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o° Nrivltt-Keamteu-Pereiv.

Die sozialpolitische Gesetzgebung der Neuzeit hat die erfreuliche Nebenwirkung gehabt, auch die nicht direkt von ihr berührten Kreise auf die Pflicht hinzu­weisen, die eigne Zukunft und diejenige der Familie nach Möglichkeit sicher zu stellen. - Besondere Beach­tung finden in der Jetztzeit die Bestrebungen des Deutfchen-Privat-Beamten-Vereins, Hauptverwal­tung Magdeburg, dec es sich zur Aufgabe gestellt hat, den Privat-Beamten der verschiedensten B-rufsstellungen diejenigen Sicherungen für die wirthschaftliche Zukunft ru schaffen, die der Beamte des Staates und der Kommune in der Alterspension, Juvaliditätspension, Wirtwenpension und Reliktenversorgung bereits genießt. Der Verein, der für sich und seine Versorgungskasscn Korporationsrechte bereits unter Kaiser Wilhelm I. er­halten hat, hat eine sich über das Reich erstreckende Pensionskasse, die der staatlichen Einrichtung vollstän­dig nachgebildet ist, eine Wittwenkasse, eine Sterbe- kaffe, außerdem verwaltet der Verein tue Kaiser-Wil- Helm- Privat-Beamten- Waisenstiftung. Ferner gewährt der Verein seinen Mitgliedern in allen unver­schuldeten Nothlagen pekuniäre Unterstützung, Vor­schüsse zur Erhaltung von Versicherungen jeder Art, Rechtsschutz, Rechtsrath. In einer großen Reihe von Bädern und klimatischen Kurorten genießen die Mitglieder des Vereins erhebliche Preisermäßig­ungen. Unter besonderen Vortheilen wird den Mit­

gliedern der Abschluß von Lebensversicherungen rc. ver­mittelt. Hauptsächlich für den kaufmännischen Beamten und denjenigen der Industrie unterhält der Verein eine weitverzweigte Stellenvermittelung. — Der Verein zählt jetzt bereits ca. 9000 Mitglieder, die in 150 Zweig­vereinen, Gruppen und Verwaltungsstellen über ganz Deutschland veriheilt sind. Für die Leistungsfähigkeit und Sicherheit der vom Verein geschaffenen Einrich­tungen und Versorgungskassen schicht der^Umstand, daß eine größere Reihe Banken, berechtigter Schulen, Groß­industrieller, Korporationen, ihre Beamten mit Benutz­ung der Pensionskasse des Deutschen Privat-Beamien- Vereins pensionsberechtigi. rc. gemacht haben und daß auch ganze Berufsgruppen, io z. B. der Deutsche Apo­theker-Verein für die Pensionsversorgung der Ange­hörigen des Apotheker-Berufes ähnliche Vereinbarungen mit dem Deutschen Privat-Beamlen-Verein und seinen Kassen getroffen haben. — Aufuahmefah'g sind nach dem Statut alle in Privat-Anstalten, Gesellschaften und bei Einzelnen in kaufmännischer, industrieller, land- wirthschafilicher und ähnlicher Thätigkcit stehenden und im Besitz der bürgerlcchen Ehrenrechte befind! chen Pri­vat-Beamten, als" Direktoren, Inspektoren, Buchhalter, Expedienten, Fabrik- oder Werkmeister, Chemiker, In­genieure, Lehrer u. s. w. Es können aber auch öffent­liche Beamte, Kaufleute und Privatleute als voll­berechtigte Mitglieder Aufnahme sieden. — Besondere Beachtung verdient in Hinblick auf d-e neuerliche Erweiterung der Krankenkafsergesetzgebung, i ach welcher

vom 1. Januar 1893 weitere Kreise der Bevölkerung versicherungspflichtig werden, die Krankenkasse des Deutschen Privat-Beamten-Vereins. Sie ist die einzige freie Hülfskasse in Deutschland, die trotz der erschweren­den Bestimmungen der Kraukenkaffeu-Novelle den Mit­gliedern die Wahl des Arztes absolut frei stellt und für einen Jahresbeitrag, 12 M. pro Jahr, die Ver­sicherung für alle Ausgaben für Arzt und Apotheker übernimmt. Die Versicherung von baarem täglichen Krankengeld ist in verschiedener Höge möglich.

Vermischtes.

(Erkennen des Alters der Gänse.) Untersucht man einen Gänseflügel, so findet man an dessen äußerem Rücken, dicht an der größten Schwungfeder, zwei kleine, schmale, spitze, ungemein zarte und fest sitzende Federn. An der größeren derselben kann man jederzeit das Älter der betreffenden Gans zutreffend er­kennen. Nach Verlauf des ersten Lebensjahres zeigt sich auf der äußeren Seite dieser Feder quer über dieselbe eine Rinne, die so aussieht, als wäre sie mit einer dreikantigen Feile dort ein­geritzt. Mit Ende des zweiten, dritten, vierten u. s. w. Jahres zeigt sich dort je eine Rinne mehr, so daß man nach der Anzahl dieser Rinnen das Alter der Gänse hier mit großer Genauig­keit ablesen kann.

* (Erster Gedanke.) Emma: „Welchen Eindruck machte denn der Kölner Dom auf dich?" — Ottilie: „Nun, ich dachte, wie reizend es sein müßte, wenn man sich da könnte trauen lassen!"

* (Unbewußte Kritik.) Ein sehr beleibter Herr trägt eme Baßarie vor. Am Ende derselben vernimmt man in der momen­tanen Stille die Stimme der kleinen Ella: „Du, Mama, warum hat sich denn der Herr gegurgelt?"

Grschästseröffnung.

Einem geehrten hiesigen wie auswärtigen Publikum die ergebenste Mittheilnna. daß ich vom I. Oktober d. I' ab im Hause der Witlwe Höhl, Petersgasse 176, nächst her Harmowe, eine

errichtet habe.

Gestützt aus die während langjähriger Thätigkrit m/htrstgen wie auswärtigen Geschäften gemachten praktischen Erfahrungen und die mir besonders auf dem Gebiete der Kunstschlosserei erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten bin ich im Stande, nicht nur den schwierigsten Anforderungen gerecht werden zu können, sondern auch bereits bei billigen Peecsen'Vorzügliches zu leisten und empfehle ich mich zur Anfertigung von:

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Um geneigten Zuspruch bittet Hochar tungsvoll

2360] Franz Ruppel.

■C Auf dem Viehmarktplatze “L ■C zu Fulda. es

« Bon Sonnabend, den 8. Oktober bis un- widerruflich Mittwoch, den 12. Oktbr.

Sonnabend Abend 8 U. Eröffnungsvorstellung.

< Kreibe’e Menagerie.

■ Speciattfät: Hyänen-, Löwen- u. Eisbär-n-Theater. JE ■L Die Menagerie enthält eine große Anzahl Wilder Tiere

aus allen Theilen der Erde, wovon besonders hervorzuheben U ■ sin»: 3 Königslöwen aus der Berberei, 1 Königslöwe aus Nubien. S

■Z Königstiger aus Beimalen, Panther, Leoparden, Riesenschlangen, ■T Krokodile, Affenfamilien, div Bärengattungen, als: 3 Eisbären, Wasch- JE bären, Rüsselbären, Riesen-Baribal aus Nordamerika, Malaha- und ® ■L Hufeisenbähr, der kleinste Bär der Welt, deutsche, ungarisl c, russische, "g BH sibirische und serbische Wölfe, sowie die schwarzgestreiften Hyänen vom

Senegal in Afrika.

je Haupt-Borstellung und Fütterung:

ji Nachmittags 4 Uhr und Abends 8 Uhr. »

5 ----

■L Programm der Vorstellung: ■

Rä 1. Genaue Erklärung sämmtlicher Tiere; 2 Auftreten von Mß M M Bora, der berühmten Thierbändiger>n und Schlangenkönigin, welche » JB sich bei jeder Vorstellung in der Wolfsschlucht mit einer Kollektion **

M Von Wölfen und Hyänen in hier nie gesehener Art produciert und ■ ■ die schwierigsten Dressuren zur Aufführung bringt; 3. Vorzeigung ■ Ji der Riesenschlangen un> Krokodile. — In jeder Hauptvorstellung: j Die wilde afrikanische Jagd, mit einer Gruppe großartig dres- O ■ fnter Königslöwen, welche sich erst seit kurzer Zeit in der Gefangen- ■ Ji schatt befinden, vorgeführt von dem jungen Schweizer Johann j Suber dem b rühmten Löwenbändiger. - Zum Schluffe ,eder ■ » Vorstellung: Auftreten des Direktors Kreibe ans Gotha ■ J8 mit seinen 3 dressirien Eisbären (bie gefährlichste Dressur je der Gegenwart), erstes Unternehmen in Eisbären-Dreffur, ohne Kon- ■ r kurrenz in Deutschland. Die Menagerie ist geöffnet vo« Nach- ■ J mittags 2 bis Abends 10 Uhr. BT

■ Preise der Plätze: 1. Platz 75 Pf., 2. Platz 50 Pf., Gallerie JI 5 30 Pf. Kinder zahlen aus den beiden ersten Plätzen die Hälfte. ■ i^ Kindervorstellungen werden zu ermäßigten Preisen arran- C giert, wozu die Herren Lehrer von hier und Umgegend sammt ihren gj

■ Schülern noch speziell eingeladen werden. — Die Bude ist vor iT jedem Unwetter geschützt. — Die Zwischenpausen werden von einer ■p Musikkapelle ausgesüllt. ■

^1 Um zahlreichen Besuch bittet Karl Kreibe, Menageriebesitzer. Ji Pferde zum Schlachten werden in der Menagerie gekauft. JI

LiMrlWstlicht MtkWlk

zu Fulda.

Eröffnung des Winter-Semesters Freitag, den 4. November, Morgens 9 Uhr. An­meldungen wolle man möglichst bald beim Unterzeichneten, der zn jeder gewünschten Aus­kunft gern bereit ist, bewirken.

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