Einzelbild herunterladen
 

Tomy Podgey und sein Weib, die heute glückliche Mutter von drei blühenden Kindern ist. Mit Hilfe der 100 Pfd. Sterling des Landlords haben sie leichter tote' die meisten anderen Anfiedler die Schwierigkeiten überwunden und zählen heute bereits zu den vermögendsten Befitzern der Gegend. Da e» Tomy schwer fiel, die ausgedehnten Befitz- ungen zu verwalten und daneben den Absatz seiner Produkte nach Neu-Yersey zu sichern, so haben Nelly's Eltern fich bald entschlosisn, die Heimath mit Australien zu vertauschen, einen Schritt, den ste nie bereut. Eine Stunde von ihnen entfernt liegt eine noch in der Entwicklung begriffene Be- fitzung, auf welcher die kleine Mary als geschäf- ! tige Hausfrau waltet, nachdem fie Jack ihre Hand sür's Leben gereicht. Tomy'» Rater hat das Zeit­liche gesegnet, nicht ohne noch zuvor da» Glück gehabt zu haben, fich einige Jahre an dem auf­blühenden Wohlstände seiner Kinder zu erfreuen. Die Wittwe nebst der kleinen Kelly leben in bester Harmonie mit Tomy und seiner Familie. Die übrigen Geschwister Tomy'» find theü» verheiratet, thetls verfolgen ste ihr Glück auf eigene Faust. Alle haben eine neue Heimath gefunden, die ste da» geknechtete Irland vergeffen läßt. -

William Pody ist nie wieder nach Greenifh

ab

ixt

>e.

S-

nd 13

L

9

8»

r- a. er

».

e,

t.

r, r. 51

f.

It

r.

Ott « 11- nd hn nd

4.

m. irt i«

>fe

zu im en

ett nt )6

9.

ix-

ih. 17

dreißig Wegestunden von Neu Yersey, treffen wir

Herstellung befferer Verbindungen der Reichsland e mit Alt-Deutschland zur Förderung de» Verkehrs. Im gleichen Sinne sprachen Abg. v.Kardorff und Düffone. Nachdem fich noch Abg. Guerber (Els.) gegen die Paßvorschriften und Abg. Dr. Lingen» für eine wettere Ausdehnung der Sonntagsruhe ausgesprochen, wurde der Etat genehmigt und die Berathung de» Postetats begonnen. Auch hier brachte Abg. Lingen« zunächst seine Wünsche in Bezug auf erweiterte Sonntagsruhe der Beamten zur Sprache. Abg. Singer (Soz.) beschwerte fich darüber, daß vielfach Sendungen an seine Partei­genoffen den Eindruck machten, als ob fie durch­sucht worden wären. Staatssekretär Dr. v. Stephan erwiderte, die Postverwaltung wahre unverbrüchlich das Briefgeheimniß innerhalb des Rahmens der Gesetze. Verbotene Schriften würden, sobald fie als solche erkannt worden, saisirt. Abg. Liebknecht (Soz.) behauptete, es sei ein förmliches System der Spionage Postsendungen gegenüber organifirt. Abg. Dr. Hartmann (kons.) konstatirte dem gegen­über, daß die Beschlagnahme von Postsendungen einfach nach den Vorschriften der Prozeßordnung erfolge. Fortsetzung der Berathung morgen.

* Würzburg, 14. Jan. Professor Dr. Het­linger feierte gestern in unfern Mauern seinen 70. Geburtstag. Reiche Ehrungen der Hochschule, der Diözese, der Kirche und de» Staate» gaben dem Gefühl dankbarer Anerkennung Ausdruck. Der greise, fich einer seltenen Frische de» Geiste» wie de» Körper» erfreuende Jubilar wurde am 13. Januar 1819 zu Aschaffenburg geboren. Dort besuchte er da» Gymnafium, mit 22 Jahren die Univerfität Würzburg, wandte sich dann nach Rom zum Besuch de» Collegium Germanicum, wo er 1843 zum Priester geweiht wurde und im folgen­den Jahre sich den Dr. theol. erwarb. 1845 kehrte er in seine Heimath zurück, wurde 1847 an da» bischöfliche Knabenseminar herangezogen. Mit seinem 37. Lebensjahre wurde er zum außerordent­lichen Profi ffor der theologischen Emleitungsweffen- schatten und der Patrologie ernannt und schon im folgenden Jahre (1857) zum ordentlichen Professor der Alma Julia befördert, der er seitdem ununter­brochen, wiederholte Rufe an andere katholische Fakultäten, auf Bischofssitze und nach Rom ab­lehnend, angehörte. Al» vortrefflicher Lehrer bei der Zuhörerschaft beliebt, schuf fich Hetlinger einen Weltruf durch sein Werk „Apologie de» Christen-

Ich billige' ihre Heirath mit Tomy. E» ist ein guter Junge, während William sich durch seinen Verrath mit Schande bedeckt hat. Ich würde ohne­hin nicht mehr zugeben, daß sie die Frau diese» Elenden würde. Sage ihr auch, ste solle un» Nachricht au» Australien geben; wenn e» ihr dort gut geht, entschließt sich der Vater vielleicht auch ^^„Danke^Euch^Mutter Buckly, Nelly wird recht froh sein; fie erwartete inur noch Euere Einwilli­gung, um abzureisen; übermorgen geht die ganze Familie auf'» Schiff. Auf Wiedersehen, Mutter, und auch Du, Mary, denn ich hoffe, wir sehen un« bald alle in Australien wieder."

Und nachdem er der Mutter Buckly wie seiner kleinen Freundin Mary noch einmal die Hand ge­geben, verschwanden in der Dunkelheit.

Zehn Jahre find verschwunden. In einem sehr

Dem Centrumsführer Dr. Windthorst

widmet ,u seinem 78. Geburtsfest das .Schwarze Blatt' folgenden Gruß:

Es zog schon längst ein gläubig frisches Regen Durch unsres deutschen Vaterlandes Gauen, Vom Himmel rief herab des Höchsten Segen Der Katholiken freudig Gottvertrauen, Der Lauheit zeigt die That sich überlegen. Und Engel freuen sich, es zu erschauen.

Wie treue Männer, stolz im Dienst des Wahren Sich um der Kirche heilig Banner schaaren.

Kaum steht das Heer, kaum sind gereiht die Glieder, 8u schützen tapfer eines Volkes Rechte:

Da brausen schon des Kampfes Wetter nieder. Entfesselt schaust Du alle Höllenmächte, Der Kämpfer Schaaren wogen hin und wreder, Getroffen sinkt der Heid hin mit dem Knechte.

Wem mag der hehre Kampfespreis gebühren? Wer wird zum Siege wohl die Seinen führen?

Den rechten Mann zur rechten Zeit zu senden. Das ist der Vorsehung geheimes Walten. Wie weiß er Pfeil auf Pfeile zu versenden! Sieh', wie sich schon der Feinde Reihen spalten, Wie sie gezwungen jetzt zur Flucht sich wenden. Bald wird die Siegerfahne er entfalten

Und demuthsvoll, mit heißen Dankgebeten, Zu des Altars geweihten Stufen treten.

Heil, Windthorst, Dir! Den Führer zu begrüßen, Vereinigt siehst Du alle die Getreuen, Den alten Bund aufs Reue heut zu schlreßen, Den alten Schwur auf ewig zu erneuen.

Mag es des Alters Mühen Dir versüßen, Dich unser s liebevollen Danks zu freuen:

Nie laffen wir uns unfern Windthorst rauben, Wir opfern uns für ihn und unfern Glauben.

Deutsches Reich.

Berlin, 17. Januar.

• Der Geburtstag de«Abg.Dr.Windthorst hat heute wieder, wie alljährlich, die beiden Frak­tionen de« Centrum» zu einem solennen Diner im Kaiserhof versammelt. E» war eine stattliche Ver­sammlung, an 200 Mandatrträger waren au« allen Gauen des deutschen Vaterlandes versammelt, um den Führer zu feiern. Aus dem ganzen Reiche, aus dem Auslande waren zahlreiche Blumenspen­den, Hunderte von Adreffen, Briefen und Tele­grammen eingelaufen, die Zeugniß ablegten von der Einigkeit und Entschlossenheit, in der da» katholische Volk zusammensteht. — Der Abg. Dr. Windthorst war zu seinem heutigen Geburts­feste auch im Reichstage der Gegenstand zahl-

mein Junge?" . „

„Ich gehe mit Tomy und Nelly.

Das ist recht, Jack. Sage meiner Tochter, ich

folgen."

„Ich auch," verstcherte Mary.

„Mylord hat un» eine hübsche Summe Gelder geschickt. Ich mag e» nicht und mein Mann rührt kä ।

holend, gib e» meiner Tochter; ste wird e» gc- r _ _

Jahn nm Zahn.

Roman von Gabriele d'Arvor.

(Schluß.) „Das ist recht, Zacr. sage meu.rr ‘w

.aber M, dm! MU-N-mm-», b<t L--d 6« | M M ->n

ihre Unschuld anerkannt."

„Da« ist wahr, aber ste kann trotzdem nicht kommen; höret, was ich Euch zu sagen habe." Und Jack erzählte, was fich im Gebirge zuge­tragen, die Heirath Nelly's mit Tomy und ihre demnächstige Abreise nach Australien.

Die kleine Mary fing an zu weinen, al« ste hörte, daß fie ihre Schwester nicht mehr wieder- sehen sollte. Die Mutter, froh, daß ihre Tochter lebte und glücklich war, überlegte.

„Nelly hat uns öfter von dem Auswanderungs- plan der Familie Podgey und von den Vortheilen erzählt, die ste in Australien zu finden hoffen. Wenn mein Mann wollte, würde ich Nelly gern

reicher Beglückwünschungen nicht nur seiner poli­tischen Freunde, sondern auch von Mitgliedern aller übrigen Parteien. Auf dem Pult vor seinem Platz prangte ein prächtiges Blumenbouquet.

* Justizminister Dr. v. Friedberg hat seine Demiffion eingerichtet. Derselbe beabfichtigte, schon früher - so sagen die Offiziösen - Mück- zutreten, verschob aber diesen Entschluß, um Miß­deutungen vorzubeugen. — Der heutige ,Staats­anzeiger' bringt folgende amtliche Mittheilung: S. M. der König haben Allergnädigst geruht: Dem Staats- und Justiz-Minister Dr. v. Fried­berg unter Belaffung de« Titels und Ranges eines Staatsministers die nachgesuchte Dienstentlaffung zu ertheilen." Darnach möchte es fast scheinen, als ob die Anklageschrift gegen Geffcken über bett Kopf des Justizministers -hinweg publizirt worden sei. — —

* Das Präsidium des Herrenhauses ist auf den 21. d. M. zur Audienz beim Kaiser befohlen worden.

* Die Kaiserin Friedrich trifft Mitte Fe­bruar auf der Dampf Yacht der Königin Viktoria von England in Hamburg ein und begibt sich von dort nach Kiel. ~ ,, ,,

♦ Dr. Henrici hat eine neue Forschungsreise nach dem Togogebiet angetreten.

• Immer zahlreicher werden die Meldungen, welche die Zweifel an der Gefangennahme Emin Paschas durch die Mahdisten rechtfertigen. Da­gegen spricht der gestern erwähnte Brief Stanley» an Tippu Tipp sowie eine Nachricht von einer großen Niederlage der Mahdisten in den Acqua- torialprovinzen. „

♦ Der Reichstag setzte heute die zweite Be­rathung des Reichshaushalt«.Etats bei der Ver­waltung der (elsaß-loihringenschen) Reichseisenbah­nen fort. Abg. Petri (nat.-ltb.) verurtheilte die ergriffenen Paßmaßregeln, durch welche Handel und Wandel schwer geschädigt, unlautere Elemente aus bett Reichslanden nicht fern gehalten würden. Staatssekretär v. Bötticher verwies den Redner mit seiner Beschwerde an die elsaß-lothringensche Landesregierung. Abg. v. Stauffenberg (fts.) wünschte, daß die Reichsregierung wenigsten» eine mildere Handhabung der Paßvorschriften vermit- tele. Abg. Dr. Windthorst erklärte die Paßmaß- regeln für kleinliche Plackereien. Abg. Dr. Miquel (nat.-lib.) befürwortete milde Handhabung und brauchen können. Aber wa» soll au« Dir werden,