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Freitag, den 22. November.
1889
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Zeitung.
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ö Loge und Sklavenhalter irr Brasilien.
Zu den sympathischesten Fürsten der Gegenwart gehört unstreitig Kaiser Dom Pedro II. von Brasilien. Selbst ein Gelehrter, der sich mit Vorliebe mit den Naturwissenschaften und mit der Literatur aller Nationen beschäftigt, hat er seine vielfachen Reisen nach Europa fast ausschließlich der Huldigung der Künste und Wiffenschasten gewidmet. Ein Weiser auf dem Thron im edelsten Sinne de» Wortes genoß Dom Pedro die Achtung der ganzen civüisirten Welt, vielleicht auch die Liebe eine« Thelles seiner Unterthanen.
Kaiser Dom Pedro II. befindet sich jetzt al« Verbannter auf hoher See, in Mi bis drei Wochen wird er in Lissabon eintreffen, um im Schlöffe seiner Ahnen seinen Lebensabend zu beschließen. Wer auf einer solchen geistigen Höhe steht, wie Kaiser Dom Pedro, kann wohl lächelnd seine Krone niederlegen, er hat den geringen Werth irdischer Macht und Größe längst erkannt. Die Kaiserkrone von Brasilien, die Dom Pedro seit feinem sechsten Fahre trug, war eine Dornen« kröne. Die Macht des Kaisers war durch die Verfassung auf das Engste beschränkt, der ihm zur SÄe stehende Staatsrath und der Senat übten fast die vollständige Regierungsgewalt au«, die einzelnen ProoinM hatten eine fast ganz unabhängige, selbstständige Stellung, so daß in den Provinzialversammlungen vor der letzten Reise de« Kaiser« nach Europa die Frage der Abschaffung der Monarchie nach dem Tode Dom Pedro'« offen verhandelt werden konnte.
Warum hat man nicht bi« zu dem Tode de« greisen Monarchen gewartet? Diese Frage drängt sich unwillkürlich auf die Lippen.
Zwei Ereignisse muß man bei Beurtheilung dieser jüngsten Revolution in« Auge fassen: die Abschaffung der Sklaverei in Brasilien und den panamerikanischen Kongreß.
Seitdem in Nordamerika die Sklaverei abgeschafft worden war, bemühten sich die Abolitionisten ununterbrochen, auch in Brasilien die Sklaverei zu beseitigen. Unter dem Ministerium Sasaiva wurde beschlossen, die Sklavenbefreiung so zu beschleunigen, daß die Sklaverei im Jahre 1892 vollständig aufhörte.
± An« jnldn's VerWgmhnt.
(Schluß.)
„Den 19. Jänner 1780 wurde die erste Latern auf dem Paradenplatz, den 26. ejuscL die zweite in der Schmiedgasse, den 28. die dritte vor der Fürst!. Residenz, den 29. die viert e an den Fleischbänken, und darauf die fünfte vor der Jllersgasse an der Pfarrkirche mittels Zügen zum freien Hange in der Mille der Straßen aufgerichtet und damit zur Stadtbeleuchtung der Anfang ge- macht."
„Auf dem Dammersfelde, wo im Jahre 1778 und 79 der neue Bau zur Schweizerswohnung hergestellt worden, wäre dieser im Jahre 1780 zu solcher Vollständigkeit gebracht, daß cr auch den Landerherrn selbsten mit einem mäßigen Gefolge fassen und Höchstseiben die Annehmlichkeit und den Reiz derAlpevluft geben kann."
„Neuhof hat in dem Burgplatze einen ganz neuen Bau zur faßlichen Quartiere des Landesherrn, zur Wohnung de« Beamtens mit einem darauf errichteten ansehnlichen herrschafllichen Fruchtboden in diesem 1780. Jahre bi» zu einigen Abänderung und Verputzung fertig erhalten.
Aber die hochherzige Prinzessin Isabella (vermählt mit dem Grafen b’@u, Sohn des Herzogs von Nemours) stellte sich an die Spitze der abo- litionistifchen Bewegung und es gelang ihr, die Befreiung aller Sklaven schon im Mai vorigen Jahres durchzufitzen. Se. Heiligkeit Papst Leo XIII. verlieh bekanntlich der edlen Fürstin dafür die goldene Tugmdrose.___
Um die Fäden^lößzulegen^welche schließlich die Katastrophe bewirkten, müssen wir nun auf das Jahr 1873 zurückgreifm. Papst Pius IX. hatte seine Ericyklika gegen die Freimaurer erlassen. Die damalige liberale Regierung unter dem Vis- conde de Rio Branca erfand nun plötzlich ein Placet, welche« bisher in der brasilianischen Verfassung nicht existirt hatte. Und auf Grund dieses nmgeschaffenen Placet untersagte sie die Publikatton der päpstlichm Evcyklika. Die Bischöfe von Pernambuco und von Para publizirten trotz- dem die Encyklika und sie wurdm in Folge dessen wegen „Ungehorsams" zu je vier Jahren Zuchthaus verurtheilt. Diese Art der Handhabung eines verfassungsmäßig nicht einmal zu Recht bestehenden Placet zeigt, wie die Liberalen von ihrer Macht Gebrauch machen, und wie bedenklich es ist, ihnen eine derartige Waffe in die Hand zu geben. Im Jahrs 1875 mußten allerdings die Bischöfe begnadigt werden, was der Initiative des Kaisers zu dankm war. Aber der Haß der Freimaurer gegen die Dynastie zeigte sich von jetzt ab weitaus offmer al« früher.
Die Sklavenhändler, welche gegenüber der abolitionistischen Bewegung die vollständige Aufhebung der Sklaverei auf das Jahr 1892 hivausgeschobeu hatten, hoffend, daß bi« dahin Pedro II. gestorbm und die Republik proklamirt sein würde, sahen sich nicht wenig in ihren Hoffnungm getäuscht, al« die energische Kronprinzessin im Anschluß an die europäische Antisklaverei-Bewegung die sofortige Abschaffung der Sklaverei durchsetzte. Sofort entstand die Allianz der Sklavenhalter mit der Loge. Die beiden Gegner, die sich bisher bekämpft hatten, reichten sich die Hand zum Bunde, um die Dynastie zu stürzen. Der Todfeind des Grafen d'Eu, Marschall Deodore de Fonseca, der bereit» vor 2 Jahren in Rio einen republikanischen Putsch versucht halle, wurde, sobald am 1. Juni d. I.
„Die Pfarrkirche zu Brückenau, die in diesem Jahre von Grund aus aufgebauet zu werden angefangen, ist mit masstvem Gemäuer bi» zu den Fensterbänken aufgestiegen.
„Die Kirche zu Hosenfeld, die auch im Jahre 1779 von Fundament au» neu erbaut worben, kam in diesem 1780. Jahre zu ihrem fast ferttgen Stand.
„Die Kirche zu Schwä,rzelbach wurde in diesem Jahre von Grund auf zu bauen angefangen, sie kam mit dem Holzwerke de» Dach» und Thurm« diese» Jahr zu Stand.
„1780 im Frühjahr ist da« baufällige P f a r r - hau» zu Motten abgebrochen worden, das neue wurde so betrieben, das seidiges den Herbst noch bewohnt worden ist.
„Se. Hoch«. Gnaden Herr von P i e« p o r t haben im Jahre 1778 die sehr baufällige Propstei Sannerz erhalten und sogleich zum Bauen vorgeschickt. 1777 wurde da» alte Dach abgebrochen, da» neue samt dem Thurme ausgestellt, mit Küchen und noch einigen Zimmern in der Propstei fertig gemacht; 1778 bewohnte der Herr Propst schon diese hergestellten Zimmer und baute die Kapelle und die Zimmer darüber; 1779 wurde die Maurer- und Zimmerarbeit an den übrigen Hauptgebäuden bi» auf die auswendige Stiegen fertig, die
wieder ein freimaurerisches Ministerium an'» Ruder kam, zum Befehlshaber der Truppen in Rio ernannt.
Nur die Rücksicht auf die englischen und nordamerikanischen Kapitalisten, welche ihre Kapitalien in brafilianffchen Fonds angelegt hatte», verzögerte noch den Ausbruch der Revolution. Sobald im panamerikanischen Kongreß die Ausdehnung der Monroe-Doktrin auch auf Südamerika proklamirt war, waren die vereinigten Logenbrüder und Sklavenhalter sicher, daß von Nordamerika kein Einspruch erfolgen würde, daß im Gegentheil ihre Revolution von Nordamerika au» Unterstützung finden würde. Da konnte man denn die Maske fallen lassen und die Republik proklamiren. Im Vergleich zu den centralamerikanischen und südamerikanischen Republiken hat Brasilien in den letzten Jahrzehnten sich einer gewissen Ruhe erfreut. Jetzt wird in Brasilien ebenso die Zeit der Pronurzia- mento'r polttischer Generale und der blutigen Parteikämpfe beginnen, wie in den erwähnten Republiken. In die Herrschaft werden sich die Loge und die Sklavenhalter theilen, denn daß die Aufrechterhaltung der Sklaverei sich sehr wohl mit den angeblich von der Loge vertretenen Prinzipien der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit verträgt, dafür lieferten jene nordamerikanischen Logen den Beweis, welche vor dem Ausbruch des großen Bürgerkrieges in den Südstaaten Nordamerika'» die Aufhebung der Sklaverei auf das Heftigste bekämpften. Noch heute gibt es in Nordamerika getrennte Logen für die Weißen und für die Schwarzen, denn der Neger wird nicht in jeder Loge al« Bruder ausgenommen, er muß in die schwarze Loge gehen.
Die Logenbrüder werden in Rio de Janeiro herrschen und die Sklavenhalter in den Provinzen. Der eine oder andere ehrgeizige General wird den Diktator spielen, je nachdem er fich Anhang zu verschaffen weiß.
Die Zukunft Brasiliens ist eine sehr düstere. Nicht der greife Kaiser Pedro ist es, der zu beklagen ist, sondern da« brasilianische Volk, welche« mit schweren Lüden den verlogenen Schimmer einer angeblich republikanischen Freiheit wird bezahlen müssen.
auch sogleich im Frühjahr 1780 hergerichtet und alle Zimmer in dem Baue in brauchbaren Stand gestellet worden."
1780. „Am Kurbronnen wurde der Stallbau rechter Hand de« Fürstenhaus errichtet und die neue Kirche am rotheu Ban hergestellt und am Garten fortgearbeftet."
Diese Notiz bezieht fich auf das Bad Brückenau, für welche« Heinrich von Bibra, wie auch später bekanntlich der König Ludwig I. von Bayern eine sehr große Vorliebe hegte. Er ließ die Kirche, den „rothen" Bau, den „langen" Bau, und auch ein Theater dort aufführen, sowie den Park anlegen. Das Bad war schon damals sehr besucht; von feiner Frequenz in jedem Jahre machen gleichfalls die „Denkwürdigkeiten" Mittheilung. Der Fürstbischof selbst verbrachte alljährlich die Monate Juli und August dort, wo er anfang» im „Biber" und dann im späteren königlichen Schlößchen Wohnung nahm.
Vom Jahre 1781 berichten die Aufzeichnungen: „Die Pfarrkirche zu Brückenau ist foroeit unter Dach gebracht worden, daß den Winter über der gewöhnliche Gottesdienst gehalten wurde, der steinerne Thurm wurde auch bis zur Faciaten aufgeführt, und die Einrichtung ist dahin getroffen worden, daß im künfttgen 1782 Jahre die Kirche