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J\S 175

Frettag, den 3. August 1894.

21. Jahrgang

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großen Reiche, welche nach der beredten Ausführung des Hoch-

haltnifse in Ä&TwÄ

man das Gegenlheil beklagen muß, ober im großen Ganzen ist das Volk dieser Provinz dem Glauben von Natur aus geneigt,

natürliche Ordnung von Gott gistiftet sind, die ganze Mensch- f heit zu umfassen und für ihr zeitliches und ewiges Glück zu j wirken. Für Kirche und Staat wie gesagt ist der Fr ede von - ganz besonderer Bedeutung, von ganz besonderem Werth. Die '

kommenden Ereignissen treu und fest zu ihrem Bischof stehen. Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für den Ausdruck Ihrer

den es Gott danken, wenn Sie diesen Standpunkt festhalten. Es scheint mir eine allgemeine Verwüstung zu kommen und dann werden, wenn Gott sich erbarmt und Deutschland eine bessere Zukunft bcschieden ist, gerade die entschiedenen treuen Katholiken den Kern und den Grundstein bilden für den neuen Bau des christlichen Lebens. Der liebe Gott segne Eure Gesinnung und in diesem Wunsche gebe ich Euch von ganzem Herzen an dieser Stelle meinen Segen (den die Versammlung knieend empfängt). Nochmals herzlichen Dank!

Ungeheuern Teiritorial-Beränderung unter den Fürsten, da ist diese Provinz neu gegründet worden, damals noch unter außer­ordentlich schwierigen Verhältnissen für die Kirche. Diese Kirchen- provinz ist noch jung, aber wir dürfen mit F eude und mit

Erwiderung der Hochw. Herrn Bischofs von Fulda:

Liebe Bürger Fulda's! Ich habe im Anfang zu erkennen gegeben, daß es diesmal nicht nothwendig sei, eine glänzende Ovation zu bereiten. Ich bin ja schon lange Zeit in Fulda ge­wesen. Man kennt mich und ich kenne die Fuldaer. Anders ist es, wenn unS der hl. Vater einen Bischof schickt, der von der Ferne kommt; da müssen wir den hl. Vater verehren und müssen dem Bischof zeigen, daß er uns willkommen sei. Darum habe ich gebeten, man möge der Stadt sowohl wie den Bürgern jede Ausgabe erlassen. Sie haben aber doch gewollt, etwas zu thun und diese glänzende Ovation zu bereiten, da mochte ich den katho- llschen Gefühlen nicht widerstreben. Es gereicht der Bürgerschaft zur besonderen Ehre. Die Stadt ist allerdings ein Kind der Kirche, denn das Kloster Fulda war früher da als die Stadt und die Stadt hat von demselben viel empfangen. Die Kirche war ihr damals eine reiche Mutter, jetzt ist sie arm; und wenn dann doch die Bürger kommen und ihre Liebe zu erkennen geben, so ist das sehr rühmlich für die Bürger und sehr ehrenhaft für uns. Ein Kind liebt die Mutter, wenn sie auch in armen Kleidern erscheint, darum also gereicht es Ihnen zur Ehre und mir zur besonderen Freude. Ich will denken, daß alle die Lichter ein Symbol wären für das sprudelnde Feuer der Liebe und Ergeben­heit, die in den Herzen leuchtet. So wollen wir es halten und überhaupt wollen wir in unserem Fulda so leben, wie es immer geschehen ist, auch mit denen, die nicht unserer Konfession sind. (Anhaltender Beifall) So war es früher immer und es gab in Fulda im bürgerlichen Leben zwischen den Konfessionen keinen Unterschied; so wollen wir es auch künftighin halten. Bewahren Sie die treue kirchlicheGesinnung und halten Sie sonst im Leben, wie Sie es bisher gehalten haben. Ich danke der Bürgerschaft Fulda's und ich werde beten für die Bürgerschaft Fulda's, daß Fulda gedeihe und immer mehr zunehme; darüber wollen wir uns freuen. Es lebe die Bürgerschaft Fulda's!

Herr Dberbürgermeiftec Dr. Antoni:

Verehrte Anwesende! Lassen Sie uns noch ein Hoch auS- bringen auf die Bischöfe der oberrheinischen Kirchenprovinz, die heute in Fulda vollzählig versammelt sind: Se. Excellenz der Hochw. Herr Erzbischof von Freiburg, der Hochw. Herr Bischof von Limburg, der Hochw. Herr Bischof von Mainz, der Hochw. Herr Bischof von Rottenburg, sie leben hoch! hoch! hoch!

Se. Exc^llevz der Hochw. Herr Erzbischof von Frei­burg, Dr. Roos:

Meine lieben Herren! Im Namen der oberrheinischen Kirchen- proolnx öiuite ich Ihnen von ganzem Herzen f^»sen Ausdruck der Liebe und Anhänglichkeit an die Bischöfe dieser Provinz. Ich nehme das dankbar entgegen, nicht weil ich ein Bischof derselben bin und der Erzbischof dieser Kirchenprovinz, sondern weil es mir ein Zeichen ist des lebendigen Glaubens und Ihrer Anhäng­lichkeit an die Kirche und die katholische Organisation, wie sie für Sie in der oberrheinischen Kirchenprovinz besteht. Ich sänke Ihnen von ganzem Herzen für den Ausdruck Ihrer vortrefflichen katholischen Gesinnung. Gott erhalte Sie, denn wir gehen schweren Zeiten entgegen; für meine Person bin ich überzeugt, daß wir sür die Zukunft den allerschreck.ichsten Ereignissen entgegengehen. Der Umsturz, die Gottlosigkeit, die Grundsätze des Unglaubens und der bösen Feindschaft sind soweit gediehen, daß sie die Massen beherrschen, und wenn Gott nicht ein Wunder thuk, werden wir in 10—15 Jahren ganz ichreckliche Verhältnisse bekommen. Da vertraue ich auf mein gut katholisches Volk, namentlich auf das von Fulda und der oberrheinischen Kirchenprovinz, daß Sie für alle kommenden Zeiten eine Phalanx, eine Schutzmauer bilden sür die christlichen katholischen Grundsätze Bon Ihnen allein ist es abhängig, ob unsere Zukunft nicht bloß denGlauben bewahrt, ob sie auch nur die Kultur aufrecht erhält. Ich habe die feste Ueberzeugung, es ist dies abhängig von dem lebendigen Glauben und von dem Eintreten der Katholiken in ganz Deutschland und ich habe das Vertrauen, daß die Gläubigen der Diözese Fulda und der ganzen oberrheinischen Kirchenprovinz in diesen schweren

einzustimmen: Ter Herr Bischof von Fulda lebe hoch! hoch! hoch!

S'. Gnaden, der Hachwürdrgfte Herr Bischof von Limburg, Dr. Kl «tu:

Erscheint täglich. Sonn- und Feiertage ausgenommen. — Inserate kosten die einspaltige Zeile oder deren Raum 15 Pf., bei Wiederholungen entsprechender Rabatt.

Vierteljährlicher Abonnementspreis ohne Bringerlohn und Bestellgeld mit der belletristischen Sonntagsbeilage .Sterne und Blumen' in Fulda und auswärts 1 Mark 50 Pfennig.

Nachträge zum Bericht über die Bischofs- seierlichkeiten vom 25. Juli 1894.

in.

Se. Excellenz der Hochw. Herr Erzbischof von Frei­burg, Dr. RooS, erwiderte:

Hochverehrte Versammlung! Mein geliebter Mitbruder, der neugeweihte Bilchof von Fulda, hat soeben hier Worte der Liebe und der Verehrung ausgesprochen. Er hätte mich beinahe etwas schamroth gemacht: aber unser verehrter Vertreter der

auf den Bischof der Diözese Mainz, auf meinen Nachfolger in meiner mir an's Herz gewachsenen Diözese Limburg, auf den Bischof der treuen, herrlichen Schwaben, (Heiterkeit) und aus alle diese ehrwürdigen Herren, die ein Volk repräsentiren, das seines Gleichen sucht im ganzen deutschen Vaterland. Deshalb sage ich: Stoßen Sie mit mir an auf das Wohl der Diözese Fulda und der oberrheinischen Kirchenprovinz!

Herr Oberbürgermeister Dr. Antoni:

Hochwürdigste Herren, Excellenz, Hochansehnliche Festver­sammlung! Die Bürger dcr Stadt Fulda haben von jeher den innigsten Antheil genommen an der Wohl und Einführung ihrer Oberhirten. Dankbar bewegten Herzens schauten sie auf zu ihrem unvergeßlichen Bischof Georg, der ihnen den Oelzweig des Frie­dens brachte; (Bravo) erwartungsvoll blickten sie entgegen dem. nunmehr hochseligen Bischof Joseph; freudiger aber schlugen die Herzen aller, als von der Kanzel des hohen Domes herab den ahnungsvoll lauschenden Gläubigen verkündet wurde, daß nun­mehr unser Regens Prälat Dr. Komp erkoren sei, den bischöf­lichen Stuhl von Fulda zu besteigen, jener Mann, den sich das Volk schon lange als Bischof ersehnt hatte. (Bravo) „Er ist einer der Unfern", so tönte es jubelnd durch jedes Herz; einer der Unfern, zwar nicht durch Geburt aber durch mehr als vierzig­jährige Thäligkeit unter uns im Dienste der Kirche nicht nur, sondern auch mit gleichem Eifer, mit gleicher Liebe und Berufs- . treue auch im Dienste der städtischen Angelegendeiten. (Bravo) Jahrelang war er Mitglied unserer Gemeinde-Vertretung und \ was er hier in seiner stillen, ober doch so eindrucksvollen und thatkrästigen Weise gewirkt hat, wird noch auf lange Jahre . * hinaus segensreiche Früchte tragen; zugleich gibt es uns die ; ä Gewißheit, daß er auch in Zukunft unserer liebend und sorgend i f gedenken werde. Worte des Dankes sind eS deshalb, die ich I i heute als Vertreter der Bürgerschaft Fulda's unserem viel- s s geliebten Oberhirten entgegenbringe, Worte des Dankes für all' ; ! das Gute, was er bisher für uns gethari hat. In btt fern Sinne i - bitte ich Sie hochverehrte Anwesende mit mir einzuftimmen in ; i den Ruf: Unser vielgeliebter Oberhirte Bischof Georg Ignatius, ■ i er lebe hoch! hoch! hoch!

Herr Stoatkrath von Boxb-rg au» Weimar: )

Deutsches Reich.

, B e rlin. 1. August.

* Dec Kaiser ist heute Vormittag 8 Uhr an Bord der „Hohenzollern" aus Norwegen auf der Rhede von Wühtimsbaven ringet'offen. Die Abrerse nach CoweS erfolgt cm Sonntag Vorm ttag, ii'e Ankunft daselbst voraussichtl'ch aai Montag Nichmöttg. Der Reichs­kanzler, Graf C priv', batte oen Kaiser in Wilhelms- Haven erwartet, um demselben Vortrag zu halten. Auch Prinz Heinrich ist heute an Bord des Pa-zersch ffeS „Sachsen", von Kopenhagen kommend, in Wilhelms­haven eingetrcffen.

* Fürst Bismarck b»fa ib sich, wie die .Schlawer Ztg.'meidet, am Montag Nachmittag auf einer Spazier­fahrt in Gefahr. Das rechte Wagerpferd fiel m einen Sumpf; der Wagen konnte rechtzeitig halten, wodurch weiterts Unglück verhütet wurde. Das Herausziehen des Pferdes erforderte I'/r Stunden.

Beim Fackekzuge.

Ansprache desHrn. Oberbürgermeisters Dr. Antoni: ■

Hochwürdigster Herr! Heute Mittag bereits hatte ich Ge- I legeuheit, Ew Bischöfl. Gnaden den heißesten Dank der Stadt i Fulda zum Ausdruck zu bringen für Alles das, was Sie bisher ; ür die Stadt gethan haben. Jetzt erübrigt mir noch ein Wei- i tereS: Ntcht Dank allein bewegt urs; es ist auch noch ein an- > derer Gefühl, dem wir Ausdruck geben müssen. Tausende von \ katholischen Männern sind heute mit mir hierher gezogen, um i das Gelöbniß der unwandelbaren Treue und des freudigen Ge- I horsarns im angestammten Glauben zu erneuern. Fulda hat von ’ jeher als eine echt, als eine treu katholische Stadt gegolten! i (Anhaltender, lebhafter Beifall ) Heute tst es nicht anders. Der i Helle Schein der Fackeln, der jetzt zum nächtlichen Abendhimmel i emporleuchtet, möge, wenn es überhaupt noch nothwendig ist, ; den Beweis erbringen. Die Zeiten kommen und gehen; Regen ' und Sonnenschein, rauhe Stürme und linde Lüste wechseln ab - aus dieser Erde, wir Fuldaer ober, das geloben wir, wir wollen ' treu und sest und unerschütterlich halten zu unserem christlichen, ? zu unserem katholischen Glauben; dem Grundpfeiler der Wahr- | beit. Dazu möge uns Gott feine Gnade geben, lieber Ew. i Bischöfl. Gnaden aber möge er feine schützende und schirmende ! Hand halten, damit Ew Gnaden noch viele Jahre hindurch den : Beweis der treuen Erfüllung dieses Gelöbnisses entgegennehmen i können. Sie aber, meine katholischen Männer, fordere ich auf, mit mir eivzustimmen in den Ru>: Unser geliebter Oberhirt, ? unser Bischof Georg Ignatius, er lebe hoch! hoch! hoch! j

Staatsgewalt, der Herr Oberpräsident, hat in Rücksicht auf seine Persönlichkeit bereits das Nothweudige gesagt, ich will mich darum beschränken, mich am neuen Bischof zu — rächen (Heiter­keit) und das will ich dadurch thun, daß ich — von ihm kein Wort spreche. (Große Heiterkeit.) Ich will Ihre Aufmerksamkeit hinlenken auf die Diözese Fulda, auf feine ihm heute anver­traute Braut, und will Ihre Aufmerksamkeit hinlenken auf die oberrheinische Kirchenprovinz, als deren Bischof er heute einge­treten ist. Zunächst die alte, ehrwürdig alte Kirche von Fulda; von ihr müßte man nur mit Pietät, mit Andacht möchte ich sagen, sprechen. Fulda! wer spricht es ans unter den Katholiken in ganz Deutschland und erinnert sich nicht an den großen Apostel aller Deutschen, den hl. Bonifatius. Er ist zwar nicht Bischof von Fulda gewesen, aber in Fulda hat er seine großen Gedanken für die Vereinigung oller Katholiken Deutschlands ge­faßt und dem Herrn vorgetragen; und von hier ist das groß­artige Werk des hl. Bonifatius über ganz Deutschland aus­gegangen. Tie großen Diözesen, die von den Apostelschülern bereits gegründet worden sind, Trier, Mainz, Köln, Straßburg, sind ihrem Ursprung nach ehrwürdiger, aber was unser Jnteiesse ganz besonders beansprucht, ist die großartige Thätigkeit des hl. Bonifatius, der ja Jahrhunderte lang später die Aufgabe erkannt hat, alle die zersplitterten und durch die damaligen mt- glücklichen politischen Verhältnisse von einander getrennten ein­zelnen Gruppen von Katholiken zu vereinigen. Er ist überall umhergezogen und hat wie ein Apostel Alle begeistert, Alle unterrichtet, alle emporgehoben zur Idee einer großen katho­lischen Kirche. Er hat es fertig gebracht, daß Deutschland sich geeinigt hat zuerst kirchlich, und zwar als Vorbedingung der später erfolgten politischen Vereinigung, die nie möglich gewesen wäre, wenn der hl. Bonifatius die Deutschen nicht vereint hätte um seinen bischöflichen Stuhl. Und die Diözese Fulda! Gott, mein Gott, jeder Tritt, den man doit thut, jeder Platz ist ge­heiligt durch den Aufenthalt, durch die Gebete dieses großen heiligen Apostels und seiner Schüler. Die Diözese Fulda ist, wen» man es äußerlick betrachtet, gar keine von denen, über bie viel gerebet totrb, sie ist nicht groß, ihre Bewohner, ihre Kalho- liken sind nicht reich, das sind im großen Ganzen arme Leute, freilich mit Ausnahmen. Aber sie haben etwas, was unzählige Diözesen Deutschlands nicht aufweisen können; sie haben ein Volk, das ansäisig ist, das nicht hinausgetrieben wird durch die Roth; sie hat ein Volk, das einen Glauben hat. wie man ihn nicht leicht wieder findet in der ganzen Welt, (Bravo!) ein eifriges, heiliges, sittenreines Volk! Das ist die Diözese Fulda! Und der Vorsteher dieser Diözese ist mein Freund, der mir „so ähnlich steht". (Heiterkeit.) Ich wünsche der Diözese G ück und habe vom ersten Tage an, wo ich die Nachricht bekam von der Neuwahl, gerufen: Gott sei Dank für die Diözese Fulda. (Bravo!) Daran . schließe ich sofort eine Erinnerung an einen Verband von Diö- ) .

Seien, an die oberrheinische Kirchenprovinz, welcher Fulda ja zu- > ~ m9- .W?rte zu sag n. gehört. Die oberrheinische Kirchenprovinz ist nicht sehr alten Datums als solche. Sie ist, wie Ihnen Allen bekannt geworden, in den 20er Jahren, bei der Neuordnung der kirchlichen Ver-

Hochverehrte Herren! Es möge mir gestattet fein einige „Friede ernährt, Unfriede verzehrt". - Es ist dieses freilich eine sehr gewöhnliche aber doch behrrzens- ; werthe Mahnung, die besondere Geltung hat für die beiden ;

Hochansehnliche Festversammlung! Es wird schwer, nach den Worten, die ich bisher vernommen habe, auch das Wort zu er- i greifen zur kurzen. Ansprache. Indessen ganz schweigen kann das i Thüringer Land nicht, und ich fühle das Bedürfniß, auch dem : neuen Oberhirten meinen Bewillkommne gsgruß entgegen zu j bringen, und die katholischen Pfarrejen des Thüringer Landes I feiner Fürsorge ans Herz zu legen. Wir Weimaraner sind so | glücklich, daß wir mit der bischöflichen Behörde von Fulda im ; besten Einvernehmen gelebt haben; wir sind so glücklich, die f Zuversicht haben zu können, daß es so bleiben werde. Wir | wissen dieses glückliche Einvernehmen zu schätzen und waren j doppelt erfreut und beglückt durch die Bischosswahl Auch im l Thüringer Lande möge der Herr Bischof sich glücklich fühlen; - auch dem Thüringer Laude möge er seine väterliche Fürsorge zu Theil werden lassen. Ich fordere Sie auf mit mir in die Worte

Stolz auf sie hchblicken. Äeft twtz S I

Abnahme der alten formalen, strengrechtlichen Verbindung zwischen der Staatsbeamten und was insbesondere >

Erzbischof und Bilchof heute innerlich geeinigt und durch und i . , V* ?u ihre bescherterie Nachbardiözcse Limburg ; durch kirchlich; das kommt aber namentlich baßer weil auck l betrifft, tn den Händen jener hohen Herren, welche wir heute i , ------

diese sBroohu eht aroße« berrlicbes Volk bat Es oibt ia ■ aId Festeste verehren, an der Spitze der Obeipräsident unserer z Anhanglichkert und der Liebe, Gott möge «re darin bestärken;

nahmen na'me^iLdgwßkLe taMeMÄÄ $ •a*fa« H?-r Magdeburg, der sich durch die Lieb des Lands- ? und ich kann nur hinzufügen. Sie.selbst und Ihre Kinder wer- man das Gegemheil beklagen muß, aber im großen Ganzen ist ; des Staat-marnes Hat letten lassen das Gedeihen s

das Volk dieser Provinz dem Glauben von Natur aus geneigt, ? der Provinz zu förbetn und die Provinz zu Ansehen zu bringen, und es ist ein gutes Volk, das empfänglich ist für alles ! <5errn gelte denn mein volles Glas von dem aufge- i

Große und Uebernatürliche. Ms ich nach Freiburg gekommen l ^me' ®et ^etI Oberpräsident Magdeburg lebe hoch! i

bin. habe ich keine Abnuna davon nebntt. Di- Dill»!? ftanh in ! • Soc9- (

bin, habe ich keine Ahnung davon gehakt. Die Diözese stand in ;■ keinem guten Ruf, aber der batirt aus alter Zeit, wo die moderne Stellung der Geistlichen viel zu schaffen gemacht hat. Heute kann ich sagen: auch dort ist mein Klerus derart, daß ich den Bischöfen schon gesagt habe, er nehme den Vergleich aus mit jeder Diözese, mit Köln, Trier, Straßburg. Deshaib sage ich auch: Ich bin stolz auf meinen Klerus, weil ich ein gutes, un­zerstörbares kathottches Volk habe, und ich bin überzeugt, daß i es in der ganzen oberrheinischen Kirchenprovinz so ist, wie ich ! es ja durch Erfahrung aus Limburg und Mainz kenne. Wie unsere Katholiken die Zeit verstehen und an alles den Maßstab l des 61. Glaubens anlegen, wie sie dastehen in diesem Unglück- 1 seligen Strome der Zeit, der Alles umzureißen droht, wie sie alle diese Diözesen bastehen als eine feste Pbalarx in ihrem ! hl. Glauben! Deshalb ist es mir beute ein Bedürfniß, meine ! Anerkennung, meine Freude, mein Lob, ja mein Hoch auszu- l bieten für die Diözese Fulda und die oberrheinische Kirchen­provinz. Wir Bischöfe ia dieser Provinz, obgleich nicht zwangs- = weise geeinigt, folgen dem letzten hohenpriestettichen Gebet, daß i sie ave eins sein mögen „wie ich und der Vater eins sind." I Wir sind einig, Bischöfe und Volk, und können Gott bauten, i daß das hohenpriesterliche Gebet des Herrn sich so verwirklicht hat. Deshalb gilt mein Hoch der alten ehrwürdigen Diözese Fulda und der oberrheinischen Kirchenprovinz. Ich darf nicht 1 vergessen, denn ich hatte es beinahe vergessen, daß es wie eine Fügung Gottes ist, daß, so lang die Provinz besteht, ausge­nommen nach den Wirren des Jahres 1848, alle Bischöfe dieser Provinz heute hier in Fulda am Grabe des hl. Bonifatius er- schienen sind. Ich habe eine wahre Freude, wenn ich Hinblicke