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Möbeltransport-Gesellschaft" zu einem wichtigen, öffentlichen Verkehrsmittel geworden.

• Für „das menschenwürdige Dasein in der ersten Eisenbahnklasse" trat in derHerren- haussttzung in Berlin unlängst Graf von Mirbach ein. Der vor kurzem in den Grafenstand erhobene frühere Freiherr verlangte „mehr Luft und mehr Platz" und ist bereit, eine Erhöhung der Fahrpreise für die erste Klaffe zuzugestehen. Letzteres ist ge­wiß sehr schön. Jndeß die Coupes erster Klaffe zählen jetzt höchstens sechs Plätze. Von diesen sechs Plätzen waren nach der Preußischen Eisenbahn- Statistik im letzten Jahre durchschnittlich nur 8,9 pCt. besetzt. Durchschnittlich ist also in einem Coup» erster Klaffe nur 0,53 Platz, kaum ein halber Platz, besetzt, erst auf zwei Coup« erster Klaffe kommt also j tzt im Durchschnitt ein einziger besetzter Platz. Gerade bei den hohen Preisen für die erste Klaffe macht in Folge der geringen Be­setzung der Coupes die E.senbahn-Verwaltung ein besonders schlechtes Geschäft.

* Die Ministerien der geistlichen rc. Angelegen heiten und des Innern haben betreffend die Ge­nehmigung öffentlicher Ausspielungen und Lotterien zu Kirchenbauten an die unter­stellten Behörden folgenden Erlaß gerichtet: Ew. p. p. erwidern wir auf den gefälligen Bericht er. gebenst, daß nach einem in der Ministerial-Jnstanz seither festgehaltenen Grundsätze den zu Kirchen­bauten beabsichtigten öffentlichen Lotterien und Aus­spielungen die Genehmung versagt wird, wenn solche lediglich zur Erleichterung der bestehenden Kirchenbaupflicht dienen sollen. Ew. p. p. ersuchen wir ganz ergebenst, diesen Grundsatz künf­tighin gefälligst zur Anwendung zu bringen.

§ Ermahnung eines Schlächtermeisters an seinen Sohn, der in die Fremde geht: „Sei immer hübsch ordentlich und brav und gehorsam gegen Deinen Meister, und vor Allem bleib' immer ehrlich, mein Junge, und stopfe nie Pferdefleisch in die besserenKnackwurstsorten!-

* Höchste Leistung.) Ex-Bassist: „Die heutigen Sänger haben keine Kraft mehr, — ich versichere Euch, Kinder, — ich habe 'mal in Wien den „Sarastro" ge. sungen, daß ein Herr im Paterre taub geworden ist.

[Schrecklich!) Fremder: „Also in diesen Ruinen haust ein Gespenst? Wahrscheinlich ein Raubritter?" — Einheimischer: „Nein, ein Schauspieler, der bei Lebzeiten vergaß, sich in einer Rolle photographiren zu lasten — deshalb hat er keine Ruhe im Grabe!"

[Än seinen Werken erkannt.) Thierarzt: „Sie waren gestern auf der Jagd, Herr Rath!" — Rath: „Allerdings — aber woher wissen Sie das? — Thier­arzt: „Ach, ich hab' eben heut zwei angeschoffene Kühe in die Kur bekommen!"

[Seim Optikus.) „Brauche Brille." - „Weitsich­tig?" — ,7&lee." — „Kurzsichtig?" — „Ree." — „Ra was denn sonst?" — „Dorchsichtig."

[3it der Kunstausstellung.) „Weshalb fordert denn der Maler nur 97 und nicht rund 100 SR. für sein Gemälde?" — „Nun, er wird wohl den Werth der ver­schmierten Leinwand abgezogen haben."

[Subliter Zweifel.) „Hast Du schon gehört, daß der Mooshuber 'von einer Equipage überfahren worden ist?" — „Ah, der ist doch ein rechter Renommist! Das wird gewiß nur ein ganz gewöhnlicher Omnibus ge­wesen sein!"

[Recht uud billig.) Man sagt zwar: Was dem Einen recht ist, ist dem Andern billig; gewöhnlich aber ist das dem Mann zu theuer, was der Frau recht wäre.

Literarisches.

Christ oder Antichrist? Beiträge zur Abwehr gegen Angriff« auf di« religiöse Wahrheit; von Gottlieb. Band I.: Briefe aus Hamburg. Ein Wort zur Vertheidigung der Kirche gegen die Angriffe von sieben Leugnern der Gottheit Christi. Heft 1-4 ä 60 Pfg. Vollständig in 7 Heften.

Inhalt des 4. Heftes: Das Wesen des katholi­schen Ordenslebens. — Die evangelischen Räthe als Ge­lübde. — Zusammenhang zwischen Mönchthum und Katho­lizismus. — Klösterlicher und weltlicher Stand — Klöster eine Nothwendigkeit der Kirche. — Der Organismus der christlichen Kirche. — Der Protestantismus und das katho­lische Ordensleben. — Das Urtheil des Protestantismus über die Klöster. — Protestantische Bedenken gegen das katholische Ordensleben. — Haltung der Gebote und Werke der Uebergebühr. — Ein Mehr oder Minder im Guten. — Werke der Uebergebühr. — Sind die Klöster zeitge­mäß ? — Entbehrlichkeit der religiösen Orden. — Zurück zu Christus I — Angriffe auf die Jesuiten. — Die Je­suiten, geschildert als schauerliche Bluthunde. — Wie könn­ten solche Wesen existiren? — Unmöglichkeit der geschil­derten Scheusalen. — „Der Zweck heiligt die Mittel." — Die Jesuiten als Feinde der Geistesfreiheit. — Or­dens-Tendenzen und Mittel dazu. — „Seelenfängerei." — Organisation des Ordens. — Jesuitengehorsam. — Der Spiegel der Geschichte. — Längst widerlegte Unwahr­heiten. — Abwehr der neuen Lehre. — Döllinger über die Jesuiten. — Macht der Lüge. — Grundriß der „jesuit. Grundsätze". — Das offizielle Programm der Jesuiten- — Die wahre Aufklärung. — Schafe und Schafsköpfe. — Protestantischer Schlendrian und die Windmühle von Jena. — Das Gebet in den Exercitien. — Luther und Ignatius Hand in Hand. — Sinnliche Symbolik im Dienste der Wahrheit. — Das Herz und die äußeren Sinne. — Der Gebrauch der Biebel. — Der Grund­gedanke deS Katholicismus. — Jesuitische und moderne Welterklärung. — Der Grundgedanke des Protestantis­mus. — „Der große Gedanke" im Katholilismus. — Das Buch des hl. Antonius. — Der Gott des modernen Protestantismus. — Der Kern und Stern des Jesuitis- mus. — Deutsches Gemüth im Christenthum. — Hanne- Klapp als Wegweiser zu Christus. — Der Verzicht auf den Himmelslohn. — Katholisch-christlich oder modern­christlich. — Unterschied zwischen katholischer und modern­protestantischer Lebensanschauung. — Ansprüche an die Verkünder des Evangeliums. — Ascese für Geistliche. — Der evangelische Prediger. — Die protestantisch gewor­denen Geistlichen. — Modernes Pastorendasein. — Die katholische Vollkommenheit. — Das katholische Geheimniß. — Die „Geheimnisse" der Jesuiten. — Katholisches und protestantisches Gewissen. — Sünde nach protestantischer Auffassung. — Das protestantische Gewiffen.

Sie ließe Gottes.

enn auf den Meeresspiegel

Die Gluth der Sonne brennt, Dann schweben leichte Wolken Empor zum Firmament.

Und wenn's wie Frühlingsregen Vom Himmel niederfällt. Dann athmet frisches Leben Die neugeborne Welt.

O wisse, Menschenseele, Daß wie ein Meer bu bist, Und glühend wie die Sonne Die Liebe Gottes ist.

Drum wenn der Gottessonne Ein Strahl in's Herz dir brqnnt, Dann hebt sich all dein Sinnen Empor zum Firmament.

Die Andacht deiner Lippen Durchdringt des Himmels Blau Und fällt befruchtend nieder Als milder Gnadenthau.

Dann ist's im Seelengärtlein So frisch, so jung und grün, Und neues, frisches Leben Beginnt emporzublüh'n.

Und leuchtet von den Bergen Des Frühroths Dämmerschein, Dann funkelt's auf den Rosen Wie Gold und Edelstein.

Und all' die Fünklein steigen Aufs Reue himmelwärts Und fallen ewig wechselnd Hernieder in dein Herz.

So gleicht dein Herz dem Meere, Verzehrt von Himmelsgluth, Wenn Me Gottesahnung In seiner Tiefe ruht.

D.

Gottesdienst-Ordnung in Fulda.

Sonntag, 26. Mai.

Dom. Um 5, 6, 6»/«, 7‘/i Uhr hl. Messen, um 9 Uhr Amt mit Predigt. Christenlehre um 10»/< Uhr für die Jünglinge und um 1 Uhr für die Jungfrauen. Um 4 Uhr Bittprozesston auf den Frauenberg. Um 7 Uhr Andacht in der Marienkapelle. Montag, DienStag und Mittwoch, jedesmal um 7 Uhr, statt der ehem- Bittprozessionen die Litanei von allen Heiligen, darauf das Bittamt. — Stadtpfarrkirche. 5 Uhr hl. Messe mit Predigt, 7 Uhr hl. Messe, 8 Uhr hl. Messe mit Pre­digt, 91/s Uhr Hochamt mit Predigt, 11 Uhr hl. Messe, 11 Uhr Christenlehre, 2 Uhr Wallfahrt aus den Frauen- berg, daselbst Predigt und Andacht. 7»/< Maiandacht. — Michaelsberg. 10 Uhr Gottesdienst, 2 Uhr Bruder­schaft. — Severikirche. 8 Uhr Schülergottesdienst. — Hospitalskirch«. 8 Uhr Gottesdienst, 5 Uhr Abendandacht. — Frauenberg. Um 5, 6, Uhr heil. Messen, 6Vi Hochamt, 8 U. Bruderschaftsmefle. Nachm. gegen 2 Uhr nach Ankunft der Prozession Predigt und Betstunde.

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in der

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Montag, de« 87. Mai er., Bormittags 10 Uhr,

im Erb'schen Gasthof zu Großen­taft.

1. Schutzbezirk Leibolz Forstort Rückersberg und Strauch. Eichen-Stämme 3. bi» 5. Kl., 20 Stück.

Eichen-Kloben, 3 Raummeter.

Buch en-Kloben, 20 „

„ -Stockholz, 60 „

„ -Stammreifig, 30 Wellen-

hundert.

2. Schutzbezirk Großentaft. Forstort Stallberg und Appelsberg. Buch en-Kloben, 80 Raummeter,

„ »Astknüvpel, 50 Raummeter.

„ -Reifig 3. Kl., 6 Wellen- hundert.

3. Schutzbezirk Treischfeld. Forstort Kleinberg.

B u ch e n - Kloben, 20 Raummeter. Burghaun, den 17. Mai 1889.

Der Kgl. Oberförster. Wiederhotd.

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