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Wetter

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Temperatur» eltreme. Mar. | Mtn.

* Er ist bestimmt worden, daß an den laut Gesetz vom 8. Mai 1887 im Herbste d. I. statt­findenden Hebungen die Reservisten der In- a |W| *imn uu w fonterie, sowie der Fuß- und Festungsartillerie I der Aklionäre H'mP reffe von W WO Mk'"er° des Jahrgang« 1883 theilnehmen sollen, welche ' ' - -

weniger al« 3 Jahre aktiv gedient haben, ebenso diejenigen de« Jahrganges 1879, welche über 3 Jahre gedient haben.

* Fulda, bett 30. April. Am heutigen Schweine- ”aFelLnur wenige Läufer zugetrieben, dagegen ca. 300 Ferkel, Preis 15 bis 24 Mark.

• Au« Veranlassung verschiedener Anfragen gibt dar hiestge kgl. Landrathramt unter Bezug­nahme auf seine Bekanntmachung vom 11. d«. Mtt., welche wir ebenfall« hier zur Kenntniß unserer Leser brachten, nunmehr nachträglich be­kannt, daß für den hiesigen Platz die Abhaltung von Rindviehmärkten nicht untersagt worden ist. Der nächste Viehmarkt Hierselbst wird am Donnerstag, den 25. April l. I. abgehalten.

* Die hitsige Schlachthausfrage ist in ein neue« Stadium getreten, indem der Vorschlag de« Stadtrath«, ein neue« Schlachthaus zu tauen, vom Bürgerausschuß abgelehnt wurde. Es bleibt demnach nicht» andere« übrig, al« den Umbau de« alten Schlachthauses und Einrichtung einer neuen Kläranlage, wie es von der Regierung ver­langt wurde, zu veranlassen.

* Ter Sekretariats-Asfistent Herr E. Wehner dahier wurde zum Probator der Stadt Fulda ernannt.

fahrt umgeschlagen, 50 Erwachsene und Kinder fielen ins Wasser und schwebten in Lebensgefahr. Glücklicherweise war das Ufer in der Nähe und alle konnten fich durch eine flache Stelle retten.

* Aus dem Werrathale, 19. April, wird der ,C. A. Z.' geschrieben: Gestern früh wurde der berüchtigte und seit längerer Zeit steckbrieflich verfolgte Wilddieb und Dieb Klotzdach aus Stadt­lengsfeld im Taubenschlag der Abdeckerei zu Vacha nach heftiger Gegenwehr — er war mit einem sechsläufigen Revolver versehen, von welchem er ausgiebigen Gebrauch machte — überwältigt und geschloffen unter scharfer Bedeckung in's Gefängniß abgeführt. Klotzbach hatte in dem Boyneburgischen Schloß in koloffrl frecher Weise eingebrochen und nicht allein Goto- und Srlbersachen, sondern auch Kunstqegenstände von enormen Werlhe gestohlen; als Thäter entdeckt, sollte er s. Z. vom Gerichts­diener in Stadtlengsfeld verhaftet werden, wider­setzte sich dieser Verhaftung und verwundete den Gerichtsdiener lebensgefährlich. Seit dieser Zeit war Klotzbach verschwunden und konnte zwar durch Aussprengen der Nachricht, er sei nach Amerika entkommen, da» Publikum täuschen, nicht aber die Behörden, welche wußten, daß er sich in den Wäldern aufhielt und von bekannter Seite ernährt wurde. Als er sich im Taubenschlage der Abdeckerei zu Vacka befand, war der Augenblick gekommen, den gefährlichen Verbrecher dingfest zu machen.

? Frankfurt a. M., 21. April. Se. Maj. der König hat die Anlegung des anläßlich der Sckungizfeier Sc. Heiligkeit ihm verliehenen Rit­terkreuzes de« Sk. Sylmstsr-Ordens und de« kreu­ze« „Pro Ecclesia et Pontifice“ mit Ordre vom 9. d. M. dem Schriftgießereibesitzer Heinrich Fr. Grimm zu Frankfurt a. M. gestattet.

* W i e« b a b e n, 20. April. Die Kaiserin von Oesterreich wird, unter dem Namen einer Gräfin Hohenembs, Dienstag früh mit einem etwa 12 Wagen zählenden Hofixirazug am Ost­bahnhof in Frankfurt a. M. eintnffen und sogleich die Fahrt nach Wiesbaden über Verbindungs­bahn und Grie«heim-Höchst fortsetzen.

* Wabern, 18. April. Die hiesige Domäne soll wieder neu verpachtet werden. Dieselbe um­faßt ein Areal von 90,755 ha, darunter über 80 ha Ackerland und ungefähr 9 ha Wiesen. Die Dauer der Neuverpachtung soll 18 Jahre betragen und zwar von Johannis 1890 bis Johannis 1908. Der Mindestbetrag de» jähr­lichen Pachtzinses ist auf 6700 Mk. festgesetzt und ist zur Uebernahme der Pachtung nicht nur erforderlich, daß die Bewerber sich über ihre

* Gießen, 18. April. Die Dr. Schüler'sche Besitzung, welche zu einem Saalbau-Unternehmen umgewandelt werden soll, ist gestern im Auftrage

wolkig z. hriter

vv,wvv jzu« Kl* worben worden. Die U-bernahme soll am 1. Juli erfolgen.

Meteorologische Beobachtungen der hiesigen Wetterwarte.

Aus Stadt, Vroviuz und Nachbargebiet.

F u l d a, 23. April.

* Heute Vormittag 10 Uhr passirte der mit dem Sommerfahrplan in’» Leben tretende Blitz­zug Frankfurt-Berlin in Gestalt eine» Probezuges die hiesige Station. Bekanntlich hält dieser neue Schnellzug nicht in Fulda, indessen ist die Benutzung ab Bebra zu ermöglichen, wenn der um 9 Uhr Morgen» von Fulda abfahrende Personenzug bis Bebra benutzt wird.

* Mit Bezug auf den im Jnseratentheil der Nr. 85 d. Bl. veröffentlichten Aufruf zur Unter­stützung der Vereine vom rothen Kreuz wird un« soeben von sehr geschätzter Sette geschrieben: „Nr. 85 der ,Fuldaer Zeitung' bringt einen Aufruf zur Unterstützung der Vereine vom rothen Kreuz. In demselben wird gesagt, daß außer den Ritterorden nur diese Vereine künftig zum Militär-Sanitätsdienst berechtigt sein sollen. Es scheint demnach, daß die katholischen barmherzigen Schwestern und andere der Krankenpflege sich widmende Orden, sowie auch die evangelischen Diakonissen von der Pflege verwundeter und । erkrankter Krieger ausgeschlossen w rben sollen. Da« wäre im Jatereffe der Armee sehr zu bedauern, gar Mancher wird Bedenken tragen, eine solche Maßregel durch Unterstützung der Vereine vom rothen Kreuz gut zu heißen, daher dürfte e« Auf­gabe de» betreffenden Comitö» sein, den Sach­verhalt klar zu stellen, bevor die angekündigte Sammlung stattfindet."

kauerten einige Ämber in den Ecken, und die arme Frau saß vor dem Tffche, wohin ste den Sarg gestellt, und ich kam noch gerade recht, um zu sehen, wie sie krampfhaft den Sargdeckel aufge- riffen hatte und einen Augenblick lautlos hinein starrte. Die verstümmelte Leiche eine» kleinen Mädchens lag darin, nur das bleiche Gesichtchen war unentstellt, aber über die Stirn zog fich ein dunkler, blaurother Streifen. Auch das Opfer -einer unbarmherzigen Äugel! — Langsam sank der Kopf der armen Frau auf den Tisch nieder, und ein herzzerreißende» Schluchzen erfüllte die niedere Stube. Sie hatte mich nicht gehört, leise nahm ich den Sarg fort und trug ihn geräuschlos hinaus. Es war mir so eigenthümlich beklommen zuMuthe, ich hatte schon ganz andere Scenen ge­sehen, aber der Schmerz dieser Mutter ergriff mich auf'» Tiefste. Mir war'S, al« sei ich ihr schuldig, ihr geliebtes Kleinod selbst auf die Stätte zu brin­gen, die nun sein letztes Bettchen werden sollte, und hastig eilte ich mit der kleinen Bürde fort.

Dort, wo noch heute der Doktorgatten steht mit seinem steinernen Monument und den zerfallenen, verlaffenen Holzkreuzen a'S letzte Ettnnerung an seine Tobten war ein großes Grab gemacht für Re Alle. Ein tiefer, langer Graben, die Länge eines Sarges breit, umfaßte ste gemeinsam; und stufenweise auf einander gestellt, so daß die unteren längft unter der schweren Last der oberen zusarn- mengebrochen waren, lagen die Särge offen in der unfcimliUn tiefen Gruft, die schon so manchen Bürger Straßburg» aufgenommen hatte. Ein ver- pesteter Verwesungsgeruch umspann die grausige Stätte de« Tode«, ich stellte hastig meine Bürde »ur Erde und eilte hinweg, dem Todtengräber da» Wertere übertaffenb. (Fortsetzung folgt.)

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* Der Lehrermangel wird in Preußen immer fühlbarer. Sa waren in den preußischen Seminaren im Jahre 1887/88 im ersten Halb­jahr 496, im zweiten 434 Zöglinge weniger vor­handen al« die etat-mäßige Zahl. Im Regierungs­bezirk Arn«berg fehlen augenblicklich 102 Lehrer, und der Regierung stehen nur 50 Schulamts- Kandidaten zur Verfügung. In vielen anderen _ D Vll Barken walten ähnliche Verhältniffe ob. Die Befähigung als Landwirth ausw-ifen sondern zahlreichen Neugründungen von Präparanden- auch darüber, baß sie über ein Vermögen von Anstalten haben also ihren Zweck, den Seminaren mindestens 42 000 Mk. verfügen Die König! ° -«^Ehige Zahl von Zöglingen zuzuführen nicht Regierung zu Caffel hat den Verpachtungstermin erfüllt. Abgeschreckt von der Wahl de« Lehrer- auf den 27. Mai d. I., Vormittag« 11 Ubr im berufe» hat m letzter Zeit auch die Erwägung, Reqierungsgebäude anberaumt.

die abgehenden Seminaristen ohne ihre freie • Darmstadt, 20. April. Das bisherige Entschließung in die polnischen Bezirke verschickt Organ der sozial-demokratischen Partei, der ,Hes- worden sind, und die Regierung einen Rücktritt fische Volksfreund', ist in den Besitz der deutsch- von dort nicht gestattet. In einzelnen Bezirken freisinnigen Partei übergegangen und wird vom muß wieder wie ehedem eine Anzahl von Lehrer- 1. Juli ab täglich erscheinen.

stellen mit Präparanden, d. h. kaum dem * Graz, 20. April. Graf Hartenau (Prinz Atexan- Knabenalter entwachsenen jungen Leuten, die für J*'r ”• Battenberg) wird vom Herbst« ab in unserer Stadt die Aufnahme ins Seminar noch nicht reif sind, ständigen Aufenthalt nehmen; er hat bereits eine Woh- besitzt werden. An eine Leitung überfüllter Schul- 1 8 sem ’

klaffen kann unter solchen Umständen natürlich nicht gedacht werden, obgleich die Schulen, in denen einem einzigen Lehrer 150—200 Kinder anver- ___ _______

traut sind, noch einen erheblichen Prozentsatz bilden. Eelegre-Hischer Schiffebericht der ,jle» Ster litte' Aelmr-e». Von den ca. 4’/2 Millionen Volksschülern wurden -Switzerland- der .Red Star

1882 nur 1.800,000 Kinder in „normal" besetzten SfaTSeWaZXZ ro°5r‘ Klaffen unterrichtet, d. h. in Klaffen, die nicht 1 —--------- P9 9 "

über 70 (in rnehrklassigen) und 80 Schüler (in einklassigen Schulen) zählten.

* Cassel, 20. April. Der auch außerhalb Hessens bekannte Pfarrer Vllmar zu Willings­hausen, Kreis Ziegenhain, ist seines Amtes als Lokal-Schulinspektor enthoben worden, angeblich weil er wegen ungeziemender Haltung gegen das Herrscherhaus und die Staats-Regierung in Dis- ziplinar-Untersuchung steht. — Gestern Abend ist ein Seilfahrboot im Earlsbasstn bei der Heber-

Stand (Jahresmittel), wogegen die Temp. in den ützten Tagen die normale Höhe um 4 bi» 5° überschritten hat. Wolkenzug (Strati und Cumuli) und Luftströmung westlich bis südwestlich. Gehalt der Luft an rel. Feuchtigkeit bi» 82°/0 wieder gestiegen.

L tzte Beobachtung 101/2 Uhr Morgen». Luftdruck — 737,6 mm. — Lufttemperatur — 13,9o C. — Luftfeuchtigkeit — 82 o/o. — Wolkenzug aus SW.— Windrichtung — WSW2. — Himmelsansi-Lt — bewölkt.

Mehr «ab mehr finden bei Aerzte« ttttb in Anstalten die Sodener Mineral- Pastille« gegen Katarrhs der Athmung»- und Verdauungsorgane Emgang und die Zeugnisse über gute Wirkung häufen sich, deshalb sollten in feiner Familie die so schnell berühmt gewordenen Pa- stillen (erhältlich in allen Apotheken, Droguerien und Miner.-Wasserhandl. I 85 Pfg. die Schachtel) fehlen. Herr Sanitätrrath Dr. Koehler sagt übet die Sodener Wasser: Sie wirken auf den Blut- umlauf im Unterleib regulirenb und find anzu- w.-nden, wenn große Trägheit im Darmkanal ob­waltet, die erschlafften Schleimhäute zur normalen Sekretion zurückzuführen und wenn durch vermehrte Darmausjcheidungen Blutstauungen zu beseitigen find. So segensreich die Sodener Wasser, so wir- kung»reich sind die Produkte derselben, mithin auch die Sodener MtNeral-Pastillen, die eine so bevor­zugte Aufnahme im Publikum gefunden, daß ein Konsum von l1/, Millionen Schachteln innerhalb eines Jahres in oen Gauen Deutschlands zu ver­zeichnen ist. (Beim Einkaufs verlange man nach- drücklichst Aechte Sodener Mineral-Pasttllen und achte, ob deren Schachteln mit ovaler blauer Schluß- marke mit dem Facstmile PH. Herrn Fay ver­sehen find.)

Zur Verbesserung von Suppen, Saucen u. Gemüsen sollte in Haushalt Kemmerich’s Fleiseh-Eit™it

Das Beste Ist stets du Billigste! feUen-