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Neilage Mv Mulöaer Leitung

21. Jahrgang

Sonntag, den 28. Hktober 1894

und Wulbtt

Dietershan 12 cbm Steine.

für die -

werden Abonnements auf die

w- Fuldaer Aerturrg

nebst der illustrirten Sonntagsbeilage ,Sterne und Blumen^ von allen Postanstalten, sowie Landbrief- träqern, Zeitungsträgern und von unserer Expedition (Harmonie) zum Preise von 1 Mk. (nebst Bestellgeld) jederzeit entgegengenommen.

Submission.

Die Anlieferung bezw. An­fuhr von unzerkleinerten bezw. zerkleinerten Basaltsteinen und Sand zur Unterhaltung der Landstraßen im Kreise Fulda pro 1895 und zwar:

I. Der Hanau Bacha'er Straße:

1) Von der Kreisgrenze gegen Schlüchtern bis hinter Flieden 22 cbm Steine.

2) Von da bis zur Abzwei­gung des Landweges nach Schwe­ben 3 cbm Steine.

3) Von da bis zur Abzwei­gung des Landweges nach Op­perz in Neustadt 10 cbm Steine.

4) Von da bis vor Tiefen­gruben 7 cbm Steine.

5) Von da durch Tiefengruben

6) Von da bis zum Löschen- roder-Wirthshause 9 cbm Steine.

7) Von da bis vor die Ab­zweigung der Adolphsecker Straße 5 cbm Steine.

8) Von da bis zum Plan- Uebergang der Frankfurt-Beb­raer Eisenbahn hinter Bronzell 233 cbm Steine und 37 cbm Sand.

9) Von da bis zur städtischen Badeanstalt bei Fulda 40 cbm Steine.

10) Von da bis Fulda 90cbm Steine und 18 cbm Sand.

11) Bon Fulda bis zur ersten Ruhebank 9 cbm Steine.

12) Von da bis Lehnerz 5cbm Steine.

13) In Lehnerz und bis zur Abzweigung des Landweges nach

Abzweigung des Weges nach Bernhards 8 cbm Steine.

15) Von da in der Richtung nach Marbach 8 cbm Steine.

16) Von da bis Marbach 8 cbm Steine.

17) In Marbach 4cbm@teine.

18) Von Marbach bis zur Kreisgrenze gegen Hünfeld 12cmb Steine.

II. Briickenau'er Straße:

1) Vom Löschenröder Wirths- hause bis vor Rothemann 7 cbm Steine.

2) Von da bis zur Abzwei­gung des Landweges nach Utt­richshausen in Döllbach 8 cbm Steine.

3) Von da bis beinahe zum Ende des Waldes hinter Döll­bach 320 cbm Steine.

4) Von da bis zur Landes­grenze gegen Bayern 6cbmSteine.

III. Lauterbacher Straße:

1) Von Fulda bis Ende des Dorfes Maberzell 15 cbm Steine und 15 cbm Sand.

2) Von da bis auf den Ma- berzeller" Berg 3 cbm Steine.

3) Von da in der Richtung nach Unterbimbach 7 cbm Steine.

4) Von da in derselben Rich­tung 5 cbm Steine.

5) Von da bis Unterbimbach 5 cbm Steine.

6) VonUnterbimbach bis Ende des Dorfes Oberbimbach 6 cbm Steine und 2 cbm Sand.

7) Von da in der Richtung nach Großenlüder 120cbrnSteine, 24 und 16 cbm Sand.

8) Von da in derselben Rich­tung 90 cbm Steine, 36 und 5 cbm Sand.

9) Von Großenlüder bis auf den Galgenberg 3 cbm Steine.

+ Dreimal Allerheiligen.

Nachdruck verboten.

I.

„Aus den Augen, aus dem Sinn" — so, meine ich, könnte wohl ganz treffend die Devise des neuzeitlichen Durch­schnitts-Menschen lauten. Wenigstens scheint dieser Gedanke in neuerer Zeit bei Anlage der Friedhöfe recht oft von Einfluß gewesen zu sein. Draußen, eine halbe Stunde vor der Stadt, sind auf einem weiten, öden Platze vier Mauern zu einem Viereck aufgebaut und innerhalb desselben stehen eine Menge Kreuzlein. Dorthin wird der Sarg getragen, fern von allen menschlichen Wohnungen; ein Kreuz oder auch ein herrliches Monument wird über dem Grabe errichtet und unser Durch­schnittsmensch wandert wieder heim in seine Stadt. „Aus den Augen, aus dem Sinn!"

In C., einer großen Stadt am Rhein, mußte es wohl nicht viele solcher Durchschnittsmenschen geben. Es war am Allerheiligentage, und draußen auf der Straße gingen viele fest- lich, aber durchaus einfach gekleidete Menschen die Straße hin­unter nach dem Friedhof. Eine Weile sah ich dem unaufhör­lichen Zuge vom Fenster aus zu, aber als es zu dämmern be­gann, stand ich auf, um auch hinauszugehen auf den Ort, welcher heute den Sammelplatz von Tausenden von Menschen bildete. Zwar war ich fremd in C. und es war hier auf dem Friedhof kein Grab, welches mir besonders theuer gewesen wäre. Aber die Menschen haben oftmals kuriose Eigenheiten: so hatte m i r ein Besuch auf dem Friedhöfe von jeher einen ganz eigenthüm- lichen, kostbaren Trost verschafft. Den wollte ich auch jetzt suchen.

Es war schon ziemlich ruhig geworden, als ich draußen an­langte. Die meisten Besucher waren bereits wieder auf dem Rückwege begriffen; aber in der Dämmerung strahlten unzählige Kerzen, welche die Angehörigen auf den Gräbern angezündet hatten, um so glänzender strahlte ihr Licht in die dunkle Welt hinaus und legten Zeugniß ab von dem frohen Christenglauben an Unsterblichkeit und Auferstehung. Dieses Bild zog mich so an, daß ich mich kaum davon trennen konnte. Fast war es dunkel geworden und die meisten Personen hatten sich bereits entfernt, als noch ein bereits ziemlich alter und gebeugter Mann auf den Friedhof zugeschritten kam. Er ging ruhig an ein kleines Grab, dessen Lage er nur zu wohl zu kennen schien. Dann nahm er den Hut ab und betete eine Weile ruhig für sich. Sein stiller Kummer nahm mich sofort für ihn ein. Als er sich ent­fernte, schloß ich mich ihm an, um ihn nach dem Wege zu fragen und vielleicht auch ein kleines Gespräch mit ihm anzu­knüpfen. Ich erfuhr, daß es das Grab seiner jüngst verstorbenen Frau war, welches er besucht hatte. Im Laufe des Gespräches theilte er mir dann seinen Namen mit: er war der Lehrer N.

Nachdem ich ihm anch meinen Namen genannt hatte, be­gann ich: „Verzeihen Sie, wenn ich mich irre, Herr N.; aber sind Sie nicht der Verfasser des bekannten Lesebuches für Bolks- • schulen?" Ich kannte das Buch, weil es früher sehr viel ge­braucht wurde.

„Jawohl — Sie haben ganz Recht," erwiderte er. „Wenn Sie das Buch kennen, so wird es Sie auch interessiren, daß id) eben eine ganz neue Bearbeitung davon unter der Feder habe."

„Das freut mich wirklich; ich habe es früher selbst ge­braucht und habe stets dafür gehalten, daß es das beste Buch seiner Art sei. Aber in letzter Zeit ist es leider etwas außer Gebrauch gekommen."

„Sie haben Recht! In der Jetztzeit ist eben immer das Alte nicht gut genug. Es hat mir selbst herzlich weh gethan, wenn ich hören mußte, daß eine Anstalt nach der andern ein anderes Lesebuch einführte — aber ich konnte beim besten Willen die neue Bearbeitung nicht eher fertigstellen, Sie wissen, wie das geht — der Tod meiner Frau, Kummer, Krankheit und die unvermeidlichen Beschwerden des Alters — —" Ein bös­artiger Husten-Anfall unterbrach ihn, so daß mich eine gar trübe Ahnung bezüglich des Erscheinens der neuen Bearbeitung beschlich.

„Ich wäre wirklich froh," sagte ich, halb aus Theilnahme für den Verfasser, halb aus Interesse für fein Buch, „wenn ich

10) Vom Galgenberg bis zur Landesgrenze gegen das Groß- herzogthum Hessen 6 cbm Steine.

11) Von Maberzell bis Unter­bimbach 10 cbm Sand.

IV. Adolphseck'er Straße.

Vom Nullpunkt bis zum Schloß Adolphseck 5 cbm Steine und 9 cbm Sand.

soll in einzelnen Loosen in Sub­mission vergeben werden.

Materialien - Verzeichniß und Bedingungen sind in meinem Bureau, Bonifatiusplatz 625 da­hier während der Geschäfts­stunden einzusehen und schrift­liche Offerten bis zum Mon­tag den 5. November er., Vormittags 10 Uhr an mich einzureichen.

Fulda, den 24. Oktober 1894. 2591] Wolff,

Landesbaninspector.

Ihnen in irgend einer bescheidenen Weise behülflich sein könnte. Ich könnte Ihnen vielleicht in mancher Beziehung nicht unwill­kommene Dienste leisten."

„Sie sind sehr gütig, aber," fügte er traurig hinzu, „es ist noch nicht ein einziger Bogen druckfertig. Wollen Sie mich nicht 'mal besuchen? dann könnten Sie gleich sehen, was ich bis jetzt geändert habe."

An einem der nächsten Vormittage stieg ich die drei Treppen in einem Hause der Bergstraße binan, welche zu der Wohnung des alten Lehrers N. führten. Er empfing mich mit jener ver­klärten Freundlichkeit, welche das würdige Alter so überaus liebenswürdig macht. Daun stellte er mich seiner Tochter Elisa­beth vor, welche am Fenster in einem Lehnsessel saß; in der Ecke neben ihr standen ein paar Krücken. Die Aermste war so gelähmt, daß sie ohne diese keinen Schritt gehen konnte; in ihren edlen Zügen aber prägte sich echte christliche Geduld aus. Es lag sogar eine gewisse Heiterkeit in der Miene, mit welcher sie mich begrüßte. Die Ausstattung des Zimmers war einfach, aber höchst sauber, und vom Fenster aus hatte mar einen schönen Blick auf das bewegte Treiben der Bergstraße.

„Sie wohnen wirklich allerliebst hier," wandte ich mich an Fräulein Elisabeth, „ich möchte Sie allen Ernstes um dieses Quartier beneiden."

„Aber die drei Treppen! Es wagen sich wenige Besucher so hoch herauf. Obendrein bin ich freilich noch zu der Unhöf­lichkeit gezwungen, niemals einen Besuch erwidern zu können," sagte sie lächelnd.

„Das glaube ich," fiel Herr N. heiter ein; „es wäre aber auch gar zu fchöu, da gäbe es nichts als Besuche empfangen und Besuche machen. Mindestens sechsmal den Tag kommt ihre Freundin, die liebe Apothekertochter Emma Gredt, herauf und ebenso oft müßte sie Gegenbesuch machen. Dann könnte ich mich als überflüssiges altes Möbel auf den Speicher stellen!"

Wie wenig Elisabeth das zugegeben haben würde, sah ich aus dem liebevollen Blick, mit welchem sie ihren Vater betrach­tete. Die ganze Scene rührte mich tief und ich wunderte mich, wie gut doch oft mitten unter den scheinbar widrigsten Verhält­nissen die bescheidene Blume eines echten Herzensglückes gedeihe.

Das Manuskript des Lesebuches, welches wir durchzusehen hatten, war in der That noch so wenig umfangreich, daß es uns nur kurze Zeit in Anspruch nahm. Ich sah ein, daß es nur ein ganz außergewöhnliches Glück sein müßte, wenn der alte Lehrer einst noch dazu kommen würde, die Früchte dieser seiner Arbeit zu genießen.

Wir gingen bann noch ein wenig spazieren. Herr N. schien zu fühlen, daß in meinem Innern ein aufrichtiges Jutereffe für ihn rege geworden war, welches auch wohl ein ebenso aufrichtiges Vertrauen verdiene. Auf dem Wege sprach er somit gelegentlich ohne Rückhalt über seine Verhältnisse. Von einem neuen Kum­mer, der ihn bedrückte, sollte ich erst jetzt hören. Er hatte noch einen Sohu, auf dessen Erziehung er die ganze Sorgfalt eines christlichen Vaters und Lehrers verwandt hatte. So lange der Knabe in die Schule gegangen war, hatte er stets die erfreulichen Früchte einer solchen Erziehung gezeitigt. Er war ein intelli­genter Schüler gewesen, dabei fromm und strebsam und mit einem ausgeprägten Sinn für alles Schöne begabt.

„Sehen Sie," sagte Herr N., „mein Karl war geradezu der Stolz unserer ganzen Straße. Wie oft hat ihn nicht der Apotheker Gredt, wenn wir Beide so Zukunftspläne schmiedeten, seiner Toch­ter Emma zum Gatten gewünscht. Und es schien auch wirklich, als ob sich dieser Wunsch dereinst verwirklichen sollte, aber seit­dem der Junge in Paris ist, läßt er kaum noch etwas von sich hören. Er ist eben mit in den großen Strudel geratheu. Ach, wenn Sie wüßten, wie das ein altes Vaterherz drückt! Es ist nur ein Glück, daß die Gredl's uns deshalb nicht gram gewor­den sind. Freilich, dem Alten mag's jetzt vielleicht auch nicht mehr Ernst mit seinem Wunsche fein, denn ich war früher in ganz anderen Verhältnissen, als gegenwärtig. Aber die Emma ist immer eine treue Freundin meiner Tochter geblieben und es ist mir ein wirklicher Trost, wenn ich mir während des Unter­richtes sagen kann: Deine Tochter ist wenigstens nicht ganz ver­lassen in ihrer Hilflosigkeit."

Wie war es denn möglich gewesen, daß ein hoffnungsvoller Sohn, wie Karl, sich so hartherzig von seinem alten Vater ab­wenden konnte? Es ist bald erzählt.

Karl war zu einem Kunstschreiner in die Lehre gekommen und brachte es hier bald so weit, daß er in mancher Hinsicht sogar seinen Meister überflügelte. In seiner freien Zeit zeichnete er und studirte Bücher über Kunstgefchichte mit einem solchen Eifer, daß er darüber alles Andere vernachlässigte — und leider nur zu bald auch das Gebet, den sonntäglichen Kirchgang — kurz, seine Pflichten gegen Denjenigen, aus dessen allgütiger Hand er seine herrlichen Talente empsaugen hatte.

Auf einem so vernachlässigten Boden gedeiht leicht allerlei Unkraut. So auch bei Karl. Er war schon ein allseits geachteter

Gehilfe geworden, als er einst von seiner Schwester in liebe­voller Weise ermahnt wurde, doch wieder seinen religiösen Pflichten nachzukommen. Nun hatte Karl auf Elisabeth schon längst mit einer gewissen Verachtung hinabgeblickt. Sie zeigte keine besonders hervorragenden Geistesgaben und obendrein machte ihr Leiden sie ihm" noch besonders widerwärtig, statt sein Mitgefühl zu erwecken. Wie häßlich wird der Mensch durch den Hochmuth!

Und nun wagte die „Krückenliese", wie er sie verächtlich nannte, auch noch gar, ihm Moralpredigten zu halten! Er gab ihr eine bittere Antwort und seine beleidigenden Redensarten wurden immer roher, bis plötzlich Vater und Mutter dazwischen- iraten und Ersterer Elisabeth in Schutz nahm. Jetzt war es aus mit der Ruhe Karl's. „Habt ihr also glücklich auch »och den Vater beschwätzt?" rief er wüthend. „Na, Du und Emma Gredt, ihr seid ein prächtiges Paar! Alle Ehre! Aber mit euch Bet­schwestern werde ich schon fertig. Adieu Vater, adieu Mutter — ich packe meine Sachen!" Damit eilte er auf fein Zimmer. Alle Einreden der Eltern halfen nichts — der starrköpfige hochmüthige Sohn nahm sein Bündel und ging nach Paris, um die verhaßte „Krückenliese" nie mehr unter die Augen zu bekommen.

Ich hörte dem alten Lehrer mit großer Theilnahme zu und begleitete ihn wieder zurück in seine Wohnung, um hier von ihm und seiner Tochter Abschied zu nehmen. Selbstverständlich versprach ich einen Besuch, sobald mich meine Reisen wieder nach C. führen würden. (Fortsetzung folgt.)

vermischtes.

* Schneefall ist in der Nacht zu Sonntag in vielen Gegenden Westpreußens und auch in Ostpreußen eingetreten. Es liegen darüber Meldungen vor aus dem Kreise Kulm, aus der Danziger Gegend, aus Marienwerder, Marienburg, Schöneck, Hammerfteiu, Könitz 2C. In Könitz erreichte die Schneedecke eine Stärke von 3—4 Zentimetern. In Graudenz hielt der Schneefall mehrere Stunden an, doch verschwand der Schnee mit dem Beginn des Tages wieder. Im Sülmer Kreise waren die Wasscrtümpel in der Sonntagsnacht schon mit einer ziemlich starken Eisdecke überzogen. In der Gegend von Insterburg sank das Thermo­meter zu Sonnabend auf 2 Grad unter Null.

* Was ist Amerika? Ein Schweizer Journalist beant­wortet diese Frage in folgender knapper Form: „Amerika ist ein Land, mit dem verglichen Europa nur eine kleine Halbinsel ist; die Vereinigten Staaten bedeuten ein Staatswesen, mit dem Der» glichen die europäischen Reiche als Kleinstaaterei anzusehen sind. Amerika ist das Land der ungemessenen Räume und Dimensionen, das Land der Dollars und der Elektrieität, das Land, wo die Ebenen ausgedehnter, die Flüsse mächtiger, die Wasserfälle tiefer, die Brücken länger, die Blitzzüge schneller, die Katastrophen schauerlicher sind, als in irgend einem anderen Lande der Erde, — das Land, wo bei einem einzigen Eisenbahnunfall alle Tage mehr Menschen umkommen, als in ganz Europa in einem vollen Jahre; das Land, wo die Häuser höher, die Spitzbuben zahl­reicher, die Reichen reicher, die Armen ärmer, die Millionen größer, die Diebe frecher, die Mörder ungenirter, die Gebildeten seltener; das Land, wo die Zähne falscher, die Korsets enger, die Krankheiten tödtlicher, die Korruption allgemeiner, der Spleen raffinirter, die Verrücktheit systematischer, der Sommer heißer und der Winter kälter, das Feuer wärmer und das Eis gefro­rener, die Zeit kostbarer und die Menschen gehetzter sind, als in unserem schäferhaften Europa; das Land, wo die Greise jünger, und die Jünglinge greisenhafter, die Mohren schwärzer und die Weißen gelber sind; als sonst irgendwo; das Land der unermeß­lichen Naturreichthümer und der großartigsten Raubsucht der Menschen. Kurz und gut; das Land der außerordentlichen Gegensätze, der fabelhaftesten Extreme, der wahnwitzigsten lieber» Hebung, der rücksichtslosesten Dollarjagd und der unfinnigfteu Erwerbswuth, das Land des Kolossalen und Pyramidalen — natürlich nach den Begriffen des Amerikaners.

* Boshaft. Baron (der sich eine Perrücke angeschafft hat): „Nun, mein gnädigstes Fräulein, finden Sie mich sehr verändert?" — Wahrhaftig. Baron, bei Ihnen ist Mondfinsterniß eingetreten!"

* Zarter Wink. Dame (zu einem Junggesellen): „Sechs­tausend Mark verdienen Sie jährlich? Davon könnten Sie ja ganz gut standesamtsgemäß leben!"

* Eingelenkt. Frau (ihren Gatten spät Abends an der Thür empfangend): „Du schwankst . . .! — Gatte: „Ob ich Dir einen neuen Hut oder ein neues Kleid kaufen soll, Schätzchen!"

* Alles voll. Reisender (auf einer Sekundärbahn, bei der es noch recht gemüthlich zugeht): „Wo ist's Beschwerdebuch?" — Diener: „Dat is voll!" — Reisender: „Wo ist denn der Stationsvorsteher?" — Diener: „Der is ooch voll!"

* Deutlich. Fremder (Morgens im Hotel): „Wer hat denn vor mir in diesem Bette geschlafen?" — Wirth: „Ein Cirkus- direktor." — Fremder: „Jedenfalls der Direktor eines Floh- eirkus!"

und in der Richtung nach Kerzell Dietershan 12 cbm Steine.

172cbm Steine und 32cbmSand.! 14) Von da bis hinter die