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bis zum 1. Juni 1890, die Strecke Haßfurt-Hof« heim bis zum 1. Sept. 1891 zur Elöffaung ge­langen.

* Hersfeld, 4.Okt. Heute Nacht wurde, wie die ,H. Ztg.' meldet, im Bureau des Güter­schuppens ein Einbruch v rübt und aus der Tages­kaffs des Pultes etwa 20 Mark entwendet.

□ Naumburg (Reg.-Bez. Kaffel), 2. Okt. Unserem alten katholischen Städtchen wurde in dieser Woche eine große Freude zu Theil. Er war uns zum ersten Male vergönnt, unseren viel­geliebten hochwürdigsten Herrn Bischof Joseph in unserer Mitte zu sehen. Von Fritzlar, wo Hoch- derselbe am vorigen Sonntag das hl. Sakrament der Firmung gespendet hatte, langte Se. Gnaden Montag Abend gegen 1/26 Uhr in hiesiger Siadt an. Ein flotter Vierspänner, dem eine Anzahl Jünglinge der hiesigen Stadt, mit gelb-weißen Schärpn geschmückt, vorausritt, hatte, ihn zu uns herübergeführt, nachdem eine Deputation mit dem Herrn Bürgermeister Grunhard an der Sp'tze ihn schon in Fritzlar begrüßt hatte. Böllerschüfls und festliches Glockengeläuts verkündete dm Bewohnern der Stadt seine Ankunft, dis am Eingänge der­selben ihn in Empfang nahm. Hier bewillkomm­nete ihn Herr Stadipfarrer Happ Namens der Gemeinde und brachte ihm, wril er zum ersten Male erschien, in beredten Worten das Gelööniß unverbrüchlicher Treue und kindlicher Liebe dar. Eins Tochter des Herrn Lehrers Ramb überreichte ihm mit finnigem Festgrußs einen schönen Blumen- strauß und so schritt Hochderselbe unter dem Bal­dachin, umgeben von w.ißgekleideten Mädchen, welche Kränze trugen, in Prozesston zur Pfarr­kirche, während das Lied „Komm heiliger Geist" abwechselnd von der Gemeinde gesungen und der städtischen Kapelle gespielt wurde. Nachdem Se. Gnaden in der schön geschmückten Pfarrkirche ihre Andacht verrichtet und den bischöflichm Segen er* theilt hatten, wurden Hochdieselben zum Pfarrhause geleitet. Schon gegen 8 Uhr waren die Schul­kinder, geführt von ihren Lehrern, wieder vor dem Pfarrhause erschienm und herrlich klangen die reinen Kinderstimmen in lieblichen Weisen durch die Nachtluft, während buntfarbige Lampions das Dunkel erhellten. In ksrnigm Worten gab Herr Lehrer Ramb den echt kirchlichen Gestnmmgen der Lehrer sowohl als der Kinder Ausdruck und ver­sprach auch Namens seiner Kollegen, diesen kirch­lichen Sinn in den Herzen der Kinder stets eifrig pflegen zu wollen. Se. Bischöfl. Gnaden dankten herzlich für die Freude, welche ihm bereitet sei und ermahnte diesen kirchlich-religiösen Sinn auch ferner eifrig zu pflegen, da ein treuer Diener seiner Religion auch ein tüchtiges Glied seiner Gemeinde und ein treuer Unterthan des Staates sein werde. Was der Heiland einst gethan, als man die Kinder ihm zuführte, wolle auch er fitzt thun, nämlich

ihnen und allen Anwesenden seinen oberhirtlichen Segen spenden. W rklich herzerhebend war sodann die eigentliche Firmunvrfeier am anderen Tage. Anknüpfend an den Choral „Komm hl. Geist", mit welchem am stützen Morgen von der Höhe des Thurmes und die städtische Kapelle die Feier des Tage» eingeläutet hatte, legte Se. Bischöfl. Gnaden die katholische Glaubenslehre vom hl. Geiste dar und schllderts in kräftigen leicht faß­lichen Worten das Wirken des hl. Geistes in der Kirchs im Allgemeinen, in deren Organen, ihren Vorgesetzten und in den Seelen ihrer einzelnen Glieder. Wahrhaft väterliche Worte richtete er sodann an die Firmling«, diesen Wirkungen der hl. Geistes, der sis heute empfangen sollte, zu entsprechen und ja nicht durch Gefahren, denen sie sich selbst freiwillig aussrtzten, ihnen Hinder- niffe zu bereiten. Darauf sprudele er ca. 70 Kindern nebst einigen Erwachsenen die hl. Firmung. Auch am Abend dieser Tages wollten die katho­lischen Naumburger ihrem Oberhirten einen er­neuten Beweis ihrer Verehrung geben. Ein Fackel­zug mtt Musikbegleitung bewegte sich zum Pfarr­hause und der Gesangverein unter Anführung seines Dirigenten Herrn Lehrer Ramb brachte einige Lieder in gelungener Weise zur Aurführung und auch hier gab letzterem den guten katholischen Gesinnungen der Naumburger gegen ihren Bischof einen schönen Ausdruck. Ebenso herzliche und väterliche Ermahnungen wie a« Abend zuvor richtete Se. Bischöfl. Gnaden auch an die erwach­senen Gemeindeglieder seine Freude bekundend über den freundlichen und herzlichen Empfang, den man ihm bereitet habe. Er scheide mit dem Versprechen, nach 3 Jahren, wenn Gott ihn er­halte, wieder zu kehren. Noch am späten Abend durchwandeltr der greise Oberhirt die engen und steilen Straßen der Städtchens, die mit Fichten und Guirlanden geschmückt bei allgemeiner Be­leuchtung, an der auch mehrere Andersgläubige sich betheiligt hatten, um so herrlicher prangten. Ein Feuerwerk von der benachbarten Bergesspitze bildete den Schluß der Festfeier. Mittwoch Mor­gens gegen 9 Uhr kehrten Se. Bischöfl. Gnaden über Kaffel nach Fulda zurück' Mögen die ka­tholischen Naumburger den hl. Gelvbniffen, die sie ihrem Oberhirten gemacht, stets durch di« That entsprechen. Eine besondere Freude war es noch für sie, daß zwei aus dem Orte gebürtige Priester bei der kirchlichen Feier Mitwirken konnten.

* Der Hauptgewinn der KasfelerAusstel- lungslotterte ist, dem Vernehmen nach, einem Herrn Achenbach in Witten zugefallen, während der zweite Hauptgewinn nach Eisenach, der dritte nach W'tzrnhausen und der vierte nach Gröditz gekommen sein soll.

* Laut Bekanntmachung des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten ist die königl. Eisenbahn-

Direktion zn Elberfeld mit der Anfertigung allge­meiner Vorarbeiten für Eisenbahnen untergeord­neter Bedeutung, v. s. von Kassel über Wolf­hage« nach Volkmarsen und Korbach nach Franken­berg, beauftragt worden.

* Limburg, 3. Okt. Em hiesiger Bürger wurde auf dem Wege von hier nach Eschhofen gegen Abend von zw i Strolchen angchalten. Ohne d'.e geringste Veranlassung brachten die beiden Wegelagerer dem friedlich dahingehenden Manne mehrere M sserstiche am Kopf und an den Händen bei. Die Tdäter sind noch nickt ermittelt._________

WorreSdt eust°Orv«u«g in Kulda.

Sonntag, 6. Oktober,

Dom. Um 51/2, 6, 68/«, 7i/a Uhr hl. Messen, um 9 U. Umgang, Hochamt mit Predigt. Um 4 Pfarrbruderschast. — Stadtpfarrkirch«. 5i/a Uhr hl. Messe, 7 Uhr heil. Messe, 8 Uhr Hochamt mit Predigt, 9i/a Uhr Hoch­amt mit Diakonium, 11 Uhr hl. Messe, 2 U. Predigt mit Andacht, 7»/« U. Rosenkranz-Bruderschaft. — Michaels, berg. 10 Uhr Gottesdienst. — Hospitalskirche. 8 Uhr Gottesdienst, 4 Uhr Abendandacht. 10 Uhr für die Sodalität. — Frauenberg. Bollk. Ablast wegen des Festes der hl. Maria Franziska von den 5 Wunden. 5 Ubr hl. Mess-, 6 Uhr hl. Messe, 7 Uhr hl. Messe, 8 Uhr sHochamt. Nachmittags 1 Uhr Kreuzweg, danach Ver- sammlung des 8. Ordens._____________________________

Für den Kirchenbau in Steinhaus.

Bei der Expedition der ,Fuld. Ztg/ gingen ferner ein: Von K. 4 Mk., Unaen. 1 M.

kelegrishischer Lihjs,bericht der „Krd St-r Autmrpr«.

Der Postdampfer „Switzerland" der ,Red Star Line' in Antwerpen ist laut Telegramm am 2. Oktober wohlbehalten in Philadelphia angekommen.

Der Postdampfer „Rhynland" der ,Red Star Sine' in Antwerpen ist laut Telegramm am 3. Okt. wohlbehal- ten in New-Dork angekommen.

2 "g Bar»«. Therm.

5 Millj«. Stifte.

Bettet

heiler

10,7

6,9

neblig

10,2 8,8

1,2

Die Minimaltemp. der letzte« 24 Stunden war — — 0.6° c. Heute Morgen leichte Reifbildung und mäßiger Nebel. Die gestrige Terrp. lag 3°

Msteorslogtsche BeodachtrmgL«

der hiesigen Wetterwarte.

4 2 739,3

9 739,1

5 7 737,8

Zemyeratur» extreme.

Wind, richtung n. Start«.

SSO5 SSO1 Windst.

über der normalen.

Bei wenig veränderter Lage des hohen Druckes im Nordosten wird die Wetterlage Europas im Westen durch ein Gebiet niedrigen Druckes beherrscht. Bei variablen leichten Winden ist das Wetter über Centraldeutschland heiter, sonst veränderlich, im Nordosten regnerisch. Die Temp. liegt etwas unter der normalen.

Setzte Beobachtung 10'/» Uhr Morgens. Luftdruck — 738,3 mm. — Lufttemperatur — 13,6 0C, — Luftfeuchtigkeit — 87 o/o.— Wolkenzug = 0.— Wind« richtung — Nordl. — ■= heiter.

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