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19. Jahrgang

Donnerstag, den 9. Juni 1892

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Wallfahrt der Katholiken Deutschlands ;um Grabe des hl. Konifatius.

Fulda, den 8. Juni.

Bevor wir zur Fortsetzung unseres gestrigen Berich­tes über den Verlauf der heyren Festfeier schreiten können, haben wir noch den Wortlaut einiger am Begrüßungs-Abend gehaltener Ansprachen, welche sämmt- lich mit gespannter Aufmerksamkeit unter häufigen Bei­falls-Kundgebungen von den zahlreichen Zuhörern aus­genommen wurden, in stenographischer Fassung nachzu-

Herr Kaplan Leineweber (Eichsseld):

Katholische Männer! Der Abgeordnete Dr. Lingens hat ge­sagt, wir sind gekommen, um uns anzuseuern gegenseitig. Wenn nun unter dem grauen Haupte solches Feuer im Herzen glüht, sollte da nicht die Jugend feurig sein, um auch em Wort zu »recken Drum m. H., darf ich es wohl wagen, aber wo Lmmtdennd^e'r Heißsporn he ? Vom Eichsseld. Eichsfelb?- Was, da liegt ja alles noch ,n Els und Schnee? Oh ! der Frühling ist auch dort eingezogen. Fttsch und freudig, singen die Lerchen, und auch in mein Herz ist der Frühling letzt em- gezogen, wenn es überhaupt jemals Winter dann war. Drum darf ich auch hier ein freudiges Wort sprechen. Vom Elchsfeld? - Mchenfeld Ja, die Eichen rauschen und es ist em wehmuthlges Rauschen und man hat gesagt, es wehe wieder Kulturkampss- wind Aber laßt uns nicht bangen. Wenn wir seststehen wie Eichen, dann kann der Kulturkampf kommen. Was will er denn? Steht in der Erde fest der Baum, so rc,, VomMchs-^

feto? Auch Sumpffeld nennt man es. Also Sumpffeld.? Abe Männer, wir lasten uns nicht auf den Sumpf locken. Dazu sind wir schon zu gescheckt geworden. Aber du bist ja noch so jung? Ja, wenn man solche Männer vor sich hat, da freut man sich wieder einmal. Fast haben wir es ganz verlernt, solche Manner vor sich zu haben. Frauen, wieder Frauen und zum dritten Male Frauen. Da muß man einmal in solche Versammlungen kommen, daß man Männer vor sich sieht. (Bravo!) Ja, die Männer, sie müssen den Kampf kämpfen. Männer haben die Welt er­obert. Bonifatius und seine Genossen,. Und tn der Diaspora, wo die Katholiken zerstreut sind, da glühen auch die Manner- Herzen. Da ist es eine Freude, drunter zu fern und es froh­lockt mein Herz, daß es nächstens wohl nach Sachsen gehen wird zu diesen kräftigen Männern. Aber ste haben mich rn eine andere Schule geschickt. Ich sollte erst 'mal beim ^Boni­fatius in die Lehre gehen und da haben sie mich ins Eichsseld nach dem Hülfensberg geschickt, wo der hl. Bonifatius gewirkt hat. (Bravo!) Also auf dem Hülsensberg. Es ist zwar kein Glaubenssatz, aber ein ganz guter Glaube: Da hat er die Donnereiche gefällt (Bravo!) und Donnereichen wollen auch wir ällen Was du? Ein junges Blut Donnerelchen fallen? Wo­mit denn? Hast ja nichts in den Händen. Das ist's Manner wollen wir werden, um Donnereichen zu fallen. Aber es ge­hört noch etwas anderes dazu. Wir müssen eine Axt haben. Nicht war? Also eine Axt, und deshalb muß ich meinem ver­ehrten Herrn Professor zustimmen, nicht eine eiserne Axt, eine silberne Axt, eine goldene Axt für den Bomsatmsverein, damit die jungen Kapläne ordentlich wirken können. Er muß auch etwas in der Hand haben und dafür muß der BomfatlusverelN sorgen und darum sage ich: Vivat res Bomfatiana! (Beifall.)

Herr B. Huisking aus Iburg (Diözese Osna-

Herr Rechtsanwalt Dr. v. B r e n t a n o (Offenbach): Hochwürdige und hochverehrte Herren! Eine Reihe von Toasten und Begrüßungen sind bereits für Sie dahmge- aanaen und ich glaube, daß Sie sie alle mit Dank angehort und entgegengenommen haben, aber auch nut Stolz, wert Ihnen diese Begrüßungen gezeigt haben, wie heute Abend von allen Gauen unseres Vaterlandes, von Süd und Nord, von Ost und West die Gäste zusammengeströmt sind, um an dem Grabe dieses großen Heiligen zusammen und ver­eint zu beten, zu beten für die Anliegen des hl. Vaters und für das wahre Glück unseres lieben deutschen Vater­landes. Wenn nunmehr, m. H., auch ich eine kurze Be­grüßung Ihnen darbringen möchte, so geschieht es mcht, weil ich, wie der Herr Präsident gesagt hat, um das Wort gebeten habe, sondern weil mich der Herr Präsident be­fohlen hat (Bravo!). Allein, m. H., ich glaube, daß dre allererste Pflicht eines Katholiken unbedingter Gehorsam und Unterwerfung unter die Vorgesetzten ist. (Bravo!) Aber nicht allein, weil ich gehorsam bin, stehe ich hier, sondern auch, weil es allerdings ein Drang meines Her­rens ist, aus der Diözese Mainz Grüße zu überbringen für die wackeren, prächtigen Männer Fuldas und Umgebung Fuldas. Und, m. H., weil ich Ihnen ein Beispiel zeigen möchte, daß auch bei uns jenes Schwarzwild vertreten ist, Gott Lob und Dank (Bravo), welche« nach den neuesten Nachrichten von Eisenach keine Schonung mehr finden soll (Heiterkeit). Nunwohl, m. H., das Schwarzwild will keine Schonung und nimmermehr Schonung von jenen Herren von Eisenach. (Bravo!) M. H, Sie haben hier den Gruß erschallen lasten für unfer geistliches und weltliches Ober­haupt. Mit Jubel und Dank haben Sie aufgenommen jene Worte, in welchen Sie Ihre Hochachtung gezeigt haben gegen den hl. Vater; in gebührender Treue haben Sie unfereS Kaifer« und Herrn gedacht, allein, m. H., ich glaube, wir Pilger, die wir hierher gekommen sind, um morgen vereint zu wallen, ich glaube, wir haben noch eme andere Pflicht zu erfüllen, ich glaube, die Pflicht gebietet uns, daran zu denken, daß wir nicht nur mit Gmrlanden, sondern in Wirklichkeit mit ftohem Herzen hier ausgenommen worden sind. Ich habe zu sprechen im Namen aller der­jenigen, die nicht von Fulda und Umgebung sind, und bitte darum alle Fremde — doch Fremde mögte ich nicht sagen, denn wir sind ja alle Katholiken und Katholiken dürfen sich nicht fremd fein (Rauschender Beifall) — kräftig nut mir einzustimmen in den Ruf: Fulda und seine herr­lichen, prächtigen Bewohner leben hoch, hoch, hoch!

so groß dastehen, wie diese 22 Jahre sich uns repräsentiren. (Bravo!) Hier in Fulda hat das katholische Deutschland sich entflammt zum Kampfe für die hl. Rechte seiner Kirche (Bravo !) Es ist mir unvergeßlich das Wort, das ich damals gehört habe aus dem Munde meines leider nun verstorbenen Freundes Janssen. Aus einem Briefe des großen Papstes Gregor VII. hat er die Worte mir angeführt: Für Gott und für Volk! Für Gott und für Volk ist er in den Kampf getreten. Das war der Gedanke, der auch uns aufrecht hielt in den schwersten Seiten: für Gott und das Volk haben wir gekämpft (Beifall-) Aber ich sage nicht bloß: für Gott und für das Volk haben wir gekämpft, wir haben gekämpft mit Gott und mit bem kath. Volke. (Andauernder Beifall.) Im Gebete haben wir Gott an- gerufen, und Gott hat unser Gebet erhört, und wir haben Großes in dieser Zeit erreicht. Man muß sich nur zurückversetzen 22 Jahre vorher, in jene Tage, wo schon das Miserere und das Oe profundis unseren Kirchen in Deutschland gesungen werden sollte, und wenn wir jetzt Umschau halten, da sehen nur die Katholiken dastehen als eine Macht. Das haben wir aber nebst Gott uns selbst zu verdanken. Es ist ein ernstes Wort das em alter Philosoph ausspricht: Es werden tue Dinge durch dieselben Prinzipien erhalten, durch die ste geworden sind. Durch Gott haben wir das Große erreicht, durch uns selbst aber haben wir auch das Große errungen und wenn wir uns hier versammelt haben, um Gott wieder aufs Neue anzurufen, für vielleicht schwere Zeiten, die uns bevorstehen, wir wollen erfüllt sein vom Bewußtsein und es soll herausgetragen werden m alle Gaue, dan wir wohl wissen, daß wir auch selbst das Unsrtge gethan haben. Ein Volk wird nicht schlechter behandelt werden, ato es verdient, (Beifall!) das gilt auch von einer Konfession. Wenn wir heute und morgen hier beten und den Gebetselfer hmaus- traqen wollen in die deutschen Lande, wird es em machfiges Feuer sein, das die Herzen mächtig durchglüht. Es soll nichts uns entmutigen, wir wollen festhalten an der Fahne unfereS deutschen kath. Volkes und das ist der Gedanke, dem ich jetzt Ausdruck gebe: Mit Gott und mit dem kath. Volke! (Beifall. Händeklatschen.)

M. H. Ich gehöre einer Diözese an, die weit im Norden Hegt Glauben Sie aber nicht, daß unser Herz so kalt ist, wie unser Land. Unsere Diözese reicht von der .Nordftebis zur Ostsee. Obgleich ich nun der Einzige 6m, meines Wissens, aus der Diözese Osnabrück, sv will ich die Grüße, die man mir übertragen hat, nicht in der Tasche behalten, sondern sie hier zum Ausdruck bringen, daß der kathol. Narben mit dem kathol. Süden sich vereinige zu einer Brüderschaft. Die kathol. Brüder schäft von Nord und Süd, sie möge blühen und gedeihen! Das sind die Grüße, die ich von der Diözese Osnabrück zu Über­bringen habe. (Lebhaftes Bravo.)

Herr Fabrikant Richard Schmitt aus Fulda als stellvertretender Präsident des Lokal-Komitees:

Sehr verehrte Herren! Seitdem ich die Ehre habe, zeitweise das Präsidium zu vertreten, haben sich lecker die Reihen der Herren merklich gelichtet. Trotzdem kann ich nicht umhm auch den Toast zu erwidern, der eben aus unsere geliebte Bonifatius stadt ausgebracht worden ist. M.H.! Wir Fuldaer finden unsern größten Ruhm und unsere größte Ehre barm, daß wir sind die Hüter des Grabes des hl. Bonifatius- M. H.! Wir fühlen recht wohl die Ehre, die uns schon verschiedentlich zu Theil wurde, sei es daß die Katholiken Deutschlands zum Grabe des hl. Boni­fatius pilgerten, sei es, daß unser hochverehrter glanzender Eviskopat jährlich in unseren Manern ferne Versammlungen ab­gehalten hatt Wir fühlen das Herz höher schlagen, trenn m jedem Jahre in der Bonifatiuswoche die Prozessionen eintreffen aus den benachbarten Gemeinden, wenn wir wiederum an einer Zeitenwende stehen und die Katholiken DeutfchlandS kommen hierher und wenn da wiederum, wie morgen, Tausende von Nah und Fern hierher kommen, um zu dem Glaubensvater zu beten und zu fingen, da, m. H., schwillt unser Herz fast bis zum Zer­springen. M. H., wir fühlen das und wir danken Ihnen die Sie hierher gekommen sind, wir bauten den hochwurdigen Her­ren, wir danken den Fürsten und Grafen, wir danken vor Allem dem kathol. Volke, das uns noch niemals verlassen hat (Beifall), und ich fordere nun meine lieben Mitbürger von Fulda auf, em- juftimmen in den Ruf: Unsere verehrten Gaste von Nah und Fern, sie leben hoch, hoch, hoch! (Beifall.)

Herr Dr. Kübel, Jnstitutsvorsteher aus Gießen:

Hochverehrte Festverfammette! Nach dem, was der Herr Vizepräsident vorhin gesagt hat, möchte ich fast sagen, hochverehrte Restversammelten (Bravo!), denn wir bilden in der That nur noch so eine Art Rumpfparlament. Wenn man m. H., gastlich bewirthet worden ist m einem Haufe, d°?n pflegt man besonders der Hausfrau oder den Töch­tern de« Hause« zu danken. Ern gastliches Haus m großem Stile ist die Bonifatiusstadt Fulva und wir sind Dank schuldig den Frauen und Töchtern dieser Stadt Fulda Sehr wahr!). Der Herr, der eben „sehr wahr gesagt hat, da« ist derselbe, an den ich mich jetzt persönlich wenden muß. (Heiterkeit). Er hat da« mcht nur mcht gut gemacht, was er als junger Kaplan doch hatte thun dürfen, nämlich den Dank, den die andern vergessen haben, den Damen Fulda« nicht zu leisten, er ist sogar noch^werter gegangen, er hat davon gesprochen, e» ft-ue ihn, daß man hier einmal eine Männerversammlung sehe. M.. H.,.wenn da« ein schwarzer Kaplan thut, so ist da« mcht nur Un­dank, das ist sogar schwarzer Undank. (Sehr wahr! Heiter­keit) M H., dann dürfen Sie mrr s mcht übel nehmen, wenn ich als halbes Fuldaer Kind, da meine Mutter aus dem berühmten Bronzell stammt (M. H., den Bronzeller Schimmel kennt ja jeder!), wenn ich die Sache «»der gut mache, wieder gut zu machen suche nach besten Kräften, verehrte Festgenofien, denn die Festoersammlung ist ja immer noch da, mag sie auch Restversmmnlung sein. Sw ist doch immer noch Fefiversammlung. Darum fordere ich Sie aus und besonders diesen Herrn Kaplan mit nur etn- zustimmen in ein 3fache8 Hoch auf die lieben Frauen und Töchter Fulda«. ^Begeisterte Zustimmung.)

.......

tragen.

Herr Propst Brieden aus Magdeburg:

Meine Herren! Ick bringe Grüße ans Magdeburg. Ich komme eigentlich aus der Fremde, um auf heimathlichem Boden wieder neue Kraft zu suchen für schwere Stunden, die wir hier haben in der Zerstreuung, in der Diaspora. Denn ich nenne den Boden Futoa's einen heimathsicheu Boden, wenn ich auch lelbit nickt aus Fulda bin, sondern aus den sauerländischen Ber­gen in Westfalen. Aber heimathlich ist für jeden Katholiken jeder Boden auf dem er neuen Muth schöpft und Vertrauen für tue heilige' Sache feiner heil. Kirche. Aus dem Grunde bin ich ge­kommen ; leider allein, weil es ja nicht möglich ist, aus biefen Gegenben eine große Zahl mitzubringen zu ber heutigen Bei- fammlung. Unfete Zahl ist eine kleine;, aber nur fürchten uns ni*t erschrecken aber auch Niemanden darüber. (Heiterkeit.) Gerade in jüngster Zeit haben wir ein kleines Zeichen unseres Lebens von uns gegeben in der kathol. Versammlung zu Magde­burg (Beifall), und wie ich höre, hat diese Versammlung, das sage ich mit einem gewissen Stolze den mau ja haben darf in .nietet Seit ganz besonders IN der RelchShauptstadt Berlin, w"! mir mitgetheilt wirb, einen durchschlagenden Eindruck ge- macht Ich bin nun persönlich überzeugt, daß in den kommenden schweren Zeiten außer dem Zusammenhang m-tderK.rche und ihren Vertretern vorzüglich Alles darauf ankommt dap ine Farn - lren wahrhaft christlich sind. (Zustimmung!)W-.r stick riäJ&aik liche nicht mehr in der Lage, so zu thun, rote wir ehemals thun tonnten in ber Oeffeutlichkeit. Wir müssen uns beschranken, einen wahrhaft christlichen Sinn in den Familien zu erhalten und zu befördern. Ich glaube diese meine Grüße damit besonders be­gleiten zu sollen, daß ich die herzliche Bitte ausspreche, an die herrlichen Katholiken Futoa's und Umgebung, daß sie m,t uns gemeinschaftlich einstehen, und zwar, rote ber geehrte Vorredner eben gesagt hat, im Gebete und vor Allem auch tu der roerk- thätigen Unterstützung des Bonifaiius-Bereins. Es hat em Red­ner auf der kathol. Versammlung zu Magdeburg das Wortdes berühmten Andreas Hofer gebraucht und das darf ich den Ver­sammelten wieder zuruseu: „Jungens, hatten wir zusammen beututtaqe!" (Bravo!) Ich meine, gerade das Zusammenhalten ist eine imponirende Macht, wenn wir auch klein sind an Zahl nach den Worten des Heilandes selbst: „Fürchte Dich mcht, Du kleine Heerde!" Denn für uns kämpft der allmächtige und dreieinige Gott wie wir wissen; seine Sache und sein Heil vertheckigen wir 'in Wert und That. (Beifall!) Aber eins macht man uns immer zum Vorwurfe, wir sind Uttramoutanen, sagt man, und das sind wir vom Kopfe bis zu den Zehen. (Bravo!) Aber das schließt nicht aus, daß wir dabei auch bieSseftS der Berge sind das heißt, daß wir auch gute Patrioten sind (Bravo!) und wir'lassen uns in der Liebe zum Vaterlande, zu unserem ge­liebten deutschen Vaterlande von keinem andern Menschen über­treffen. (Beifall!) Und wenn wir unserer Liebe zum hl. Vater Ausdruck gegeben haben, bann soll bie Welt auch wissen, baß wir ebenso achten, und zwar um des Gewissens willen achten unsern geliebten Kaiser und Herrn. Wir wollen nicht, daß man uns sage, wir seien vaterlandSlose Menschen; nein, wir leben im Vaterlande und ehren und lieben baS Vaterland, weil mir das Wort k-nnen :.,Fürchtet Gott und ehret den König!» (Bravo!) Darum stimmt Ihr alle, Geliebte, mit uns überem wenn ich Euch auffordere zu einem kräftigen Hoch auf unsern Kaiser: Se. Maj., unser allergnädigster Kaiser und König, er lebe hoch, hoch, hoch f (Bravo!) — « , «n

Herr Stadtpfarrer Baal aus Frankfurt a. M.:

Meine lieben katholischen Bricker! Wir haben eben Gruße aus verschiedenen Diözesen unseres deutschen Vaterlandes ver­nommen. Wie sollte unsere Diözese mcht auch hier zum Aus­druck gelangen (Bravo!) und ich glaube sie hat em Recht Da­rauf, sich vernehmbar zu machen. (Bravo!) Es ist eme fromme Legende, daß ber hl. Bonifatius, als er das Lahngebiet berührte, auch auf unsere Diözese, wie sie sich heute reprasentirt, den Fuß gesetzt hat. Wie dem auch sein mag, wir sind tn engste Be­ziehung zu Fulda getreten. Wir gehören mit Fulda zur ober­rheinischen Kirchenprovinz und jetzt hat sich das Band aufs Innigste verschlungen zwischen beiden Diözesen. Werden doch unsere Theologe» hier an dieser hl. Stätte, die der hl. Lom- faliuS geweiht hat, ausgebildet unter tüchtigen Theologen da­mit sie in unserer Diözese dann ihres hl. Amtes walten tn echt kirchlichem Geiste, den sie in Fulda rn sich "genommen h^en. (Bravo.) Dieses feien dre persönlichen Gefühle, die zum Auf­druck gelangen von meiner Seite an diesem Abende, denn ich habe Gelegenheit zu sehen, was bie jungen Herrn hA in sich ausgenommen haben, da ich doch in meinem ©auR ^eoIogen habe, bie von Professoren beS hiesigen Seminars gebilbet fmb unb wenn ich nur kurz meine Blicke schweifen lasse, und> bis an die Thore von Frankfurt bie Diözese Fulda reichen sehe, das sagt mir, daß decke Diözesen aufs Innigste mit einander ver­bunden sind. Es ist aber oft hier zum Ausdruck gekommen, daß vor 22 Jahren hier bie Katholiken sich versammelt haben, um sich zu stärken zu Kämpfen, bie man bamalS nicht ahnen konnte unb es ist eine große Zeit, bie fertbem verflossen ist, groß tn bet Geschichte, unb, wenn ich zurückschaue tn die lange Zeil um er er h.. ti»7n Sirrh» ich inne eS küdii. wir linden wenige Zeiten, bie