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Samstag, den 16. Juli 1892.
19. Jahrgang
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_ Erscheint täglich. Sonn» und Feiertage ausgenommen. — Ins« «erteliährlicher Abonnementspreis ohne Bringerlohn und Bestellgeld
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Platz — im Parterr
Mitgliederkarte M. 10.
in die Stadthalle am Begrüßungs-Abend, zum Besuche der
reise im Unklaren zu lassen und dann fortzugehen,
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Endlich kam der Tag « er Abreise, den Lord Ryle- stone nicht ungern begrüßte. Die Erwartung war für Beide entsetzlich, und er sagte sich, daß es für seine Gattin das Beste sei, wenn der Abschied je eher, je lieber hinter ihr lag. Sie wurde bleich und elend, um ihre Augen lagerten sich tiefe Schatten wie bei Jemand, der die Nächte durchweint und durchwacht. Zeigte sich einmal etwas Farbe auf ihren Wangen, so war es eine brennende, abgegrenzte Röthe. "Um ihretwillen war es das Beste, wenn die Trennungsstunde überstanden war.
Schatten einigermaßen verscheucht hatte; darüber war es Zeit geworden, zur Ruhe zu gehen.
wünschen würde, daß sie ihm noch die letzten Segens wünsche ausgesprochen hätte, so war es doch barm
Er dachte vielfach darüber nach, auf welche Weise er es ihr am leichtesten machen könnte. Er fürchtete selbst den letzten Abschiedskuß. Wäre es ihm nicht durchaus unmännlich erschienen, so hätte er lieber sein Vorhaben ganz aufgegeben, ehe er den Anblick ihres namenlosen Schmerzes ertrug. Wie sollte er nun von
herziger gegen sie gehandelt, ihr die letzten Momente des Abschiedes zu ersparen.
Er versuchte es also. Am 15. Juni sollte er sich einschiffen und er mußte daher am Abend des 14. in London eintreffen, um sich bei dem Grafen von Barton zu melden. Obgleich Margarita ihn mehrfach danach gefragt hatte, nannte er ihr doch die Stunde der Abreise nicht. Alles, was die Liebe nur erfinden konnte, war für ihn vorbereitet worden, sie hatte Tag und Nacht gearbeitet, um Alles für ihn auf das Beste und Vollkommenste herzurichten. Am Morgen des 14. stand sie sehr früh auf, um noch das Letzte einzupacken, denn sie gestattete keiner fremden Hand, die Sachen zu berühren, und als'Alles vorbereitet war, legte sie sich in ihrem Ankleidezimmer aus das Sopha, um etwas zu ruhen.
Er hatte vorausgesetzt, daß es so kommen würde, und beschlossen, sich während dieses Schlummers leise fortzustehlen. Der Wagen mußte an der Rückseite des Hauses vorfahren und sein Gepäck wurde Möglichst geräuschlos Stück für Stück dort hingebracht. Dann schickte er sich an, sie zu verlassen. Heiße Thränen blendeten seine Augen. Er war ein starker Mann, als er sich aber in den Räumen umsah, in denen er so glücklich war, vermochte er nicht, ein dumpfes Stöhnen zu unterdrücken.
vier öffentlichen Generalversammlungen und des Anlagefestes, sowie zur Besichtigung der Ausstellung für christliche Kunst. Für reservirten Platz — auf den Gallerten der Stadthalle — kostet die Theilnehmerkarte M. 6.
Die Tageskarte zu M. 1 berechtigt zum Besuche der am Tage ihrer Ausstellung stattfindenden Generalversammlung. Theilnehmerkarten zu M. 5 und zu M. 6, sowie Tageskarten zu M. 1 werden auch an Damen verabfolgt; ferner werdenDamen-Tageskarten für reservirten Platz zu M. 1,50 ausgegeben. Der Pla tz der Damen ist nur auf den Gallerten, nicht im Parterre der Stadthalle.
Die Festmahlskarte zu M. 3.50 für das trockene Gedeck muß spätestens bis Dienstag, den 30. August, Abends 9 Uhr gelöst sein.
Nachmittags l1/® Uhr: Gemeinsames Festmahl im großen Saale des Frankfurter Hofes.
4'/z Uhr: Festfahrt auf dem Rhein mit Extraboot. Nach Schluß der Festfahrt: Gesellige Zusammenkunft im Frankfurter Hof.
„Im Sternenschein spreche ich immer allerlei thö- nchte Dinge," sagte sie mit einem seltsamen Lachen. „Laß uns von Deiner Heimkehr sprechen. Ich fürchte mrch heute Abend vor mir selbst; mir ist zu Muthe wie Jemandem, der in einen tiefen Abgrund hinunter- fleht, in den er jeden Augenblick hinabzustürzen fürch- «t Laß uns von dem glücklichen Tage sprechen, wo Du zu mir zurückkehrst. Wie herrlich muß die Sonne an dem Morgen aufgehen. Ich habe ihr strahlendes Licht immer sehr geliebt, aber dann wird es mir beseligender denn je erscheinen."
„Weich' ein köstliches Ding ist es, eine Hcimath wie die unsere zu haben," sagte er. „Bei dem Ge- vanken, nach Walton zurückzukehren, würde mein Herz mcht so freudig schlagen, als bei der Aussicht, dieses
em? Heim wiederzusehen. Das liebliche Bild unserer i numemujen «cymerzes ertrug. Wie fome er nun vor rrn. grünen Laube versteckten Villa wird mich ihr scheiden? Er beschloß sie über die Zeit seiner Ab- gwfin slr 6e9ieiten. Hier dieses kleine von Rosen und reise im Unklaren zu lassen und dann forlzugehen,
M^^blumen umrankte Fenster und dahinter Dein während sie schlief; er hielt cs für die rücksichtsvollste, toprhf x °?ir vorschweben und ich wenigst schmerzliche Weise. Wenn sie nachher auch
werde denken, daß Du dort nach mir schauest." 1 " " " 1 L ' ~
dieser Weise sprach er zu ihr, bis er die düsteren
Mainz, im Juli 1892.
Der Vorstand des Lokalkomitee's.
man ,vriVc. *°Sen bte einspaltige Zelle oder deren Raum 15 Pf., bei Wiederholungen entsprechender Rabatt.
Bestellgeld nut der belletristischen Sonntagsbeilage .Sterne und Blumen' in Fulda und auswärts 1 Mark 50 Pfennig.
Das oerhängnißvolle Testament.
Nach dem Englischen von H. v. Remagen.
(37. Fortsetzung.)
Während der 39. Generalversammlung der Katholiken finden gleichzeitig statt:
Eine Delegirten, sowie eine Generalversammlung der „St. Vincenz-Vereine", Generalversammlungen des „St. Raphael-Vereins", deL Verbandes „Arbeiter- wohl", des „katholischen Erziehungsvereins", des „Volksvereins", der „Lehrlings- und Jünglingsvereine", des „CanisiusvereinS", der Präsides der „Gesellenvereine" und „Lehrlingsvereine", der „Kaufmännischen Kongregationen und Vereine", der „kath. Gesellenvereine", der „kath. Männer- und Arbeitervereine", des „kath. Juristenvereins", Kartellversammlung der „katholischen Studentenverbindungen" und Kommers der „kathol. Studentenvereine".
Ein vollständiges Verzeichniß dieser Vereine mit genauer Angabe der Zeit und deS Ortes ihrer Versammlungen wird später bekannt gemacht werden.
Anfragen.nny Mittheilnngen allgemeinen Inhaltes betreffs der Generalversammlung, sowie Anträge sind an den Vorsitzenden des Lokalkomitee's, Herrn Bürgermeisterei - Beigeordneten Dr. Heinrich Geier zu richten.
(Telegramm-Adresse: Dr. Geier, Mainz.)
Bemerkungen zu dem Programm.
7. Besondere Eintrittskarten znr Ausstellung für christliche Kunst und Karten zum Anlagefest kosten für Herren und Damen je 50 Pfg.
8. Karten zur Festfahrt auf dem Rhein kosten für Herren und Damen je 2 Mark.
Deutsches Keich.
Berlin, 14. Juli.
* Der Kaiser kehrt voraussichtlich in den ersten Tagen deS August von seiner Nordlandreise, bezw. aus England nach Potsdam zurück und wird auch dann nur einige Tage daselbst verbleiben.
Urogramm
der
XXXIX. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands zu Maiuz
vom 28. August bis 1. September 1892.
Sonntag, 28. August: Abends 6*/2 Uhr: Feierliches Glockengeläute.
7 Uhr: Segensandacht im hohen Dom.
8 Uhr: Begrüßungsfeier in der Stadthalle. Montag, 29. Angust: Vormittags 8 Uhr: Feierliches Pontifikalamt im hohen Dome zur Anrufung des hl. Geistes.
9Vr Uhr: I. geschlossene Generalversammlung im Saale deS Frankfurter Hofes.
11 Vs Uhr: Begrüßung des Präsidiums der Generalversammlung in der Ausstellung für christliche Kunst und Führung durch dieselbe.
Nachmittags 3 Uhr: Sitzungen der Ausschüsse im Schulhaus am Holzthor.
5 Uhr: I. öffentliche Generalversammlung in der Stadthalle.
Dienstag, 30. Angust: Vormittags 8 Uhr: Feierliches Hochamt im hohen Dome nach der Meinung des heil. Vaters.
9 Uhr: Sitzungen der Ausschüsse im Schulhaus am Holzthor.
11 Uhr: II. geschlossene Generalversammlung im großen Saale des Frankfurter Hofes.
Nachmittags 3 Uhr: Sitzungen der AuSschüsie im SchulhauS am Holzthor.
5 Uhr: II. öffentliche Generalversammlung
—< in der Stadthalle.
Mittwoch, 31. August: Vormittags 8 Uhr: Feierliches Requiem im hohen Dom für die verstorbenen Mitglieder der früheren Generalversammlungen.
9 Uhr: Sitzungen der Ausschüsse im Schulhaus am Holzthor.
11 Uhr: III. geschlossene Generalversammlung im großen Saale des Frankfurter Hofes.
Nachmittags 3 Uhr: Sitzungen der Ausschüsse im Schulhaus am Holzthor.
5 Uhr : III. öffentliche Generalversammlung in der Stadthalle.
8 Uhr: Gartenfest in der Neuen Anlage und festliche Beleuchtung derselben; bei ungünstiger Witterung: Concert in der Stadthalle.
Donnerstag, 1. September: Vormittags 7 Uhr: Hl. Messen in allen Kirchen nach der Intention des Bonifatiusvereins.
8 Uhr: IV. geschlossene Generalversammlung im großen Saale des Frankfurter Hofes.
10 Uhr: IV. öffentliche Generalversamm- ___________ lung in der Stadthalle.
Die mit der Generalversammlung verbundene Ausstellung für christliche Kunst ehemaligen kurfürstlichen Schlosse wird Samstag den 20. August um 11 Uhr Vormittags feierlich eröffnet undLdauert bis 4. September einschließlich. Dieselbe ist geöffnet an Werttagen von Bormittags 9 Uhr bis Nachmittags 6 Uhr, an Sonntagen von Bormittags 11 Uhr bis Nachmittags 6 Uhr.
1. Das Anmeldungs-, Wohnungs- und Auskunftsbureau befindet sich im Katholischen Kasino zum Frankfurter Hof, Augustinerstraße 55 und ist Samstag den 27. August von Nachm. 2 Uhr, Sonntag den 28. August von Vormittags 10 Uhr und an den folgenden drei Tagen von Vormittags 8 Uhr ab, jedesmal bis Abends 9 Uhr geöffnet. Daselbst werden auch die Karten, sowie der „Fremdenführer" ausgegeben. — Tageskarten, Eintrittskarten zur Ausstellung für christliche Kunst und Karten zum Anlagefest können außerdem an den Kassen der betreffenden Lokale vor Eintritt in dieselben gelöst werden.
2. Die Mitgliederkarte zu M. 7,50 berechtigt zur Theil- name an allen Sitzungen, Versammlungen und Unterhaltungen der Generalversammlung mit Ausnahme des Festmahles und der Rheinfahv, zum beliebigen Besuche der Ausstellung für christliche Minst, sowie zum kostensceien Bezug des Fremdenführers upd des Berichtes über die Verhandlungen der Generalversammlung. Für reservirten m — i — der Stadthalle — kostet die
Mitglieder- und Theilnehmerkarten könne» gegen Einsendung des entsprechenden Preises nebst Porto (also M. 7,75 bezw. 10,25 bezw. 5,25 bezw. 6,25) schon vorher franko bezogen werden. Gesuche um Zusendung sind zu richten an Herrn Kaufmann ChristophEckert, Gymnasiumsstraße 4. Wohnungsgesuche werde« möglichst früh erdete«. Dieselben sind zu richten an Herrn Stadtverordneten Jakob Mehlmer, Holzhofstraße 12.
Bei allen Anmeldungen — mündlichen wie schriftlichen — wolle man eine Bifitenkarte mit genauer Angabe von Vor-und Zuname«, Stand und Wohnort (Poststation) beifügen, damit die Mitgliederlisten korrekt angefertigt und die postalischen Zusendungen prompt besorgt werden können. In das F e st b l a t r der General-Versammlung, welches vier Mal in einer Auflage von mindestens 3000 Exemplaren erscheint und an die Mitglieder und Theilnehmer der General- Versammlung gratis vertheilt wird, sowie in den Anhang zum stenographischen Bericht über die Verhandlungen der Generalversammlungen, welcher in einer Auflage von ca. 2000 Exemplaren gedruckt wird, werden Inserate ausgenommen. Inserate im Festblatt (Ouart-Format) kosten pro 2spaltige Petitzeile 15 Pfg., werden aber bei zweimaliger Aufnahme mit 25 pCt. und bei öfterer Wiederholung mit 33'/, pCt. Rabatt berechnet. Der Preis für Inserate wi stenographischen Bericht beträgt pro >/i Seite (Groß-Oktav) M. 18, pro */, Seite Mark 9,50 und pro Seite M. 5. Insertions-Aufträge nimmt die Druckerei von Johann Falk III in Mainz entgegen.
* Der Prozeß Buschhoff, der gegenwärtig vor dem Schwurgericht zu Cleve verhandelt wird, erregt die öffentliche Meinung in hohem Grade. Wir hegen die feste Ueberzeugung, daß der hohe Gerichtshof lediglich seine Pflicht erfüllen und fein Urtheil danach fällen wird. Ob es ein freisprechendes oder ein verurtheilen- des sein wird, wissen wir nicht. Wir berichten sach- l i ch über die Verhandlungen, um Jedem unserer Leser es zu ermöglichen, einen Einblick in die dunkle Ge-
3. Die Theilnehmerkarte zu M. 5 berechtigt zum Eintritt schichte zu bekommen und halten es für eine Anmaßung in die Stadthalle am Begrüßungs-Abend, zum Besuche der ohne Gleichen, Zeugenaussagen zu kritisiren ober den