Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat eine
pathisch gegenüber steht.
Meteorologische Beobachtungen
_____der hi efigen Wetterwarte.
der heutigen .Franks. Ztg.': Wie uns mitgetherlt wird, hat der Äufstchisrath den Pachtvertrag mit ben größten der gepachteten drei Fabriken, ber- j'Nigen des Herrn Jul. Fuchslocher, bi» zum 31 December 1902 erneuert; die Bedingungen de» neuen Vertrags seien in allen Ernzüheitm für die Gesellschaft günstiger al» die früheren, namentlich sei zu bemerken, daß die seitherige Pacht vom 1. Januar d. I. ab um ca. Mk. 6500 jährlich ermäßigt wurde.
• Die Lohnschrciber bei der Justizbehörde werden vom 1. März ab nach einem Justiz» ministerialrescript besser gestellt. 5D;e Schreibsätze betrugen bisher 5. 6, 7, 8 und 10 Pfg. und werden fortan betragen 5, 6, 7, 8, 10, 11 und 12 Pfg. Da» Mindesteinkommen betrug bisher 42 Mark bei einem Schreiblohne von 5 Pfg. für die Seite, bi« zu 66 Mk. bei einem Schreib- lohne von 8 Pfg. für die Seite, während jetzt da» Mindesteinkommen von 42 Mk. bi« zu 98 Mk. bei einem Schreiblohne von 12 Pfg. steigt. Em großer Vortheil bestehe auch darin, daß bereit» nach fünfjähriger Dienstzeit da» Mindest- einkommen gewährt wird, während bisher erst
nach zehn Jahren.
* Da» Polizeikostengesetz ist in der Kommission in zweiter Berathung gegen die Stimmen der beiden freisinnigen Vertreter angenommen worden, zusammen mit der von nationllideraler Seite beantragten Resolution, belnffenb die lieber« tragung bestimmter Polizeizweige an He O.tsgc- meinden. Auch bei der zweiten Berathung erklärte sich Minister Herrfurth dagegen, daß denjenigen Stadtgemeinden, welchen einzelne Zweige der Polizeiverwaltung bereit« überwiesen sind, eine Ermäßigung gegenüber ben in der Komiision beschlossenen Sätzen zu Theil wird. Der § 7 de» Entwurfs wurde in einer Fassung angenommen, wonach die zwischen der Regierung und den einzelnen Städten über die Hergabe von Grundstücken abge- fchloffeneu Verträge aufrecht erhalten werden, dagegen die au» diesen für die Slädte Bieslau, Danzig und Königsberg herzuleitenden Vnpflcht-
ungen aufgehoben werden.
• In einem auffallend Hellen Glanze leuchtet seit einigen Tagen der Abend st ern — die Venu» — gleich nach Sonnenuntergang am süd- westlichen Himmel. Fast kann man von einem Lichtwerfen desselben sprechen, so intensiv strahlt ein bläulicher Lichtschein, der viele Aehnlichkeit mit dem Bogenlicht elektrischer Beleuchtung hat.
* Die katholische Schulstelle zu Bebra wird in Folge Versetzung de« seitherigen Inhaber» mit dem 1. April d. I. vakant. Geeignete Bewerber um diese Stelle werden aufgefordert, unter Vorlage ihrer Zeugnisse sich binnen 14 Tagen bei dem Königlichen Lokalschulinspektor, Herrn Pfarrer Pfeiffer in Rotenburg oder bei dem Herrn Land- rath v. Altenbockum dortselbst zu mlden.
folgenden Sensationsbericht:
* Hilders. Der Geburtstag unseres Kaisers und Königs wurde auch hier in der festlichsten Weise gefeiert. Am Borabend fand Fackelzug mit Zapfenstreich statt, dem sich ein in schönster Weise verlaufener Kommers im Gasthaus zum „Engel" anschloß. Biele Häuser hatten glätt« zend illuminirt. An dem Geburtstage selbst fand Nachmittags in dem genannten Gasthaus ein zahlreich besuchtes Festessen statt, bei welchem Herr Dr. med. Grau in begeisterten Worten das Hoch auf den Kaiser ausbrachte. Den Beschluß der Feier- machte ein äußerst belebter Ball in den festlich geschmückten Räumen des Gasthauses zum „Stern." Erfreulich war die allgemeine Betheiligung der Bevölkerung an der Feier, die sich insbesondere auch durch Ausschmückung ber Häuser mit Fahnen kundthat. Nur die Kirche, das Pfarrhaus und einige andere Häuser, die bei jedem kirchlichen Feste auf das Festlichste geschmückt find, glänzten bei Kaiser-Geburtstagsfeier durch die Abwesenheit jeglichen Festschmuckes und ließen fich durch die Sütt« des kleinen Bauersmannes, der seinem Kaiser zu
stät ben König und Kaiser erfüllt sind und in irgend ihnen beliebter Weise an der Festesfreuve theilnahmen. Auch darf hier Erwähnung finden, daß der Ortspfarrer als zeitlicher Vorstand de« hiesigen katholischen Bürgerverein« und der HauSwirth dieser Männergesellschaft, Landwirth und Bierbrauer Cölestin Hohmann, zu Ehren de« diekjährigen lande-herrlichen Geburtstage« sich schon vorher vereinbart hatten, zu den im Vereinslokale, einem Saale des Florian Hohmann'schen Hauses, seit dem 90jäbrigen Geburtsfeste Kaiser Wilhelm» ausgestellten Büsten de« Kaisers und des Papste« zu weiterem Wandschmucke auch die Büsten Sr. Majestät Kaiser Wilhelm'« II. und seine« großen Vorgänger« und Vaters Kaiser Friedrich'« au« eigenen Mitteln zu beschaff m. Au« Vorstehendem erhellt, daß dec „König«tag", wie er von bayerischer Zeit her beim Volke genannt wirb, in diesem Jahre hier zweimal gefeiert worden ist: am Sonnabend mit Fest- goticsdienst und daran sich schließender Schulfeierlichkeit, Abend« mit Fackelzug der Feuerwehr und Festkommer«, bei welchem bi: Teilnehmer de» Fackelzuge« von den königlichen Beamten in splendider W4se mit Bier bewirthet wurden, und am Sonntage mit nochmaligem gottesdienstlichen Gedächtnisse, Festmahl und Balldelustigung. Sowohl zum Balle des Kriegerverein» im Gasthaus zum Stern, al« auch zu dem im Heinrich Fieck'fchen | Gasthaus stattgefundenen Bürgerballe fand sich in sonntäglicher Muße die Bürgerschaft in ihrem Änifi zahlreich und fröhlich zusammen. Bei dem vorausgehenden Festessen im Gasthaus zum Engel, an welchem die Ober- und Unterbecmten von hier Batten und Schackau, sowie die königl. Beamten
Q Hilders, 23. Febr. lieber die diesjährige hiesige Kaiser gebürt «tagS-Feier brachte 37c. 10 des .Gersfelder Kreisblatte»' vom 5. dr.
♦ Au» parlamentarischen Kreisen verlautet, daß da« Projekt der Kanalisation an der Fulda bei Kasftl bet Verwirklichung nun einen bedeutenden Schritt näher gekommen ist.
Ehren ein Fähnchen ausgesteckt und bei ber Illumination ein Paar Kerzen an bas Fenster gestellt hatte, tief beschämen. Auffallend war s auch, baß ber Festgottesdienst bereits am Sonnabend stattfanb, burch welche, erst kurz vorher bekannt geworbene Veranstaltung ber Besuch deS
Vorlage für die nächste Session de« Abgeordnetenhauses bereit« in bestimmte Aussicht stellen können, da auch der Finanzminister dem Proj.kte sym-
eigentlich den rechten Boden.
Nachdem e« nun dem Festkritiker nach seiner Meinung gelungen war, „die Kirche, das Pfarrhaus und einige andere Häuser" durch fast die Hälfte seiner Berichterstattung recht lontrafttrenb auch von dem kleinen Bauer«man „tief beschämen" zu lassen, so hielt er Uebrige« für einfach neben- " 1 sächlich. Sonst würde derselbe vor Allem auch der Gemeinde gedacht haben, welche während de» obengenannten Fackelzuge» die hochgelegene, weit- h.n sichtbare Pfarrkirche mit bengalischem Feuer beleuchtete und die von ihr neu beschafften Böller zu diesem Tage erstmal» in Aktion treten ließ und mit reichlicher Munition versah. Auch de» Herrn Dechanten und Pfarrer» Hohmann von Batten geschehe hier ehrende und dankbare Erwähnung, welcher nicht in der Weise gewöhnlicher Stellvertretung, sondern auf besondere pfarrliche Einladung den feierlichen Gottesdienst am festlich geschmückten Hochaltar hiesiger Pfarrkirche cdebrirte. Durch dessen, wie schon bei früheren Kaiser Wilhelm'»- und -Friedrich's-Feiern freudig gewährte Mithilfe war k» dem Ortspfarrer möglich, an der kirchen- musikalischen Aufführung des Tages tätigen Antheil zu nehmen. Der Gottesdienst war von der Gemeinde gut besucht, auch die anwesenden königlich.n Beamten nahmen daran Theil, ebenso die freiwillige Feuerwehr und ber Kriegerverein, deren Vorstände durch amtliche Zuschriften psarr- licherseits vorher davon benachrichtigt worden waren. Die Anberaumung de« Festgottes- dienste» auf Sonnabend ben 26. v. Mt». geschah mit Rücksicht auf die Schulfeier, welche von j der Staatsbehörde auf diesen Tag allüberall bestimmt ! worden war. Tag» darauf nahm der Ortspfarrer i auch im sonntäglichen Gottesdienste Veranlassung, auf die Bedeutung de» Tage» hinzuweifen und dem erhabenen Monarchen zum ersten Geburtrfeste in so hoh.r Würde Gotte» reiche Gnade und Bc- scyirmnng wider seine Feinde zu wünschen, und verrichtete dafür mtt der Gemeinde im Anschluß an die gestrige Fürbitte ein abermalige» Gebet. — „Nur die Kirche, da» Pfarrhaus und einige andere Häuser, welche bei jedem kirchlichen F.ste auf da» Festlichste geschmückt find" — so meint der Berichterstatter des ,Kreisblatte»', als ob man bei jedem kirchlichen Feste zu schmücken pflegte, während solche» Hierselbst regulär nur auf da» Frohnleichnam»sest und in geringerem Maße auf da» rnarianische Rosenkranzfest geschieht; überhaupt scheint derselbe sich die Ausgabe gewahrt zu haben, nur die angegebenen Gebäude zu inspiziren, sonst würde er gewiß auch von einer ganzen Reihe anderer, darunter namhafter Häuser erzählen, von deren Fahnenschmuck und Illumination, bezw. dem Fehlen derselben, deren Bewohner ie-
I doch von den besten Gesinnungen für Se. Maje-
Farbige u. schwarze ganzseid. Surahs v. M!k. 2 2» bis Mk. 9.30 p. a»tr. »etfratet robra- unt stückweise porto« anb ,-llsrei »al Fairil-Düplt 6. Henneberg (». u. Ä. H°fli«s.) Zürich. Muster um« ge»m». Briese kosten 20 Pfg. Porto. I1923
Festgottesdimstes zahlreichen Personen in Folge ander- weiter Abhaltung unmöglich gemacht wurde. Daß sich der hiesig« Kriegerverein und die freiwillige Feuerwehr an der Feier des Geburtstages des geliebten Landesvaters in hervorragender Weise Beteiligten, bedarf kaum der besonderen Erwähnung.
Da in den „auf Abstellung öffentlicher Mißstände" in folgender Nummer sich aufthuenden Spalten de« .Gersfelder Kreisblatte»' Wünsche und Anfragen bi« jetzt nicht erhoben worden find, so diene Folgende« zur Beurtheilung de« Falle«:
Die Begehung de« landesherrlichen Festes ist in Hilders nicht eine neu aufgekommene „auf Veranstaltung von Fall zu Fall angewiesene Feier" Was man gegenwärtig als Gebuusfest de» Landesherrn begeht, feierte man früher unter den katho'.ischen Regenten al« Namensfest de« Lande«- fürsten. Die ganze Festlichkeit ist letztlich au« bayerischer Zeit mit herüber genommen und bi« heute fortgeführt worden. Die Gemeinde ließ jährlich am Vorabende durch einen feierlichen U m- zug des Musikerkorp« das Fest unter Trom- peten- und Paukenschall ankündigen, wofür ein jährlicher Geldbetrag in der Gemeinderechnung figu- riete, und kirchlicherseits hielt der zeitliche Pfarrer am Tage selbst ein feierliches Hochamt mit Te Deum und Domine salvum fac Regem zur Danksagung und Fürbitte. Die« Festhalten an einer in den Grenzen gewöhnlicher ländlicher Möglichkeit sich haltenden Ueberlieferung, welche» zugleich ben Bestand der Feier für die Zukunft zu sichern besonder» förderlich ist, gereicht der Gemeinde zur Ehre und entzieht einer Kritik wie die obige, deren Pointe ein W yherser Beobachter ohne weitere» zur Grundlage eine» Eingesandt in Nr. 11 de» Kreisblatte» alsbald verwerthet hat,
Der Thermometrograph zeigte heute Morgen eine Minimattemp. von —20,4" C. 1 — Luftdruck feit 3 Tagen konsequent auf feinem normalen Stand. Luftströmung heute Morgen ganz schwach südlch. Schneehöhe = 17 cm. Cirrurwolken noch aus NO.
Letzte Beobachtung 10'/, Uhr Morgen». Luftdruck — 737,6 mm. — Lufttemperatur — —15,4 0 C. — Luftfeuchtigkeit — 95<>/o. — Wolkenzug (Sin.) au» NO. — Windrichtung — SSO0-1. — Himmelsanficht — heiter.
der Eisendahndinktion Frankfurt und mehrere Bahnbau-Unternehmerr-Bmmten von Schackau sich beteiligten und welche» bei guter Bestellung von Küche und Keller unter hübscher Tafelmusik fröhlich verlief, war der Ortspfarrer bei dienstlicher Abwesenheit de» Gemeinde • Oberhauptes zufällig der einzige Vertreter der eigentltchsn Bürgerschaft.
* F ritzlar, 22. Febr. Der Herr Overpräsident hat da» Gesuch de» hiesigen PserdemaiktauSschuffe« behufs Veranstaltung einer Lotterie von Pferden, landwirthschafllichen Geräthen u. s. w. bei Ge- legenh-it be» am 13. und 14. Juli d. I. hier stattfiadenden PferdemarktcS genehmigt. Der diesjährige Markt verspricht ein großartigerer zu werden denn je, indem zugleich das 25jährige B stehen desselben gefeiert wird.
• In Würzburg wurden dieser Tage in mehreren VeikausSgeschäften größere Massen Biergläser und Bierkrüge, deren Dackel einen zu hohe« Bieigehalt hatten und deshalb den reichsgesetzlichen B-stimmungen über den Verkehr mit zink- und bleihaltigen Gegenständen nicht entsprachen, kon- firzirt.
* Hamburg, 24. Febr. Die gestern Vormittag o»m Phpfikus Dr. Ermann in Gegenwart zahlreicher Aerzte nach der Hinrichtung Dauths vorgenommen en Legial- sektion des Leichnams ergab nirgends etwas Anormales. Das G-Hirn war im besten Zustande, der Gestchtsau«- druck vollkommen ruhig.
* Fulda, 25. Februar. Dem Schweinemarkt vom letzt«! Samstag waren ea. 70 Läufer und 100 Ferkel zu- getrieben. Läufer 30 bis 50 Mk., Ferkel 12 bis 18 Mk.
Datum I
Stundei
Batom.
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Temperaturextreme.
Mar. | Mtn.
Windrichtung u. Still«.
Wetter
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