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wo es an soliden Seifenhandlungen nicht fehlt,

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• Marburg, 4. Februar. Wie die ,D. Ztg.'

Temperatur» extreme.

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zu decken. „

• Einem tiefgefühlten Bedürfniffs hat em Berliner Erfinder abgeholfen, indem er Bierfeibel-Untersätzs anfertigte, welche in ihrer Mitte ein Zifferblatt mit beweglichem Zeiger haben, der mechanisch wirkt und zwar dergestalt, daß, wenn die dazugehörige Feder aufgewunden, mittelst eines Drückers die richtigeAnzahl der getrunkenenSeidel festgestellt werden kann. Der Untersatz setzt seine Thätigkeit bis zum zwölften Glase fort; dann aber muß der Kellner die Feder von Neuem aufwinden.

2 Großenlüder, 5. Febr. Nachdem der Hr. Pfarrer die Bedeutung des Afrika-Vereins seinen Parochianen geschildert, haben fich alsbald mehrere Ortsbürger von Großenlüder und Uffhausen in den gen. Verein als Mitglieder einschreiben laffen. Derselbe zählt nunmehr 79 Mitglieder; die bis jetzt geopferte Summe beträgt 121 Mark. Es ist zu hoffen, daß noch größere Beträge erzielt werden, da die Filiale Müß in Kürze fich auch dem überaus edeln Zwecks anschließen wird. — Der hiefige Kirchenchor, welcher durch die Bemüh­ungen des Herrn Pfarrers schon viele Jahre den Gottesdienst durch seine kirchlichen Gesänge ver­herrlicht hat, versuchte fich am 2. Februar Nach- mittags im Vortrage einer lateinischen, mariantschen Vesper. Besonders wohlthuend wirkte dabei der Knabenchor, welcher die Männerstimmen begleitete und dadurch dem Ganzen Kraft und Frische ver­lieh. Als Text diente das „Psalterium Vesper- tinum“ (Volksausgabe) von F. X. Haberl. Man ! sieht, auch an Landpfarreien läßt sich schon, wenn Geistliche und Lehrer zusammen wirken, Manches für die kirchliche Musik thuen.

* Hünfeld, 6. Febr. Da« hiefige ,Kreisbl.' meldet: Sr. M. der Kaiser und König haben unter dem 31. Januar d. I. allergnädigst geruht, ein von dem hier ansäsfigen Photographen Herrn G. Ph. Mahr übersandtes Bild von dem schreck- liche» Brandunglück, welches unsere Stadt am 29. Oktober v. I. heimsuchte, huldvollst anzu­nehmen, Seinen allerhöchsten Dank für die Auf- merksamkeit auszusprechen und gleichzeitig ein ansehnliche» Geschenk mit übersenden zu laffen.

» Au» der Rhön, 2. Febr. Vielen wird e» erfreulich gewesen sein, zu hören daß für den Kreuzberg, den Hauptanziehungspunkt der Rhön, von Kgl. Regierung eine Kreiskollekte zur Anschaffung einer neuer Orgel angeordnet wurde. E» ist dies eine willkommene Gabe zum 1200jährigen Jubiläum unserer heiligen Frankenapostel, die vom Kreuzberg au» Religion und Kultur in die fränkischen Ebenen hinab trugen. Wie viele kommen seitdem alljährlich zur Sommerzeit auf den Kreuzberg, die einen ihrem religiösen Drange folgend, die anderen angezogen durch die weithin fich darbietende Aussicht über das fchöne Franken­land. Für allen aber ist das Kloster die Schutz- Hütte, wo Tourist und Pilger ausruhen und erquickende Stärkung finden für Leib und Seele. Möge aber auch jetzt der Kreuzberg in seiner winterlichen Einsamkeit nicht ganz vergeffen sein und möge Jeder mit einer kleinen Beisteuer der Klosterkirche eine neue Zierde schaffen helfen durch Herstellung einer neuen Orgel.

I * In Alsfeld wird am 22. Juli ein Zucht-

von Vieh und landwirthschastlichen Geräthschasten verbunden sein wird, für welche die ministerielle Genehmigung ertheilt worden ist.

* Schotten, 6. Febr. Einschränkung der Spinnstuben strebt eine nach Zustimmung de» Kreisausschuffe» erlaffene Poliz-iordnung des Kreis- amt» an. Danach dürfen Spinnstuben bei Strafe bi» zu 30 Mark nur bis zur Polizeistunde gehalten werden und der gleichen Strafe verfällt, wer ohne kreisamtliche Srlaubniß Tanz mit Musik in der

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Meteorologische Beobachtungen

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Lahnlust", von den Herren Gebrüder Sumpf (Losch'sche Brauerei) in Caffel für die Summe von 50,000 Mk. käuflich übernommen worden.

• Ueber eine „zerstörte Kunstsammlung wird vom 6. d». au« Cassel gemeldet. Heute Mor­gen, al» da» Abfahrtssignal zu dem 8 Uhr-Zug nach Frankfurt gegeben werden sollte, kam athem- lo» „der Mann mit Gyp»" auf den Perron, um schnell noch in den Zag zu steigen. „Doch da» Unglück schreitet schnell." Al» der Haustrer da«

Russischer „

Wetterauer-, Ried- u. Franken-Gerste Saal- und ungarische Gerste. . . Hafer prima........

„ mittel Mais..........

Raps .......

Malz Roggenkleie ....... Weizenkleie.........

Malzkeime Malz (hochprima)

J Barorn. ä 5 Millim.

Seiden-GrenadrneS, und farbig, (auch alle Lichtfarben) Mk. 1.55 >. Met. bis Mk. 14.80 (in 12 versch. Qual.) »«[«m rotatudfe porto» und loOfret da« Fabrik»!epot €>. Henneberg (*.«. »• H-st-) Zarleh. Muft-r um-eh-nd. »riefe kosten 20 Pf. ^orto.

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Luftdruck um weitere 4 Mill, gefallen und fällt noch. Dre heutige Morgentemp. um 3 ° wärmn als die gestrige. Luftströmung wieder südwestlich, während obere und untere Wolkenschtcht noch au« NW zieht. Schneehöhe j tzt — 17 Ctm.

Ein tiefes Minimum liegt über den Schwedischen Seen, über Deutschland stellenweise stürmische Luftbewegung m südlicher bis nördlicher Richtung hervorrufend, lleber Sentraleuropa ist daS Wetter trübe, häufige Schneefälle hervorrufend. In Deutschland «ußertm N°rdwesten, herrscht Frostweiter. Schneehöhe. Bamberg 5, Berlin 6, Hamburg 19, Königsberg 35. .Seewarte.)

Letzte Beovacvtuna 10 Va Uhr Morgens.

Luftdruck — 727,9 mm. — Lufttemperatur

— i o° C. — Luftfeuchtigkeit — 94«/o. — Wolkenzug aus NW. — Windrichtung — westnordwestlich. — Hm- mels ansicht — bedeckt.

Frankfurt a. M., 4. Febr. 1889.

Hiesiger W-iz-n.......19»/« ’f &

Fremder „

Hiesiger Roggen

Wind­richtung u. Starte.

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„e6ett denjenigen Kaiser Joseph's II. gestellt wurde. Kaiser I strm Joseph kniete nieder, verrichtete laut schluchzend ?in Gebet und küßte den Sarg zum Abschied. Auf dem «arae waren nur Kränze von der Kaiserin, von der Kronprinzessin und dem belgischen Königspaare befestigt. Der König und die'Königin der Belgier vermochten nicht, «re tiefe Erschütterung zu verbergen. Erzherzog Karl Ludwig weinte heutig. Die schmerzbewegten und leidend aussebenden Physiognomien des Prinzen Philipp von «oburg und des Grafen Julius Andraffy fielen auf. — Erzbischof Ganglbaur nahm an der Spitze der zahlreichen Gastlichkeit die feierliche Einsegnung vor.

Dem Leichenfeierbericht eines anderen Blattes entnehmen wir noch den folgenden Paffus:

In der Gruft spielte sich eine erschütternd e Scene «b. Der Kaiser sank in namenlosem Schmerz am Sarge nieder, kniete vor dem Trauergerüste, bedeckte das Ange­sicht mit der Hand und begann bttterlich zu weinen. Doch I falb gewann er seine Fafiung wieder, küßte das Bahrtuch, faltete die Hände und betete, während heiße Zähren sein Gesicht überströmten. Dann erhob er sich und mit chm verließ der Erzherzog die Gruft. Der Obersthofmeister fragte nunmehr den Pater Guardian: „Erkennst Du hier in demBerblichenen den durchlauchtigsten Wr,Herzog?" Die Antwort lautete: Ja, und der Leichnam wird nach schuldigster Obsorge bei «ns wohlverwahrt sein!" Fürst Hohenlohe hän­digte demselben sodann den Sargschlüffel ein. Die Leiche des Kronprinzen ruht vorläufig zunächst dem Sarkophag Aoseph's IL.

• Rom, 6. Febr. Da» Gerücht, daß Ledo- chowski gestorben sei, ist völlig unbegründet; sein Befinden hat fich heute vielmehr etwa» gebessert.

Aus Stadt, Provinz und Rachbargebiet.

Fulda, 7. Februar.

* Die Statuten de» vor Kurzem neugebildeten Verein» „Kriegerkameradschaft" wurden dieser Tage auf Grund de» $ 3 der Allerhöchsten Ordre vom 22. Februar 1842 seitens des Kgl. Landrathsamter bestätigt. Nach § 1 der Statuten können diesem Verein al» Mitglieder nur solche beitreten, die während eine» Feldzuges unter der Fahne gestanden. Da« Beitrittsgeld beträgt 1 M. 50 Pfg. Eine Vergünstigung wurde in diesem Punkte den Gründern des Vereins insofern ge­währt, als dieselben nur 1 Mk. Beitrittsgeld zu zahlen haben. Laut Beschluß der Generalversamm­lung vom 5. d. M. soll diese Vergünstigung aber auch allen denjenigen Mitgliedern zugestanden werden, welche bis incl. 31. März d. I. dem Ver­eine beitreten. Die Verein» statuten treten am 1. April d. I. in Kraft. Der Verein zählt schon jetzt nahezu 60 Mitglieder.

• Die Vergütung für gelieferte Fourage erfolgte für den Lieferungsverband Fulva pro Monat Januar d.J. nach folgenden Durchschnittspreisen: Hafer 6,85, Heu 3,78, und Stroh 3,41 Mark

Therm. «elfiu«.

—1,2

pro Zentner.

* Die Steuern für die Monate Januar, Februar und März sind bi« zum 16. d. M. zu berichtigen. Vielleicht ist es manchem unserer Leser nicht unangenehm, hieran erinnert zu werden.

* Nach den Bestimmungen des Lotterie-Plane« hat die Einlösung der Loose zur 180ten Preußischen Klaffen-Lotterie unter Vorzeigung der Loose der 4ten Klaffe 179tec Lotterie vom 4.-18. Februar zu erfolgen. Die Auszahlung der kleinen Gewinne beginnt nach Eintreffen der amtlichen ^"'größeren ^Gewinne 8^ Tag/spättr. Rothe« I viehmarkt abgehalten, mit welchem eine Verlosung Kreuzg-Loose werden durch die Königlichen Lotterie- > — r^hmirfMAnttMMi Kerätbsckaiten

Einnehmer seit kurzem ausgegeben.

• Ab und zu erscheinen auch in hiefiger Stadt Händler, die Seifen von anscheinend recht guter Beschaffenheit zu spottbilligem Preise feilbieten und auch ein gutes „Geschäft" machen. Da« städtische Untersuchungsamt in Gotha hat neuer- ding« eine chemische Untersuchung solcher Seife, die vor einiger Zeit gekauft war, vorgenommen und die nunmehr stark eingetrocknete und hartge- .

wordene Seife ergab einen, fetzt noch so hohen Spinnstube abhält.

ÄääKw N- 7-ü ?. I geringen Fettgehalt von 27,2 Proz., daß diese Seift nicht allein *1« geringwerthig, sondern auch al« verfälscht bezeichnet werden muß. Die Be­schaffenheit einer solchen Seife ist direkt beim Ankauf schwer zu erkennen, e« wird deshalb da» Publikum im eigenen Jnteresft gewarnt, von herumziehenden Seifenhändlern Seife zu dem oft spottbilligstem Preise zu kaufen und demselben empfohlen, seinen Seifenbedarf in hiefiger Stadt,

io 9.50 9.60 26V1—28

Spelzspreu . .......4.20

Chilisalpeter ab Harburg .... 22

Markt anhaltend träne, Weizen matt, Roggen schwach behauptet, G-rste vernachlässigt, Hafer stetig, Mais flauer, «leie unverändert, Mehlpreise zu Gunsten der Käufer. Roggenstroh stark geworfen^die^l00Kil^Mk^6^60^bezahlt.

Trittbrett besteigen wollte, rutschte er aus und stürzte mit seinem Gyprwaarenlager auf bett Asphaltboden, auf welchen die sämmtlichen Figuren in tausend Stücken gingen. Laut klagend gab der bedauernswerthe Kunsthändler seine Reise auf.

* Frielendorf, 5. Febr. In den uns benach­barten Orten Wernswig und Roppershain tritt die Lungentzündung in einer sehr ernsten Weise auf. Mehrere vorgekommene Todesfälle haben etliche Familien in tiefe Trauer versetzt.

* Darmstadt, 6. Febr. Wie e» bei Unglücks- fällen zu gehen pflegt, so war e» auch bei dem gestern gemeldeten Unglückrfalle, welcher den Tod des neunzehnjährigen Sohnes des Hoftheaterdirektor» Wünzer zur Folge hatte. Sofort nach dem ent­setzlichen Eceigniß durcheilten die verschiedensten Gerüchte die Stadt. Der unglückliche junge Mann blieb aber nicht sofort tobt, sondern ist nach qual­vollen Leiben erst Abend» verschieden. Der Ein­jährig-Freiwillige Otto Wünzer stand in der 2. Kompagnie de« 115. Inf.-Reg., er hätte in wenigen Wochen seiner Dienstpflicht genügt gehabt. Gestern nach einer bereit» beendeten Gefechtsübung entlud sich das Gewehr de» Einjährig-Freiwilligen Haa» au» Neustadt i. O. (nach einer anderen Quelle aus Frankfurt a. M.) und der Holzpfropfen einer Platzpatrone drang dem jungen Wünzer aus un­mittelbarer Nähe in den Hinterkopf. Der Getroffene sank sofort bewußtlos um, ein Transport per I Dros hke erwies sich als unthunlich und der Ver­wundete mußte auf einer Bahre bett weiten Weg zur elterlichen Wohnung getragen werben. Der Einjährige Haas würbe sofort in Untersuchungshaft abgeführt.

(Der Schlaue.) Jakob Wolff saß in einem besuchten Restaurant bei einem vollen Glase Bier, als ihm da» Bebürfniß ankam, seinen Platz aus kurze Zeit zu verlassen. Das war ihm sehr unangenehm, beim bet Gedanke machte ihm Pein, baß währenb seiner Abwesenheit ein Anderer von seinem Biere trinken könne. Da kam ihm plötzlich ein herrlicher Ein fall; er riß ein Blatt aus seinem Nottz- buche und schrieb darauf: „Ich hab' 'reingespuckt.- DteseS Blatt legte er auf sein Glas und beruhigt entfernte er sich. Wer aber beschre bt sein Entsetzen, als er bei seiner Rückkunft unter seiner Aufschrift bie Worte fand: „Ich a u ch I"

Getreide-Cours.