GerSfeld.
Geburten.
Vermischtes.
Wetter
8,0
25,7
NNO2
8,4
23,7
Windst. v. heiter
14,6
740,2
7
21
19
20
2 9
7
2
9
v. heuer heiter
v. heiter heiter
Lemrrratur» extreme. Mar. I Mia.
Eheschließungen.
17 Juni: Dienstknecht Ferdinand Weber von Nüst im Kr. Hünfeld und Wittwa Anna Maria Hartmann geb. Hillmbrand von Horas. 18. Maschinenhändler Andrea, Abraham Hart von Groningen und Jette Hammel von
Wer fich bei angestrengter körperlicher oder geistiger Arbeit di« nölhige Frisch- und Widerstands- fähtgkett gegen Krankheiten bewahren will, der muß! neben fein« sonstigen Nahrung dem Körper Produkte zuführen, welche, ohne den Magen zu überbürden, schon in kleinen Quantitäten einen großen Nährwerth reprasentrren. Dadurch allein wird es möglich, den durch angestrengte Thatrg- keit bedingten größeren B«brauch an Körpersubstanz wwd« einzubringen und so den Organismus vor Schwächung zu bewahren. Kemmerichs Fleisch-Pepton »st wie kein and «es künstliches Nahrungsmittel geeignet, diesen »weck zu erfüllen, indem eS, neben der gewohnln^n Nahrung grnofsen, bedeutende Mengen von Nährstoff«, »»führt, welche leicht in die Blutbahn aufgenommen und in die Organe abgelagert, ein Kapttal an körperlicher Kraft repräsentiren.
lli & ®
Der fromme und geistvolle Kardinal Wiseman schreibt in feiner Abhandlung „die Nationalfest- tage" über diese« Triumph- und Dankfest der Ea^ Di?Frohnlellhnamr-Prozesston ist das Ueber- Ruthen der religiösen Freude. Es ist der geheimniß. volle Strom, den Ezechiel vom Altäre des Hellig- tbum« und nach auswärts fließend durch die Thore des Tempels strömen sah, der immer grüß r wird und höher anschwillt, bi, er ein mächtiger Strom wird, der mit großem Jubel vorwärts strömt und ein frohlockendes Geräusch macht, wie der von großen Wasiermassen hervorgebrachte Laut. Es ist in der That die Kirche selbst, welche mcht zufrieden mit dem schwächeren Ausströmen ihrer Segnungen von ihrem Mittelpunkte, dem Heiligen- fchreine und vom Altäre auszieht, um fie weiter »u verbreiten und den Wohnungen und den Nieder- lafsungen ihrer Kinder mitzutherlen. Es ist die Kirche Gottes, welche, wetteifernd mit den himmlischen Chören, Segen über die ganze Stadt und da» ganze Land ausgießt, indem fie die engeren Gasten zu den Flügeln ihrer größeren Tempels, die offenen Plätze zu feinem weiteren Schiffe und den Himmel mit feinen einstimmenden Engeln zu feiner erhabenen Wölbung macht. Der kranke Mann hat fich selber aus feinem Bette erhoben und an feine Thür geschleppt, um am Feste Theil zu nehmen, die alte und Mose Matrone wird von den Armen ihrer Kinder unterstützt oder fie fitzt an der Thürschwelle und erhebt ihr kraftlose« Haupt, um die Schätze der Kirche, welche^ vorüber- getragen werden, zu begrüßen; und auch dre Kmder jauchzen in den Armen ihrer Mütter und strecken freudig ihre kleinen Hände au«, wie Johanne» den Heiland der Welt begrüßte im Schooße der ^'2°nach Einführung de» hl. Frohnleichnamr- feste» bstdeten fich fromme Vereine, die sogen. Corpu» Christi-Bruderschaften, um den Glanz der Feier zu erhöhen, indem die Mitglieder unter Vorantragung von Fahnen und Kreuzer der Pro- zefston folgten. In früherer Zett waren häufig dramatische Aufzüge mtt der Prozession verbunden. und die Zünfte und Innungen nahmen daran Thell. Geistliche und Laien wetteiferten mttE der, die Frohnleichnamr-Prozesfion zu der schönsten und erhabensten Feier de« ganzen Jahre« za er- beben. Selbst N-chttatholiken haben der Bedeutung diese« Feste« Worte der Anerkennung geliehen.
An vielen Otten werden zwei Prozessionen gehalten, die eine am Feste selbst, die andere während der Oktav, namentli o am Sonntage oder Donnerstage nachher. Fast jedes Land hat zur Feier des schönen Tage« seine besonderen sinnreichen Ge- bräuche, und ergreifender und rührender noch als die Pracht, die in den Städten entfaltet wird, ist oft der kindlich fromme Eifer, mit welchem die Armuth fich schmückt, um ihren Heiland ju be» aEen. Es wird bei der Prozesston der Anfang der vier Evangelien gesungen, weil alle vier Evan- aelien für die Wahrheit des Glaubers an dos hl. Sakrament Zmgniß ablegen. Besonder, pW und imposant ist die FrohnleichnamS-Prozesfion m München und Wien. Durch biblische Darstellungen au« dem alten und neuen Testamente waren früher berühmt die Prozsüon in Erfurt und der sogen, große Umgang in Bozen.
Luftdruck an ven Ictzten 2 Tag n fast auf gleicher Höhe (3—4 Milltm. über normal.) Luftströmung fett dem 11. diese, Monat« koif qaent nordnord- östlich bi» östlich mit mäßiger Wmostärke. Tem- veratur immer noch 2-3°C ü°er der normalen Juni-Temp. (15 4° C). ®ie Mmimaltemp. der setzten 24 Stunden war —8 9«6.
S-br gleichmäßiger, hoher Luftdruck mit etnem Maximum von über 768 mm üb« dem norwegischen Meere überzieht heute fast den ganzen Erdtheil; dem entsprechend ist die Bewölkung v«änd«lich und die Temperatur übersteigt meist wieder die normale. (Seewarte.)
Letzte Beobachtung 101'» Uhr Morgen« Luftdruck — 741,0 rnm. — Lufttemperdtur — 10,2° C. — Luftfeuchtigkeit — 79°/o. — Wolkenzug (Cumuli) aus Ost - Wndttchtung — NO2. - Himmelsanficht völlig heiler.
11. Juni: Johannes Joseph Ernst, S. des Schmieds Johannes Hensl«. 12. Christine Margaretha, T. des Gerichtsvollziehers Isidor Nikolaus Rudolph H°chEth. 13. Anton» Gertrud Elmira Mathilde, T. des Kaufmanns Joseph Antonius F«dinand Otto Goebel. 14. T. des Taglöhn«s Georg Bischof. 14. Anna Katharina, T. des Grubenmeister am Bahnh. Philipp Dippel. 14. Emma Maria Anna, T. des Schreiners und Kleinhändlers Ambrosius Müll«. 17. Walburga Maria, T. des Schuhmachers Kaspar Joseph Krisch. 17. Georg Anton Aloysiu , S des Maurers Valentin Schwarz. 17. Johann Joseph, S. des Bahnarbeiters Magnus Krönung. 17. Hermann Damian, S. des Kaufmann» Georg Wilhelm "alb. 1/. Julie Anna Margaretha, T. des Handelsmanns Louis Risch. 19. Ida, T. ein« Auswärtigen.
Sterbefälle.
13. Juni: Wilhelm, S. des Kaufmanns Ludwig Schramm, 2 T. 15. Agnes Elisabeth geb- Mag«, Ehefrau des Kaufmanns Ludwig Schramm, 21 I. 3 M. 22 T. 16. Georg Zilch, Dr. phil., Gymnasial-Oberlehr«, 49 I. 1 M. 2 T. 16. Eugen Joseph, S. des Bureau- gehilfm Nikolaus Joseph Erb, 7 M. 23 T. >18. Johanna Barbara Erb, Rentn«in, led. St., 76 I. 9 M. 1 T. 18. Maria Anna geb. Etzel, Wittwe des Uhr-nhandlers Johann Peter Vogel, 76 5 M. 6 T. 1^- Nora
Katharina Monika Krick, Fabrikarbeiterin, led. St, T. des Taglöhners Adam Joseph Krick, 17 3- 6 M. 25 T. 19 Mauritius Bayer, Schuhmacher, led. St., aus Gruben, 69 I. 4 M 14 T.____________________________
0M deu Ktgifirr« >ti 3ti«drs-mts iolie
vom 14. bis 20. Juni 1889.
Aufgebote.
19 Juni: Wittw« Schloss« am Bahnh. Konrad R°dem« °°n Ang«sbach und M-rra Obermann von Hechelmannsktrchen.
* Gera, 19. Juni. Ein schauderhaftes Verbrechen hat alle Kreise uuserer Bevölkerung m die größte Auf- reauna versetzt. Der frühere Schuhmach«, letzige Fabrik- arbeit« Kirmse hatte sich in letzter Zeit demMü^iggange ergeben und sein- grau mu6te ^^n unb ^^r Smb but^^ ihrer Lände Arbeit ernähren. Da sie aber ihrem Manne nicht immer bas von b-mselb-n beanspruchte Taschengelb verabreichen konnte, kam es oft zu verbrr-ßlich-n .Auftritt ten Als bie Frau auf ihre Arbeit gehen unb ihr drei
jähriges Söhnchen bei ihrer Mutter in Aufsicht und Pflege geben wollt- v«hinb«te bi-s-s der Mann dem B°- merken, daß « mit dem Kinde zu Hause bleiben wollte. Nichts ahnend kam die Frau M'ttags von ihr« Arbeit nach Hause. Als sie aber die Stubenthur öffnete, bot sich ihr ein gräßlicher Anblick: ihr einziges Kmd, ihr Liebling, lag mit durchschnitten« K-hl- -nff-elt in «ner großen Blutlache auf d« Diele. Das Scheusal von emem Bat« hatte mit voll« U-b-rlegung und ausRache g-g-n Nne «,au «eil diese ihm nicht genug Geld gab, dem armen Kinde während d« Abwesenheit der Mutt« mtt emem Rasirmeff« den Hals durchschnitten und war dann, nach, dem er seine blutigen Kleid« zuruckgelassen, entfloh«,. Der fieberhaften Thätigkeit der Schutzmannschaft gelang es jedoch, den Mörder in der Nähe des Dorfes Kaltenborn ^/^"^^Thiere sind ihre eigenen Aerzte. Man weiß, daß di- Thi«e in Krankheitsfällen mcht zu ibrem Leibarzt schicken können; dafür befähigt die Natur sie durch den eigenen Jnsttnkt, Mittel aufzusuchen und zu finden, die ihnen in den meisten Fallen Heilung bringen. Laben die Thiere Fieber, so fasten sie, suchen an kühlen Orten die Ruhe und das Dunkel auf, trinken Wasser und
«eben soweit, sich aus Instinkt ins SB aff« $u "orfen, da sw fühlen, ein derartiges Bad werde ihnen wohlthun. So fabelhaft es klingt, so haben doch die Ameisen in chirurgischer Hinsicht organisirte Ambulancen und binden die Wunden ihrer Blessirten, indem sie dieselben mtt einer transparenten Flüssigkeit bedecken, d,e sie m 'hre Munde führen. D« blessirte Chrmpanse unterdrückt das Bluten der Wunde dadurch, daß er «ne fEr Hande fs auf dieselbe drückt, oder v-rbmdet sie mit Blattern oder einem Stück Rasen. Dr.Fredet in Puy-de-Dome betrachtete einen Hund, der, als er von «ner Viper ,n dre Schnauze gestochen wurde, eiligst ,u e nem fließenden Wasi« ref und den Kopf ununterbrochen in dre Fluth.tauchte und sich dadurch heilte. Ein Jagdhund, der von emem Wagen überfahren worden war, legte sich, als « kriechend den Kluß «reicht hatte, in denselben hinein und blieb, nur ab und zu herauskommend, trotzdem es kalte Z-tt war, 3 Wochen darin liegen. Aus Mitleid brachten ihm dr Leute, die es sahen, täglich em wenig zu fressen. Er genas trotz dieser heroischen Kur. Ern Dachshund hatte «ne
schwere Verletzung am linkenAuge -rhalt-n,.legte sich tn einen dunklen, kühlen Winkel, somit das Licht und die Wärme meidend, während-s sonst seine Gew°hn^t war so dicht als möglich am Ofen zu liegen. Das Auge h-ttte er durch Ruhe und große Mäßigkeit; d,e lokale Behandlung bestand darin, daß er wahrend zwei« Tage und »weier Nächt- konsequent die untere Sette ferner rechten Pfote beleckte und die nafse Stelle auf das kranke Auge l-ate- sobald die Pfote trocken war, wiederholte er die Prozedur. Die verwundeten Katzen heilen sich durch fortwährendes Befeuchten b« kranken Stelle. Dr. D-launay «zählt von ein« verwunbeten Katze, dre Tage lang am Ufer eines Flüßchens liegen blieb, bis sie Stufen «ar, unb von einer anderen, drei Monate alten, die sich 48 Stunden schw« »«letzt, wie sie war, unter «ner Springbrunnen'legte und den Platz «st als g-n-sen verließ. Dem Ar»t erschien die Methode d« Behandlung des Wund
fieber» durch fortwährende Befeuchtung die sicherste von allen Arten. Delaunay meint, es läge durchaus tm In» L- der Menschen, die von den Thteren zu ihrer eigenen einfachen Heilung eingeschlagenen Methoden ernstlich zu beobachten und anzuwenden. Erne d«artige Heillehre s« schon deßhalb zu beachten, da sie dem Instinkt entspringt, welch« der Gesundheit in seiner Einfachheit nur zuträglich sein lärm.__________
Lherm. Oelftul.
25,1 ” 17,8 13,0
23,4 16,4
Barom. Milltm.
741,6"
741,3
740,6
740,4
740,1
Windrichtung «.Stärke.
Di Windst. Windst. NNO2
Literarisches.
Das Juniheft von „Gott will es!" bringt u. a. sehr int«effante Vereinsnachrichten. So den Bericht über die am 13. b. Mts. stattgehabte Sitzung des Centralvorstandes des Afrika-Vereins, welcher ein sehr günstiges Bild von dem Leben des jungen V-rerns entwirft und dessen Lesen wir allen Freunden der Sache empfehlen. Mehr als 300 neue Zweigvereine werden aufgeführt. Die Zeitschrift selbst fand in der Versammlung Lob und An«kennung in reichem Maße und ward beschlossen, deren weiteste Verbreitung in allen Zweigvereinen kräftig zu fördern. — Mit dem 15. Juli beginnt ein hal»iahr- liches Abonnement 1 Mk. 20 Pfg., auf welches wir besonders aufmerksam machen. Bestellungen können an jebe Biichhanblung, an die Zweigvereins-Vorstande unb an die Expedition in Münster i. W. gerichtet werden.
Sklkgr-tzhischn Schiffsdericht btt Ieb Star |i«‘
D« Postbampfer „Neb erlaub" ber ,Reb Star Line' in Antwerpen ist laut Telegramm am 18. Ium wohlbehalten in Philabelphia angekommen.
• fter«felb, 19. Juni. Gegenwärtig ifi ^mtt dn Anlage einer Telephvnlettnng von
S nach Raboldshausen beschäftigt Arn^Juli r-r eröffnet werden. — Gestern tarnen Sr bk ersten Kirschen, da» Pfund für 30 Pfg., P® Marburg, 20. Juni. Der durch seine krübe^m vielfachen Schicksale im Marburger Stuben- Lieben bereit» denkwürdig gewordene Schwan über dem Portale der hiefigen „Schwanapotheke Ln den Paffanten der Barfüßerstraße heute ^mraen anstatt in dem altgewohnten weißen, tn Sm Gewände. Unbekannte Spaßvögel hatten denselben über Nacht blau angestrichm.
-Frankfurt e. M., 19. Juni. Vorgestern Abend zwischen 10 und 11 Uhr wurde einer mit Ihrem Manne nach Hause gehender Dame da» Ke Kleid mtt Vitriol bespritzt und total yndorben. Dasselbe war erst wenige T°ge vor
der für 150 Mark gekauft worden. Es ist zu bedauern, daß t» immer noch nicht gelungen ist, dm Schandbuben, der diese» nichtswürdige Ge- schäft nun schon seit geraumer Zett betreibt, abzu- saff-n und zur Bestrafung zu dringen.
' - Schmalkalden, 20. Juni Während in bett angrenzenden Kreisen die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh theils vorüber, th-ils dem Erlöschen nahe ist, gewinnt dieselbe bei un- leider noch an Verbreitung. So sind jetzt, auch in Struth eine große Anzahl Gehöfte verseucht. - In einem hiesigen Gatten ist bei der Revision der Obstbäume die Blutlaus festgestellt worden.
• Prinz Bernhard von Sachsen-Wermar, Premierlieutenant bei dem in Mainz garmsontren- den 1. Hessischen Husaren-Regiments Nr. 13,
stürzte vorgestern Morgen in der Schlllerstraße so unglücklich mit dem Pferde, daß er schwer verletzt nach seiner Wohnung gefahren werden mußte.
Die Frohnleichnams-Prozesfio«.
Wafferwärme der Falda.
Gestern Abenb um 7 Uhr: 16 Grab. Heute Morgen um 6 Uhr: 14*/i Grab.
Meteorologische Beobachtungen
b-r hiesigen Wetterwarte.