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19. Jahrgang

Samstag, den 17. September 1892.

illdaerMZeitiing

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Unseres hl. Vaters Leo XIII. Rundschreiben über den hl. Rosenkranz.

(Fortsetzung.)

Zur Bersöhnung des göttlichen Zornes, und um den von des Lebens Last Geplagten die nothwendige Heilung zu bringen, ist wohl nichts erfolgreicher als fromme und beständige Gebete, sobald dieselben mit der Absicht und mit der Führung eineS christlichen Lebens verbunden sind. Beides aber ist Unserer An­sicht nach am besten durch den marianischen Rosenkranz zu er­reichen. Born Ursprung der Sache an, der hinreichend bekannt ist, den vorzügliche Denkmäler verherrlichen, und von dem Wir selbst auch schon wiederholt Erwähnung gethan, wird dessen übermächtige Kraft gepriesen. Zur Zeit nämlich, als die Sekte der Albigenser, scheinbar die Beschützerin der Unversehrtheit des Glaubens und der Sitten, in der Thal aber eine sehr schlimme Verführerin und Berderberin, vielen Völkern zum großen Ver­derben gereichte, bekämpfte die Kirche dieselbe und die ver­brecherischen Parteien nicht mit Truppen und nicht mit Waffen­gewalt, sondern besonders durch die Kraft des heiligen Rosen­kranzes, dessen Ritus die heilige Gottesmutter selbst dem heil. Vater Dominikus zur Verbreitung übergeben hatte; so trug sie über Alle herrlichen Siege davon und sorgte sowohl während dieses wie auch während der daraus folgenden Stürme für das Wohl der Ihrigen und sicherte sich immer einen ruhmreichen Ausgang. Deshalb müssen wir bei diesen Zeit- und Weltläuften, welche wir als betrübend für die Religion, als sehr verderblich für den Staat beklagen, Alle mit gleicher Frömmigkeit die heil. Gottesmutter gemeinschaftlich anflehen und sie inständig darum bitten, damit auch wir die Freude haben, die Wirksamkeit ihres Rosenkranzes unseren Wünsche» entsprechend an uns kennen zu lernen. — Denn wenn wir im Gebet zu Maria unsere Zuflucht nehmen, nehmen wir zur Mutter der Barmherzigkeit unsere Zuflucht, die so gegen uns gesinnt ist, daß sie, von welcher Roth wir auch bedrängt werden, uns sofort und freiwillig, ohne ein­mal gerufen zu sein, zu Hilfe eilt, besonders wenn es gilt, das ewige Leben zu erlangen, und daß sie auS dem Schatze jener Gnade schöpft, mit welchem sie von Anfang an in reicher Fülle von Gott ausgestattet wurde, und welcher sie würdig machte, die Mutter Gottes zu werden. Durch diese Gnadensülle nämlich, welche von den vielen Vorzügen der Jungfrau der vorzüglichste ist, ragt sie bei Weitem über alle Ordnungen der Menschen und Engel hervor und steht von Allen Christus am nächsten. „Etwas Großes besitzt ein jeder Heiliger, wen» er so viel Gnade besitzt, daß es zum Heile Bieler hinreicht; wenn er aber so viel hätte, daß es zum Heile aller Menschen der Welt hinreichte, so wäre dies das Höchste, und das hat Christus und die allerseligste Jungfrau" *) Wenn wir sie also mit dem englischen Gruße be­grüßen, und dasselbe Lob im Rosenkränze aneinander knüpfen, so thun wir ein ihr über alle Maßen angenehmes und erwünschtes Werk: So oft wird dann nämlich von uns gewissermaßen die Erinnerung an ihre erhabene Würde, wie an das durch sie von Gott verrichtete Erlösungswerk der Menschheit aufgefrischt. Da­her wird auch beständig die Wechselbeziehung erwähnt, welche sie mit Christi Freuden und Leiden, seiner Schmach und seinen Triumphen verbindet, um die Menschen zu leiten und zur Ewig­keit zu führen. Wenn es Christus in seiner großen Güte ge­fallen hat, eine so große Ähnlichkeit mit uns anzunehmen, sich Menschensohn zu nennen und als solchen zu zeigen, damit seine Barmherzigkett gegen uns um so offenkundiger würde, „mußte er in Allem den Brüdern ähnlich werden, um barmherzig zu sein".**) Ebenso wurde Maria, weil sie zur Mutt erChristi des Herrn, der gleichzeitig unser Bruder ist, auSerwählt war, es vor allen Müttern verliehen, daß sie uns in reicher Fülle barm­herzig sei.

Wenn wir eS außerdem Christo verdanken, daß er gewisser­maßen das ihm zueignende Recht mit uns heilte, Gott als Vater anzurufen und zu besitzen, so danken wir ihm auch das aufs Liebevollste mitgetheilte Recht, Maria als unsere Mutter zu betrachten und sie so zu nennen. Wenn aber die Natur selbst

*) 8. Thom. op. VIII. super salut angelicam.

** ) Hehr. II 17.

Das verhängnißvolle Testament.

Nach dem Englischen von H. v. Remagen.

(89. Fortsetzung.)

Endlich erreichten sie Nettelbank. Es war ein kleiner Pächterhäuschen, und Mary MeadowS öffnete ihnen selbst die Thür. In diesem Augenblick war Lord Rylestone nahe daran, seine Faffung zu ver- fieren.

„Lebt sie noch? Um der Himmels willen, ant­worten Sie mir schnell!" rief er aus.

„Sie lebt noch — weiter ist Nichts zu sagen," erwiderte sie kurz, und sie traten in das Haus ein. Der Doktor war eben da gewesen und hat keine Hoff­nung gegeben. Er äußerte, daß die Patientin höchstens noch zwei bis drei Tage leben könne.

„Sie können ruhig zu ihr hiueingehen, Sir," sagte MrS. MeadowS, „sie erkennt Sie nicht — auf dieser Welt wird sie keinen ihrer Lieben mehr wiederer- tarnen."

Er trat zu ihr ein. Da herrschte freilich kein Zweifel mehr; er warf einen einzigen Blick aus dar bleiche, abgezehrte Gesicht, da« vor ihm auf den Siffen lag, und stürzte dann mit einem Schrei, den Diejenigen, die ihn vernahmen, nie vergessen werden, an ihrem Lager auf die Kniee. Das kleine Zimmer war rein­lich und behaglich, daS kleine Fenster war durch hübsche

den Namen „Mutter" zu dem süßeste» gemacht hat und in ihm gleichsam ein Beispiel vorsorgender Liebe verstanden wiffen wollte, so vermag es die Sprache nicht hinreichend auszudrücken, aber die Herzen der Frommen fühlen es richtig, eine wie gewaltige Flamme wohlwollender und werkthättger Liebe Maria inne» wohnt, da sie uns doch nicht menschlicher Weise, sondern durch Christum Mutter ist. Und viel besser und klarer durchschaut sie alle unsere Berhältniffe; welchen Schutzes wir im Leben be­dürfen, welche Gefahre» uns persönlich und in der Oeffentlichkett drohen, in welchen Nöthen und Leiden wir befangen sind, besonvers aber, wenn hart unser Kampf mit den erbittertsten Feinden um das Heil unserer Seele ist: in diesen und anderen Widerwärttg- keiten des Lebens vermag sie viel besser — und sie wünscht es noch inniger — ihren geliebten Söhnen Trost, Kraft und Hilfe jeder Art zu bringen. Darum sollen wir also zu Maria nicht zaghaft und lässig hintteten, wenn wir sie bei jenen mütterlichen Banden beschwören, durch die sie mit Jesus und ebenso mit uns so enge verbunden ist; vielmehr sollen wir sie fromm mit dem Gebete anrufen, dessen Form sie selbst bezeichnete und am liebsten hat: dann können wir mit Recht im Schutze der besten Mutter ruhige» und frohen Herzens Ruhe finden.

Zu dieser, aus dem Gebet selbst entspringenden Empfehlung des Rosenkranzes kommt noch hinzu feine leichte Anwendbarkeit, den Herzen die erhabensten Lehren des christlichen Glaubens über­zeugend einzuprägen, und das ist die zweite ausgezeichnete Em­pfehlung. Denn der Mensch schreitet vor Allem durch den Glau­ben den rechten und sichern Weg zu Gott und lernt die einzig ihm zukommende unendliche Majestät, seine Herrschaft über Alles, feine Allmacht, Weisheit und Vorsehung aus tiefstem Herzen verehren. „Denn wer sich Gott naht, muß glauben, daß ein Gott ist und Diejenigen, die ihn suchen, belohnt." (Hebr. XI. 6.) Denn gerade deshalb, weil Gottes ewiger Sohn Menschengestalt angenommen und uns vorangeleuchtet hat und bei uns ist als der Weg, die Wahrheit und das Leben, darum muß auch unser Glaube die tiefen Geheimnisse der erhabenen Dreifaltigkeit der göttlichen Personen und des menschgewordenen eingeborenen Soh­nes des Vaters umfassen: „Das ist das ewige Leben, daß sie Dich erkennen, den einzigen wahren Gott und Jesum Christum, den Du gesandt hast." (Joh. XVIIt 3.) Mit einer überaus großen Wohlthat hat uns Gott beschenkt, als er uns diesen hei­ligen Glauben schenkte: denn durch dieses Geschenk werden wir nicht nur über die menschlichen Dinge emporgehoben, indem wir sozusagen Forscher werden nach der göttlichen Natur und der­selben theilhastig, sondern wir haben dadurch auch um so mehr Grund zu hervorragendem Verdienst um die himmlischen Beloh­nungen, und darum wird unsere Hoffnung genährt und gefestigt, daß wir einstens Gott nicht mehr durch verdunkelte Begriffe, sondern persönlich in vollem Lichte ewig werden schauen und als letztes und höchstes Gut genießen dürfen. Aber der Christ wird durch so vielfache Lebenssorgen zerstreut und schweift so leicht zu dem Oberflächlichen ab, daß er das Größte und Nothwendigste in lässiger Vergessenheit verlernt, wenn nicht eine öftere Ermah­nung zu Hilfe kommt, und daß darum sein Glaube erlahmt ober gar zu Grunde geht. Diese nur allzu großen Gefahren der Un­wissenheit von ihren Söhnen fernzuhalten, unterläßt die Kirche keine Mittel der Wachsamkeit und Sorgfalt, und nicht das letzte Hilfsmittel für den Glauben ist daS, welches sie aus dem marra- nischen Rosenkränze zu schöpfen pflegt.

Werde» doch im marianischen Rosenkränze, vereint mit dem schönsten und fruchtbringendsten, in bestimmter Ordnung fortge­setzten Gebete der Reihe nach die hervorragendsten Geheimnisse unserer Religion in's Gedächtniß zurückgerusen und der Bettach­tung unterzog«: vor Allem jene, durch welche „das Wott Fleisch !;eworden ist" und Maria, die reine Jungftau und Mutter, dem- elben mit der höchsten Freude die mütterlichen Pflichten weihte; dann die Bitternisse des Leidens Christi, seine Kreuzigung und sein Tod, um deren Preis das Heil unseres Geschlechtes gewirkt wurde; dann seine glorreichen Geheimniffe, der Triumph über den Tod, die Himmelfahrt, die Herabkunft des hl. Geistes, der strahlende Glanz der in den Himmel aufgenommenen Maria, endlich die mit der Glorie der Mutter und des Sohnes vereinigte Herrlichkeit aller Himmlischen. — Diese zusammenhängende Reihe wahrhaft wunderbarer Dinge wird oft und anhaltend in's Ge­dächtniß der Gläubigen zurückgerufen und zum Greifen deutlich

Vorhänge verhüllt. DaS saubere Himmelbett stand in einer Nische, und Lady Rylestone lag wie eine zarte, vom Sturm gebrochene Lilie darin.

Adelaide trat zu chr hin, neigte sich über sie und küßte die bleiche, bewußtlose Gestalt. Die dunklen Augenwimpern zuckten nicht ein einziges Mal, die bleichen Lippen bewegten sich nicht.

„Margarita!" rief Adelaide innig, „Margarita!" aber chre Stimme verhallte unbeachtet an Lady Ryle- stoneS Ohr.

„Sie wird nicht sterben!" sprach Lord Rylestone. „Sie kann nicht sterben! Sie ist mein und der Himmel wird fie mir nicht entreißen wollen! Margarita — mein Leben!• Er blickte zu Adelaide auf.

„Sie kann nicht sterben, Adelaide, mir ist's, als ob meine glühende Liebe sie dem Tode entreißen müßte."

Er schlang seine Arme um sie und küßte die zarten Augenlider und die bleichen Lippen. Er nannte sie bei tausend Schmeichelnamen und flüsterte ihr tausend Liebesworte zu, er berührte chre Lippen mit Küssen und seine Augen strömten von heißen Thränm über. Um seiner unaussprechlichen Liebe willen konnte fie nicht von chm gehen — sie mußte wieder zu diesem Leben erwachen; aber das todei bleiche Antlitz zeigte keine Regung.

„Roch weilst Du nicht in dem untetannten Reiche

vorgestellt: diese Hebung aber durchdringt die Herzen der be» Rosenkranz gewissenhaft Pflegenden nut immer neuer Wonne bet Frömmigkeit, sie bewegt unb rührt bie Herzen gleicherweise, als ob fie die Stimme der nachsichtigsten Mutter selbst hörten, welche dieselben Geheimnisse offenbart unb viele heilsame Trostworte spricht. — Es ist deshalb kaum zu viel behauptet, daß aller Orten, in allen Familien unb bei allen Völkern, wo der maria- »ische Rosenkranz nach alter Sitte geehrt unb gepflegt wirb, kein Nachtheil für ben Glauben von ber Unwissenheit unb ben ver­berblichen Jrrthümern zu fürchte» ist.

Aber noch einen anberen Vorth eil sucht bie Kirche aus bem Rosenkränze ihren Söhnen eifrig zuzuwenden, daß diese nämlich Leben und Sitten sorgfältiger nach Wesen und Vorschrift« unseres heiligen Glaubens einrichten möchten. Denn wenn nach dem bekannten göttlichen Worte „ber Glaube ohne Werke tobt ist" (Jac. II. 20), weil ber Glaube das Leben schöpft aus bet Liebe, bie Liebe aber in einer reichen Fülle heiliger Werke aus­strömt, so kann natürlich der Mensch keine Frucht für bie Ewig­keit aus seinem Glauben gewinnen, wenn er nicht sein ganzes Leben nach dem Glauben führt: „Was nützte es, meine Brüder, wen» Einer sagte, er habe den Glauben und er hat keine Werke? Kann denn ber Glaube ihn retten ?" (Jac. II. 14.) Jene Art Menschen wirb ein viel schärferes Urtheil Christi, bes Richters, erfahr«, als bie Anderen, welche leider von christlichem Glaube» unb christlicher Lehre nichts wissen: diese leben nicht anders, als ihr Glaube befiehlt, — wie jene es thun, — sondern sie hab« eine Art Entschuldigung, jedenfalls aber geringere Schuld, weil sie das Licht des Evangeliums entbehren. — Auf daß also der Glaube, den wir in gemeinsamer Freude an feinen Früchten bekennen, um so herrlicher blühe, wirb bie Seele in wunder­barer Weise durch bie Betrachtung ber Geheimnisse zu Vorsätzen ber Tugenb begeistert. Welch' gewaltiges unb glänzendes Bei­spiel bietet uns doch nach allen Seite» bas Heilswerk Christi, bes Herrn! Der große, allmächtige Gott erniebrigt sich a»S allzugroßer Liebe zu uns bis zum geringsten ber Menschen; er verkehrt mit uns, wie unseresgleichen, spricht freunblich mit uns, lehrt Einzelne unb bie Menge Gerechtigkeit, ein ausgezeichneter Meister ber Rede, an Ansehen ein Gott. Allen zeigt er sich wohlthätig; bie Schmachtenden befreit er von Krankheiten, unb bie Krankheiten ber Seele heilt er in väterlichem Erbarmen: Die ber Kummer plagt ober bie Last ber Sorgen drückt, bie vor Allem «st er aufs Liebevollste: „Kommet zu mir alle, bie ihr mühselig unb beloben selb, unb ich will euch erquicken." (Matth. XI 28.) Dann haucht er uns, bie wir ruhen in feinen Armen, von jenem geheimnißvolle» Feuer ein, welches er ben Menschen gebracht hat, etwas von ber Sanstmuth seines Herzens unb seiner Demuth flößt er uns ein unb wünscht, daß wir durch bie Hebung dieser Tugenden bei Friedens theilhastig werben möchten, dessen Urheber er ist: „Lernet von mir, weil ich sanft- müthig bin und demüthig von Herzen; unb ihr werdet ben Frieden in euren Seelen finden." (Matth. XI, 29.) Unb doch erduldet er für dieses Licht der himmlischen Weisheit und die übergroße Fülle der Wohlthat, durch die er die Menschen hätte zu Dank verpflichten sollen, den Haß der Menschen unb bie herbste» Unbilben, gibt er am Kreuz Blut unb Leben hin, nichts sehnlicher wünschenb, als jenen burch seinen Tob bas Leben zu erwerben. — Unmöglich kann Jemanb biese gewaltigen Siebes« thaten unseres liebevollen Erlösers aufmerksam mit geistigem Auge betrachten, ohne in bankbarer Zuneigung zu ihm zu er» glühen. Eher wirb bie Gewalt bes bewährten Glaubens sovie I bewirken, baß sie den Geist bes Menschen erleuchtet, seine Seele heftig antteibt unb ihn fo ganz dazu hinreißt, Christi Fußstapfe» burch alle Gefahren zu folgen — bis zu jenem bes Paulus toürbigen hingebenden Gebet: „Wer also will uns Kennen von ber Siebe Christi? Trübsal ober Noth, Hunger ober Nacktheit, Gefahr ober Verfolgung ober bas Schwert! (Röm. VIII, 35.. Nicht ich selber lebe mehr, fonbera Christus lebt in mir." (Gal) n, 20.) (Schluß folgt.)

Deutsches Keich.

Berlin, 15. September.

• Der Kaiser begibt sich am Samstag-Abend nach Homburg v. d. H. zum Besuch der Kaiserin

des Todes, mein Liebling," sagte er. „Kehre zu mir zurück, Margarita, oder nimm mich mit Dir!"

Die GrabesMe schien durchbrochen — sein Flehen hatte ihr betäubtes Gehirn getroffen. Man sah, wie die durchsichtigen Augenlider plötzlich zuckten und die bleichen Lippen sich bewegten.

„Margarita!" rief er wiederum, seinen Sinneu kaum trauend, auS; und da öffnSeu sich die dunkle» Augen langsam, und Lord Rylestone sah daS wieder­kehrende Bewußtsein in ihrem Blick.

„Sie wird leben!" rief er. „Adelaide, schaffen Sie Hilfe herbei!"

In einem Zeiträume von vier Stunden war Rettck- bank kaum noch wiederzuerkennen. ES wimmelte vou Dienern, Wärterinnen, Aerztm und Allem, waS die Wissenschaft und Geld aufzubieten vermochten. Einer der ersten Aerzte Londons war herbeiaerufen worden und hatte erklärt, daß noch ein leiser Hoffnungs­schimmer geblieben wäre und daß er ihre Wiederher­stellung nicht für ganz unmöglich hielte. Allerdings hing ihr Leben an einem Faden, aber vielleicht wäre sie durch die äußerste Ruhe und Sorgfalt noch z» retten.

Er verließ sie, aber Adelaide blieb zu chrer Pflege dort. Lord Rylefiones Liebling sollte nicht von gv- mietheten Händen berührt und bedient »erben.

„Ich habe ihm versprochen, daß ich sie wie eine