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nate in der Bolksandacht veranlaßt haben. Wenn auch die Legende der betreff. Heiligen als bekannt vorausgesetzt wird, so finden fich doch reichliche Mittheilungen über ihr Leben, speziell über das, was zur Erklärung der Patro­nate dient. Besondere Sorgfalt ist auf die Sammlung kulturgeschichtlich intereffanter Nachrichten und die Pflege der Kunst-Symbolik verwendet. Gerade auf diesem Ge­biete erweist sich derVerfaffer als Meister und gründlicher Forscher. Die Sprache ist bei aller Einfachheit eine edle und berührt durch den warmen, wohlthuenden Hauch, der durch das Ganze weht, den Leser auf's Angenehmste. Den Leitern von kirchlichen Vereinen und Sodalitäten, den Präsides der Gesellen» und Arbeiter - Vereine wird die Schrift besonders willkommen sein. Neues und Jntereffan- tcs findet sich darin für Jedermann. P.

Vermischtes.

[®ine Freude.) „Ihre Fräulein Nichte führt doch ein recht trübseliges Leben! Sie sollten Ihr doch eine kleine Freude gönnen!" — Geizhals: „Meinen 'S? Nun, da werd' ich mich 'mal a bissel krank stellen."

[Stimmt] Sagen Sie mir nur, da lese ich immer: Das Lustspiel hat einen guten äußeren Erfolg, — was bedeutet denn das? — Das heißt, die Leute waren ver- gnügt, wie ste draußen waren.

Bottesdierrst°Ord«ima in Fulda

Sonntag, 13. Oktober.

Dom. Nm 51/2, 6, 68/„ 7i/a Uhr hl. Messen, um 9 U. Amt mit Predigt. Christenlehre um IO3/« Uhr für die Jünglinge und um 1 Uhr für die Jungfrauen. Um 4 Uhr Predigt und Andacht, um 7 Uhr Andacht in der Mariakapelle. Montag, 14. Okt. Um 9 Uhr Jahrge- dächtnißamt für den zuletzt verstorbenen Hochw. Herrn Bischof Christoph Florentius. — Stadtpfarrkirche. 51/2 Uhr hl. Messe, 7 Uhr heil. Messe, 8 Uhr hl. Messe mit Predigt, 91/2 Uhr Hochamt mit Predigt, 11 Uhr hl. Messe, 11 u. IV2 U. Christenlehre, 3 Uhr Brnderschaft vom hochwürdigsten Gute, 7% U. Rosenkranzandacht. — Mi­chaels berg. 10 U."Gottesdienst. — Hospitalskir He.

8 Uhr Gottesdienst, 4 Uhr Abendandacht. — Mütter­verein: 61/4 u. 2 U. — Frauenbe rg. 5, 6 u. 7 Uhr hl. Messen, 8 Uhr Hochamt. Vollk. Ablaß wegen des Festes des h. Daniel und seiner Gen., Märtyrer aus dem Orden des h. Franziskus.

Telkgraxhischer Schiffsbericht der „Red Star lstnie" Antwerpen.

Der Postdampfer „Noordland" der ,Red Star Sine» in Antwerpen ist laut Telegramm am 9. Okt. wohlbehal­ten in New-Pork angenommen.

SH——■

§ Einem Fachblatte entnehmen wir nachstehenden Ar­tikel, welcher manchem unserer Leser einiges Interesse ab­gewinnen dürfte:

Schreibtisch mit ausziehbar er Pultplatt e. D. R.»P. 44884, von Wilhelm Sauer in Fulda. Mitge- ttjeilt vom Patent- und technischen Büreau von R. Lü­ders, Görlitz. Noch bis vor kurzer Zeit ist wohl auf keinem Gebiete mehr gegen die Gesundheit der Menschen gesündigt worden al§ auf demjenigen der Schulsubsellien. Man weiß, daß endlich die warnenden Stimmen der Autoritäten auf dem Gebiel der Schuihygieine vermocht haben, eine vollkommene Umwälzung der für die Einricht- tung von Schulsubsellien maßgebenden Gesichtspunkte her­beizuführen. Unsere Heranwachsende Jugend ist in der glücklichen Lage an Tischen und Stühlen zu schreiben, welche die körperliche Entwicklung in keiner Weise zu hin­dern vermögen. Allein noch weit ärgere Mißstände, als sie in den Schulen vorhanden waren, bestehen noch in zahlreichen Büreaus, Schreibstuben rc., in denen ein er­heblicher Theil der Bevölkerung den größten Theil des Lebens verbringt.

Gerade hier wird besonders bei jüngeren in der Ent­wickelung begriffenen Leuten durch die beim Schreiben eingenommene schlechte Körperhaltung häufig Engbrüstig­keit, Herzkrankheiten, Kurzsichtigkeit und wie das Heer aller dieser Uebel heißen mag, erzeugt.

Leider hat die Erfindungsthätigkeit, welche auf dem ersterwähnten Gebiete so reiche Früchte getragen hat, in dieser Hinsicht sehr wenig gethan. Wohl bestehen einige

Systeme von Schreibtischen und Pulten für Büreaus; allein dieselben entsprechen nicht den billigerweise zu stel­lenden Anforderungen, sei es daß ste unpraktisch oder zu komplizirt und die Anschaffungskosten zu hohe sind. Hier­aus ist es erklärlich, daß in den meisten Büreaus das Stehpult mit schräger Schreibplatte am liebsten benutzt wird, obgleich das Stehen während des ganzen Tages besonders für Vielschreiber außerordentlich ermüdend ist und auch noch sonstige Nachtheile im Gefolge hat.

Es ist das Verdienst des Herrn Sauer, durch That- sachen festgestellt zu haben, daß es die schräge Stellung der Schreibplatte ist, welche nicht nur für das Auge, son­dern auch für die ganze Körperhaltung sehr vortheilhast wirkt und es war ein durchaus praktischer Gedanke, die Vorzüge der schrägen Platte mit der Annehmlichkeit der Sitzstellung beim Schreiben zu verbinden, wie es genann­ter Erfinder gethan hat. Dieser Schreibtisch entspricht in seiner äußeren Ausstattung vollkommen den seither meist gebräuchlichen Schreibtischen, zeigt jedoch in seiner Kon­struktion den hauptsächlichen Unterschied, daß die heraus­ziehbare Schreibplatte mittels eines unter denselben ange­brachten Mechanismus nach hinten erhöht, während fie sich nach vorne gleichzeitig senkt. Der Mechanismus ist ein sehr einfacher und solider und erscheinen Reparaturen bei normalem Gebrauch fast vollkommen ausgeschlossen. Dabei sind die Herstellungskosten gegenüber den Schreib­tischen mit fester Platte nur um ein Geringes höher, so daß es möglich ist, derartige ausziehbare Schreibtische, welche man seinem Körperbau bequem anpaffen kann, fast zu demselben Preise zu erwerben, wie die sonst üblichen. Im unbenutzten Zustande nimmt der Sauer'sche Schreib­tisch einen verhältnißmäßig geringen Raum ein und auch dieser Umstand wird ihm sehr viele Freunde erwerben.

Die nähere Beschreibung des Mechanismus, welche größteniheils nur für Fachleute verständlich fein dürfte, glauben wir übergehen zu dürfen, da ja hiesige Interes­senten in der Lage sind, obige Schreibtische bei Herrn C. Sauer, Friedrichsstraße dahier besichtigen zu können, welche Firma sich mit der Fabrikation dieser durchaus 1 praktischen Schreibtische befaßt.

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des kleinen Buches „Der Krankcn- freund" verdient die ernsteste Be­achtung aller Kranken, welche chr Geld nicht für nutzlose Versuche ausgeben wollen. Die Anleitungen sind kurz und bündig und das Er­gebnis 25jährigcr Erfahrungen; sie haben vielen Tausend Schwer- kranken die langersehnte Heilung gebracht. Darum versäume kein Leser sofort eine Postkarte an Richters Verlags-Anstalt in Leipzig zu schreiben. Zu-

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Verantwortlicher Siebacteur: L. Deibel in Fulda. — Druck und Verlag der Fuldaer Actiendruckerei (Ph. Reuß).