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Vororte hat die Arbeit eingestellt, weil die Bleicher die Forderungen zehnstündiger Arbeitszeit und eines Minimallohnes von 10 Mk. wöchentlich nebst freier Station abgelehnt haben. Die Plätterinnen aus der Umgegend von Altona und Ottensen haben beschlossen, keine Arbeiten für solche Hamburger Bleicher, welche die Forderungen der Kolleginnen ablehnen, zu ver­richten.

* München. In Bayreuth wird die Wahl des nationalliberalen Ferstel angefochten werden wegen Wahlbeeinflusfung. Welche hübsche Mittel gegen den freisinnigen Stoll dort angewendet wurden, zeigt ein Flugblatt, desfen Ueberschrift lautet: „Wie werden sich die Franzosen über eine solche Wahl freuen?" — In Dinkelsbühl ist der konservativen Lutz mit 10,861 Stimmen gegen den nationalliberalen Stobäus gewählt. Der Letztere erhielt 2681 Stimmen.

* In Ludwigshafen-Speyer haben die So­zialdemokraten dem Nationalliberalismus zum Siege verholfen, obwohl der Centrumskandidat Garantie für alle gestellten Forderungen bot. Sie stellten sogar ihren Truppen frei, für Clemm (natl.) oder Dr. Sibeu (Ctr.) die Stimme abzugeben. Der freisinnige Wahl­verein hatte öffentlich die Parteigenosfen zur Unter­stützung Sibens aufgefordert. Das Resultat ist: Dr. Clemm 13,318, Dr. Siben (Ctr.) 10,112 Stimmen. Die Sozialdemokratie ist an dem Siege des Kartell­bruders nicht unschuldig.

Ausland.

* Wien, 4. März. Es scheint, als ob die neueste Wendung der bulgarischen Frage ohne Gefahr für den Frieden in Europa verlaufen werde, nachdem man sowohl in Konstantinopel, als auch hier, wie in London, Berlin und Rom gegen eine Unubhängigkeitserklärung Bulgariens, die allem Anscheine nach unmittelbar be­vorsteht, nichts einzuwenden hat, Rußland aber sich wohl nur auf einen diplomatischen Protest beschränken kann. — Den im Mai zufammentretenden gemeinsamen Delegationen sollen erhebliche Extrakredite für mili- tärifche Zwecke zugehen, doch wird keine neue Anleihe nothwendig sein, weil die Deckung aus dem laufenden Budget möglich wird. Die Finanzverhältnisse Oester­reichs haben sich in letzter Zeit erheblich gehessert. — Die innere Politik ist noch immer unklar, Taaffe will es nicht mit den Liberalen verderben und bietet deß- halb in der Schulfrage kein Entgegenkommen. Die Konservativen aber wollen sich von Taaffe nicht trennen und so entsteht ein ungesundes Verhältniß. — Seit dem Ausgleiche in Böhmen besteht eine heftige Fehde zwischen den Altliberalen und den sog. Jungdeutschen. Weil letztere sich auch die Bekämpfung der Korruption und der Auswüchse des Kapitalismus angelegen sein lassen, finden sie großen Anhang und dürften den Liberalen sehr gefährlich werden. — Das Abgeordneten­haus hat die Aufbesferung der schmalen Gehalte für Hilfsgeistliche und Benefiziaten im Prinzipe genehmigt. — In Ungarn wird von der allmächtigen Loge die Knechtung der kath. Kirche immer intensiver betrieben. Jetzt plant die Regierung einen Gesetzentwurf, wonach die in der Konfessionsverschiedenheit bestehenden Ehe- Hindernisse aufgehoben werden sollen.

* Petersburg, 2. März. Wie brutal und rücksichtslos die russischen Behörden gegen die Unirten vorgehen, das ersieht man aus den traurigen Berichten welche polnische Blätter veröffentlichen. So werden die Ehen von Katholiken rücksichtskos getrennt, wenn sie nicht von russisch-orthodoxen Popen eingesegnet sind. Fortgesetzt werden katholische Kirchen geschlossen, kath. Priester in aller Stille nach Sibirien verbannt. In Podlachien herrschen sehr traurige Zustände, da überall Militär einquartirt ist und dasselbe mit der größten Brutalität gegen die armen Unirten vorgeht. Man sollte es nicht für möglich halten, daß in unserem Jahrhunderte noch solche Grausamkeiten vorkommen.

Aus Stadt, Provinz und Uachbargebiet.

Fulda, 6. März.

♦ Se. Mas. der König haben mittelst Allerhöchster Ordre dem Stations-Vorsteher Herrn Winzler hier die Anlegung des von Sr. kgl. Hoheit dem Großher­zog von Hessen ihm verliehenen silbernen Kreuzes des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen in Gnaden zu gestatten geruht.

* Wir machen alle Interessenten darauf aufmerk­sam, daß am 10. und 11. d. M. Herr Obergärtner Heinrich aus Breitenau im Auftrage der Verwalt­ung des Bezirksverbands des Regierungsbezirks Kasfel auf der Hanau-Vachaer Straße von Kohlhaus bis Kerzell Unterweisung zur Förderung der Obstbaum­zucht geben wird und legen es Gemeinden wie Privaten als ganz vorthellhaft dar, den belehrenden Ausführ­ungen des genannten Beauftragten zu eigenem Nutzen zahlreich beizuwohnen. (F- K.)

* Das Verschieben v onBriefen und Post­karten in Drucksachensendungen bildet immer noch die Ursache von unliebsamen Briefverschleppungen. Eine gründliche Beseitigung dieses Uebelstandes wäre nur dadurch erreichbar, daß das Publikum sich daran gewöhnte, die Drucksachen in einer das Verschieben hin­

dernden Weise zu verpacken. Leider aber werden Druck­sachesendungen oft in so mangelhafter Verpackung auf­geliefert, daß sie zu Fallen für ihre kleinern Reisege­fährten werden. Die Postverwaltung hat gummirte, mit drei Pfennigmarcke versehene Po st streif bänder eingeführt, welche in Mengen von 10 Stück für 35 Pfennig von den Postanstalten verkauft werden, und deren Verwendung wir nicht dringend genug empfehlen können. Wenigstens aber follte man sich bei Anfertig­ung der Bänder für Druckfachen die Maßverhältnisse der amtlich eingeführten Streifbänder zum Vorbild nehmen. Bei einer gutverpackten Drucksachensendung muß oas Papierband überall etwa drei Viertel der Außenfläche bedecken. Die Zeitungen u. s. w. müssen möglichst schmal zusammengefaltet werden, weil sich andernfalls das Band nicht fest umlegen läßt, und weil die Möglichkeit der Verschiebung um so geringer wird, je schmäler die Sendung verpackt ist. Dem Ganzen ist zweckmäßig durch kreuzweise Umschnürung mit Bindfaden noch vermehrte Festigkeit zu geben. Werden offene Briefumschläge benutzt, so ist zu empfeh­len, die Ueberfallklappe nicht einzuschlagen, sondern in gewöhnlicher Lage offen zu lassen, zuvor aber, um das Zukleben zu verhindern, den gummirten Rand wegzu­schneiden. Bei großen Umschlägen, oder wenn die darin verpackten Drucksachen umfangreich find, ist außer­dem eine Umschnürung der Sendung zweckmäßig, wozu sich die vielfach im Gebrauch befindlichen Gummibänd­chen gut eignen.

* Kasfel, 5. März. Herr Musiklehrer Louis Büchner beging gestern fein 25jähriges Jubiläum, aus welchem Anlässe ihm von hier und auswärts eine große Anzahl Glückwünsche zugingen. — Im vergangenen Jahre wurden hier 1112 Hunde eingefangen, welche ohne Maulkorb herrenlos herumliefen. Davon wurden nur 350 von ihren Besitzern ausgelöst, während die übrigen 762 getödtet wurden. Letzterer Umstand be­weist, daß es doch leider noch viele Leute gibt, welche sich Thiere halten, ohne sich um das Schicksal derselben sonderlich zu kümmern. (C. A. Z.)

* Wehlheiden, 5. März. Heute Morgen gegen l/s6 Uhr brach in der Werkstätte des Militär-Beklei­dungsamtes bei der neuen Infanterie - Kaserne Feuer aus, welches bereits die Decke durchgebrannt hatte. Mit Hilfe eines an die hiesige Wasserleitung angeschraubten Schlauches wurde das Feuer rasch gelöscht; wäre dies nicht möglich gewesen, würde bei dem herrschenden Winde großer Schaden angerichtet worden sein.

* Bockenheim, 5.März. Der Sultan vonJo- hore, ein passionirter Reiter, hat von den Hoflieferan­ten Herren Gebr. Heß in Bockenheim 8 Reit- und Wagenpferde gekauft, die demnächst die Reise nach In­dien antreten werden. Die Abreise des Sultans von Frankfurt wird am 15. März stattfinden.

* Frankfurt a. M., 4. März. In der Stadt­verordneten - Sitzung sprach der Vorsitzende dem Ober­bürgermeister Dr. Miquel den Dank der Stadtverord­neten für die Ablehnung des Oberpräsidiums für Rhein­land aus. Dr. Miquel erwiderte, sein Entschluß habe selbst bei Freunden eine verschiedene Beurtheilung, aber bei dem Kaiser eine objektive und wahrhaft menschliche Würdigung der Motive gefunden.

* Friedrichroda. Das 3'/zjährige Töchterchen eines Gastwirths fiel beim Herumspringen in der Stube in einen mit siedend heißem Wasser gefüllten kleinen Kessel und verbrühte sich derart, daß es am Sonnabend unter gräßlichen Schmerzen starb.

* Zur Mord-Affaire in Wiesbaden erfährt der ,Rhein. Kur.', daß der Mann, welcher sich Herrn Rentner Ludwig Marx unter dem Namen „Glaser" anmelden ließ, in Wirklichkeit Karl Bitterich hieß, einer wohlhabenden Familie in Eppingen in Baden entstammt, im Jahre 1857 als junger Kaufmann bei Herrn Marx die Lackfabrikation lernen wollte, aber, als er an der Petersburger Fabrik beschäftigt werden sollte, seine Stellung aufgab. Seit mehr als 30 Jahren hat dann Herr Marx den Mann, der übrigens stets durch sein excentrisches Wesen auffiel und aus allen Geschäften, an denen er theilnahm, wieder ausfchied, bis zum Tag der Katastrophe nicht mehr gesehen. Der Selbstmörder stand im Alter von 56 Jahren und hinterläßt eine Familie in Mannheim.

* Ems, 3. März. Auf Grube „Friedrichssegen" hat man feit einigen Tagen, da man als sicher einen Gruben-Brand annimmt, die Schächte zugemauert und dieselben damit luftdicht abgeschlossen. Es besteht die Absicht, nach einiger Zeit, selbstverständlich nach vor­ausgegangener Beseitigung der Zumauerung und dann nach längerem Offenlassen der Schächte einen Taucher in die Grube hinunter zu lassen, welcher eine Unter­suchung vornehmen soll.

* Die ,E. T. P.' theilt mit: Das einst so män­nerreiche Haus der Schwarzburger, dessen Ahn, der deutsche König Günther, zu Frankfurt begraben liegt, steht zur Zeit nur noch auf 6 Augen im Mannes­stamme, dem sechszigjährigen kinderlosen Fürsten Karl sowie dem 58jährigen unverheiratheten Prinzen Leopold von Schwarzburg-Sondershausen und dem 38jährigen Fürsten Günther von Schwarzburg-Rudolstadt, der im Januar zur Regierung kam. Unter diesem werden die Jahrhunderte lang getrennt gewesenen Schwarzburgischen Lande voranssichtlich also wieder zusammenfallen. Seit seinem Regierungsantritt ist auch die Kluft überbrückt,

welche die Häupter beider Linien seit Jahren getrennt hielt. Der Grund war, daß Sondershausen in Vor­aussicht des Aussterbens seines Fürstenhauses aller­hand pekuniäre Maßnahmen traf, die Rudolstadt als der präsumtive Erbe sich nicht gefallen lassen mochte. Der leidige Hader beschäftigte unsere bedeutendsten Rechtsgelehrten und schließlich selbst den Bundesrath des deutschen Reichs, der Rudolstadt Unrecht gab. Kurz nach seinem Regierungsantritt hat nun Fürst Günther von Schwarzburg-Rudolstadt mit dem Chef des Fürstlichen Gesammthauses, dem Fürsten Karl von Schwarzburg - Sondershausen, im Königlichen Schlosse zu Berlin unter den Augen des Oberhauptes des Reiches Frieden geschlossen. Durch den dieser Tage erfolgten offiziellen Besuch des Fürsten Günther in Sondershausen hat dieser Friedensschluß seine offizielle Bestätigung gefunden.

* Weimar, 5. März. Der diesjährige deutsche Protestantentag wird im Herbst in Gotha tagen.

Vermischtes.

* Kassel, 4. März. Seit einigen Tagen hat man hier das originelle Vergnügen, die Vorstellungen eines „Floh- Cirkus" zu sehen. Die kleinen braunen Künstler producirten sich schon vor Kaiser und Königen, u. A. auch vor dem Kaiser von Rußland. Acht bis neun Monate währt es, den lustigeu Springinsfeld gefügig zu machen. Er erhält, nach Art des Hundehalsbandes, einen aus Golddraht geflochtenen Halsring und wird acht bis neun Monate an die Kette gelegt. Alsdann erlernt er zwischen zwei Glasplatten den ruhigen vorgeschriebenen Geh- und Laufschritt. Damit ist die erste Grundlage zu den ihm beizubringenden Kunststücken gelegt. Die Vorstellung wird in der Regel durch eine Korsofahrt eingeleitet und gar lustig nimmt sich die Wettfahrt von über ein Dutzend mit Flöhen bespannten, allerliebst gearbeiteten goldenen und silbernen Wägelchen aus. Urkomisch repräsentirt sich die Promenade einer großen Anzahl mit kleinen gestrickten Krinolinen angethaner Flohdamen, die gravitätisch in aufrechter Stellung einherschreiten. Wir sehen ferner eine Karousselfahrt, eine Schaukelpartie, Seil­tanz mit Freisprung auf Kommando und bergt mehr. Als größtes Bravourstück kann jedoch das „Floh-Duell" bezeichnet werden. Die beiden Duellanten schlagen mit ihrer aus einer langen Borste bestehenden Waffe auf Kommando regelrechte Schule. — Die Fütterung der Künstler des Floh-Cirkus erfolgt allmorgentlich von 8 bis 11 Uhr, in welcher Zeit einige Per­sonen mit ihrem Blute herhalten müssen. Etwa eine Stunde muß jedes Thier saugen, ehe es die nöthige Nahrung erhält. Die regelmäßige Fütterung bewirkt ein längeres Leben des kunstgebildeten Thierchens. Sobald die bezüglichen Künstler ihre nöthige Nahrung ausgenommen haben, begeben sie sich sosort wieder an ihr Tagewerk.

* In Iggelheim wird erzählt: Am Tage der Stichwahl gingen die Beauftragten der Arbeitgeber auf und ab, ließen sich die Wahlzettel vorzeigen, machten den Arbeitern allerlei Schre­ckensbilder vor und führten manche bis zum Eingang des Wahllokals. In den Straßen rannten andere herum, welche eine Anzahl Wähler bethörten und verwickelten und so ihr Trink­geld verdienten; man scheute sich nicht, nahm einigen ihre Cen­trumszettel zerriß sie mit Gewalt und zwang ihnen andere auf.

* (Merkwürdiger „ Feuereifer".) Die freiwillige Feuerwehr von Lugau hatte schon lange kein größeres Feuer mehr zu löschen gehabt, und um die Ehre (?) derselben zu retten, zündeten zwei Mitglieder der freiwilligen Fenerwehr in Lugau ein dortiges Gehöft an; es wurde vollständig eingeäschert, die Bewohner retteten kaum das nackte Leben und verloren ihre nicht einmal versicherte Habe. Für diese Art Ehrenrettung be­strafte das Schwurgericht zu Chemnitz jeden der beiden Feuer­wehrleute mit vier Jahren Zuchthaus.

* lieber Erdbeben in Japan berichten Blätter aus Uokohama Folgendes: Am 16. Januar ereignete sich nahe Tuku- gama im Bezirke Ringo eine vulkanische Eruption, wie sie Japan schon lange nicht mehr gesehen. Am Abend des obigen Tages begann es int Innern des Berges Zoo zu rumoren, als wenn daselbst die Probe zu einem fürchterlichen Donnerwetter, womit die friedlichen Bewohner jener Gegend heimgesucht werden soll­ten, abgehalten wurde. Zwei Stunden lang dauerte das entsetz­liche Getöse und Gebrause, welches die Bewohner der Nachbar­orte, die den Rummel schon kennen, veranlaßte, sich schleunigst in Sicherheit zu bringen. Daß diese Vorsicht sehr angebracht war, follten die nachfolgenden Ereignisse beweisen. Plötzlich wurde nämlich der obere Theil des Kraters in die Höhe geschlendert, eine riesige Feuersäule, eingehüllt in Sand und Rauch, schoß zum dunklen Firmament empor und beleuchtete die ganze Nach­barschaft in unheimlicher Weise. Kolossale Sand- und Stein- maffen spie das entsetzliche Bergungeheuer aus und brüllte dabei ganz fürchterlich. In kurzer Zeit lag ein Theil der Nachbarorte in Trümmern. Fußhoch bedeckte der Sand die Straßen. Selbst bis nach Midsunomimiura, einem 6 Meilen von dem Bnlkane entfernten Dorfe, flogen mächtige Steine nnd diese richteten großes Unheil an. Wie ein Wunder ist es zu betrachten, daß nur ein Menschenleben dieser Extravaganz der Natur zum Opfer fiel. Dagegen kam fehr viel Vieh um's Leben. In Tukugama wurden 45 Häuser vollständig zertrümmert. Der durch die Erup­tion angerichtete Schaden beträgt rund 3,500,000 Dollars.

* (Berliner Bier in Konstantinopel.) Seit dem Besuche, welchen unser Kaiser dem Sultan im verflossenen Herbste abftattete ist das Berliner Bier in Konstantinopel derartig in Aufschwung gekommen, daß schon heute seitens der österreichischen Brauereien, welche lange Zeit hindurch die einzigen Bierimpor­teure in der türkischen Hauptstadt waren, Befürchtungen laut wurden, das deutsche, zumal das Berliner Bier werde das öster­reichische vollständig verdrängen. In Flaschenbieren ist die öster­reichische Einfuhr schon jetzt, wie man aus Konstantinopel mit« theilt, durch Berliner Bier empfindlich getroffen.

«n alle Katholiken:

Uns liegt die 1. Lieferung eines neuen, illustr. katholischen Werkes vor, nach deren Durchsicht wir die Ueberzeugung gewon­nen haben, daß wir es hier mit einer recht anziehenden und ge­diegenen Arbeit zu thun haben Das Werk hat den Titel: „Hie berühmteilen Wallfahrtsorte der Erde". Herausgegeben von Heinz von Rudniki. Wie der Prospekt besagt,_ hat der Verfasser die Gnadenstätten, welche er beschreibt, größtentheils durch eigene Anschauung kennen gelernt; das Werk, zugleich das Resultat langjährigen deutschen Fleißes, ist hervorgegangen aus dem Be­streben, einem jeden zu ermöglichen, int Geiste eine Wallfahrt nach den hervorragendsten Gnadenstätten zu machen, deren 88 in dem Werke behandelt werden, da es den meisten versagt ist, persönlich nach weit entlegenen, weltberühmten Gnadenorten zu wallfahrten.

Die vorliegende Lieferung veranschaulicht in guter Ausfüh­rung die Gnadenkapelle von Kevelaer und das Gnadenbild da­selbst. Die Anschaffung wird sehr erleichtert durch die Heraus­gabe in Lieferungen, deren etwa 22 zu dem sehr billigen Preis