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1889

Mittwoch, den 18. Dezember.

M 4.

ihnen dar Bajonett durch den Leib! - Schlagt sie mit dem Kolben nieder! — Vorwärts, vor« tDärts! — Es lebe der König l — Hurrah,

kommen. Trotz der G.fahr einer stündlich zu erwartenden Angriff» de« Feinds ruhen die er- mvdeten Truppen dald in tiefem Schlummer. Da« ist ihr Weihnachten! — , , „ n.

Eine schneidend kalte Winternacht senkte sich auf die Erde nieder. Tief verschneit liegen Wald> uno Feld. Die Bäume und Sträucher stehen da wie in weißen Pelz gehüllt, »nd von den Dächtrn der Häuser hängen lange, spitze Eirnadeln nieder. Amt Norden saust ein scharfer Wind daher, kleine Eis nadeln mit fiÄ führend uad unbarmherz g lebe noch so dichte Umhüllung durchdringend, um da« Blut in den Adern zu erstarren. Todt und still liegt die winterliche Landschaft da, in der vor Kurrem roch der wildeste Kampf getobt. Codt und still iruht auch des Dorf. Nur in der kleinen Kirche ist e» lebhaft, dort ist da» Lazarethaufge- schlagen. Die Aerzte haben genug ?u thun, die Verwundeten zu verbinden, und Priester der kleinen Ortschaft geht tröstend zwischen den ver-

I mundeten Kriegern umher. Draußen ab» auf

a6 immer wieder von den Leichen «r geiaurn«» Füchse herbei und erheben schnobernd ihre p tz St?.- U».

®*Sanr8e nu^Sevfzer und Schmerzensschreie. Der General läßt schon bei Tagesanbruch Re»

Der Mutter Briefe.

Weihnachts-Erinnerung eines alten Soldaten von O. Elster.

(Schluß.)

Da ertönt vom Eingang des Dorfes her, klar und deutlich, da» Kommando: „Fen rapideI — Commencez le feu!"

In demselben Augenblicke blitzt eß vor den Slürmenden auf und ein rasende» Schnellfeuer knattert ihnen entgegen, milche» mit einem Hagel von Geschaffen die Sturmkolonne überschüttet.

„Fällt da« Gewehr! Marsch — marsch! —

Hurrah!" _, .

So rufm die Offiziere und stürzen fich dcm feindlichen Feuer entgegen, während die Mann- schäften ihren Führern mit lautem Hurrah solaen. Mer im Esten AugcnMck finkin mehrere Of­fiziere getroffen zu Boden und auch in den Reihen der Soldaten wird manche Lücke geriffen. Die feStsei* die Trommeln raffeln roch fort, aber die Wucht vc» »ngriss" »1» -

gehung welche^die beiden anderen Bataillone voll- ^Wo'h?ein^hal'be Stunde währte da» auf beiden oröfetet Lebhaftigkeit geführte Feuer-

S-"kN m t größter mw ß* g[ati!e bfl< « hot beiden seitlich vorgehenden Abtheil- HEah Da» ieindliche Feuer am Ein- cana" de«^Dorfes wird etwa« schwächer! diesen Augenblick benutzt Hauptmann von Ehrmfeld, sich

S s-inen Mannschaften Deckung ge- ,Ä5S'”

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Hurrah I Hurrah!" L i

Die Barrikade am Eingang der Dorfes ist er­reicht. Ein wüthendes Ringen Mann gegen Mann - Brust an Brust — Auge im Auge — em Schreien und Keuchen — ein S ühnen — cm wilde, Fluchen - ein gellendes Aufkreischen der Hörner - ein dröhnendes Raffeln der Trom­meln — Hurrah — die Barrikade ist im Besitz der Deutschen! Die Fahne des Bataillon« sie flattert von hundert Kugeln zersetzt auf derselben aber Fr'tz von Ehrenfeld trägt sie nicht mchr.

Jetzt dringen auch von beiden Seiten die Sturm- lolonnen in da» Dorf. Roch ei« kurzer.Kampk, ein wilde« Auf- und Ab in den Straßen und Gaffen, dann räumen die Franzosen den Ort.

Die Barrikade wird rasch bei Seite geschafft. Die Dragoner und die Batterie raffeln durch da« iZMHWW

Ställen." ~ Tk.t @t Majestät liegt da „Manch braver Eoldat - n »rwidert

brröSe« «uf tem M"«6'»'®" 5“ ’ ernst der Regimentskommandeur. „ i

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Da tritt bet alte Dragoneroberst vor. &

Mstattm der Herr Ten«al daß ich dttsewe mtt meinen Dragonern - ohne

Keine Mau« soll sich dem Dorfe nay^ drß sie von meinen DraLonern g M Die Kameraden von der Jnsant y heute ihrs Schuldigkett ge h'.. A-neral, jA denn " Lk tzer^ Obert sü- heute „so vertraue ich Ihnen Herr Batterie kann Mcht den Vorpostendienst an. Dre «arrme Sie dabei unterstütze«. . sammel« und

Die Bataillone und Kompagnon sam । • ordnen sich ^zwischen wieder. Dorfe ein. will, richtet man sich f°st

Wenn dasselbe auch von den 9^ reiche ÖVä ä «wU»

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I Postsendungen. Zumeist «kiese an 0^8b"naLt»arüße'. Geben Sie her. - AS,

Mutter! — Kenne die alte Dame 9« Sitomme. d»rtg°-«t> J >7” Ä’ $ und Gatte auf dem Schlachtfedegefüllen die Brüder sind doch unversehrt au« dem eses-cyre

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: I letzten Nacht."