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1889

Donnerstag, den 23. Mai.

3tihmg

Meer

Kohlengebiet in Folge des gebrochenen 93er«

(21. Fortsetzung.)

Ma, die ältere von Beiden, ein etwa elsjäh.

schließen. M ,

♦ Die Samoa-Konferenz hielt heute Nach­mittag 3 Uhr eine Sitzung, die um 4^ Uhr schloß.

• Die Maurer« und Zimmerer Berlins haben den Generalstrike beschlossen. Bei Durch« sührung desselben werden etwa 20—25000 Ar-

Kreise.

Der Hausherr brachte die Stunden vor der Ankunft der Gäste in seinem Atelier und dem daranstoßenden Kabinet zu, während seine Schwä­gerin in chrer etwas hastigen, geräuschvollen Weise noch einige Anordnungen traf. Sie freute fich sehr über den erneuten Verkehr mit der Tochter de« Bankiers, welche ihr in ihren Mädchenjahren immer als da» Ideal einer feinen jungen Dame erschienen war. Sie selbst war zwar viel älter al« Elma, welche fich mehr an Jenny, die ver­storbene Frau des Prvftfsot» angeschlofien hatte;

sächlich schon Abends 6 Uhr begonnen, da aus allen W.rken mit Ausnahme der Arnim'schen die Nachtschicht gar nicht oder nur von wenigen Ar­beitern ausgenommen wurde.

• Münster, 22. Mai. Heute stellt da« Dom«

„D, das weiß ich längst/ sagte der Kleine mit überlegener Miene: „Eckenheimer Thurm" heißt er.

„Nein, Eschenheimer Thurm heißt er! Da

„Eckenheimer, Eckenheimer," wiederholte Theo leise und winkte fortwährend mit dem Kopfe dazu, „ich

beiter feiern/ . ,

* Der Reichstag hat heute die dritte Be« rathung des Alters- und Jnvaliditätrverficherur.gs«

Bei Profefior Heimbach gab man heute Abend eine kleine Gesellschaft. ~ 2 kurze Zeit am Orte und hatte fich kaum vollstän­dig eingerichtet; es waren deßhalb auch nur die allerbesten Bekannten eingeladen und man versprach fich einen recht gemächlichen Thee-Abend im engsten

* Dortmund, 22. Mai. Eine große Ver- fammlung beschloß einstimmig die Wiederaufnahme des Strike« und Festhaltung an dem Berliner Protokoll. Hammacher ist zur Vermittlung hier

hinaus, während der inzwischen genesene neuniäh- rige Theo aus dem Teppich kniete und ein neues zierliches Spielzeug mit großer Geschicklichkeit aus- eivanderbrach. Er war schmächtig, und blond und glich der verstorbenen Mutter; dagegen erinnerte die für ihr Alter große und kräfttge Rika in ihrer ganzen Art an Tante Dora.

„Du, Rika, was stehst Du immer da und stehst den langweiligen alten Thurm an?" fragte Theo

gähnend. , „ . .

„Well er mir nun einmal gefällt, und lang- wellig ist er auch nicht, sondern viel unterhalten­der al» Du, kleiner Knirps. Wenn ich chn an­sehe, kann ich mir doch allerlei Schönes dabei den­ken, z. B. war für Leute er fchon an fich Vorbei­gehen gesehen hat und wie es oben in dem kleinen

kapitel die Kandidatenliste für den Bischoss­fitz auf. Das Resultat soll streng geheim gehalten

anaelanat.

* Bochum, 22. Mai. Der Strike hat schon theilweise das Bochumer, Gelsenkirchener und Esse« ner Revier ergriffen. Das Dortmunder beherrscht er fast ganz. Die Belegschaften waren überall

"Köln, 22. Mai. Da« Centrum stellt für die ReichStagS-Ecfatzwahl in Crefeld den Land- tagsabgeordneten Rechtsanwalt Dr. Karl Bachem (Köln) auf. Sozialdemokratischer Gegenkandidat

- Zwickau, 21. Mai. Die heute im Gebäude der Kreishauptmannschaft abgehaltene Sitzung der Vertreter der Bergarbeiter nahm den Vor- schlag der Werksvertreter an: Zehnstündige Ar­beit, 10 pCt. Lohnzuschlag und Erfüllung der übrigen Forderungen der Arbeiter. Abend« fand eine öffentliche Versammlung der Bergarbeiter statt, welche einstimmig den lOprozentigen Lohnzuschlag ablehnte und alle Vermittlungsvorschläge zurück« wie«. Al« hierauf da» Centralcomi!« der Arbeiter demisfionirte, wurde die Wahl eine» neuen Somit et S- uno ^nuauuuuisutiumtiuuy»- , vorgenommen, zugleich aber Vorschlag, »zu . Die Bestimmungen über die anderweitigen Verhandlungen mit den Bergwerks - - - I bisitzern die Arbeit fortzusetzen, einstimmig abge-

rige« Mädchen mit nettem Teint und schwarzem, wolligen Haar, da» nur von einem hellblauen sn.-k. fnf» «ifior ifire etwa« eckiaen Schill«

• Zu Ehren be» König« von Italien fand heute früh auf dem Tempelhofer Felde große Parade Über die Berliner und Spandauer Gar­nison statt. Das militärische Schauspiel, das be­reits früh 8l/2 Uhr feinen Anfang nahm, war von prächtigem Wetter begünstigt und nahm einen großartigen Verlauf. Außer dem Kaifer, dem Könige und dem Kronprinzen von Italien wohnten demselben bei die Kaiserin mit dem Kronprinzen und dem Prinzen Eitel-Friedrich, Prinz Heinrich, der Prinzregent von Braunschweig und zahlreiche andere fürstliche Persönlichkeiten, ferner der ita­lienische Ministerpräsident Crispi. Auch die Ge­sandtschaft des Mandena«Sultans hatte fich ein« gefunden. Die Parade befehligte der kommandirende General des Garde-Koips, General Freiherr v. Mserscheidt-Hülleffen. Die Aufstellung erfolgte in zwei Toffen, dis von den Generallieutenant» v. Kattenborn-Stachau und Graf v. Alten komman- dirt wurden. Zahllos war die Menschenmenge, die fich auf dem Paradifelde, sowie auf der Straße, welche der Kaifer mit seinen hohen Gästen auf der Hin- und Rückfahrt passirte, versammelt hatte. Nachmittags fand im Schlöffe Paradetafel statt, Herzogs. Hess. Divifion statt, zu der 400 Einladungen ergangen waren. Abends > • 21-

war Gala - Vorstellung im Opernhause angesetzt; ein großer Zapenstreich soll den heutigen Tag be-

Ausland«

* Die Verhandlung gegen den Attentäter Per- rin ist aus den 28. d». Mr. vor dem Zucht­polizeigericht in Pari« anberaumt.

• Die agrarischen Unruhen in der Lombard et sind im Abnehmen. Seiten« der Behörden sind umso ff ende Vorkehrungen zur Verhinderung werte­rer Ausschreitungen getroffen, Vorkehrungen, dis sich augenscheinlich bewähren.

• Der rumänische Thronfolger, Prinz Fer- dinand von Hohenzollern ist gestern feierlich rn den rumänischen Senat eingeführt worden. Da» Königspaar wohnte der Feier bei.

• Wie ein russische« Blatt meldet, hätte die Kommisston de« russischen Reichsraths bei der Berathung der Frage über die Verantwortlrchkert der Eisenbahnbeamten für die Eisenbahnkatastrophe bei Borki, einerseits die Schwierigkeit, dwse Frage zu lösen, andererseits den Umstand In Be­tracht gezogen, daß die obersten Beamten bereit» ihrer Stellung enthoben find, und Straferlaß be­fürwortet.

* Der Schah von Persien ist auf seiner europäischen Tournee in Moskau eingetroffen. I Von Moskau geht es zu längerem Aufenthalt nach Petersburg und dann nach Berlin.

Deutsches Reich.

Berlin, 22. Mai.

LohMaflen?d?s Deckungsverfahren und was da- I besttzern me »r°ni kvrr^^n, mit zusammenhängt, wurden nach den Anträgen lehnt. Der Strike wurde erklärt und hat tha- der Kommission erledigt. Anträge auf Einführ- R nf,r f'eflOnnen- ba auf

ung der Einheitirente und Errichtung besonderer Alter«- und Jnvalidenkaffen bei den Berussge« noffenschaften wurden abgelehnt. Weiterberathung morgen. — Der Schluß der Reich«tag«sesfion

x Iran; von Wendt».

Novelle von Marga Brechten.

ist Ende nächster Woche zu erwarten. Die dritte Berathung de« Jnvalidttäts« und Altersverficher- , unaraeiebes soll noch in dieser Woche zum Abschluß werden. — Da« Militär bleibt vorläufig im „psonapn nälbfier Woche sind noch zu er- I Ko hl en gebiet in Folge des gebrochenen Ver« ledigen die Strafgesetznovelle betr. die Bestrafung sprechen« Seitenr der Zechen-Berwaltungen. _ imAurlande begangener Verbrechen und Vergehen, > 22. Mai. Eine aroße

der Rachtragsetat wegen der Uebernahme der Landesverwaltung von der Neu-Guinea-Compagnie und die Deklaration zur internationalen Reblaus- Konvention. Die Deklaration soll am 1. Juni

ds. Jr. in Kraft treten.

• Die Manöver der Truppen der 21. Division finden in diesem Jahre, wie solgt, statt: a. Brigade- Exerziren: 41. Jnf.-Brigade (Reg. 87 und 88) auf dem großen Sande bei Mainz, 42. Jnf.-Bngade (Reg. 80 und 81) bei Windecken, 21. Kav.- Brigade (Hus. 13 und Dragoner 5) bei Vilbel; b. Brigade-Manöver : 41 Jnf.-Brigade bei Mainz J^BUg'ad"bzwffchen^ Windeck^nFttddbng und I ist Rechtsanwalt Beller I in Meldorf. Homburg v. d. H.; o. Divifions-Manöver zwischen ' — - -

Frankfurt und Taunus, also vorausstchtlich in der größeren Umgebung von Homburg v. b. H. Am 18. Sept, findet Manöver der ganzen Division gegen einen markirten Feind, am 19. Sept., dem letzten Manöver-Tage, Manöver gegen die Groß-

bei ihrem ersten Besuche im Hause des Doktors kLLWSL 18SS S’äSs daher die junge Frau mit Freundschastrbezeugungen • mfthTenb ber mzwnLen aenesene neun) h« oaa) n„0 um« ™ I aller Art und drängte fle, an einem kleinen Kreise, ■. ^D e Familie war erst welcher sich an einem bestimmten Abend in der ■ - -- - —- , I Woche im Hause ihres Schwagers versammelte,

theilzunehmen. Wenden hatte Anfangs gezögert, er dachte an die dadurch entstehende bedeutende Vermehrung der Ausgaben, aber er iah die Blicke seiner Frau so bittend, säst vorwurfsvoll auf fich gerichtet, und Fräulein Erdmann'« Hinweis auf die blerchen Wangen und da» erholungsbedürftige Autsehkn derselben, ließ chn vollend» nachgeben.

Heute war der erste Äbenb der kleinen Gesell­schaft, und Fräulein Erdmann dachte mit Ver­gnügen daran, den kommenden Gästen chre schöne Freundin vorstellen zu können. Sie beschaute die

verriethen. Ja, sie waren schr reich, Heimbach | auch schon gesagt, wie er heißt. ____ _u

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aber rote viele tutete, unveryeiraryeie warnen uw »“T“ »ererben

sie den Umgang mit jüngeren. Während chre» sollte sich einst nur auf z«i Kmder vernveu kurzen Aufenthalter in Frankfurt hatte sie von welche Cvcr. «^weilten, bent wütigen Ereignissen nach ber Hochzeit chrer in ihrem 8e”eWtU^

einstigen Freudin vernommen, unb da sie dieselbe Ma, die ältere von -Baben, ein t 11 9