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Beilage zu Nr. 102 der »Fuldaer Zeitung",.

Die Katze, der größte Feind unserer gefiederten Gehilfen im Garten.

lieber diesen Gegenstand berichtet Joh. Hoffmann in der ,ßanbto. Zeitung für Oberösterreich" das Folgende:

„Bon Jahr zu Jahr ist ein Abnehmen der Singvögel, besonders jener, welche niedrig bauen, zu bemerken. Es scheint daher dringend nothwendig, den Ursachen dieser betrübenden Er­scheinung nachzuforschen. Im Frühjahre wurde beobachtet, daß viele kleine Bögel unsere Gärten belebten, ein paar Tage sangen und dann wieder verschwanden. Wo sind diese Vögel geblieben? Biele mögen vielleicht weitergezogen sein, die meisten aber wurden — von der Katze geraubt. Alles Wegsangen der gefiederten Sänger in der Flugzeit zum Zwecke des Verkaufes als Stubenvögel hat nicht den hundertsten Theil so verderblichen Einflusses auf den Bestand unserer Sänger: Nachtigallen, Gras­mücken, Bachstelzen, Fliegenschnäpper re., als das Rauben der Katzen. Die Katzen schleichen die ganze Nacht in den Gärten umher, spioniren bald jedes Nest aus und fangen die Alten auf dem Nest». Entgeht ihnen wirklich einmal ein Nest in der ersten Zeit, so fällt es ihnen später bestimmt zum Opfer, sobald Junge darin sind, da diese das Nest durch ihren Unrath oder durch ihr Zirpen verrathen." Dr. Böcker schreibt weiter im ,Prakt. Rath­geber": „Hält man von einem gebüschreichen größeren Garten die Katzen mit aller Energie fern, so wird man die Freude haben, den Garten mit Singvögel baldigst bevölkert zu sehen. Ich kann hier aus Erfahrung sprechen. Als ich vor neun Jahren nach meinem jetzigen Wohnorte, einer von den nächsten Dörfern 1 2 Kilometer abliegenden Zuckerfabrik kam, sanden sich sowohl in meinem zwei Morgen großen, als auch in dem sechs Morgen großen Garten meines Nachbars, welche beide park­artig angelegt und mit vielem Gebüsche versehen sind, nur ein Amselpaar, einige Hänflinge und viele zerstörte Nester vor.

Als ich meine Verwunderung aussprach, daß keine Nachtigall und nur so wenig andere Sänger da waren wurde mit gesagt, daß sich die Vögel nur kurze Zeit hier aufhielten und wahr­scheinlich ans Mangel an Nahrung weiterzögen Mir wollte der Grund nicht recht einlenchten, auch führten die zerrissenen Nester eine zu beredte Sprache. Ich stellte mich nun im nächsten Frühjahr Abend für Abend auf den Katzenanstand und schoß in dem Jahre einige 20 Katzen, was zur Folge hatte, daß die Nachtigall und zahlreiche andere Singvögel blieben, und nur wenig Nester den Katzen zum Opfer fielen Dies Verfahren setzte ich Jahr für Jahr fort und vertilgte jährlich etwa 15 Katzen, welche von den umliegenden Dörfern gestrolcht kamen, da auf der Fabrik keine Katzen gehalten wurden. Jetzt mache ich mir die Sache bequemer; ich habe in die die Gärten umgebende Mauer Löcher brechen lassen und sogenannte Laus­fallen davorgestellt. Hierin fängt sich jedes Raubzeug unfehlbar. Es hatten sich in diesem Jahre bereits 11 Katzen gefangen, welche unerbittlich getödtet wurden.

Meine Mühe hat sich in kaum glaublicher Weise belohnt, denn im letzten Jahre haben in unseren Gärten ihre Brut groß gebracht: 3 Paare Nachtigallen, 2 Paare Mönche, 3 Paare graue Grasmücken, 2 Paare Sverberg^asmücken, 4 Paare g'lbe Grasmücken, 4 Paare Weißkelchen, 3 Paare Müllerchen, 2 Paare Wendehals, 2 Paare Gartenrothschwänzchen, 7 Paare Hansroth- schwänzchen, 6 Paare Fliegenschnäpper, 10 Paare Bachstelzen, 1 Paar Kohlmaisen, 25 Paare graue Hänflinge, 35 Paare grüne Hänflinge, 1 Paar Buchfinken. Zusammen HO Paare

Dieses Jahr wird der Bestand dem Anscheine nach noch größer. So che Zahlen beweisen wohl zur Genüge, welchen un­endlichen Schaden die Katzen der Vogelwelt zufügen, und kann man es keinem Gartenbesitzer verdenken, wenn er mit allen Mitteln das Raubgesindel zu vernichten sucht. Ein Freund von mir, welcher in seinem Parke dieses Jahr Fasanen ausgesetzt hat, hatte in einer Woche in den Lauffallen sage und schreibe einige zwanzig Katzen gefangen Jetzt wundert er sich nicht mehr, weshalb sich in seinem Parke in anderen Jahren keine Singvögel halten wollten. Dieses Jahr hat er genug.

Die Katze gehört in das Haus und in die Ge- höfte, bleibt sie hier drin und fängt Mäuse, so ist sie ein Hausthier — strolcht sie im Freien umher, so bringt sie nur Schaden und ist als Raubthiet zu vernichten. Der Nutzen der Katzen wird wohl in den meisten Fällen überschätzt. Wir haben aus den zur Fabrik gehörenden Gütern nicht mehr Mäuse und Ratten, seitdem wir die Katzen abgeschafft haben. Dasselbe ist bei vielen meiner Bekannten der Fall. Durch richtig ange­wandtes Gift erreicht man mehr, als durch Katzen zumal letztere selten Ratten fangen.

Ich richte zum Schluffe an alle Gartenbesitzer, bcsondeis an die Herren Landwirthe die Bitte, mit allen Kräften dafür zu forgen, daß die Gärten mit Singvögel bevölkert werden. Sie weiden alsdann vergeblich nach Raupennestern suchen und der fröhliche Gesang unserer gefiederten Gehilfen wird j> de Mühe reichlich belohnen. Das von dem Ornithologen Dr. Baldamus zu Kobnrg mitgetheilte Mittel, um die Katzen vom Vogelfänge zu heilen, dürfte wohl sehr wenige Gläubige finden. Derselbe schreibt: „Um die Hauskatze vom Vogelfänge zu heilen, fängt man einen Bogel und läßt diesen die Hauskatze mehrmals in die Nase picken. Eine auf diese Weise behandelte Katze soll nie wieder einem Vogel ein Leid anthnn."

Mercedes de Moron.

Bou Lambert dr St. Croix.

Autorisirte freie Uebersetzung von Philipp Freibank.

31. Fortsetzung.)

„Die jungen Mädchen leben bei uns in Spanien nur in der Familie; sie besuchen weder Klost-rpensionate noch sogenannte höhere Töchterschulen. Unterrichtet werden die junge« Damen der besseren Grfellfchafts- klaffen ebenfalls im Hause und wachsen dort vollständig auf. Sobald diefelben in das sogenannte verständige Alter eingetreten sind, nimmt sie die Mutter, oder wenn diese verstorben sein sollte, eine ältere Verwandte mit sich auf die Promenade, wo eS den jungen Damen freisteht, mit ihren Freundinnen, Brüdern oder ihrem Verlobten spazieren zu gehen. Auf den Bällen bewegen sich unfere jung' n Damen ebenfalls vollständig frei, denn Vater und Mutter sind sicher, daß ihre Töchter niemals ein Wort oder eine Redewendung anzuhören brauchen, welche sich nicht vollständig in den Grenzen der Wohlanständigkeit bewegt. Unsere jungen Leute haben nicht so viel Gelegenheit zu allerlei Zerstreuungen

Sonntag, den 6. Mai 1894.

wie bei Ihnen, lieber Graf; ich sage dies, ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen. Unsere Familien find in der Regel sehr kinderreich und so ist dar Vermögen der Eltern nicht hinreichend genug, um ihnen allen, wie bei Ihnen, eine so bunte Reihe von Vergnügungen zu bieten. Dies ist eine der Hauptgründe, weshalb sich hier diese harmlosen Zirkel von jungen Damen und Herren bilden, in weichen frohe Heiterkeit und gute Laune die Würze der Unterhaltung darstellen."

„In Frankreich können Sie einer jungen Dame z. B., ohne den guten Ton zu verletzen, nicht sagen, daß sie hübsch sei. Bei uns können Sie dies getrost wagen, aber wohlverstanden unter der einzigen Bedingung, daß Sie die Grenze der Wohlanfiändigkeit nicht überschrei­ten; die Dame wird vielleicht über Ihr Kompliment mehr oder weniger erfreut sein, Niemand wird sich aber durch Ihre Schmeichelei unangenehm getroffen fühlen. Ein unserem Lande eigenthümlicher Gebrauch ist auch, sich mit dem Vornamen anzureden. Sobald man sich gegenseitig vorgestellt ist, pflegt man ihn anzureden. Eine Dame mit dem Titel Sevora, Madame rc. an­zureden, gilt unter Umstände» für fehr wenig liebens­würdig; man gibt diefe Titel nur Frauen im höheren Alter. In der besten Gesellschaft sogar werden Sie Gelegenheit haben, zu hören, daß die jungen Damen einfach mit ihrem Bornamen angeredet werden. Der einzige Unterschied im Verkehr besteht in der Anwen­dung der persönlichen Fürwortes Du oder Sie. Die wahre Periode des Glückes und der Munterkeit bei uns ist die des jungen Mädchens und beginnt bereits im Alter vo» fünfzehn Jahren. Die junge Dame amüsirt sich, so lange sie unverheirathet ist; hat sie eine Ehe eingegangen, so zählt sie nicht mehr mit. Das junge Mädchen geht frei ein und aus im Hause, macht Land­partien mit, besucht Festlichkeiten aller Art. Sobald eS verheirathet ist, lebt es als Frau, ich will nicht gerade sagen traurig, aber ziemlich einsam dahin. Die ver- heirathete Frau geht in der Familie und in der Kinder­erziehung vollständig auf."

„Nun beginne ich, lieber Graf," entgegnete Raoul, welcher mit lebhaftem Interesse diesem längeren Vor­trag gefolgt war, „zu begreifen, weshalb eS bei Ihnen so lange dauert, bis die Ehe zwischen zwei Liebenden geschlossen wird; man will einfach die goldene Jugend­zeit so lange wie mögl-ch ausnützen."

„Es ist deshalb nicht mehr als gerecht," fuhr la Montana fort, „daß unsere jungen Damen nicht davon räumen, sich von heute auf morgen zu verheirathen, andern einen „novio“ (Verlobten) zu besitzen, welcher ich ihnen als dienender Ritter weiht, sie überall hin- ührt und ihnen bei jeder Gelegenheit als wahrer Be- chützer dient. Sobald der „novio“ einmal die Geneh­migung der Familie zur offenen Bewerbung, welche in der Regel zur Vermählung führt, gefunden hat, genießt der junge Mann dort offenes HauS, selbst wenn, wie bei Ihnen üblich, noch keine osfizielle Verlobung statt­fand. Billigt die Familie aber diese Annäherung deS jungen Mannes nicht, so muß er in aller Stille, aber wohlverstanden auch in aller Ehrbarkeit, sein Liebes- werben im Geheimen fortsetzen."

Raoul fuhr fort: „Und dann verheirathet man sich in der Regel nach vier oder fünf Jahren des „novigazo“ ?

„Ihre Bemerkung ist recht gut Herr Graf", er­widerte der Marquis. „Sie begreifen also, daß der spanische Gebrauch es den jungen Leuten ermöglicht, sich genau kennen und vor allen Dingen aber hoch- schätzen zu lernen. Es kommt zwar vor, daß ein junger Mädchen ihrem Verlobten den Lauspaß gibt und einen Anderen heirathet. Dieser Bruch findet in der Regel in Folge gütlicher Uebereinkunft statt. Man gefiel sich einfach gegenseitig nicht. Mit einem Wort, lieber Graf, die jungen Mädchen in Spanien sind munter, fröhlich, zu heiterem Sinne geneigt; sie ver­stehen zu singen, tanzen und zu plaudern. Vor allen Dingen besitzen unsere jungen Damen aber reine Herzen und hohes Selbstbewußtsein. Schlechte Beispiele sehe:- Sie nicht und ihre in der Familie erhaltene christliche und häusliche Erziehung schütze» sie davor, ihre Frei­heit zu mißbrauchen. Wenn sie einmal verheirathet sind, dann — ein Adieu den weltlichen Vergnügungen und den fröhlichen Plaudereien mit den Pkisonen des anderen Geschlechtes! Die verheirathete Frau hat lediglich das heilige Fruer des häuslichen HerdeS zu hüten."

Raoul, welcher dieser langen Lobrede auf die fpanifchen Frauen und Mädchen mit großem Ver­gnügen gefolgt war, warf die launige Bemerkung ein: „Da wäre eS ja am allerbesten, wenn Ihre jungen Damen niemals heirathen würden?"

„Niemals", bestätigte la Montana diesen Scherz.

Der junge Franzose versuchte dann die ganz ent- gegengesttzte Siellung der ledigen und verhüratheten Frauen in Frankreich zu rechtfertigen, wo die Frau erst nach ihrer Verheirathung eine freiere Stellung in der Gesellschaft entnimmt, und kam im Laufe seiner Ausführung zu dem Schluffe, daß die französischen

und spanischen Frauen, Genossinnen desselben Namens, trotz der Verschiedenheit der Erziehung doch in emer Hinsicht sich gleichen, daß sie die Barmherzigkeit gegen die minder bevorzugten Glieder der Gesellschaft pflege». Bei diesen Worten sah Raoul nach der Uhr und be­merkte, daß eS beinahe Mittag geworden war. Er bat, stch verabschieden zu dürfen und sprach seinen herzlichsten Dank für den liebenswürdigen Empfang aus.

„Auf Wiederfehen, lieber Marquis," sagte Raoul.

„Ich werde morgen im Kasino fein, um Sie vor­zustellen", erwiderte la Montana.

Bei diesen Worten erhoben sich die beiden jungen Männer; der Marquis reichte Raoul die Hand, welche derselbe, sich verneigend, herzlich drückte.

Raoul war innerlich sehr erfreut von der liebenS- würdigen Aufnahme, die er bei dem Marquis gefunden hatte. Ec gedachte feine Verbindung mit dem jungen Spanier dazu zu benutzen, sich dem Herzog v. Moro» vorstellen zu lasten und auf diefe Weife die persönliche Bekanntschaft von Mercedes zu machen, welche ihm ein immer größeres Jntereffe einflößte.

Seine Ankunft bei dem Konsul hatte sich etwas verzögert; derselbe war seinetwegen etwa? in Unruhe.

„Ist Ihnen ein Unfall zugestoßen, oder hat irgend ein hübfches Köpfchen Ihre Hierherkunst verzögert?" fragte der Konful.

„Ich bitte tausendmal um Entschuldigung, lieber Leclerc", erwiderte Raoul, „aber ich habe mit dem MarquiS de la Montana etwas lange geplaudert. Der Marquis ist ein sehr liebenswürdiger Gesellschafter, aber trotzdem fühle ich mich nicht zu ihm besonders hinge­zogen. Er hat nämlich die Gewohnheit, wenn man mit ihm spricht, jedem offenen Blicke auSzuweichen, und das gefällt mir nicht sonderlich."

„Uib doch ist der MarquiS ein vollständiger Ehren- mann", betheuerte der Konsul.

„Wenn eS Ihnen recht ist, lieber Graf, wollen wir nun frühstücken."

„Mit Vergnügen", erwiderte Raoul. (Forts, f.)

Verwischtes.

* In Berlin, Frankfurt (Main), Magdeburg und in anderen größeren Orten wird in ausgedehntem Maße von der Einrichtung Gebrauch gemacht, inner­halb der Häuser Briefkasten a« den einzelne« Wohnungen anzubringen. Diese Einrichtung bietet mehrfache Vortheile für die Briefempfänger und trägt insbesondere wesentlich zur Beschleunigung der Brief­bestellung bei. Wenn jeder Besitzer und jeder Miether an feiner Wohnung einen Briefkasten avbringev läßt, in besten Oeffnung der Briefträger die gewöhnlichen frankirten Briefe, Postkarten und Drucksachen hinein­steckt, so liegt auf der Hand, daß eine große Zeit- ersparniß erzielt ist. Denn nicht nur das Warten deS Briefträgers auf das Oeffaen der Thür, das wieder- holte Klingeln u. f. w. fällt weg, fondern eS sind auch in den zahlreichen Fällen, in denen Niemand zu Haufe angetroffen wird, fernerhin keine doppelten und drei­fachen Gänge zu machen. Der Nutzen diefeS Ver­fahrens wird jedem Einzelnen sehr bald dadurch fühlbar werden, daß die Bestellungen im Ganzen sich fchneller abwickeln. Die weiteren Bortheile, welche der Hausbriefkasten gewährt, sind folgende: eS können durch denselben auch andere, als solche Mittheilungen, welche der Briefträger überbringt, befördert werden: Besuchskarten, Benachrichtigungszettel, die Zeitungen u. V w. Der Schlüsselverschluß deS Briefkastens ver­hindert, daß die Briefe und Postkarten zuvor durch die Hände der Dienstboten oder anderer Personen gehen. DaS Briefgeheimniß und daS Geschäfts- geheimniß sind also besser gewahrt. Die Hausbrief­kasten werden am zweckmäßigsten im Innern der Woh­nungen unter Herstellung eines Spaltes in der Ein- gangSthür angebracht; jedoch erfüllen auch außen, etwa neben dem Klingelzuge, angebrachte Briefkasten ihren Zweck. TS würde sich fehr empfehlen, wenn bei jedem Neubau oder Umbau eines Hauses schon von den Herren Baumeistern die Anbringung von Briefkasten in allen Wohnungen in'S Auge gefaßt würde.

* Zu dem Höhlenunglück in Graz (Steiermark) fei Fol­gendes zur Erklärung bemerkt. Im Süden Steiermarks, noch mehr aber in Krain, befinden sich zahlreiche Höhlen und Sait« fteingrolten, die zum Theil auch Flüsse und Bäche aufnehmen und sie spurlos in sich verschwinden lassen. Die bekannteste Grotte ist die Adelsberger. Der größte Fluß, der auf diese Weise verschwindet, ist die Reka, die in der Nähe von Divaeea in eine Höhle mündet. Neue Forschungen haben festgestellt, daß der Fluß nach einem längeren Laufe in der Höhle in einen großen unterirdischen See mündet, der keinen sichtbaren Aus­gang mehr hat und in dem alles Holzwerk u. dgl., das der Fluß seit Jahrhunderten mit sich führte, ausgehäuft ist. Man vermuthet, daß der See einen unterirdischen Abfluß durch das Kalkgebirge nach der Meerseite hat, wo mächtige Quellen aus­brechen. Die Erforschung solcher Flußhöhlen ist natürlich sehr schwierig und auch lebensgefährlich, da das plötzliche Anschwellen des Flusses die ganze Höhle ausfüllen und alle darin Weilenden vernichten tarnt. Ein solcher Fall plötzlicher Ueberschwemmung während einer Forschungsfahrt liegt hier vor; hoffentlich gelingt noch die Errettung der bedrohten Menschenleben.