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Getreide-Lours.

+ Frankfurt a. M., 1. Aug. 1892.

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Lobenstein 165, (Salbung m 750, Tchbusi g n mit 250 Pass. 406, Sooden 698, Suiza 794, Thal 423.

* Daß ein wachsendes Vermögen auch zu­nehmende Arbeit mit sich bri-mr, ist in einem Passus deS Verwaltungsberichts für Weimar in bemerkens- werther Weis: angedeutet Derselbe lautet folgender­maßen: „E-ne nicht unerhebl-che Arbeit verursacht zu den verschiedenen ZmSterminen das Abschneiden und die Einlieferung von Zinskoupons von den Werth­papieren der städtischen und der zahlreichen Stiftungen." Ändere Städte schnitten gernKoupons ab, wenn sie nur wickle zum Abschneiden hätten.

Berloosungen.

Meininger 7-Gulden-Loose. Ziehung am 1. August. 8000 ft. fielen auf Serie 1658 Nr. 11, 2000 fl. auf Seite 4948 Nr. 17, je 300 fl auf Serie 1283 Nr. 30, Serie 5678 Nr. 22, Serie 9613 Nr. 14.

,5zum Besten eines Kirchenbaues" ist nachgerade so groß geworden, daß er zum Himmel schrSit. Ungläu­bige, Irrgläubige und Juden durchziehen die kathol. Gemeinden und prellen durch Schundwaare für ihren Säckel (nicht für eine Kirche, wie sie vorgeben (mittelst falscher Vorspiegelungen das Volk. Dagegen müssen sich die Geistlichen allesammt erheben. Es wird daher der Vorschlag gemacht, daß am 1. Sonntag im August alle Geistlichen von der Kanzel in geeigneter Weife vor diesem wahrhaftigen Schwindel warnen." Was hier beklagt wird, ist nirgends so sehr wahr, schreibt man der .Reichszeitung', wie am Main und Rhein. Oft genug hat die Geistlichkeit zwar schon auf diesen Kolportageschwindel hingewiesen, allein stets machten die Kolporteure, wenn sie ein frommes Gesicht aufsetzten, gute Geschäfte. Die Kolporteure führen nicht selten neben Crucifixen, religiösen Bildern rc. auch Schmutz­literatur mit, die sie den Dienstboten aufdrängen, und diese leihen die Scbundwerke dann den Kindern des Hauses. Auf diese Weise werden die Dienstboten ver­dorben, und deren Sittenverderbniß reißt die Jugend mit fort. Die Warnung vor den Kolporteuren' mit religiösen Dingen ist daher höchst zeitgemäß. Möge sie nun auch befolgt werden.

* Hünfeld, 1. Aug. Wie von verschiedenen Seiten i berichtet wird, bat das gestrige Gewitter in den Ge­markungen von Neukirchen und Steinbach durch Hagel­schlag einigen Schaden angerichtet.

* Hersfeld, 1. Aug. Der durch die andauernde Trockenheit hervorgerufene Wassermangel hat, wie in verschiedenen Nachbarstädten, auch hier eine Beschrän­kung in der Benutzung der Wasserleitung noth- wendig gemacht, welche allerdings vielfach sehr schwer empfunden wird. Der längst ersehnte Regen, welcher der Wasserfraqe, die nach wie vor Hauptaugenmerk unserer städtischen Behörde bleiben wird, am ehesten einige Abhülfe schaffen könnte, ist uns zwar am gestrigen Sonntage zutheil geworden, leider nur in sehr geringem Maße, so daß von einem wohlthätigen Einfluß bei uns zur Zeit noch nicht viel zu merken ist. — Am Sonn­abend Abend standen mehrere Gewitter in unserer Umgebung, entluden sich aber nicht, dagegen herrschten am gestrigen Sonntag-Nachmittage immerwährende Gewittererscheinungen, deren volle Gewalt sich aber mehr in westlicher Richtung von uns entluden. In den Thurm der Domaine Eich Hof hat der Blitz kalt eingeschlagen, ein Arbeiter wurde durch den Blitzschlag an einer Seite gelähmt und befindet sich int hiesigen Landkrankenhaus in ärztlicher Behandlung. In Roten­burg dagegen gingen starke Regenmasien nieder, in Wippershain fiel starker Hagel. (Hf. Z)

• Die drei ältesten kaiserlichen Prinzen haben jetzt gleichfalls Schloß Wilhelmshöhe verlassen und sich nach Norderney begeben.

* Eschwege, 30. Juli. Die Hierselbst stattgehabte 58. Jahresversammlung des Vereins für hessische Ge­schichte und Landeskunde wählte als Ort der nächsten Jahresversammlung Hofgeismar. Auf Vorschlag des Herrn Dr. Wackermann zu Hanau wird von dec Versammlung durch Zuruf Herr Bibliothekar Dr. Brunner-Kassel zum Vorsitzenden gewählt. Dte Mit­glieder des Gesammtvorstandes sind nun folgende: Herr Bibliothekar Dr. Brunner, erster Vorsitzender; Herr Landesrath Dr. Knortz, 2. Vorsitzender; Herr Sekretär an der Landesbibliothek Dr. Scherer, Schrift­führer; Herr Major a. D. von Löwenstein, Biblio- ; thekar; Herr Kustos Lenz, Rechnungsführer, und Herr . Dr. med. Eisenach, Sekretär.

* Frankfurt a. M., 1. Aug. Seit Samstag Abend bis gestern Nachmittag gegen fünf Uhr haben wir mit Unterbrechung einiger Stunden am gestrigen Vormittag fast unaufhörlich Gewitter gehabt. Be­sonders schwer war das am Sonntag, gegen Mittag zum Ausbruch gelangte, das sich aus einem aus Süd- westen und vom Taunus heranziehenden zusammensetzte. Der Blitz schlug dabei zweimal in den Katharinenthurm, einmal in den Schornstein des Restaurants „Winter­garten" in ein Haus der Sömmeringstraße, in die Diakonissenanstalt an der Eschenheimer Landstraße und in ein Haus der Stiftstraße, wo auch die Feuerwehr in Aktion zu treten hatte. Die Blitzableiter haben sich bei dem Wetter vorzüglich bewährt. Nach diesem Un­wetter, das den Main hinauf zog, zogen bis 5 Ubr unaufhörlich weitere Gewitter über unsere Gegend hin­weg, ein Wettterbeobachter will zwölf gezählt haben. Besonderen Schaden haben sie hier nicht angerichtet, wohl aber den ersehnten und ergiebigen Regen gebracht. Am Samstag Morgen hat der Blitz, ohne zu zünden in zwei Häuser der Kosel- und Schwarzburgstraße ein­geschlagen.

* Lauterbach, 30. Juli. Das großherzogliche Kreisamt gibt Folgendes bekannt: Mit Rücksicht auf den am 20. und 24. ds. Mts. dahier festgestellten Ausbruch der Maul- und Klauenseuche haben wir die Abhaltung des auf den 4. k. Mts. angesetzten Vieh­marktes dahier verboten.

* Die Besuchsziffern der thüringischen Kurorte waren nach den letzten Kurlisten die folgenden: Arn­stadt 23, Berka mit 23 Pass. 489, Blankenburg 550, Blankenheim 164, Eisenach mit Pass. 14,736, Elgers­burg 708, Frankenhausen mit Pass. 691, Friedrich­roda 3757, Großtabarz 733, Ilmenau 1831, Käsen , mit 956 Pass. 2201, Köstritz 174, Liebenstein 744,

Hainzell, 31. Juli. Händeringend und mit Thronen in den Augen konnten wir ausrufen: „O Herr wir find schwer getroffen »pn Deiner starken Hand," als wir heute am Feste unserer Kirchen-Patrone, Nachmittags gegen 3 Uhr unsere Felder be­traten und sahen, wie ein von Nordwest gekommenes Hagel­wetter gegen 2 Uhr unsere Felder verwüstet hatte. Die Sommer­frucht vernichtet und kann nur das Stroh noch einigermaßen Verwendung finden. Die Crdgewächse lassen nns noch einige Hoffnung übrig. Die Feldwege sind zerrissen, viele Fensterscheiben vom Hagel zertrümmert. Der Schaden ist für unsere Gemeinde um so größer, weil Niemand versichert ist. Hilfe thut noth.

* Die neuen gesetzlichen Bestimmungen über die Sonntagsruhe dürften binnen Kurzem dazu führen, daß die wöchentlichen Lohnauszahlungen vom Sonnabend auf einen anderen Tag — am besten wohl den Freitag — verlegt werden. Nachdem für das ganze Reich der Sonntagsverkehr im Handelsgewerbe auf höchstens 5 Stunden beschränkt worden ist, ist die Zeit vom Sonnabend Abend und Sonntag Morgen noch v el ungeeigneter zur Besorgung der nöthigen Einkäufe geworden als früher. In vielen Städten liegt die Wohnung oft weit von dem Beschäftigungsort des Arbeiters entfernt. Die Frauen sind aber meist ge­zwungen, mit dem Geld, welches sie erst am Sonn­abend Abend erhalt>n', am selben Abend noch ihre Einkäufe zu machen. Natürlich kann das nur w größter Hast geschehen. Die Lebensmittel kom­men für den Sonntag und Montag nicht auf den Markt, sondern müssen aus dritter und vierter Hand gekauft werden; die Läden sind überfüllt, von Mtem Prüfen oder Wählen der Waare ist dann keine mede mehr. Dem Einwenden, daß bei einer Verlegung oeg Lohnzahltages die Arbeiter nicht nur am Sonn- °^end sondern auch noch an einem anderen Abend ihr Geld in die Wirthshäuser tragen würden, widersprechen dte anderwärts bereits gesammelten Erfahrungen! f. *, In Nr. 14 des .Anzeigers für die kaih. Geist- «chkeit Deutschlands' finden wir einen höchst zeitge- mäßen Vorschlag in Betreff der Kolportage mit reit« fitofcn Dingen. Es heißt dort: „Der Unfug der Kolportage mit religiösen Dingen aller Art, z. B. Orueifixen, Bildern, Gottessegen re. unter der Marke,

Weizen verlassen; Roggen stark weichend; Gerste rührig; Hafer träge; Rapspreife stramm; Malzkeime stetig; Roggen- und Weizenkleie Preise zu Gunsten der Verkäufer; Neuer Weizen noch nicht am Markt, Qualität fällt schön, taxire Mk. 18 —i/,

Weizen hiesiger (Sommerweizen)

„ Red-winter I Qualität

„ „ Steamergrade

Roggen hiesiger .....

„ französischer

Gerste neue

Hafer je nach Qualität ....

Raps

Mais, mixed pr. März verzollt.

Mais, ungarischer prompt . .

Malzkeime .......

Spelzspreu

Getrocknete Biertreber ....

Weizen russischer

Roggenkleie.......

Weizenkleie

Mais (La Plata)

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• Der Kommandeur des Landwehr-Bezirks Posen Hr r Major z. D. Gremler ist dem ,F. K.' zufolge in gleicher Eigenschaft zum Landwehr-Bezirk Fulda versetzt worden.

* (Jagdkalcnder.)' Im Monat August darf die Jagd ausgeübt w-rven auf Raubwild jeder Art, auf Wildschweine, roiPe Kaninchen, wilde Schwäne, wilde Gänse und wilde Tauben, männliches Reh-, Rolh- und Damwild, milde Enten, Schnepfen und Bekassinen.

* lieber das gestern an dieser Stelle erwähnte Hagelwetter, von dem mehrere Landgemeinden des Kreises Fulda am vorgestrigen Sonntag in der empfindlichsten Weise heimg sucht worden sind, erhalten wir heute folgende ausfühiliche Berichte:

Hattenhof, 1. August. Gestern Nachmittag gegen 3 Uhr schlug ein schweres Hagelwetter in hiesiger Gemarkung alle Feld­früchte nieder. Die Roggenernte hatte in den letzten Tagen erst begonnen. Manche Leute hatten noch gar nichts und manche nur wenig unter Dach gebracht. Der Ertrag an Körnern war in diesem Jahre gerade einmal so günstig wie kaum jemals zu- vor. Nun liegt Alles, was noch stand oder schon geschnitten war, wie ausgedroschen auf dem Felde. Die ganze Ernte in Halmfrüchten ist zerstört; Kartoffeln und Hackfrüchte bieten einen jammervollen Anblick. Die Gemarkung Rothemann sdll ebenso hart und auch die von Kerzell viel betroffen worden sein. Die armen Landleute dahier sind nun nach dem ungünstigen Jahre 1891 und der darnach überstandenen Theuerung durch dieses Unglück in einer bedauernswerthen Lage. Nur wenige sind ver­sichert. ।

Ein zweiter Bericht aus Hattenhof vom 1. d. M. lautet:

Der gestrige Tag war für die hiesige Gemeinde ein verhäng- mßvoller Tag allererster Ordnung. Noch bis zum Mittag stand es so schön und gut um Feld und Flur und waren die Leute zu der Annahme berechtigt, daß sie als Entschädigung für das letzte vergangene Mißjahr eine reichliche, ergiebige Ernte machen wür­den. Aber das Unglück schreitet schnell! Gerade nach Beendi­gung des Nachmittags-Gottesdienstes zog ein Gewitter von nord­östlicher Richtung kommend, an unsere Gemarkung heran. Man hoffte einen längst, den ausgetrockneten Feldern sehr nolh thuen- den erquickenden Regen zu bekommen, aber leider kam es ganz anders. Es fielen ununterbrochen volle 25 Minuten lang die Schlossen so reichlich, daß nach Beendigung der Katastrophe die Wiesen und Gärten einer Winterlandschaft glichen, denn diese waren mit Schlossen und Eis vollständig bedeckt. Heute Morgen tonnte man hiervon noch wahrnehmen. Viele Fensterscheiben sind zertrümmert, von den Bäumen wurden Blätter und Früchte heruntergeschlagen, das zu einem Bache herangewachsene Wasser wühlte Straße und Pflaster auf. Die ganze Ernte ist vernichtet, für die mühevolle und vielSchweiß kostende Arbeit hat derLand- mann keinen Lohn zu hoffen: für ihn ist Alles dahin. Erst vor 7 Jahren ging ein starkes Hagelwetter über unsere Gemarkung nieder, aber es war doch an Gewalt, Dauer und Heftigkeit viel geringer; noch nicht hiervon erholt, trifft uns schon wieder ein harter Schicksalsschlag. Mit banger Besorgniß sehen die Ein­wohner der Zukunft und den schweren Folgen dieses Unwetters entgegen. Nur einige sind versichert. Nun wird man freilich einwenden und fragen, warum lassen denn diese Leute sich nicht gegen Hagelschaden versichern? Das sehen sie ja nach den jetzt gemachten bitteren Erfahrungen allerdings als nothwendig an, werden sie antworten, aber mit Rücksicht auf die bei dem Bauers­mann die meiste Zeit des Jahres leere Kasse ist diea nicht aus­führbar. Selbst bei der größten Arbeitsamkeit und Sparsamkeit hat der Landmann seine liebe Noth, die allernothwendigsten Aus­gaben zu bestreiten, wie wird es aber dann mit ihm, wenn er noch von Leiden und größerem Mißgeschick heimgesucht wird? Da thut wirklich Hilfe noth und dieser Fall kann eintreten Bei der schwer bedrängten hiesigen Gemeinde; aber wo soll wohl diese Hilfe Herkommen? Wie sinkt da nicht das Interesse für die Landwirthschaft, die doch die Grnndlage für Staat und Gemein­den ist; es wäre demnach zu wünschen, daß man in einer solchen Lage dem Nächsten hilfreiche Hand bieten würde.

Ein dritter Bericht geht uns aus Hainzell zu. Derselbe lautet:

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Vermischtes.

* Bekanntlich wird des Oefteren vor Eintritt in die französische Fremdenlegion in Algier in der Presse gewarnt; alle Q, toten und Beschwerden werden in glühenden Farben geschildert, die die arme Solda­teska dort zu ertragen hat. Dennoch haben diese an­dauernden Warnungen der Preffe wenig gefruchtet; Leute, denen einmal nicht zu helfen ist, gibt’S ji immer. So sind wieder 46 neue Rckruten bei der berüchtigten Fremdenlegion eingestellt, darunter 24 Italiener, 6 Spanier und 16 Deutsche. Und wie Wenige kehren aus diesem militäeischen Bagno zurück! So fanden seit Neujahr d. I. allein 13 Erschießungen, 46 Stock­züchtigungen und über 50 Verurtheilungen zu Hunger­arrest statt, gar nicht zu reden von anderen Züchti« gitngen. Zu diesen unsäglichen Quälereien kommen Strapazen, die schier unmenschlich sind. Wir können, wie gesagt, gar nicht genug vor Eintritt in die Frem­denlegion warnen.

* Die Ansprache, welche der Kaiser bei der Taufe des Panzer-Fahrzeuges „Heimdal" hielt, hatte ungefähr folgenden Wortlaut:

„Als jüngstes Mitglieder Meiner Marine stehst Du stolzer Bau, um hinabzugleiten und Deine ehrenvolle Aufgabe zu er­füllen. Mögen Deine guten Eigenschaften dazu beitragen, die achtunggebietende Stellung Meiner Marine zu erweitern und zu vertreten und Du stets eine von Gehorsam, Disziplin und Be« rufstreue geleitete Besatzung führen. Es gilt jetzt, Dir einen Namen zu geben, welcher der Urgeschichte unserer alten Vorfah­ren entnommen werden soll. Du sollst den Namen eines Gottes führen, dem die Hauptaufgabe oblag, die Waffe zu führen und die Thore des Götterreiches offen zu halten. Er trug ein Horn, welches die Götter zum Kampfe rief und, wenn es ertönte, Ver­wirrung und Verderben in die Reihen der Feinde brachte. Gleite hinab, stolzes Schiff, mögest auch Du, wie jener Gott, ein treuer Hüter unserer Gestade sein, im Kampfe Schrecken und Verwir­rung unter die Feinde bringen und unserer Nation und Flagge Ehre und Ruhm bringen. Dein Name sei „Heimdal"!"

* Mannheim, 1. August. Ein schweres, mit starkem Hagel­schlag verbundenes einstündiges Gewitter hat großen Schaden in Garten- und Feldgewächsen verursacht.

* Ludwigshafen a. Rh., 31. Juli. Ein furchtbares Un­wetter mit Hagelschlag hat am Nachmittag hier gewüthet und namentlich dem Tabak großen Schaden zugefügt.

* Trier, 1. Aug. An der Mofel wüthete ein schweres Ge­witter mit Hagelschlag. Der Schaden in den Feldern und den Weinbergen dürste bedeutend sein.

* Borgeln (Westfalen), 26. Juli. Am 30. März d. I. wurde in der hiesigen Gemeinde ein Krieger beerdigt; der Krieger­verein, dem der Verstorbene angehört hatte, gab dem Ent- chlafenen das letzte Geleite. Am Grabe sollten die üblichen drei Salven abgegeben werden, der Schulze zu Stockum hatte das Kommando. Die Schützen waren in drei Gliedern aufgestellt, das erste sollte die erste Salve abgeben und so weiter. Als die ersten Schüsse krachten stürzte der den Schützen gegenüberstehende Zimmermeister Klaucke, ein ungemein kräftiger Mann, mit einem Weheschrei zu Boden, nach wenigen Minuten war er eine Leiche; einer der Schützen hatte scharf geschossen, in dem Gewehre hatte ich eine Schrotpatrone befunden, etwa 50 Körner hatten, wie die Oeffnung der Leiche ergab, das Herz des Getroffenen durch­bohrt. Der unglückliche Schütze war der Rottenarbeiter W. Horst­mann. Derselbe hatte eine scharfe mit einer Platzpatrone ver­wechselt. Die Strafkammer zu Dortmund verurtheilte ihn heute wegen fahrlässiger Tödtung zu 6 Monaten Gefängniß.

Wasserwärme der Fulda.

Gestern Abend 7 Uhr 14 o B. Heute Morgen 6 Uhr 12’/« o E.

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