Einzelbild herunterladen
 

Beilage zu Nr. 133 der „Fuldaer Zeitung".

Sonntag, den 12. Juni 1892._______________

durste.

(Fortsetzung folgt.)

1360]

erhalten.

Wmm's KiciD-MchkEkk

11 Loose für IO Mark.

, ä I Mk.

für zwei

Loose

Ziehungen gültig

(Porto und Gewinnliste 30 Pfg.) versenden

E. Brandt & Co., UL, Erfurt, Neuwerkstr. 41.

Uoivemltitt, Dampf

Utwt SakovA Ont/trMWlOYlf tllOTl nTTpT

V M a\*‘

zum bauert). Zusammenkitten aller zerbr. Gegenstände von Glus,

Porzellan, Holz, Horn re. empfiehlt K. EKhardt, Glash.

wird niemals lose, sondern nur in Original- packeten mit nebenstehender Schutzmarke

zwungen und doch so malerisch geordnet, der weiße Nacken und die schönen Arme schimmerten so blenvend durch das klare, schwarze Crepegewand.

„Du hast ein sehr geschicktes Kammermädchen/ sagte sie, und die Herrin eines ungeheuren Vermögens erwiderte:

„Ich habe überhaupt kein Kammermädchen."

„So müssen wir sofort ein Kammermädchen enga- qiren und eine Pariserin zu bekommen suchen. Sie sind unbedingt die vorzüglichsten.

„Ich zweifle, daß ich dem Leben je wieder daS geringste Interesse abgewinnen werde," antwortete das junge Mädchen stolz. „Obgleich ich nicht feige bin, habe ich doch nur den einen Wunsch: bald zu sterben."

Madame lächelte nur als Erwiderung. Sie kannte die Welt zu genau, um nicht zu wissen, wie flüchtig der Schmerz ist, den die Jugend für unerträglicher als den Tod hält. Dann gingen sie hinab, und obwohl Adelaide von keinem Kammermädchen bei ihrer Toilette unterstützt worden war und gar keinen Werth auf ihr Aeußeres legte, fand Madame de Valmy sie in diefem Augenblicke schöner denn je. Eine feine Röthe prangte auf ihren Wangen, Solz und Selbstbewußtsein leuch­teten aus ihren Augen. Sie machte eben nicht den Eindruck eines Weibes, dessen Liebe verschmäht werden

Zu haben in allen Colonialwaaren- u. Droguenhandlungen.

Kathreiner’s Malz - Kaffee -Fabriken

München-Wien

Zweigniederlassung in Berlin und Zürich.__

1 Dresch-Maschinen

Orig. engl. Fabrikat,

BM unerreichte Leistung, musterhafte Ausfuhr.

Kreissägen und fahrbare Schrotmühlen Weitgehendste Zahlungserleichterungen.

PH. MAYFARTH & Co., Frankfurt a. M.

Vertreter: Ernst Nopp in Fulda, Rhabanusstr. 139a am Schweinemarkt.

Das verhiingnißvolle Testament.

Nach dem Englischen von H. v. Remagen.

(10. Fortsetzung.)

Madame de Balmy beobachtete mit tiefer Besorgniß die dunkle Röthe, die das schöne Antlitz überzog, denn sie wußte, daß sie die Fiebergluth des jugendlichen Herzens bekundete. Plötzlich schien Miß Cameron ihre Selbstbeherrschung wieder zu gewinnen.

„O, wie selbstsüchtig bin ich doch!" sagte sie. „Ich spreche Ihnen fortwährend von meinen Kümmernissen und vergesse ganz, daß Sie eben von einer weiten Reise kommen' Verzeihen Sie meine Unausmerksamkeit, theure Madame."

Sie machte sich sofort daran, es Madame bequem zu machen, und begann dann in derselben aufgeregten Weise verschiedene Pläne in Betreff ihres zukünftigen Aufenthaltsortes mit ihr zu berathen.

„Lasten Sie uns an die See gehen," sagte sie, „ich habe das Gefühl, als ob mir der Aufenthalt am Strande wohl thun würde. Ich sehne mich nach dem Gesänge der Wellen — ja, ja, an der See wird sich's am besten leben lassen."

So wollen wir nach Brighton gehen' , erklärte Madame de Valmy. „Dort verbindet sich die Nähe der See mit den Vorzügen einer auserlesenen Gesell­schaft."

„Aus der Gesellschaft mache ich mir Nichts, ich sehne mich nur nach See. Wir können gleich morgen dahin abreisen."

Madame saß ganz still und beobachtete die ingend- liche Gestalt, wie sie rastlos hin und her eilte und eifrig jede Kleinigkeit, die chr gehörte, zusammenpackte, um sobald als möglich reisefertig zu sein.

„Ich bin mir im Grunde noch nicht ganz klar, Adelaide", sagte ihre Freundin, „ob Du die Sachlage wirklich im rechten Lichte ansiehst. Du bist die nächste Verwandte, die rechte Nichte des Verstorbenen Lords, und wenn er den Wunsch hatte, Dir sein Vermögen zu hinterlassen, so begreife ich nicht, warum Du nicht ohne alle Skrupel sein Vermögen annehmen willst."

„Das Geld muß aller dem Erben des Namens zu­fallen, wie soll er sonst den Anforderungen seiner Stellung genügen? Und zugegeben, daß mein Oheim dar Recht hatte, ganz nach Willkür über sein Ver­mögen zu verfügen, so durfte er immerhin an sein Vermächtniß keine ungerechte Bedingung knüpfen. Hätte er es mir bedingungslos als mein Eigenthum ver­

Zimmer von Mk. 1.50 an. ■■■

Hausdiener am Kahnhose.

F. Heike.

Kathreiner’s Malzkaffee

das beste aller Kaffee-Zusatzmittel der einzige vollkommene Ersatz für Kohnenkaffee

hat auf der „Internationalen Ausstellung für das Rothe Kreuz, Armeebedarf, Bolksernährung, Hygiene und Kochkunst unter dem Protektorate I. M. der Königin von Sachsen.

Leipzig 1892

von allen Kaffee-Zusatz- und Ersatzmitteln allein die erste und höchste Auszeichnung

Hötel Heike, Cassel

(kath. Hans)

verbunden mit Restaurant. Bäder und Telephon.

verkauft.

Zubereitung:

Die Körner mahlen und mindestens 5 Minuten kochen.

Detailverkaufpreis:

45 Pf. 1 Psnndpacket, 25 Pf.'/- Pfundpack.

RS. Pfarrer Kneipp hat nns das alleinige Recht für Deutschland eingeräumt, unser Fabrikat als „Kneipp-Malzkaffee" zu bezeichueu und sein Bild und seine Unter­schrift als Schntzmarke zu benützen.

macht, so könnte ich nun frei damit fchalten. Unter den obwaltenden Umständen bringt das Geld aber ver- hältnißmäßig wenig Nutzen. Ich fühle mich haupt­sächlich nur durch die Art und Weise, rote er mit den Besitz übertrug, gedemüthigt und verletzt."

Madame sah ein, daß jeder Widerspruch vergeblich sei. Das junge Mädchen war sehr unglücklich und verschloß sür den Augenblick ihre Augen jeder Lichtseite, die der Sache abzugewinnen war.

„Ist denn Lord Rylcstone noch hier?" fragte sie Miß Cameron. . .

„Ja, er reist erst morgen ab," erwiederte diese.

,Jch würde ihn gern noch vorher kennen lernen", sagte Madame de Valmy, „da ich vielleicht nicht wie­der die Gelegenheit dazu haben werde."

Seltsamerweise brachte gerade in diefem Augenblick ein Diener eine Empfehlung von Lord Rylestone und die Anfrage, ob es ihm gestattet fei, den Thee in Gesellschaft der Damen einzunehmen.

Miß Cameron blickte erstaunt auf.

Gewiß", erwiderte sie, „bereiten Sie im kleinen Salon Alles zum Thee vor." Dann wendete sie sich mit einem schwermüthigen Lächeln zu Madame und sagte: „Ihr Wunsch wird also erfüllt — Sie wer­den Lord Rylestones Bekanntschaft machen"; und Madame dachte im Stillen nach, weshalb Lord Ryle­stone wohl zögern könne einem so schönen, anmuthigen Wesen seine Hand zu reichen. .

Eine Stunde später begaben sich Madame de Valmy und Miß Cameron in eines der behaglichsten Gemächer des Schlosses, das der „kleine Salon" genannt wurde. Madame war äußerst gespannt aus Lord Rylestone's Bekanntschaft. Sie hatte eine sehr große Menschen- kenntniß und hoffte vermittels dieser gleich bei dem ersten Begegnen herauszufinden, ob er die schöne Erbin liebte oder aus welchem Grunde sein Herz ihr ver­schlossen blieb. Adelaidens große Gleichgiltigkeit gegen alles Aeußere hatte sie stets in Erstaunen gesetzt.

„Willst Du Deine Toilette nicht wechseln?" fragte sie, als die Theezeit heranrückte.

Adelaide sah sie mit dem Ausdruck der Abspan­

„Ich halte es nicht für nothwendtg," erwiderte sie.

„Aber ich halte es für nöthig," sagte Madame lächelnd und Miß Cameron erhob sich mit dem Ge­horsam eines Kindes und ging in ihr Toilettenzimmer.

Als sie daraus zurückkehrte, lächelte Madame de Valmy. Das glänzende, blonde Haar war so unge­

Literarisches.

Das zwölfte Heft des Deutschen Hausschatzes beginn; mit dem Abdruck einer neuen Novelle der beliebten Er­zählerin A. Jüngst: „Im Hellhofe". Karl May'S Reise­roman: „Der Mahdi" kommt allmählich auf dem Gipfel spannender Entwicklung an. Die Zahl der belehrenden Artikel ist groß, und die Auswahl derselben ist eine sehr glückliche. Die Gallerte katholischer Pädagogen wird fortgesetzt mit dem Westfalen Heinrich Bone und dem Oesterreicher Johann Panholzer. Dr. Alwin Meistermann lieferte eine fehr intereffante Mondbetrachtung, Dr. K. verbreitet sich in einer von eindringender Fachkenntniß zeugenden Abhandlung über Jrrenpflege einst undjetzt. Gymnasiallehrer M. Pöllinger gibt eine sesielnde Schilderung des höchst malerischen Städtchens Rothenburg o. T. und seines historischen Festspiels, Dr. Hubert Grimme veröffent­licht Bruchstücke aus dem bedeutsamen Reisetagebuch des Nasir-i-EhoSrau, Leopold Scheidt beschreibt den Nest­bau der Vögel und Profeffor Stöckle plaudert feinsinnig über Scheffel und Petrarka. Außerdem enthält das Heft viele kleinere Mitthcilungen. Die Illustrationen sind, wie immer, anziehend und echt künstlerisch ausgeführt.

, 28 Loose ,, 25

|Fnr 1 Hk/man'" 50,000Mk.

■ ,™p XII. <*r. Weimar-Lotterie.

Nächste Ziehung 18. bis 20. Juni 'd. J.

| 6700 Crewinne i. w. v. 200000 Mk* l/Ä: 50,000 Mk. 20,000 Mk. 10,000 Mk

99

[1268

Grabdenkmäler, sowie Feldkreuze u. Bildstöcke in allen Marmor- u. Sandsteinarten empfiehlt bei bedeutender Preisermäßigung unter Ga­rantie die Stein- u. Bildhauerei von Ferd. Hillenbrand. Fulda,

[242

Künzellerweg b. Friedhof. Zeichnung nebst Kostenrechnung gratis u. franko.

w

f^Xt.