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ist ein Schweiger und da er nie Fragen stellt, so wagt Niemand, i ifitn Dinae ru iaaen. von denen man weiß, daß sie ihm unan-

Politik" Leo'S

gnng der

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fand nicht

in Verbindung mit einem Ma,fest zu veranstalten.

Dmnnengist.

Novelle von Ernst Schars.

(1. Forrsesung.)

Berardi (gestorben alrKardinal am 6.April 1878), wurde auch im April jenes Jahres zum Titular-Erz- bifchof von Nicäa geweiht. Inzwischen aber brach der polnische Aufstand aus. und von der neuen Nuntiatur war nicht mehr die Rede. Einige Z°it darauf ver­mählte sich Graf Kissel«ff mit einer Dame aus einer römischen Färstenfamilie und da er das Versprechen der katholischen Kindererziehung nicht ab» legen wollte, so wurde die Einsegnung dieser Ehe in Rom nicht gestattet. DieS hatte den Rücktritt des Grafen von f !

Bor einigen Tagen wurde nun gemeldet, daß die Publikation der päpstlichen Eocyklika an di« polnischen Bifchöle von der russischen Regierung gestattet worden ist. Anknüpfend hieran wurde dem Pariser „Mode"

geschrichen:

„Diese unerwartete Thatsache würde vollends bestätigen, was neuestens über die achtungsvolle Stimmung des Zaren bezüglich der erhabenen Person Leo's XIE. gesagt worden ist. Alexander III.

Encyclika an die polnischen Bischöfe, welcher die ebenso boshaften wie verblendeten Gegner deSPapstthumS alle? Schlechte nachsagten, ja, die sich nicht entblödeten, sie als ein authentischer Zeugniß für die PreiSgebusg der polnischen Katholiken an dar Schisma hmzustellrn, drr Wirkung gehabt hätte, einen Umschwung und eine Wendung im Verhalten der maßgebenden Faktoren Ruß» landS gegen die katholische Kirche herbeizuführen. ES wäre dies zugleich die glänzendste Rechtferti-

die russische Gesandtschaft beim heiligen Stuhle wreder- s her» stellen. Herr JSwolSki soll dierdezügliche Depesche» abgesendet haben." Bald brachte der offiziöse Tele- araph die Bestätigung dieser Nachricht mit dem Be,« fügen, daß Herr Iswolski selbst zum Ministerresidenten beim Vatikan ernannt worden ist. Dieser Wiederher» stellung der offiziellen und regulären Vertretung Ruß­lands beim Vatikan muß man eine nicht geringe Be­deutung beimeffen, besonders wenn man einen Blick in die Vergangenheit wirft und sich der trostlosen B zichnngr« erinnert, die so viele Jahre hindurch

- kurrenten sehr vom Nachlhril wäre. Dein Kavalier ; hat im Uebermuth, um einem Anderen einen Streich i zu spielen, daS höchste Gebot gemacht. Er handelt : sich also um einen Scherz. Daß Du in keine nähere Bekanntschaft mit dem Menschen, einem Seidenweber, » . .. ‘..ft IX WkirtUf I «lt **

* M-russische N-rtr-Nmg beim °?°st°Usch°u ; ;?ÄS£öt1LSS

Stuhle. j als offiziöser Agent hier blieb, bis es zum gänzlichen

Der Nouveau Moniteur be Rome' brachte vor ] Bruche kam. Der Hauptgrund der Entfremdung lag einigen Tagen eine Dewiche auS Wien, die lautet: \ also in den brutalen Katholrkenverfolgungen Man berichtet auS St. P-terkburg, daß Rußland den ; in Russisch - Polen Verfolgungenwelche in Vatikan wissen ließ, daß die Regierung entschlossen ist, i ganz Europa dte größte Entrüstung wachrufen Mußten.

! Gram hierüber beschleunigte den schlimmen Ausgang i eines alten Herzleiden».

Elise, das einzige Kind- stand bet seinem Tode ' mittellos da. Sie "folgte später gerne der Einladung ; ihres OheimS, auf dessen Hof die Wirthschaft zu über» s nehmen und die dahmgeschiedene Tante zu ersetzen. ! Der Oheim hatte genau gewußt, weshalb er die ver- waifte Nichte, die vorab nach dem Tode des Vaters ' in einem Geschäfte thäüg gewesen war, in sein HauS

L o XIII. schreibt in dieser Encyclika speziell an

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t ihm Dinge zu sagen, von denen man weiß, daß ste ihm unan- s genehm sein müssen. So waren ihm, wie man versichert die l MassacreS in der Kirche vonKroze durchaus unbekannt ~ö>.' --- . . f biS zu dem Augenblicke, wo ein eigenhändiger Bries des HIVaters

zwischen dem Vatikan und dem russischen Reiche > ifimöben eingehenden Bericht hierüber gebracht hat. Machten derrfchten. f schon die Thatsachen, die ihm der gemeinsame Vater aller Gläu-

Es sei deshalb hier daran erinnert, wodurch der f bigen berichtete, einen tiefen Eindruck auf ihn, so soll dies noch «P-S ! SÄ« ""*

Während Graf Nikolaus von Kiss-leff ruff'fcher «se- - ' * - - - - - - - - --

saadter bei PiuS lX. war, gestalteten ote beiderseitigen Beziehungen sich so günstig, daß im Frühjahr 1862

interimistischer Geschäftsträger vecblieb der Legations- , Hirtmsorge füc alle Thule der « ch.

«ekretär Frhr. v. Meyendorff Schwiegersohn der ; Kaiser Alexander III «st ohne Zweifel em doch. RnchSkanzlirS Fürsten Gortschakoff, in Rom, während I herziger, von den besten Absichten geleiteter, uefreligw,er, wegen der hart«! Verfolgung deS polnischen i sittenstrenger Monarch. Er hat auch schon unzwr,» Episkopats und Klerus die Beziehungen zwischen i heutige Belege seiner Freulidschaft rind Hochachtung für Rahland und dem hl. Stuhl sich immer mehr zuw tzten. - L-o XIII. geliefert; man oenke uur an seinen so be- EineS Tages im Jahre 1866 beklagte Pin» IX. in ; merkenSwerthen Glückwunsch zum Bischofs - Jubiläum einer Pr'vrtaudienz sich sehr bitter darüber, daß die | deS Papstes. ES wäre nur die Konsequenz so.cherGe- rvffisch! Regierung nun den erst vor Kurzem ouf ihren j sinnung und solchen^CharokterS, wenn der Zar sozu- eigenen Antrag ernannten Erzb-SthumSverweser von ; sagen persönlich dre Sache der Katholiken semeS R-icheS Warfchru nach Sibirien verschickt habe, worauf der ? in die Hand nähme urd l-nc Fksseln brache, welche die GeschäftSträg'r entgegnete, seine Regierung habe sich \ Politik kurzsichtiger und böswilliger RegierungSmanner eben in der Person dieses Prälaten getäuscht, gerade f ihnen angelegt hoben. .

so wie es Sr Heiligkeit selbst mit dem Kardinal er» ’ Die zum russischen auSwart,genAmt^mBeziehung qangen sei, der seinem Vertrauen nicht entsprochen stehende ,Nowo;e Wremia erklärt, alle Lrchwlengketten hab-. Durch diese sehr dreiste Antwort fühlte der ; und Hindernisse, welche die Verwirklichung der pnn-

Prnst sich tief gekränkt. Der sonst so leutselige PiuS | zipiell schon längst beschloss-nen Unterhaltuna cmes

erhob entrüstet di« R-chte und auf die Thüre deutend offiziellen Vertret-rsRußlands berm Vatikan verzögerten,

s-rqte er nur: „Sortez Monaieur!“ Natüri-ch mußte se.en aas dem Wege geräumt. Dann wird d.e „hohe

politische Weisheit" und der „bemerkenSwerthe Scharf» blick" deS Papstes gepriesen und gesagt, der derzeitige Papst habe es verstanden, daS Vertrauen aller europäischen Regierungen zu gewinnen, wie auch die volle Sympathie aller vernünftig denkenden und gutgesinnten Leute. W

So sei denn die Hoffnung und der Wunsch aus­gesprochen, daß die Wiedererrichtung der russischen Lega» tion beim heil. Stuhle eine neue und bessere Aera in den Beziehungen desselben zum offiziellen Rußland inauguriren werde. Ein gutes Omen hierfür liegt auch in der Thatsache, daß am 4. d. Mts der Erzbischof Martin Simon Kozlowski von Mohilen, der bekannt- lich in St. Petersburg refidirt und dessen Diözese die größte der Erde ist, vom Pupste in Audienz empfangen worden ist. _________________

Deutsches Reich.

Berlin, 18 Juni

• Die Grundsteinlegung des neue» Domes z« Berlin hat gestern Borm,ttag 117* Uhr in feierlichster Weife stattgefunden. Seit mehreren Tagen hatte man bereits begonnen, den Bauplatz für die Feier auSzu- schmücken; rings herum hatte man hohe, durch Smr- landen verbundene Masten errichtet, von welchen preußische und deutsche Fahnen herabwehten, und be» sonders schön war der Platz hergerichtet, auf dem der Grundstein gelegt werden sollte, davor stand daS prächtige Kaiserzelt. Die Häuser in der Nähe hatten gleichfalls bunten Schmuck angelegt, auch daS Börfengebäude war nicht zurückgeblieben. An der Feier nahmen der Kaiser und die Kaiserin mit allen sonst noch hieranwesen­den Mitgliedern der kaiserlichen Familie Theil, außer­dem fämmtliche Generale, unter denen der immer noch lebhafte und rüstige Feldmarschall Graf Blumenthal in erster Linie stand, alle Minister und eine große Reihe von Hof- und Staatswürdenträgern. Unter den Linden und im Lustgarten stand eine ungeheure Menge Menschen, welche die Auffahrt der Majestäten und der übrigen Herrschaften mit cmsahen. Wenige Minuten vor 7,12 Uhr kam der Kaiser und die Kaiserin mit den beiden ältesten Prinzen im vierspännigen Wagen die Linden herunter gefahren, von einer Schwadron beS 1. Dragoner- Regiments geleitet und von brausenden Hochs der Menge begrüßt, in einem anderen Wagen folgte Prinz Adalbert mit feinem Gouverneur. Nachdem das Kaiser­paar in feierlicher Weise empfangen war, begann der festliche Akt mit dem Gesänge „Lobe den Herrn, den mächtigen König der Ehren", welchen die Musik deS 3. Garde-RegimentS zu Fuß begleitete. Die Ansprache hielt der zum General-Superintendenten in Magdeburg ausersehene Hofprediger B t e r e g g e. Nach einem Gesang der Domchors erfolgte die Verlesung der Stiftungs­urkunde durch den Vorsitzenden der Dombaukowmission, HauSminister v. Wedel, und darauf die Verlegung des Grundsteins. Während der Kaiser die drei Hammer- schläge vollzog, spielte die Mafik bi' Volk?Hymne, darauf den Choral „Eia feste Burg ist unser Gott". General- superintendent Faber s r-rch schließlich den Seq-n.

\ berief. Ec fand in ihr bald eine so umsichtige und aufmerksame Vorsteherin seimS HauSwesenS, wie eS niemals eine Fremde gewesen sein würde.

DaS Berhältuiß zwischen den Beiden war ein kühlrS, Elis ns klarer Sinn hatte bald deS Onkels Charakter genau erfaßt, der, edlerer Regung bar, nur seinem Egoismus und Hang« zum Geize folgte. DaS Mädchen fühlte sich hierdurch abgestoßen und ,hr Be­nehmen ging nicht über gemessene Höflichkeit hinaus.

Der Onkel war seiner Nichte gegenüber sehr zuvor- toamenb; er bchandelte sie mit großer Freundlichkeit und kaufte ihr feine Kleider. Alles hatte nur den wohlerwogenem Zweck, sie fester an fein HauSwesen zu knüpfen, und d-ese Ausgaben trugen gute Zinsen.

G sellschaftlich war daS Mädchen in dem Orte ziemlich vereinsamt. Als Verwandt- des reichen Mvorbauern behandelte man sie mit Achtung und Höflichkeit, aber man wagte nicht, ihr näher zu treten, und der Oheim sorgte im Uebrigen dafür, daß SBtttefyc ihr fern blieb. Sie vermißte solchen kaum, da sie sich mit ganzem Herzen ihren Sousinchen, zwei Mädchen im Alter von 10 und 7 Jahren, zagewanbt hatte, wie , j auch diese mit innigster Liebe an der Verwandten I h^Die jungen Leute deS OrteS brachten der hübschen, > ’ vornehmen Fremden lebhaftes Interesse bar, waS indeß i meistens nur Sonntags beim Kirchgang zum Ausdruck

Der NeujahrStag kam, aber der Ball fand nicht Bekanntschaft mit dem Menschen, einem seioenwever, statt. Die Frau des AvkerwirthS erlag unerwartet treten wirft, brauche ich wohl nicht zu sagen.

und schnell einer typhösen Lungenentzündung. In Folge ■ Das Mädchen hatte die Mitthnlung sernes DaMS deS Todesfalles unterblieb selbstverständlich im Trauer- - ruhig entgegen genommen. „Ich weiß, waS ich zu Hause die Abhaltung des Tanzvergnügens. Es war • thun habe, Onkel , bemerkte eS kurz. Und damit war noch em zweiter kleiner Saal im Orte, und der Eigen- i die Sache zwischen Beiden abgethan.

thürner desselben ließ es auch an Bemühungen nicht i Elise weilte feit einem halben Jahre auf dem fehlen, daß man den Ball bei ihm abhalte. Aber ■ Moorhofe, wo st; die Stelle einer Haushälterin versah, man blieb dem Arkerwirlhs treu und entschied sich für j Der ziemlich p^tzüch erfolgte Tod ihrcS Vaters Aussetzung des Balles und beschloß, denselben Wer i die Matter war ihr schon früh gestorben - war b in Verbindung mit einem Maifest zu veranstalten. traurige Veranlassung, daß ste em Unterkommen bei

Düse Beilegung war Niemand willkommener, als Verwandten suchen mußte. Ihr Vater, em Bauumer- dem hochumworbenen Mädchen, daS die Versteigerung ! nehmer, hatte bei seinen letzten Sp-kulattonen bedeutende der F auenSpersonen als barbarische Sitte bezeichnete. ■ Einbußen erlitten, die sein Vermögen adsorbir^n. Der Der Moorbauer hatte ihr selbst den Sachverhali kurz «— Äu#aana

mirgeiheilt. „Ein junger etwas leichtsiniiiger Mensch hat bei der Mädchen-Versteigerung daS höchste Gebot auf Dich abgegeben. Nach dem Ortsgebrauche wird er DiÄ zum Balle geleiten und Dein Tänzer fein, so- weit eS Dir beliebt, zu tanzen. ES ist fo einmal die Sitte hier, und der muß man sich fügen, wenn man sich nicht mit den Leuten verfeinden will, waS im Jiitereffr meines GefchafteS und wegen meines Kon-