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redner bis in die Reihen der Freisinnigen hinein ge. Volksschulen des Osnabrücker Reg.^ezirks; beide seien matt batten wieder Mt vernichten. sür die Katholiken anstößig. Regierungikommissar
* Die .Nationalzeitung' meldet: Zufolge einer mit Köpke bemerkte, daß hier wohl 3rrthum vor« den hier anwesende« Mitgliedern der Cilberkommisfio» liege. Der Anhang zur Schürer schen Biblischen d--MM»
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In diesem Augenblicke kam ich Hinz«. Dar Aus
einer WaldbacheS theilte unser Lager tn zwei Theile.
S flüchp Lstell!-B7ück! sehe« der beiden Frauen flößte rmr einen schrecklichen
verdacht ein. Ich «ahm kurz entschlossen den Becher
Verbindung zwischm unS her. Wir hatten bte eitler-
d-SUebergalgS "mchlfach geplüst a«-^ Hand HUena'S und "reichte ihn «udox.a hin.
Bei diesen Worten deutete ich auf Helena, welche, am Ufer eines kleinen Baches fitzend, den eilig davon eilevden Wellen nachblickte und. da sie fich ungesehen wähnte, weinend ihren Gedanken nachhing.
„Sie haben Recht, Steinbeck, die Unglückliche würde den Tod des Elende« vielleicht beweinen. -
„Ja,- erwiderte ich, „denn alle die großen Fehltritte ihres Gatte« habm in ihr nicht die Liebe zu chm zu ertödten vermocht. Sein Tod würde Sie daher schwer treffe«.-
Wir gelangten endlich an die berühmte große Mauer Chinas, ein Werk der Baukunst, das 5000 Kilometer lang ist, während sie an der Stelle, an welcher wir sie erreichten, io baufällig war, daß sie nicht einmal einen einzelnen Reiter aufhalten konnte.
Ehe wir dieselbe überschritten, lagerten wir in einem engen Thale. Ein Theil der unserigen war als Kund
„Trinken Sie den Restf- befahl ich kurz.
Sie zögerte eifert Augenblick. Meine drohende Stimme und die feindseligen Blicke der Umstehende« belehrte sie aber, daß es kein Entrirmen gab, und daß sie sich vor unerbittlichen Richtern befand.
„ES fei denn,- fagte sie. ,
Dann trank sie den Becher auf einen Zug auS.
„Ich werde nun sterben,- fahr sie fort, „aber sie, auf Helme 'deutend, „geht mit mir in den Tod.
Dar Schmfal trotzte uns und richtete haßerfüllte Blicke auf Helena, deren Stirn fich mit TodeSschwetß bedeckte und deren Antlitz ein; fahle Bläffe überzog.
„Bringm Sie die Giftmischerin fort von hier, befahl ich dm Umstehendm. „ . _ .
Ich befand mich nun mit Helma allem. Dai Gift machte in dem von dm Strapazm der Reise und von geistige» Aufteguugm aller Art geschwächten Körper der atmen Dulderin rasche Fortschritte. Ihre Augen wurden starr und ihre Glieder von emem nervösen Zuckm befallen. Sie fühlte ihr Ende nahe und auch t* sah. daß ihre letzte Stunde gekommm war.
„O, Sigismund,- fagte fie mit schwacher Stimme, „wie hätte sich unser LebenSloS ganz anders gestattet, wenn wir nur gewollt hätten.-
M ES war das erste Mal, daß Helma auf dlefe Pläne anspielte, welche unS in den Tagm unserer Kindheit beschäftigten.
sekretär, daß der Wiederzusammentritt der Kommission bis nach Schluß der Osterferien des Reichstags vertagt werde. DaS ReichSschatzamt werde das Datum der nächsten Sitzung zur Kenntniß der Theilnrhmer
Aach Sibirien «erbarmt.
Bon Louis Calla». Mit Genehmigung de» Verfassers Deutsche übertragen von PH. Freibank.
(43. Fertsetzmig )
Deutsches Keich.
Berlin, 12. März.
• Der Kaiser wird morgen einer Einladung der Frhrn. v- Stumm zur FrühstückStafel, welche im Hotel Saiferhof stattfindet entsprechen.
* Die ,Post' theilt aus Hannover mit, sicherem vernehmen nach habe v. Beunigfe« erklärt, demis» fioniren und sich nach Tübingm in daS Privatleben zurückziehen zu wollen.
* Im Abgeordnetenhaus hat bte allgemeine Debatte zum Kulturetat, die fünf Tage dauerte, dem Cmtrum Anlaß zu einer offenherzigen Aussprache gegeben, die an die besten Zeiten der CentrumSftaktton ninnerte. Dem Abg. Dr. Bachem (Krefeld) gebührt das Verdienst, die kirchmpolitifchen oder politischen 93cfdbtD arbeit unb bet S^Qt^oliten, noincntlidy
auf dem Gebiete der Parität, in einer meisterhaften Rede, in umfassender Weise und mit aller Entschiedenheit zur Sprache gebracht zu haben. Im Einzelnen besprach er die Beseitigung der Gemeindevertretung im katholischen Kirchmvermögen-BerwaltuvgSgesetze, bte gesetzliche Verweigerung der Anlage konfessioneller Kirchhöfe auf dem linken Rheinufer, die gestimmten Reste der KulturkawpfSgesetzgebung, die imparitätische Behandlung bei Diakoniffen und katholischen barm- herzigm Schwestern, die Verweigerung einer Rieder- lassung deS FranziSkanerordenS in Essen, daS Altkatholikengesetz, die DiSparität in der Verwendung staatlicher Zuschüsse für die evangelische und für bte katholische Kirche, bie Verfügung, daß selbst bet Bade- reife-Unterstützungen für katholische Getstltche nach ber politischen Stellung berselbm geforscht wirb, bte An- wenbung ber Jesuitengesetzes auf rein Wissenschaftliche Borträge von Jefuiien. die Imparität auf dem Gebtete der Universitäten, der Schulen und der Schulinspektion, die Zurücksetzung der Kacholiken im Beamtenthum, namentlich bei höheren Beamtenstellen und endlich verlangte er die Wiederherstellung ber katholischen Abthei- lung im Kultusministerium. Der Kultusminister Dr. Bosse antwortete höflich, aber ablehnenb, ein Beweis bafür, baß selbst ein im Ganzen wohlwollenber Minister den Ansichten im preußischen Ministerium entsprechenb keine Neigung verspürt, auch bett gerechten Beschwerden ber Katholiken Abhilfe zu verschaffen. Auch ein neues Bolksschulgefetz will ber Kultus- Minister nicht vorlegen, obschon außer dem Centrum auch die Konservativen ein solches lebhaft verlangten. Die Rede deS Abg. Dr. Bachem fand eine kräftige Unterstützung seitens anderer CentrumSabgeordneten, namentlich von Seiten deS Abg. Dr. Porfch, der auch die Ausdehnung der Ministerialverfügung über den polnische« Sprachunterricht auf Oberfchlesien verlangte. Auch dagegen verhielt sich der Kultusminister vollständig ablehnend. Die Abgg. v. Eynern und Dr. Sattler verfuchte» zwar einen kulturkämpserifchm Ton anzuschlagen, aber ei gelang ihnen nicht, bett tiefen Eindruck, ben bte Ausführungen bet CentrumS-
sei für bte evangelischen Volksschulen nicht gestattet worben. Abg. Jausen wünschte, baß ben Lehrern ihr Gehalt pränumeranbo gezahlt wirb, was ber Kultusminister beim Lehrer befolbungS-Gefetze zu berücksichtigen versprach. Abg. Motty beklagte sich über bie Miß- hanblung unb Beschimpfung polnifcher Schulkinber, worauf ber Kultusminister bemerkte, baß jebe Strafe gegen ein polnisches Kind von bet polnischen Agitation so bargestellt werbe, als fei sie aus nationalem Haß verhängt worben. Abg. Dr. Serlich richtete an bie Polen bie Bitte, dafür zu sorgen, daß die Kinder Deutsch lernen wollen und beklagte sich über daS Anwachsen der Schullasten in Westpreußen. Der Kultusminister entgegnete darauf, daß in Westpreußen noch zahlreiche Lehrer nur 500—600 Mark Gehalt hätten, da sei eine Erhöhung der Gehälter doch unabweisbar. Abg. Szumala führte Beschwerde über die hohen Schul- versäumnißstrafen und über die schlechte Behandlung polnischer Schulkinder in Oberschlesien. Abg. Schröder (Pole) bedauerte, daß der Kultusminister die Mißhandlung polnischer Kinder in Schutz genommen hab. Abg. Dr. Pötsch bat den Minister, die oberschlesischen Schul- Verhältnisse nochmals in Erwägung ziehen zu wolle« — er handle sich hier um ein BotwärtSkommen der oberschlesischen Bevölkerung und nur auS sachlichen Gründen habe daS Centrum seine diesbezüglichen Wünsche und Beschwerden vorgebracht. DaS HauS erledigte die Kapitel „Elemmtar-UnterrichtSwesen, „Kunst und Wiste»-- fchast- und „Technischer Unterrichtswesen-. Fortsetzung ber Berathung morgen.
* Der von bet» bekannt?« Anttsemüenführer Dr. Böckel in Marburg herausgegebenen ,ReichSherolb' schreibt in Nr. 691 vom 9. b. MtS. wörtlich Folgen- bes: „Einer der scharfsinnigste« Jesuiten ist Viktor Cathrein, besten Forschungen meist auf volkrwitthschaftlichem Gebiete sich bewegen. Sr ist u. A. ber verfasset ber besten uns bekannten Wider- legung ber Sozialdemokratie. Man mag über die Jesuiten denken wie man will, das Eine muß man ihnen lassen, eS sind gelehrte Lmte, die den Studien fleißig obliegen. Jedes Mitglied des Ordens hat fein beMmmteS Gebiet und auf diesem sucht eS hervor- ragendes zu leisten. Man findet bei den Jesuiten, trotzdem sie grundgelehrte Leute sind, nichts von der Aufgeblasenheit, dem Kastengeist, der Eitelkeit, die so manche UniversitStSprofestoren gerade nicht zu ihrem Bortheile charakterisirt. Der Jesuitenorden dient semer Kirche, unb er bient chr mit Fleiß und Eifer. Alle : Achtung vor biesen Eigenschaften! Wir nehmen eine i durchaus neutrale Stellung in bet Jesuitenfrage i ei«, war jedoch Recht ist wüsten wir anerkennen. So $ hat unS z. B. baS umfangreiche Werk von Cathrein : Moralphilosophie- in 2 Bänden (Freiburg bei Herder) ! aufrichtige Bewunderung abgewonnen, durch die Fülle
utib selbst unsere Pferde hatten die Brücke ohne Unfall überschritten. Als aber Helena sich auf die Bitte chreS Gatten, wie eS hieß, zum Passiren der Brücke anfchickte, brach dieselbe bei dem ersten Schritt, den sie auf derselben machte, zufammen und Helena stürzte in die Tiefe. Eine verbrecherische Hand hatte die Träger der Planken verrätherischerweise entfernt.
Allem Anscheine nach mußte Helena zu Tode gefallen fein. AlS man sie indessen mit vieler Mühe bte steilen User heraufge'chafft hatte, zeigte eS sich, daß sie lediglich einige Quetschwunde« und Hautabschürfungen davongetragen hatte, vo« denen sie in einigen Tagen Wiedethergestellt sein mußte. Helena war ohnmächtig unb ei dauerte lange, bis sie wieder baS Bewußtsein erlangte. Man verlangte «achMaster, fanb aber lerne«; da trat plötzlich Suboxia mit einem Becher in ber Hand an ihr Lager. Die verwundete griff mit ihrem noch halbverschleierten Bewußtsein maschinenmäßig nach demselben und führte ihn an ihre Lqipen. Kaum hatte fie einige Tropsen gekostet, so setzte fie, erstaunt über dea seltsamen Geschmack der Flüssigkeit, den Becher von den Liöpen ab. Sie blickte auf und erkannte Eudoxta,
bringen.
* Im Reichstage wurde heute die Verlängerung deS Handelsprovisoriums mit Spaniens in dritter Lesung ohne Debatte genehmigt. Es folgt die gort» fetzung ber zweiten Lesung beS russischen HanbelS- vertragS. Die Berathung wirb bei Artikel 19 wieber ausgenommen, ber bie viel erörterten Bestimmungen über bie Eifenbahntarife enthält. Graf Mirbach wenbet sich unter gleichzeitiger Bekämpfung ber Aushebung ber Staffeltarife gegen diesen Artikel, der Rußland die Verfügung übet unsere Tarispolitik einräume und Preußen hindere, sein Tarifwesen entsprechend den Bedürfniffen deS Verkehrs umzugestalten. Freiherr v. Thielmann sucht Mirbachs Angriffe als unbegründet zutückzuweifen- Kroebet vertheidigt die Aufhebung der Staffeltarife, die gerade Bayern fchädigen; für billige Tarife fei auch er, ober für allgemeine, nicht für Aus- nahmetarife. Hammetstein greift die Regierung wegen Aufhebung der Staffeltarife an, mit denen ein Handelsgeschäft getrieben sei. Der eine Kontrahent sei die preußische Regierung, wer fei ber anbete? Caprivi: Wenn ber Vorredner Kenntniß von dem Antrag Eckel'S im Abgeorbnetenhause, von der Rebe Schotlemet'S im Herrenhause, von ben allgemeinen Klagen deS Westens über bie Staffeltarife hat, so muß er wissen, wer ber anbete Kontrahent ist. Staatssek. Marschall erwibert auf eine Beschwerde Hammetstein s über schlechte Behandlung russischer Kolonisten, baß tiefe russische Unter- thanen seien, in beten Angelegenheit sich bte Reichs» tegierung nicht mischen könne. Stumm vertheibigt bte Aufhebung bet Staffeltarife. Schließlich wirb Artikel 19 mit großer Majorität angenommen. Artikel 20 . Wirb nach längerer Debatte unter Ablehnung bei An- träges Kanitz auf einjährige Kündiguugsftist ange- , nommen, dergleichen Art. 21 ohne Debatte. Es folgt bie Berathung der russischen Tarifs. Detfelbe wirb l uach längeren Debatten über einzelne Tarifpofitto- - nen genehmigt. Morgen Fortsetzung. ;
* DaS Abgeordnetenhaus setzte heute bte Be- . rathung des KultusetatS bei dem Kapitel Elemen- : tarfchulen fort. Bor Einttitt in bie Tagesordnung ; berichtigte Abg. Schultz»Bochum feine neuerliche Be- ■ hauptung, daß in Steele und Gelsenkirchen kein Pro- \ testant in den städtischen Collegien fitze. Steele habe i unter 18 Stadtverordneten 2, Gelsenkirchen unter 27 - Stadtverordneten 4 Protestanten. B i dem Titel Er- i leichterung der Elementarvolksschullasten wiederholte - Abg. Brandenburg feine Beschwerden über den Ge- j brauch von Backhaus' Leitfaden für den GeschichtS- - unterricht und Römhilds' biblffchr Geschichte in den ■
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