, dem Ermessen des Ministeriums anheimzustellen, wies der Jnitiativausschuß, der sonst die nutzlosesten Gesetz­entwürfe durchgehen läßt, diesen Vorschlag zur Güte kurzer Hand zurück. Bei der Berathuug des Eisenbahn­budget- wurde den Klosterleuten, die in Ordenstracht sonst nur den Viertelpreis der Fahrt bezahlen, diese Vergünstigung, die ihnen selbst unter dem Ferry scheu Kulturkampfministerium verblieben war, entzogen.

Auf Grund eines Beschlussch des Kasstrtionshofes vom Jahre 1889 sind die Kongregationen im Todesfälle eines ihrer Mitglieder verpflichtet, die durch das Gesetz vorgeschriebene Erklärung tn den Eintragungsbureaux aller Orte zu machen, wo sie irgend ein Vermögen besitzen. Hieraus ergibt sich, daß z. B. ein auf 10 Frcs. geschätzter Werth eine Tete von 2 Frcs. 25 Cents, multiplizirt mit der Zahl der Bureaux, welche be­rechtigt sind, die Erklärung entgegen zu nehmen, zu entrichten hat. Man gelangt auf diese Weise zur Zahlung von Taxen, welche in gewissen Fällen die Höhe von 2—250 pCt. erreich»!. Das bedeutet in ziemlich unverblümter Weise die reine und einfache Konfiskation des Vermögens der Orden. Dieses Erbschaftssteuer- gcsetz ist der langsame aber sichere Ruin der aner­kannten Kongregationen in Frankreich. Die „Klemen Schwestern der Armen", die Barmherzigen Schwestern und die zahlreichen anderen religiösen Genossenschaften, deren segensreiches Wirken selbst den Gegnern der Katholiken Hochachtung und Bewunderung abringt, werden dadurch verurteilt, allmählig zu verschwinden. Die Radikalen haben dies am 9. Dez. in der Kammer durchgesetzt, Dank der Zchwäche und Nachgiebigkeit der

11. Diözese Fulda ....

12. Diözese Limburg -«v

Anthell der Diözese Prag ~ der Erzdiözese

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