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hier die Simalia reptans.

Wetter

26,6 14,6

z. heiter wolkig trüb

«r-iben ertheilen. Die Priesterweihe erhalten , i üt. Herrn A. Hillenbrand und Th. Bermoser ; ?Diö,-se Fulda) I. Dausenau (Diözese Limburg) ! und Fr. Saturntn 0. 8. Fr. vom Frauenberg, i Di- Subdiakonat-weihe wird ertheilt den Herren ' » Deaen (Diözese Ornabrück) und Fr. Max 0. a fr Die Tonsur und die 4 niedern Weihen «.'ballen die Herren Balder und Kaiser (D.özrse Limburg), Atzert, Ebel, Groß, Kiel, Rieslet und Schlenke (Diözese Fulda).

— Er scheint im Publikum nicht durchweg bekannt zu sein, daß mit dm Post-Packetbestellungr- fabrten in hiesiger Stadt auch eine Ernfamrn- lang von Packeten verbunden ist. Der Prcketbe- stellet nimmt mtweder innerhalb der Häuser selbst, welche er zum Zwecke der Bestellung betritt, oder an benjmigm Stellen, an welchen der Postwagen j-weilig anhält. Packele vom Publikum unter Er­hebung einer Einsammlungsgebühr in Höhe des tarifmäßigen Bestellgeldes entgegen und liefert dieselben bei seiner Rückkehr zum Postamte daselbst ein. Hat der Absender durch ein an da« hiefige Postamt grichteteS Schreiben die Abholung von Packeten aus seiner Wohnung verlangt, so begiebt sich der Pack-tbesteller zu diesem Zweck , ni dieselbe, auch wenn eine Abgabe von Packeten in dem be- treffendm Hause nicht stattzufiaden hat. Die Ab­sender von Packeten sind befugt, dieselben in da­von dem Packetbesteller mitgesühlte Annahmebuch persönlich einzutragen. Wird von dieser Befugniß kein Gebrauch gemacht, so bewirkt der Packetbe­steller die Eintragung. Die EinsammlvngSgebühr beträgt für ein Packet bis zu 5 Kilogramm 10 Pfennig, für ein schwerere» Packet 15 Pfennig. Gehören mehrere Packeis zu einer Packetadresie, so wird für da» schwerste derselben die vorstehend angegebene Gebühr, für jede» weitere Packet aber nur eine Gebühr von 5 Pfennig erhoben.

Q) Au» hiesiger Stadt wird uns geschrieben: Mit Freude und Dank erkennt da» Publikum t» an, daß sich unsere hochwohllöbl. städtische Behörde die Erhaltung und Vervollkommnung der hiesigen Anlagen und Spazierwege, die besonder» in diesem Jahre viel benützt werden, so sehr angelegm sein läßt. Nicht minder aber frequentirt die Männer­welt während der gegenwärtigen Bade-Saison da» offme „Rosenbad" sowie die daranliegende Schwimm­anstalt. Der bett. Feldweg befindet fich jedoch in einem so schlechten Zustand, wie ein gleicher weit und breit in der Umgegend nicht zu finden ist. Möchte doch die betreffende Behörde dafür Sorge tragen, daß auch diesem bei regnerischer Witterung von vielen Badelustigen sehr unangenehm empfun­denen Mrßstande thunlichst bald abgeholfen werde.

• Der Gesetzentwurf über die Kosten könig­licher Polizeiverwaltungen in Stadt- gemeinden soll dem Landtage wieder in neuer Gestalt vorgelegt werden und zwar in einer Form, welche die Städte noch mehr belasten würbe, als e» nach den Beschlüssen be» Abgeordnetenhauses in dem in der vorigen Session vorgelegten Gesetz­entwurf der Fall gewesen fdn würde. Bekanntlich ist dieser Entwurf in der Kommisfion des Herren­hauses stecken geblieben. Nach den Beschlüssen de« Abgeordnetenhauses sollten die Städte einen nach ihrer Größe abgestusten Beitrag zahlen, welcher nach der Kopfzahl der Bevölkerung zu bermfsin war. Jetzt will man wieder zu dem Grundsatz be« I Gesetze« vom 11. März 1850 zurückkehren und zwischen sächlichen und persönlichen Polizei­kosten unterscheiden- Die sächlichen Kosten sollen bett Gemeinben obliegen, wie e« in jenem Gesetze vorgesehen ist. Dazu soll aber bett Städten auch noch eine Kopfquote zu den persönlichen Kosten bisher al» praktisch unhaltbar angesehen hatte, findet die Regierung nun auf einmal heraus, daß die frühere streitige Abgrenzung der sächlichen und persönlichen Kosten durch Gerichtserk-nntniss- jetzt völlig klar und zweifelsfrei gestellt fei. In dem offiziösen Artikel der ,Berl. Pol. Nachr.', der hierüber Mitthellung macht, wird au»drücklich her­vorgehoben, daß nach den Beschlüssen des Abge­ordnetenhauses die Großstädte nicht genügend mit Polizeikosten belastet werden. Man steht, bemerkt hierzu die ,Freis. Ztg.', e» ist also wiederum auf eine fiskalische Mehrbelastung derjenigen Städte abgesehen, welche schon sitzt die größten Kommunal- lasten zu tragen Haden und bei allen neueren Ge­setzen, betreffend die Vertheilung von Staaiilasten, am schlechtesten fortgekommen find. Weiter wird noch offiziös Hervorgehoden, daß die Bestimmung be» letzten Entwurfs, wonach Städteg:meinden,

welchen einzelne Zweige der Oit-poliz iverwaltung . ■ zugewiesen fiid, eine Ermäßigung des Beitrag«- , satze« verlangen könnten, zu einer neuen Q telle , von Recht«streitigkeiten zwischen Staat und Polizei- 1 Verwaltung Veranlassung geben werde. I

• Dem Stadtdiener Körber zu Salmünster wurde da« Allgemeine Ehrenzeichen verliehen.

• Die Ersatzvahl im 13. Wahlkreise (Schlüch­tern - Gelnhausen) ist. wie schon gestern erwähnt, auf den 26. o. Ml«, anberaumt. ®te Neuwahl für bis verstorbenen oder verzogenen Wahlmäaner findet am 19. d. M. statt. Konser­vativer Kandidat ist wiederum der Landrath Frei­herr Riedesel zu Eisenbach in Gelnhausen, d.ssen Wahl für ungültig erklärt worden ist. Von nationalliberaler Seite wird der Landcsbauinsp rktor Wohlfarth in Gelnhausen aufgestellt werden.

* Kassel, 13. Jani. Der Schah ist mittelst Exlrazuge« angekommen. Er wurde am Bahnhof empfangen vom Oöerpiäfidenten, der Generalität, den Sp tzen der Behörden und einer Ehrenkom- pagnie. Hierauf trat er die Fahrt nach dem Pa­lais mit einer Husareneskorte an.

• In Wolfsanger fpielten gestern Morgen in dem an dec Ueberfahrtrst lle nach Sanders- Hausen befindlichen Kahne einige kleine Kind-r, unter denen fich zwei Gesch nster, ein Mädchen

j von 9 und ein Knabe von 7 Jahren, Kinder des Tagelöhners Sch. befanden. Durch irgend welchen Zufall ging die Kette, an der der Kahn lag, los und das Scheff trieb vom Usir ab in den Fluß hinein. Eenem kleinem Mäichen gelang es noch, glücklich aus dem Kahn heraurzufprmgen und fich ans Ufer zu retten. Als der oben erwähnte Junge dies nachmachen wollte, war der Kahn schon zu weit im Wasser, da« an jener Stelle gerade be­sonder« tief und reißend ist. Unglücklicherweise war Niemand zur Stelle, der die Hülferufe der Kinder gehört hätte. Da unternahm e« da« Schwesterchen, seinem von den Wirbelwellen er­faßten Brüderchen zu Hülfe zu kommen. Leider aber wurde da« Unglück nur vermehrt, denn beive Geschwister fanden in dem Strudel einen frühen schaurigen Tod. Da der leere Kahn weit strom­abwärts getrieben und kein anderer vorhanden war, so dauerte es sehr lange, bis nach den Lei­chen gesucht werden konnte. Der Junge wurde nach kurzer Zeit gefunden, bei dem Mädchen ist dies bis j tzt noch nicht gelungen. Der Jammer der Eltern ist herzzerreißend. (H. M.)

• Frankfurt a. M., 13. Juni. Die Land- gräsil von Hissen fuhr heute 7 Uhr 22 Min. »um längeren Aufenthalt nach Plöa in Holstern.

• Wiesbaden, 12. Juni. Das Urtheil in dem Prozeß de» Dr. M-tzzer wurde heute gefällt; dasselbe lautet dahin: Aufhebung be» Arrestbefehls unb Verurtheilung ber Aktiengesellschaft be« Wie«- badener Badeetabltssements in ble Kosten. D. Metzger übernimmt wieber ble Oberleitung b S Etablissements. — Aus Kamerun werben in Kürze eine Anzahl schwarzer Zöglinge in einem

। hiesigen Lehr-Institut untergebracht unb auf Kosten , des Kolomal-Verein« unterrichtet werden.

i * Weimar, 13. Juni. Die Generalverfamm- , lung der Goethe-Gesellschaft wurde laut der .Frif- Ztg.' überrascht durch ble offizielle Mittheil­ung, daß ble Enkel und Urenkel Schiller'», die Freiherren von Gleichen-Rußwurm, da» Schiller- Archiv mit allen Beständen der Großherzogin zur Vereinigung mit dem Goethe - Archiv übertragen hätten. Die Versammlung sprach telegraphisch ihren Dank au» und ernannte den Enkel des Dichter» zum Ehrenmitgliede der Gesellschaft.

• Dortmund, 13. Juni. Nach einer Mel­dung der,RH.-Westf. Ztg.' find sämmtliche Truppen au» dem Kohlenrevier in Ihre Garnisonen zurück-

Literarisches.

§ Soeben erschien im Berlage der Paulinus-Druck«ei in Trier eine höchst zeitgemäße Broschüre, betitelt: Meli- tor, Hutten und Sickingen. 8°. 64 S., Preis 50 Pfg., franko gegen Briefm. durch j-d« Buchh. 60 Pf.

S(uf der Eb-rnburg bei Kreuznach ist „Hutten und Sickingen" ein Denkmal gesetzt worden. Zu diesem Zwecke haben hervorragende Protestanten und auch mancheKatho- liken eine Sammlung zur Erbauung eines Denkmals ver­anstaltet. Hiergegen erhob die ganze katholische Presse energisch Widerspruch, da diese beiden Männer es nicht verdienen, vom deutschen Volke gefeiert zu werden. Er­freulicher Weise erschien gerade noch zur rechten Zeit die oben angekündigte Melitor'sche Schrift, welche ganz gründ­lich mit der Verhimmelung dieser beiden Männer auf­räumt. Der Verfasser schildert sie in leidenschaftsloser Weise in ihrer wahren und geschichtlichen Gestalt, ganz nach ihrem R-den und Thun. Wer die Broschüre gelesen hat, wird zugestehen muffm, daß „Hutten uud Sickingen kein Denkmal gebührt und durch Werk«, wie Bungerts Festspiel, das deutsche Volk in dreister Weise um die Wahrheit betrogen wird. Wir wünschen der M-litor'schen Schrift im Interesse der geschichtlichen Wahrheit eine große V-rbreitung, sowohl unter Katholiken als Andersgläubigen.

Letzte Beobachtung 10x/g Uhr Morgen». Luftdruck — 737,9 mm. — Lufttemperatur — 20,3° C. — Luftfeuchtigkeit — 82%. — Wolkenzug, untere Schicht, (Strati) aus NO. — Windrichtung — NO2. — Him- melsanficht = bewölkt.

14 7 737,4

Luftdruck um 1 ML. gefallen, steigt aber wieder langsam. Luftströmung noch schwach norb- östlich. Tewp. noch 3-4° über normal. Gestern 2 Ferngewitter au» Süd. Niederschlagsmenge in Mill. — 3,4.

Ohne besonderes Hervortreten des Maximum« ist die Luftdruckvertheilung über Europa sehr unregelmäßig. Im Westen Großbritannien» naht ein neues Minimum heran. Veränderliche Bewölkung, schwache Luftbewegung und meist die normale etwas überschreitende Temperatur kenn­zeichnen die Witterung über Deutschland. (Seewarte.)

Auszug m de« Register« des St««desamts Fulda

vom 7. bis 13. Juni 1889. Eheschließungen.

8. Juni. Schmied am Bahnhof, Witwer Konrad Bätz aus W-rnges und Anna Elisabeth Weber von Hergerts- feld. 8. Eisendreher Ferdinand Zimmer und Anna Ma­ria Katharina Latsch von hier. 8. Postasfistent Leo Müller von Harmerz und Maria Louise Christine Gerlach von hier. 10. Königlich Bay-rischer Bauamts - Assessor, Witwer Ludwig Jakob Bernhard Zaech von Schweinfurt und Eva Barbara Wähler von hier. 12. Kaufmann Friedrich Wilh-lm Heymanns von Crefeld und Maria Philippme Walter von Hünfeld.

Geburten.

4. Juni. Paul Karl Ernst, S. deS Eisenbahn-Werk­meisters Hans Ludwig Meyer. 5. Andreas Joseph Bo­nifatius, S. des Metzgermeisters Michael Koch. 6. Wil­helm Karl, S. des Kaufmanns Michael Karl Hauck. 6. Karl Anton Bonifatius, S. des Eisenbahn - Zugführers Johann Heinrich Becker. 7. Aloyfia Augusta Maria, T. des Postsekretärs Urban Müller. 7. Friedericke Ma­ria Louise, T. des Kaufmanns Peter Riebold. 8. Louise, T. des Bierbrauers Konrad Becker zu Lehnerz. 9. Mar­garetha Johanna Elisabeth, T. des Bezirks - Feldwebel« Friedrich Johannes Habermann. 11. Karl August, S. des Fabrikschlossers Hermann Quinkler. 11. Wilhelm, S. des Droguisten Ludwig Schramm.

Sterbesälle.

7. Juni. Emma Anna Gertrude, T. des Gerichts­vollziehers Mathias Klopp, 3 M. 14 T. 7. Octavmn Gärtner, Schneider von Hosenfeld, verheirathet, 71 I. 2 M. 26 T. 9. Margaretha Johanna Elisabeth, T. des Bezirks-Feldwebels Friedrich Johannes Habermann, 15 Stunden. 10. Eduard Finck, Telegraphen-Jnspektor a. D. led. St., 70 I 6 M. 29 T

bevor noch thieräcztlich« Hilf« herbeigeholt werden konnte, verendete. Aus Lossa wird keuchtet, daß ein ungeheuerer Schwarm einer Kuh den Tod brachte. Menschen trugen in Folge der Mückenstiche bedeutende Geschwülste davon. Professor Taschenberg hat dieselbe als die Simalia rep­tans, eine Verwandte der Kolumbatfcher Mücke, bestimmt. Nach einem Berichte im ,Landw. Centr.-Blatt f.d.Prov. Pos/ macht sich auch im Kreise Wongrowitz bei dem Rindvieh eine Krankheit bemerkbar, die anscheinend auf die Kolumbatfcher Mück« zucückzusühren ist. Die Thiere zeigen an den schwach behaarten Grellen stark ge- rothete Punkte, augenscheinlich von den Stichen einer kleinen Mücke herrührend, mit denen diese Stellen stark besitzt sind. Später bilden sich Geschwülste am und im Halse und unter der K nnlade, die gewöhnlich rasch den Tod des Tbieres herbeisühren. Voraussichtlich ist es auch

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Vermischtes.

* Bonn, 11. Juni. In der hiesigen Provinzial- Jrrenanstalt starb dieser Tage im Alter von 34 Jahren der Landwirth Eduard Edeling, ein Bruder des be­kannten Attentäters Nobiling. Edeling hwlt sich vor seiner llebersührung in die Anstalt zu Köln aus. Nahe Verwandte des Attentäters, darunter Offizier« m der deutschen Armee, erhielten seiner Zeit die Erlaubmß, ihren Namen Nobiling in Edeling umzuändern. In der Sterbe- urkunde des jetzt hier verstorbenen Edelmg hertzt ver

♦ In der Rheinprovinz und m Sachsm ist dte Krie­belmücke ausgetreten. Ungeheuer« Schwärme dieser Mücke, denen mehrere Thiere zum Opfer sielen, zogen dieser Tage über dies« G«g«nd hm. In Krumke betOster- burg wurde eine Kuh von mehreren Schwärmen überfal­len und derarttg zugerichtet, daß sie kurze Zett darauf.

Briefkasten.

Nach Cassel. Folgt morgen.

Wassertvärme der Fulda.

Gestern Abend um 7 Uhr: 15 Grad.

Heute Morgen um 6 Uhr: 13»/, Grad.

Meteorologische Beobachtungen ______der hiesigen Wetterwarte.