Einzelbild herunterladen
 

JX2 188

mit 9,64, Schleswig mit 9,67, Wiesbaden mit 9,33 und Trier ©trd&p r;„k m ,

nut 9,22, Die wenigsten einkommensteuerpflichtigen Personen « WatsttlhauS bai alles sind Bauten

hatten die Regierungsbezirke KöSlin und Bromberg mit je 4,40 ^lche IM Laufe der letzten fünf Jahre entstanden

wtl* Q Q/t /TI.. CI_____ c nm • <_ * ' Ittth 11 H —k fn.. L' -

Sonb.mgefmmlmS.ft.ib.tngb.rSto.r(124,842,848 taSTtanX ta «7.352 LS "*f“ «SBSML •* W nw mm. es»

iu,vuuj«su aai. uu| uie miyi pyyfifcyen Per- fönen; von der städtischen Bevölkerung wurden 84,334,760 Mk. von der ländlichen nur 30,451,345 Mk. aufgebracht. In Berlin ergab die Steuer 22,758,438 Mk.; von den Regierungsbezirken brachten am meisten aus Düsseldorf mit 11.778,928 M., Wies­baden mit 7,873,948 M., Arnsberg mit 6,862,941 M., Pots­dam mit 6,507,524 Mk , Breslautmit 5,968.179 M., Magdeburg mit 5,839,663 M., Köln mit 5,624,659 und Schleswig mit 4,631,569 M., am wenigsten Stade mit 964,049 Mark, Gum­binnen mit 914,064 Mark, Köslin mit 852,342 Mark, Osna­brück mit 669,166 Mk., Aurich mit 649,858 und Stralsund mit 574,795 Mk.

von 30,500 -100,000 M. und 1659 von über 100,000 M. Ein Einkommen von mehr als eine Million Mark wurde von 31 Personen versteuert, die fünf Höchstbesteuerten hatten ein Einkommen von 1,997,500 M., 3,337,600 M., 4,312,500 M., 5,857,500 M. und 6,757,200 Mark. Die letzten beiden Per­sonen zahlten zusammen jährlich über 500,000 Mark Einkommen- Steuer.

Nimmt gegenwärtig die St. BernwarduLkirche, wie infolge besonderen Wunsches der hochw. Herrn Bischofs die neue Döhrener Kirche benannt werden soll, in Anspruch. Dieselbe ist nahezu vollendet und wird tm Oktober eingeweiht. Dieselbe ist nach den Plänen des Baumeisters Hehl in romanischem Stile erbaut.

* München, 16. Aug. Auf das bestimmteste wird versichert, daß die Regierungskreise nicht im Entfernte­sten daran denken, der Würzburger Katholiken- Versammlung wegen angeblicher Cholera - Gefahr Schwierigkeiten zu bereiten. Der Gesundheitszustand in ganz Bayern ist ausgezeichnet.

* Kissinger», 14. Aug. Fürst Bismarck nimmt wie tn FriedrichSruh so auch hier „Huldigungsfahrten

Mary befand sich, seitdem ihr Vater ihr vrrsprochen hatte, daß sie die Gattin Lucian Labrone'S werden solle, in der fröhlichsten Stimmung.

Die Zukunft erschien ihr von jetzt ab in dm glänzendsten Farbm.

Erst acht und vierzig Stunden warm seit der fröh­lichen Nachricht verflossen, und eS schim, als ob die beunruhigende Blässe etwas verschwände und auch die rothen Flecken auf den Wangen n'cht mehr so hervor­träten.

Wir wissm bereits, daß ihr Vater ihr dm ganzen Sonntag zu widmen pflegte.

Dm Samstszabend hatte sie, wie urS bekannt,

! allein zubringen müssen, nachdem Harmant ihr hatte ! mittheiley lassen, daß er nicht zum Mahle erscheinen könne.

Die unerwartete Abwesmheit beunruhigte sie nicht wenig, denn sie hoffte, sich mit ihm über Lucian La- brone unterhalten zu können und zu erfahren, ob ihr Vater bezüglich der beadsichtigtm Heirath ihr etwas Neues hätte mittheilen können.

Wie alle Personen, welche sich mit einer fixen Idee umhertragen, so dachte auch sie nur an dar Glück, welches für Sie aus dieser Verbindung entspringen sollte, und sie hätte gar zu gerne beständig über diese Angelegmheit sich unterhaltm.

Sn diesem Sonntag also erhob sie sich sehr frühe von ihrem Lager, machte schnell Toilette und begab sich dann sofort in daS ArbeitSkabinet des reichen Kaufmannes.

Er konnte wohl vermuthen, daß seine Tochter ihn natürlich mit tausenderlei Fragm bezüglich des jungm Mannes bestürmen und er zu abermaligen verschiedenm Ausflüchten sich gmöthigt sehen würde. Er hatte sich deshalb entschlossen, um dieser mißlichen Lage zu ent­gehen, sich einem Zusammentreffen mit Mary so viel als möglich zu entziehen.

Außerdem machte ihn dasjenige, was Ovide Soli- veau thun sollte, sehr besorgt, und aus diesem Grunde wünschte er mindestens ebenso sehr möglichst allein zu sein.

sind. Ueberdies sind die Arbeiten für die neue Kirche im östlichen Stadttheile so weit gediehen, daß der Bau

Posen mit 3,94, sowie Gumbinnen und Marienwerder mit je 3,82 pCt. der Bevölkerung.

Endlich entlarvt!

Roman von R. von Wollersheim.

(93. Fortsetzung.) 87.

Er mußte freilich lange, sehr lange warten.

Nicht eher als halb elf Uhr sah Ovide die Wagen, die Fuhrleute und die Arbeiter herauskommen.

Lucian Labrone war indeß nicht bei ihnen.

„Verwünscht!" dachte Ovide bei sich. „Soll er etwa an einer andern Seite entschlüpft sein? Wäre nicht angenehm?"

Er fügte hinzu, indem er sich an den Weinwirth I wandte: „Ich erwarte Jemand, welcher heute Morgen auf den Güterbahnhof kommen soll; bis jetzt habe ich ihn noch nicht herausgehen sehen. Hat der Bahnhof vielleicht zwei Ausgänge?" I

»9a, in der Höhe der Rampe, eine kleine Treppe, ! die zur rue Bercy hinabführt."

„Also die ganze Geschichte verfehlt!" dachte er in­grimmig bei sich.

Damit warf er ein Geldstück auf die Theke und eilte, ohne auf das Kleingeld zu Watten, wie rasend hinaus.

„Ich hab- keinen Augenblick zu verlieren," mur- melte Ovide bei sich beim Hinausgehen. „Jedenfalls ist ec auf einen Augenblick nach Hause gegangen, um !

Auf den Kopf der Bevölkerung entfallen im Staats­durchschnitt 4,18 M. Einkommensteuer, auf dem Lande nur 1,69, in den Städten dagegen 7,13 M. Abgesehen von Berlin mit 14,41 M. Steuer auf den Kopf war der Betrag bei weiten am höchsten im Regierungsbezirk Wiesbaden mit 9,25 M.; dann folgen Köln mit 6,69, Düsseldorf mit 5,91, Magdeburg mit 5,45, I Wie ttt FrledNchSdUy so auch hier „HllldigUNgSfahrten" Hannover mit 6,02, Arnsberg mit 4,99, Aachen mit 4,71 und und Ovationen gerne entgegen. Am Freitag emvfina Potsdam mit 4,58 Mark auf den Kopf der Bevölkerung; den I er einen äua des liberalen 6nh mftfcon 91 n r #»r a V. r® verhältnißmäßig geringsten Beitrag brachten auf Osnabrück mit rI„s »SEsch«l- 2,25, Königsberg mit 1,89, Bromberg mit 1,68, KöSlin mit 7.^rer Vereins, wobei er eine längere Rede hielt 1,64, Posen mit 1,52, Marienwerder mit 1,28 und Gumbinnen Uber die Schule und deren Zukunft «sw. Fürst Bis- E ^d M. auf den Kopf. marck betonte dabei die Aufgabe der Schule, den

3iach Abzug der Personen, die der Einkommensteuer nicht I trüberen JnnnQ unserer Landsleute ttt

unterliegen, bleibt für den Staat eine einkommensteuer- SonderverblN-

pflichtige Bevölkerung von 8,943,165, die sich auf Stadt ?"ngen, die von dem nationalen Gedankm ablenken, zu (4,537,612) und Land (4,4fö,553) ziemlich gleichmäßig vertheilt. bekämpfen und bemerkt« dann: „Der Partikularis- Es entfällt dabei auf den Kopf der steuerpflichtigen Bevölkerung MU s ist durch die Bervielfälttgung höfischer wie Varia- im Staate em Betrag von 13,96 Mk. Steuer; auf dem Lande I mentarifcber BildunaSttätten im nnfinnnfott kommen'nur6,91, in denMädten dagegen 18,59 M. auf den Kopf. .TÄ’JTkJ®. uffiS Kv"to em

Dem Berliner Betrage mit 30,60 Mk. kommt die Steuer im I Werthvolles Saldo, das keine Gefahr, sondern

Regierungsbezirk Wiesbaden mit 29,34 Mk. auf den Kopf sehr eher eme Stütze für unser Zusammenhalten ist". Fürst

nahe; alsdann folgen Köln mit 18,15, Breslau mit 18,14, Bismarck ist leider erst sehr spät zu der Erkenntnis

Magdeburg mit 17,24, Aachen mit 16,41, Hannover mit 14,03, I über den RartikulariSmuS nefnmmwt ttnlor cnJ.

Düsseldorf mit 13,75,'Potsoarn mit 13,46 und Stralsund mit ETÄ SZ'tatt

13,41 M. Steuer auf den Kopf der steuerpflichtigen Bevölkerung. I lllerung hat derselbe bei ihm keine Anerkennung und Am wenigsten reiche Leute wohnen in den Regierungsbezirken I keine Stütze gesunden. Im Gegentheil, es wurde immer Köslin mit 7,91, Marienwerder mit 7,41, Gumbinnen mit 7,17 mehr „centralisitt" oder „VerpIkUßt" wie Dr Sial LerpflZtigen?'^ @teuer auf ben ber Einkommen- sagen würde. Wie brauste er auf, als im Jahre 1884

ES hatten 2,118,969 Censiten ein Einkommen von 930 bis bc.r ^lbg. Dr. Jörg ihn an die Berfassungsbestimmung 3000 sot.r, 204,714 ein solches von 3000-6000 M., 55,381 erinnerte, daß tm Bundesrath unter Vorsitz Bayerns eines von 6300 - 9500 M., 46,050 von 9500-30,500, 9039 ein Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten gebildet van 30 5nn-imnnn „„s mnnnn m> I werden sollte, von dem auch bis jetzt noch Nttmcmd

etwas gehört hat. Freilich hat Fürst Bismarck vor einem Jahre berettS über den PartikulariSmuS als „Bremse am Reichswagen" ein wohlwollendes Wott ausgesprochen, aber erst heute erkennt er denselben als „werthvolles Saldo" in unserem „nationalen Konto", als eine Stütze, nicht als eine Gefahr an.

* Leipzig, 14. Aug. Die zweite katholische Kirche ist gestern durch den zeittgen Pfarrer der hie­sigen Gemeinde feierlich eingeweiht worden. Die Kon­sekration mußte leider verschoben werden, da der hochw. Herr Bischof noch an dm Folgen schwerer Erkrankung leidet. An daL neue Gotteshaus schließt sich ein allm Anforderungen dec neuen Hygiene entsprechendes Asyl für Knabm und Mädchm, geleitet von Grauen Schwe­stern aus dem Mutterhause in Neisse. Beide Gebäude find in englischer Gothik in einfacher, aber geschmack­voller Eleganz erbaut und ein neuer Beweis katholischen Glaubens und katholischer Opferwilligkeit. Nunmehr

Deutsches Reich.

Berlin, 17. August.

* Die berufsgenofsenschaftliche Organisation der Landwirthe betr. hatte der Vorsitzende des rhei­nischen Bauernvereins, Freiherr v. Loe-Terportm an den LandwitthschaftSminifter v. Heyden eine Eingabe gerichtet, auf welche demselben folgende vom Rhein. Bauer jetzt veröffentlichte Antwort deS Ministers zugegangen ist: „Euer Hochwohlgeboren danke ich er- gebenst für die mittelst gefälligen Schreibens vom 7. d. M. bewirkte abschriftliche Mittheilung der von dem Rheinischen Bauernverein an daS Staatsministerium gerichteten Eingabe, die berufsgenoffenschaftliche Organi- satton deS Standes der Landwirthe und Grundbesitzer betreffend, mit dem Hinzufügen, daß die Erwägungen wegen Einrichtung von Landwirthfchaftskammern noch Vicht abgeschlossen sind. v. Heyden." Weniger konnte allerdings nicht geschehm. Korporative Organisation deS Standes der Landwirthe ist das Ziel, daS erstrebt wird, und nun sagt daS ministerielle Schreiben, daß nicht einmal die Erwägungen wegen Einrichtung von LandwirthschastSkammem abgeschlossen sind, aus denen j erst die korporative Organisation hervorgehen soll.

* Der .Reichsanzeiger' veröffentlichte eine Verfüg­ung des LaydwirthfchaftSministerS vom 16. August an die Regierungspräsidenten zu Königsberg, Gumbinnen, Marimwerder, Bromberg, Posen und Oppeln, wodurch zur Verhütung der Einschleppung von Viehseuchen die Einfuhr von He« «ud Stroh aus Rußland bis auf Weiteres verboten wird. Dar Verbot tritt | am 25. August in Kraft, bis wohin daS in näheren, I nicht so häufig vov der Rinderpest betroffmen Theilen I Rußlands bereits angekaufte Heu und Stroh zur Ein- I W gebracht sein kann. Die RegierungSprästdmtm find ermächtigt, ausnahmsweise die Einfuhr von Heu I und Stroh von jenseits der Grenze belegenen dies« I fettigen Landwirthen gehörigen oder von ihnm gepach- I teten Grundstücken noch nach dem Inkrafttreten des Einfuhrverbots zu gestattm, sofern die Seuchenfreiheit des Herkunstsbezirkes zweifellos ist.

♦ Zu dem Judeufliuteuprozeß gegen Ahlwardt ist vom Reichsgericht die Revisionsverhandlung auf den 16. Smtember angesetzt.

* Keber die Ergebnisse der Einkommensteuer- I Veranlagung im Jahr 1892/93 bringt das statistische Handbuch für den preußischen Staat eine vergleichende Zusammmstellung, aus der wir FolgmdeS I entnehmen:

Bei einer rechnungsmäßigen Bevölkerung von 29,895 224 I Personen sind im Ganzen 2,437,886 Censiten zur Einkommen- I steuer veranlagt, darunter 2028 nicht Physische Personen. Abge- I sehen von diesen kamen auf 100 Einwohner 8,15 zur Einkommen- I steuer veranlagte. Auf dem Lande sind 1,025,785 Personen oder I 5,68 pCt. der Bevölkerung, in den Städten 1,410,073 ober I 11,92 PCt. zur Steuer veranlagt. Bon den einzelnen Regie- I ruugsvezirken hatte, wenn man von Berlin mit 18,92 pCt. ab- I steht, verhältnißmäßig die meisten Censiten Arnsberg mit 14,47 l PCt., alsdann folgen Düsseldorf mit 11,24 und Köln mit 10 I pI^-fEr haben einen Hen Sßroientfafc ber @infommenfteuer- pflichtigen bte Regierungsbezirke Potsdam mit 9,67, Hannover I

* Hannover, 16. Aug. Die katholische Gemeinde in Hannover hat in den letzten Jahren eine großartige Entwickelung genommen. Wenngleich [bte herrliche Marienkirche aus den zu Ehren nnseres unvergeß­lichen W i n d t h o r st aus aller Welt zmammengr floffenen Mittteln erbaut werden konnte, so hat doch auch die hiesige Gemeinde einen nicht unbedeutsamen Antheil an diesen Mitteln. Ader die Marienkirche ist es nicht allein, die gebaut wurde. DaS zu derselben gehörige Pfarrhaus, eine im »üblichen Stadttheile und eine in der ClemenSgemeinde vom Magistrat erbaute Schule, daS Pfarrhaus der St. ClemenSkirche, die Restauration der letzteren, das Gesellenhospiz und die Döhrener

etwas Toilette zu machen, ehe er sich zu seiner Dam« begibt. Ich muß also zu seinem Hause eilen."

Fünf Minuten war er schnellen Schrittes dahin­gegangen, als er einen leeren Fiaker des Weges fahren sah. Er schwang sich hinein und rief dem Kutscher zu:

„Drei Franken sollst Du haben, Alter, aber ein bischen schnell, ich habe Eile!"

„Wohin?"

„Rue de Mironwnie 75."

„Gut. Vorwärts!"

Ein kräftiger Peitschenschlag begleitete diesen Aus­ruf und der Wagen raffelte mit ziemlicher Geschwindig­keit davon.

Samstag, den 19. August 1893, x 20. Jahrgang

FuldaerWZcitiiiig

____ r t