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kem?«ratur. extreme.
Mai. I Ww
z. heiter heiter trüb bedeckt z. heiter bedeckt
vorausgesetzt habe, die Stadt werde dis zur Zeit bestehende katholische Schule als ^städtische Schule übernehmen. Dementsprechend beschloß denn auch der Bürgerau-schuß den Stadrath zu ersuchen, daß derselbe bei dem katholischen Gememdevorstand anfrage, welche Bedingungen die katholische Gemeinde stelle, wenn die katholische Schule voa der Stadt übernommen würde." Obgleich diese Anfrage dem Kirchenvorstande schon seit aeraumer Zeit vorliegt, wurde dieselbe trotz der DringliOeit dieser hochwichtigen Sache noch immer nicht beantwortet. Möchte doch der Kirchenvorst and recht bald zu einer Sitzung zusammentreten und dem Stadtrath die gewünschte Antwort ertheilen.
* Frankfurt a. M., 10. Aug. Die Frage- Ist ein Rstsender auf der Eisenbahn verpflichtet, sich zu melden, wenn er kein Blllet gelöst hat, beschäftigte da« Schöffengericht in einer Anklage gegen einen Arbeiter, welcher ohne Billet ins Coupes gestiegen war. Der Kontrolleur fragte im Allgemeinen, ob alle Passagiere mit Billett versehen seien? und der Angeklagte schwieg. Sch neigen ist selbstredend auch eine Antwort, wer schweigt, stimmt eben zu. Da» Schöffengericht nimmt an, daß hiermit ein Betrug perfekt geworden sei. Die Strafe lautete auf drei Mark.
. * Wiesbaden, 10. Aug. D.r Maffage-Arzt Dr. Mezger wird fich auf eiuigs Zeit in seine Heimath Holland begeben und in Seebad Dombury (Zeeland) vom 13. August bis 17. September Aufenthalt nehmen. Am 18. September wird er wieder hier etntnffern___________________________
angemeldet. , , , 5
Cassel, 11. Aug. Die .Germania' brachte H vor ungefähr zwei Monaten einen Artikel, in > ® welchem die traurigen Verhältnisse der hiesigen katholischen Schule und die Verhandlungen mit den städtischen Körperschaften behufs Uebernahme
nun die freudige Mittheilung machen, daß Stadtrath und Bürgerausschuß entschlossen find, auch der katholischen Schule die gleiche Sorgfalt zuzuwenden, wie ste den evangelischen Schulen zu Theil wird. Nachdem der Provinzialrath al» letzte Instanz bett Aussprch gethan hatte, daß die Stadt verpflichtet sei, eine selbstständige katholische Schule zu unterhalten, wurde in der Bürgerausschußsttzung vom 21. Juni d. I. über die Erbauung einer neuen katholischen SchulhauseS verhandelt. Es wurde im Laufe der Debatte daraus hingewiesen, daß der Provinzialrath bei seiner Entscheidung
maleu Stand gefallen und verharrt seit 24 Stunden auf seinem tiefen Stand. Die Luftströmung und Zug der regensübrenden Wolkenschicht (Nnnb.) südwestlich. Temp. 4° unter normal. Gestern Admd Wetterleuchten in W bis SW. Danach Regenböe (Regensturm) mit einer Niederschlags- höhe von 6 Millim.
Letzte Beobachtung 10'/« Uhr Morgens.
Luftdruck — 733,0 mm. (steigt wieder langsam.) — Lufttemperatur — 14,00 C. — Luftfeuchtigkeit — 89°/q. — Wolkenzug (untere Schicht) aus SW. — Windrichtung = SW4. — tzimmelsanficht — sehr trüb.
worden.
* Das Fest der Fahnenweihe des Gesangvereins „Winsridta" wird, wie in der am Samstag Abend stattgefundenen Sitzung des Festausschusses beschlossen wurde, nicht am 15. September, sondern schon am 25. ds. Mts. stattfinden. Maßgebend für diese frühere Abhaltung des Festes war besonders der Umstand, daß die Fahne früher, als man erwartet hatte, fertiggestellt werden kann.
* Auf Grund des § 2 des Gesetzes über die Schonzeiten des Wildes vom 26. Februar 1870 und auf Grund de» § 107 des Zuständigkeit-« gesetzes vom 1. August 1883 ist bestimmt worden, daß die Jagd auf Rebhühner am 26. August, die Jagd auf Hasen am 14. September ihren Ansang nimmt.
• Das große Loos der diesmaligen Ziehung der preußischen Klaflenlotterie hat lange auf sich warten lassen, erst am zweitletzten Ziehungstage ist es herausgekommen und die Glücksnummer ist 140,239. Wer diese hat, kann lachen, während viele Tausende fich in ihren Hoffnungen getäuscht sehen. Vielleicht ist diesen das Glück später günstiger. — Die 1. Ziehung der 181. Preuß. ltlassen-Lotterie beginnt am 1. Oktober.
• Dem Bericht der .Han.Ztg.' über die Strafkammersitzung des Landgerichts Hanau vom 8. d. M. entnehmen wir folgendes: Ei« Gärtnergehilfe von Voll merz hatte am 16. Februar beim Nachhausegehen aus dem Wirthshaus fich zuerst mit einem Burschen mit Schneeballen ge- , .... ,—- - ■ - ■ _ -r
worfen, dann aber denselben hinterlistig mit einem der Schule auf den städtischen Etat dargelegt Lattenstück überfallen und ihm eine gefährliche wurden. Bezugnehmend auf zenen Artikel kann ich Wunde am Kopfe beigedracht. Auf Grund der ' “““ ------------- ***“■
223 und 223a wurde der Angeklagte zu 5 Wonaten Gefängmß und in die Kosten verurtheilt. — Die Berufungen eines Schlossers und eines Schneiders von Fulda, welche mit noch 9 anderen Personen des Hausfriedensbruchs beschuldigt find, weil ste am Abend des 24. Aprll trotz der wiederholten Aufforderung einer Wirthin deren Wirth« Haft nicht verließen, wurde verworfen. Dagegen bezweckte der Schneider Freisprechung von der weiter gegen ihn erhobenen Anklage wegen Körperverletzung. Das Schöffengericht in Fulda hatte dir
Vermischtes.
* Zar Zeit de» unreifen Obstes kehrt alljährlich fast das astatische Gespenst wieder, welches schon so verheerende Züge durch Europa gemacht: die Cholera. Auch dieses Jahr hörte man von einem in Ungarn vorgekommenen Falls der cholera noatras, und auf einem Mittelmeerschiffe waren zwei Todesfälle an dieser Krankheit konstattrt worden. Zur Zeit des unreifen Obstes treten eben diese Erkrankungsfälle auf, weil noch so viele Menschen — nicht blos Kinder, sond rn auch Erwachsene — leichtfinnig und gelüstig genug find, unreifes Obst zu essen. Obst ist eine gesunde Speise, wenn es reis ist, mäßig und nicht zugleich mit ganz unverträglichen anderen Speisen genossen wird. Er wirkt verdauunaSsördernd und blut- reinigend, aber das unreife O bst wirkt verdauungsstörend, und manche recht schlimme Erkrankung mag schon den Choleraallarm veranlaßt haben an Orten, wo ein solcher ganz unbegründet war.
• Daß Vorsicht im G.-nusse von Pilzen gebraucht werde» müsse, beweist ein VergistungSfall in der W.ißenburgerstraßs zu Berlin. Bei einer dort wohnhaften Wittwe D. stellte fi h nach dem V-rzehren von Pfifferling« heftige U-belkeit ein und trotz ärztlicher Hilfe trat am selben Tage noch der Too ein. Da der Sohn ohne jede Beschwerlichkeit davongekommen ist, folgert der Arzt, daß sich in dem Gericht nur ein einziger giftiger Pilz befunden habe, welchen die Frau genossen hat.
* Berlin, 10. Aug. Ein Lokal-Berichterstatter meldet, daß in zwei Häusern Steinmetzstraße Hierselbst vor einigen Tagen mehrere Fälle von Erkrankung an echten Blattern konstattrt worden seien, und daß dre Erkrankten in der Charitö behandelt würden. __
bis 4,4 Millim.
gefallen und verharrt seit 24 ©tun-
g B-rom. S Millim.
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werden.
• Auf welche Weise manche Firmen „Geschäfte" machen, möge aus folgenden erhelle«: Eine Firma in Dessau versendet an ihre Abnehmer (Schneidermeister) folgende« Zirkular, aus welchem wir einige unsere Leser rnteressirende Stellen wortgetreu hier msttheilen: „Anbei erhalten Sie noch:, eine weiße Preisliste mit einfachem Rrnd mit 1 Mark per Meter Verdienst, eine Preisliste mit zweifachen Rand mit 2 Mark per Meter Verdienst, eine Preisliste mit dreifachen Rand mit 3 Mark Verdienst per Meter. Je nachdem Sie 1, 2 oder 3 Mark am Meter verdienen wollen, können Sie Ihren Kunden die betreffende gedruckte Liste vorlegen. Die Preise berechne ich Ihnen laut beiliegender „rother Liste". Es ist die reine Thorheit, wenn das Publikum, im Glauben billiger zu kaufen, Sachen von auswärts bezieht, welche es am Platze von anerkannt reellen Kaufleuten besserer Qualität zu soliden Preisen haben kann, mm mindesten dürfte es nach eben Gesagtem rathsam scin, beim Bezug von auswärts die allergrößte Vorsicht obwalten zu lassen, da, wie es scheint, manche Firmen geradzu vom Gimpel« und Bauernfang existiren; doch auch solche Leute wollen leben und die Dummen werden nicht alle.
* Die Frequenz bes Babes Wilhelmshöhe belief sich vir zum 26. Juli auf 2045 Kurgäste ; bavon entfallen auf Deutschland 1835 und auf das Ausland 210. Dieselben vertheilen fich wie folgt: auf die beiden Kuranstalten 429, auf die 8 Hotels 1208 und auf da« Schloß und die 18 Billen 408 Personen. Im vorigen Jahre waren dis zum 28. Juli 1729 Personen angemeldet, mithin ist in diesem Jahre ein Mehr von 316 Personen zu verzeichnen. — Im Bad Wolfs- anger waren bi» zum 28. Juli 84 Personen
beiden Appellanten wegen Hausfriedensbruch» mit 14 Tagen Gefängniß bestraft.
* Die Handelsgärtner Deutschlands werden am 31. August und 1. September d. I zu Hannover ihren Verbandstag abhalten, zu welcher Gelegenheit eine Provinzial-Gartenbau-Au-fiellung stattfinden wird, die vom 30. August bis 6. September dauert.
• Die Forst-Referrndare, welche im nächsten Herbst das forstliche Staatsexamen abzulegen wünschen, wollen ihre Meldung bis spätesten» den 1. Septemben d. I. bei der Königlichen Forst-Ober-Examinations-Kommisston zu Berlin einreichen.
• Der erste Preis in der von der Redaktion der .Allgemeinen Fleischer-Z-itung'. Berlin SW., ausgeschriebenen Konkurrenz ist von der Preisju'.y dem Herrn O. Müller in Beuthen O./Schl. zuerkannt und ihm der Betrag von 200 Mk. übersandt worden. Der als sehr praktisch erkannte Entwurf wird demnächst in Buchform erscheinen und dürfte geeignet sein, auch anderen Gewerken al» Anregung zu gleichem Vorgehen, zu dienen.
* Vom Minister des Innern ist in einem Reflript an die Regierungsbehörden angeordnet worden, daß ein Urlaub von vier ober mehreren Wochen nur denjenigen Beamten zu ertheilen ist, die denselben auf Grund ärztlichen Anrathen» zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit bedürfen. Für solche Beamte, die, ohne krank zu sein, nur fich erholen wollen, soll ein zwei- bis dreiwöchentlicher Urlaub als ausreichend erachtet werden, insbesondere für die in jüngeren Lebensjahren befindlichen Beamten. Die ertheilte Bewilligung des Urlaub» kann im dienstlichen Interesse jederzeit zurückgezogen
Lherm. 8-Istu«.
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11,3
15,6
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Wind, richtun, u. Stärks.
SW4 NW1 NW1 SW3 SW1 SW4
Mautend beantwortet werden, wenigstens I Xn darüber Verhandlungen.
• Der Schah von Persien wird den gattzi« Mi Kaiiermanöv-r beiwobnen.
Aus Stadt, Provinz und Nachbargebiet.
Fulda, 12. August.
• Entgegen unserer neulichen Mittheilung, daß der hochw. Herr Bischof Dr. Klein von Limburg dnrS sein körperliches Befinden verhindert sein dürste, der am 20. b. M. hier stattfindenden Bi- Ms-konferenz beizuwohnen, kann brr .Nassauer Bote' erfreulicher Weife melden, baß der Lim- turger Oberhirte sich von seinem gegenwättigen Aufenthaltsorte Hofheim am Taunus direkt nach Fulda zu besagter Konserenz begeben werde. " * Zu der heute Vormittag auf dem Frauenberge Saügchabten Beerdigung des in Gott verschiedenen hochw. P. Augustin Möller waren nicht weniger als 38 auswärtige Priester herbeigeeilt. Um 8 Uhr wurde die Leiche im Krankenzimmer vom hochw. P.Custos ausgesegnet, unter Gesang zur Kirche getragen und vor dem Hochaltäre aufgebahrt. Der Verstorbene lag inmitten reicher Blumenspenden mit fast unverändertem Antlitze, als ob er friedlich schlummere, auf einem Brett, ein Bündel Stroh unter dem Kopfe, und mit dem Ocdenshabtt bekleidet. Das feierliche Todtenamt mit gregorianischem Gesang wurde von dem früheren Custos Herrn Maximilian Kirchner aus Salmünster debrirt. Nach Beendigung des- selben wurde die in der beschriebenen Weise aufgebahrte Leiche in der Todtengruft hinter dem Hochaltar zur ewigen Ruhe bestattet. Die überaus große Zahl von Leidtragenden ließ die hohe Achtung und die aufrichtige Zuneigung erkennen, welche fich der Verstorbene in den langen Jahren seines orden-priesterlichen Wirkens hier und auswärts erworben hatte. Möge Gott ihn reichlich dafür belohnen. R. i. p.
• Laut Mittheilung des .Staatsanzeigers' ist Herr Amtsgerichtsrath v. Winkler in Altona (Sohn des vor einigen Jahren in Fulda verlebten Rentners Herrn Gustav v. Winkler) als Land- gerichtsrath an da» dortige Landgericht versetzt
Wafsertvärme der Fulda.
Gestern Abend um 7 Uhr: 12 Grad R.
Heute Morgen um 6 Ubrr 11 Grad R-
Meteorologische Beobachtungen
d er hiesigen Wetterwarte.