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tiie vielseitigen Praktiken mancher Virtuosen auf dem Gebiete der Recitation nicht nachahmt, daß er den Bühnenton fernhält und einfach und natürlich spricht, sind Vorzüge, die insbesondere bei längerem Vortrage recht deutlich zur Anschauung kommen; überdies entbehrt seine Recitation keineswegs des Kolorits, das um so harmonischer wirkt, als die Farben nicht zu stark auf- getragen werden und ein schönes Ebenmaß den Grundzug des Vortrages bildet, die einzelnen episodisch in die Erscheinung tretenden Personen weiß Herr Milan durch entsprechende Ver­änderung des Tones charakteristische Deklamation klar zur An­schauung zu bringen. Wie sehr die Hörer von der Darbietung des Abends befriedigt waren, bewiesen sie durch den lebhaften Beifall, der sich nach den einzelnen Abschnitten des Gedichtes fortwährend steigerte und zum Schluß seinen Höhepunkt er« reichie."

H. In der am vorigen Samstag im kleinen Saale der „Harmonie" vom Festausschuß für die Veranstalt­ung eines allgemeinen großen Volksfestes im Schloßgarten unserer Stadt anberaumten Versammlung hatten 17 hiesige Vereine ihre Delegirten entsandt ; es find diese: der Bürgerverein, Rhönklub, Turngemeinde, Turn- und Fechtklub, Liederkranz, Winfridia, Buchonia, Bimbia, Radfahrerverein, Meisterverein, Arbeiter-Fort- bilduugsverein, Kriegerverein, Krieger-Kameradschaft, Jmkerverein, Gartenbauverein, landwirthschaftlicher Verein und der Schützenverein. Den Vorsitz führte für den verreisten Herrn Dr. Schneider Herr Baumeister Wegener; derselbe begrüßte im Namen des Festaus­schusses die Delegirten und eröffnete denselben, daß die Anregung zum projektirten Volksfeste in einem kleinen Kreise diesen Winter auf b:ni Leipzigerhofe gegeben worden sei, und daß sich darauf hin bereits im April der Festausschuß konstituirt habe, welcher in einer Anzahl Sitzungen die nothwendigen Vorarbeiten er­ledigt hat/ Vom Schriftführer wurde das projek- tirtc Festprogramm mitgetheilt, auf welches wir in einem späteren Artikel noch zurückkommen werden und bemerkt, daß die Idee zu dem Volksfest bereits von dem im Jahre 1886 stattgehabten Turnfest ausgegangen sei; schon damals sei von vielen Festtheilnehmern der Wunsch ausgesprochen werden, daß sich ein derartiges Fest doch jedes Jahr wiederholen möge. Die erschienenen Delegirten erklärten darauf in ihren Vereinen darauf hinwirken zu wollen, das Unternehmen kräftig zu unter­stützen und kann die Abhaltung des ersten Fuldaer- allgemeinen großen Volksfestes als gesichert betrachtet werden. (Wenn wir vorstehendem Artikel Aufnahme in unfer Blatt gewährten, so geschah dies dem Wunsche des Festausschusses entsprechend lediglich im Interesse der Berichterstattung. Wir sind leider nicht in der Lage, der Einführung eines alljährlich abzuhaltenden großen Volksfestes das Wort reden zu können, und wir haben unsere Gründe bereits in der letzten Freitagsnummer d. Bl. ausführlich dargelegt. Daß dieselben vielseitige Zustimmung finden würden, war von vornherein zu erwarten. Wie wir hören, wurden die von uns dargelegten Gegengründe auch in oben er­wähnter Delegirten - Versammlung vollauf gewürdigt, ohne indessen die Mehrheit der Anwesenden von ihrem Vorhaben abzubringen. Wenn unsere Zeilen das Zu- standekommen des neuen Volksfestes auch nicht hindern werden, so waren sie darum doch nicht umsonst ge­schrieben. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß ein derartiges allgemeines Volksfest, sofern es wirklich zu Stande käme, doch nicht ganz ohne einschränkende Wirkung auf die Einzel feste der betheiligten Vereine bleiben könne. D. R)

* Zur Verhandlung vor dem Schwurgerichte kommen folgende Strafsachen heute (Montag) den 23. er. gegen Wilh. Möhring, Schneider von Steinau (Vertheidiger Justizrath Osius); am 24. gegen Joh. Schramm von Langenschwarz und weiter gegenHch. Repp, Goldarbeiter von Hanau (Verth, zu beiden Fällen Rechtsanwalt Kraus); am 25. gegen Wilhelm Oestreich, Schreiner von Hellstein (Verth. Rechts­anwalt Fleischer). Den Gegenstand der Anklagen zu diesen Sachen bilden Sittlichkeitsverbrechen. Es stehen ferner an zum 26. die Strafsache gegen Jakob Steul 2r, Ackermann von Niederdorfelden wegen Meineids (Verth. Justizrath Osius) und zum 27. gegen Joh. Heinrich Schlegel, Taglöhner von Ravolzhausen wegen Brandstiftung (Verth. Rechtsanwalt Uth). Vor­aussichtlich wird dazu noch am Montag 3ß. d. die Anklage gegen Jakob Hofrock und Gen. von Nieder­gründau wegen Mords kommen.

* Der Verein zur'Beförderung der Bienenzucht im Regierungsbezirk Kassel hält seine diesjährige Ge­neralversammlung und 15. Wanderversammlung am 28. Juli in Spangenberg, nahe am Bahnhof in „Schrö­ders Garten" ab. Mit der Versammlung ist Aus­stellung, Preisvertheilung, Freiverloosung und Honig- markr verbunden.

* Ein Apparat zur automatischen Herstellung von Photographien ist soeben den Herren C. Füge, I. Raders und K. Griese in Hamburg patentirt wor­den. Der Apparat wird, wie alle die bekannten Auto- maren, durch das Einwerfen einer Münze in Thätigkeit gesetzt, indem von dieser zunächst der Verschluß des Objektes geöffnet und damit eine lichtempfindliche Platte der Belichtung ausgesetzt wird. Nach erfolgter Belich­tung wird die Platte von einem durch Uhrwerk be­triebenen Mechanismus nacheinander in die verschiedenen zum Entwickeln, Fixiren und Spülen dienenden Bäder getaucht und endlich fertig gestellt einer Ausgabe-Oeff- uung zugeführt. M

* Die üble GewohnheitAer Kinderj, die Kirschen

samt den Kernen zu verschlucken, hat schon so manches Inheil angerichtet und nicht selten kommen Fälle vor, daß selbst Erwachsene das Verschlucken von Kernen mit dem Leben bezahlen müssen. Hofrath Prof. Nothnagel in Wien hatte vor einigen Tagen die traurige Veran­lassung, seinen Hörern ein solches Opfer des Kern- chluckens auf dem Obduktionstische zu erklären. Es war ein 16jähriger Tischlerlehrling, der vor einigen Tagen eine nicht gar große Anzahl Kirschen sammt den Kernen aß und schon am nächsten Tage unter den Erscheinungen einer Bauchfell- und Darmentzündung ins Krankenhaus gebracht wurde, wo sofort die Mut­maßungs-Diagnose auf eine Durchbohrung des Darm­rohres durch Kirschkerne gestellt wurde, was auch die Untersuchung der Leiche bestätigte. Hofrath Nothnagel machte auf das häufige Vorkommen diefer Erkrankung in der Kirschensaison aufmerksam und warnte ernstlich vor dem Verschlucken der Kirschkerne.

* Eine bemerkenswerthe Entscheidung hat kürzlich die Civilkammer des Landgerichts in Frankfurt a. M. gefällt. Am 29. Oktober v. I. war in Frankfurt a. M. eine Arbeiter Versammlung auf Grund des So­zialistengesetzes durch den überwachenden Polizeikommissar aufgelöst worden. Ein großer Theil der Versamm­lung begab sich daraus in eine andere Wirthschast und war eben int Begriff, sich dort niederzulassen, als der Polizeikommissar erschien und auch die Räumung dieser Wirthschast durch seine Schutzleute veranlaßte. Nunmehr aber verlangte der Wirth vom Kom­missar einen Schadenersatz, weil derselbe ihm die Gäste vertrieben hätte. Er berechnete seinen Scha­den auf 10 Mark und klagte diese Summe ein. Das Gericht erhob zunächst Beweis darüber, ob die An­wesenheit der Gäste in der Wirthschast als Fortsetzung der aufgelösten Versammlung anzusehen sei, gelangte aber zu einem verneinenden Ergebniß und somit wurde der Polizeikommissar zur Zahlung des entstandenen Schadens und Tragung der Kosten verurtheilt.

(Erledigte Stellen im Bezirk des 11. Armee­korps.) Bockenheim, Bürgermeisteramt, Krankenhausverwalter und Hausmeister, zunächst auf Kündigung, 1200 Mark jährlich nebst freier Wohnung, Brand und Licht. Frankfurt a. Spezialdirektiou der Hessischen Ludwigs-Eisenbahn-Ge;ellichafi in Mainz provisorischer Vorarbeiter, vorerst auf Htagige Kündi­gungsfrist und bei definitiver Anstellung auf Imouatl. Kündigung, 2 Mark pro Tag: bei Bewährung im Dienste und nachgewieiener Befähigung Aussicht auf Anstellung mit 850 Mk. Jahresgehalt. Frankfurt a. M., Garnisonverwaltuug, Kaserneuwärter, aus Kündigung, Anfangsgehalt von 600 Mark, freie Wohnung und Emolumente an Feuerungs- und Erleuchtungsmaterial, geschätzt aus 186 Mk. Eberstadt, Darmstadt-Griesheim-Eberstadter Efien- bahn, Schaffner, ans wöchentliche Kündigung, 720 M. und freie Uniform. .

* JnKurhessen wie im Großherzogthum Hess en ist in verschiedenen Kreisen in den jüngsten Tagen der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden So in den Dörsern Gladenbach und Weiden­hausen (Kreis Biedenkopf), in den Ortschaften Ober- Erlenbach und Holzhauseu (Kreis Friedberg) und m Vilbel bei Frankfurt a. M. Die Seuche soll durch fremdes Vieh, welches auf Viehmärkten gekauft war, in die einzelnen Ortschaften eiugeschlept worden sein. Auch die Schafräude hat in verschiedenen Gemeinden Oberhesseus wieder eine größere Ausdehnung genommen.

* Fraukeuberg, 20. Juni. Heute findet die landespolizeiliche Abnahme der Bahnstrecke Sarnan- Frankenberg statt.' Die betr. Herren Direktions-, Re- aieruugs-, Verwaltungs- und Banbeamteu fahren morgens 8 Uhr von Marburg ab. Die Betriebseröff- nung findet am 1. Juli statt. Die 26 Kilometer lange Strecke sührt durch ein ziemlich günstiges Terrain, das Wettschaftthal entlang, vermittelst Tunnels über den Burgwald, ins Edert'hal hinüber. Nach dem von Kgl. Eisenbahn-Direktion Elberseld ausgegebenen Fahrplan werden vier Personenzüge die Linie nach jeder Richt­ung hin täglich mit Anschluß an die Bahn Marburg- Kreuzthal, somit Main-Weser- und Siegbahn, befahren. Als Bahn 2. Ordnung kann sie jedoch erst volle Be­deutung erlangen, wenn ihre bereits geplante Verbin­dung mit Corbach, dem Eder- und Jtterthale folgend, zur Ausführung gebracht wird, das, wie sichere Aus­sicht vorhanden ist, in wenigen Jahren der Fall sein wird Alsdann ist ein beträchtliches Gebiet unseres lieben Hessen und Waldeckerlandes von seiner seither nicht beneidenswerthen Abgeschlossenheit endlich dem Verkehr übergeben und die seit Jahrzehnten geplante Verbindung Marburg-Warburg ihrer Verwirklichung entgegengeführt.

Vermischtes.

* Stuttgart, 21. Juni. Der Don Stuttgart nach Mühl­acker fahrende Güterzug 614 stieß heute Nacht nach 12 Uhr mit dem aus Mühlacker in der Richtung nach Illingen ausgefahrenen Güterzug 619, etwa l'/j Kilom. vor Mühlacker, zusammen. Ter guq 619 fuhr in Folge unterlassener Weichenbedienung statt aus dem rechten, auf dem linken Geleise, auf welchem der Zug 614 auf der Fahrt begriffen war. Aerztliche Hilfe wurde von hier ans nach der Unglücksstätte enlsandt; mit dem Hufszuge begab sich außer anderen Beamten auch der Vorstand der Be- triebs-Abtheilung der General-Direktion der Staats-Eisenbahnen, Ober-Finanzrath Topffel, nach Mühlacker. Die Verwundeten trafen mit dem Orient - Expreßzug um 9 Uhr Vormittags hier ein und wurden theils im Katharinen - Hofpital, theils in der Privat-Klinik von Dr. Zeller untergebracht. Gerichtliche Un­tersuchung ist eingeleitet. Bezüglich der Verunglückten ist noch zu bemerken: Die beiden Getödteten (Zugmeister HartUern und Gepäck - Schaffner Späth, Beide von Stuttgart) werden hierher verbracht werden. Dem Zugmeister Franz Bezmann wurde der eine Fuß oberhalb, der andere unterhalb des Knies abgefahren, eine Amputation wurde bereits im Katharinen-

Hospital vorgenommen. Dem Bremser Ludwig Sch netz er mußte in Folge schwerer Verletzungen die rechre Hand abgenommen werden. Bei dem Heizer Haug aus Eßlingen wurden Gehirn­erschütterung, Bruch des Schulterblattes, Hautabschürfungen und Quetschungen festgestellt. Heizer Bauer von Eßlingen trug eine Gehirnerschütterung und eine Wunde am Kopfe davon. Die Ver­wundungen der übrigen 3 verunglückten Bediensteten sind unbe­deutend ; die Leute konnten in ihre Wohnungen entlassen werden. Der Anprall der beiden Züge muß ein furchtbar heftiger gewesen sein. Der Schaden an Material ist sehr groß.

(Vorsichtige Ehemänner.) Der Vorsitzende einer gut bürgerlichen Versammlung stellte noch znm Schluß die Frage, „ob sonst Jemand zur freien Diskussion das Wort verlange". Da erhob sich ein ehrbarer Herr und meinte: „Ich hätte wohl den Wunsch, daß die Herren'von der Presse, die uns ihre liebenswürdige Aufmerksamkeit schenken, den Schlußsatz weglassen möchten." Der Vorsitzende verstand diesen Antrag nicht sogleich und nun erläuterte der Interpellant — übrigens unter großem Beifall der „alten Herren" — seinen Wunsch dahin: Nämlich so: Die Versammlung ist um 10 Uhr zu Ende, und geht man noch ein Glas Bier trinken, es werden wohl auch zwei, man sieht sich auch noch einen Skat an und kommt dann so sachte gegen 1 Uhr nach Hanse. — Am andern Morgen ahnt man nichts Böses und beim Kaffee hält bann die thenere Gattin einem die Zeitung vor: „Schluß 10 Uhr." — „UndDu bist erst um 1 Uhr aus der Versammlung heimgekommen!?" — Na, es giebt immer einige unliebsame Auseinandersetzungen. Was liegt den Herren von der Presse daran, „Schluß 10 U h r" zu schreiben? — Der Interpellant schien den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben, denn fein Antrag fand die allgemeinste Unterstützung und der Vorsitzende übermittelte denselben unter vieler Heiterkeit an die Mitglieder der Presse.

* (@ ine Berichtigung wie sie sein soll.) Zu Pfingsten hatte die ,Köln. Vlksztg/ gemeldet, der erste Täufling in der neueingeweihten Marienkirche zu Hannover sei das sechs­zehnte Kind eines um den Kirchenbau hochverdienten Mitgliedes der katholischen Gemeinde gewesen. Wir haben uns, so schreibt das genannte Blatt, aufrichtig über den Segen gefreut, aber zu viel ist zu viel, und wir erhalten unsere gerechte Strafe in Ge­stalt eines artigen Gedichtchens.

Sie machen da aber schone Geschichten, Uns fünf Geschwister hinzuzudichten! Während Sie Brüderchen lassen taufen, Ist Ihnen ein Jrrthum unterlaufen. Sie schreiben da was vom fechszehnten Kind, Wiewohl wir doch bloß elfe sind.

Wir sieben Schwestern, die wir noch ledig, Sind Ihnen deswegen nicht gerade gnädig. Es werden, weil Sie so toll übertreiben, Gewiß die Freier uns ferne bleiben;

Altjüngferlich werden dahin wir schmachten, Weil eine so falsche Notiz Sie brachten. Denn Jeder, der von „Sechszehn" was erfährt, Macht sicher auf halbem Wege kehrt;

Kein Freier wird nah'n, uns zu erlösen;

„Behüt' dich Gott!" — es wär' zu schön gewesen! Deshalb entzieh'n wir Ihnen unsere Huld;

Denn Sie, Herr Redakteur! Sie sind daran schuld. Entweder, Sie nehmen den Jrrthum zurück, Oder Jörgen für unser künftiges Glück.

Folgen sieben Unterschriften, unverkennbar Original. Der schuldige Adressat, die ,K. Bztg/ verspricht, sein Bestes thun zu wollen.

Briefkasten.

W. in Fr. Ihre Voraussetzung ist salsch. Herr Domorga­nist Rübsam steht dem betr. „Eingesandt" durchaus fern.

Der Postdampser „Waesl and" der,Red Star Linie' in Antwerpen, ist laut Telegramm am 19. Juni wohlbehalten in New-Pork angekommen.

Der Postdampfer „Switzerland" der ,Red Star Linie in Stntroerpen, ist laut Telegramm am 19. Juni wohlbehalten in Philadelphia angekommen.___

? Fulda, 23. Juni. Dem Schweinemarkt vom letzten Samstag waren ca. 50 Stück Läufer und ca. 250 Stück Ferkel zugetrieben. Läufer kosteten 50—70 Mk., Ferkel 28—40 Mk. Handel gewöhnlich._________________

Meteorologische Beobachtungen

der hiesigen Wetterwarte.

Datum!!

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«stunde.

Barom.

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Celsius

Temperatur­extreme.

Wind­richtung u.Starte.

Wetter.

Max.

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2

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20,0

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9

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ff

9

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5

)ie Niederschlagshö

he der

letzten

24 Stunden —

5,1 Millimeter. Luftdruck bei nordwestlicher Luftströ­mung um 2,8 Millimeter gefallen. Temperatur noch 5—6° unter der normalen. 10 Uhr Ferngewitter aus NW, nach Süd vorbeiziehend.

Letzte Beobachtung 10i z Uhr Morgens.

Luftdruck — 742,0 mm. — Lufttemperatur — 11,9° C. — Luft­feuchtigkeit = 96 o/o. — Wolkenzug (Cum.-Strati) aus NW. — Windrichtung — NW1. — Himmelsansicht — trüb.

Allgemeine Rentenanstalt zu Stuttgart.

Die Gefchäftsergebniffe diefer Anstalt im Jahre 1889 können als befriedigend bezeichnet werden. Bei der Lebensversicherung hatte sich der Zugang wesent- lich gesteigert und die Sterblichkeit ist wieder bedeutend hinter der rechnungsmäßigen Annahme zurückgeblieben. In der Rentenversicherung haben die Einlagen eine noch nie dagewefene Höhe erreicht. Das Gefammtvermögen der Anstalt beträgt M. 65 222 338, wovon 86% in vorschriftsmäßig gesicherten Hypotheken angelegt sind. Die Reserve- und Sicherheits-Fonds (Extrareserven) sind auf M. 4 548 279 gestiegen. Der Verwaltungs- auswand betrug M. 428 644, also nur 0,66% des Gesammtvermögens. Der reine Gewinn beziffert sich aus M. 366 661. (M. 28 042 mehr als im Vor­jahre). Als Dividende kommen zur Vertheilung 28% der Prämien bei der Lebensversicherung und 5% der Rente bei der Rentenversicherung. Auch im laufenden Jahre ist der Zugang an neuen Versicherungen wieder ein sehr lebhafter.