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unter Protest und unter Einbehaltung der Schlussel zu
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Temperatur- -klremc Mar. j Min.
Meteorologische Beobacht«»ge» der hiesigen Wetterwarte.
* Schmalkalden, 10. Mai. Der ,Thur. HauSfr. schreibt: Das Abgeordnetenhaus hat am Sonnabend den Beschlüssen der Budget - Kommission gemäß „Etatsüberschreitungen resp. ca. 13 Millionen Nach- sorderungen für im Bau begriffene Bahnen m 2. Lesung bewilligt. Die dritte Lesung ändert erfahrungsgemäß an folchen Beschlüssen nichts. Finanziell ist also der Ausbau der Bahn Mehlis - Zella - Schmalkalden Kleinschmalkalden durch Verwilligung der Nachtrags- forderung von 2,200,000 Mark nun gesichert und in allernächster Zeit wird voraussichtlich rmt Energie die
Sporn gegeben würde. Ließe sich nicht eine Versammlung zu diesem Behufe arrangieren?
* Wiesbaden, 7. Mai. Für den Bau der zweiten katholischen Kirche dient die bekannte Abtei-Kirche des Prämonstratenser-Ordens in Arnstein a. d.L. als Vorbild. Die Grundform ist die Kreuzform. Die Kirche enthält 2 Thürme und 5 Altäre. Herr Architekt Max Meckel in Frankfurt a. M. ist soeben nut dem Aus- arbeiten der Detail-Pläne beschäftigt. Ueber den Beginn des Baues ist noch nichts bestmmck. — Die Orgel in der katholischen Pfarrkirche, welche seit 1849 m Ge-
diesem Anlasfe ein Hochamt nebst Predigt stattfinden. In unserer Stadt macht sich noch nichts bemerkbar, was auf eine Theilnahme an dieser Wallfahrt schließen könnte. Und doch glaube ich, daß es auch unter uns
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den und wird durch eine neue mit größerem Werk, welche Herr Orgelbauer Keller in Limburg gebaut hat,
des Looses Seligenthal-Kleinschmalden steht nun, nachdem auch alle Spezialausarbeitungen der Bauwerke fettig gestellt sind, unmittelbar bevor und wenn die Witterungsverhältnisse günstig sind, so steht nicht nur die Eröffnung der Linie bis Mehlis-Zella, sondern auch bis Seligenthal bis zum Herbst bevor, da der Oberbau bis Seligenthal ebenfalls demnächst m Angriff genommen werden wird. — Die Fertigstellung der Strecke Seligenthal - Kleinschmalkalden ist aus bekannten Gründen in diesem Jahre nicht mehr zu er-
m°9*C^8on einzelnen Schulbehörden in Thüringen wird gegenwärtig der Stkilschrist eine besondere Beachtung geschenkt. Man nimmt mit Recht an, daß die seitliche Körperhaltung, die zur Schragstellung der Buchstaben nöthig ist, die Hauptursache der bei der heutigen Schuljugend in geradezu erschreckender Weife häufig auftretenden Verkrümmung der Wirbelsäule und anderer körperlichen Mißbildungen und Schwachen ist, und glaubt, daß die Steilschrift die naturgemäße und eine die gerade Körperhaltung nicht blos erleichternde, sondern auch erzwingende Schreibart .
* Limburg a. L. 10. Mai. Heute Mittag tft in einer hiesigen Wirtschaft der Gemeinderechuervon Dehrn verhaftet worden, da er unter dem Verdachte steht, selbst den in Dehrn kürzlich verübten Kaffen- diebstahl, bei welchem 6000 Mk. entwert nmrben, vollführt zu haben. (Nasi-, B.)
* Ju Erfurt hat auf Anregung des Geheimraths Wittmarck-Berlin eine Versammlung der Erfurter Han- delsqärtner stattgefunden behufs Berathung einer gemeinschaftlichen Betheiligung an der Weltausstellung zu Chicago. Nach verhältnißmäßig kurzer Berathung wurde diese Betheiligung in Rücksicht auf die dadurch anwachsenden allerdings sehr bedeutenden Ko ten abgelehnt und beschlossen, lediglich den Versuch zu machen, ob nicht eine Kollektiv-Ausstellung von dort gezüchteten Gemüse- und Blumenformen zusammenzubringen Ware.
* Erfurt, 7. Mai. Untere Domschule (6 Klassen der katholischen Volksschule) wird in den nächsten Tagen polizeilich geräumt und der Magistrat gezwungen werden, die Kinder anderweitig unterzubringen. Seit 1848 schwebt wegen der Unterhaltungspflicht der Raume zwischen der Dom- (Marien-) Gemeinde und dem Magistrat ein heftiger Streit und eS ist infolgedessen für Erneuerung fast nichts geschehen, so daß aus sanitären Gründen die polizeiliche Aufsichtsbehörde sich zum Einschreiten veranlaßt gesehen hat. Die Stadtverord- neten-Versammlung hat, im Einverständniß mit Dem Magistrat, aber gegen die Stimmen der katholischen
sRnfthnmöfer ®etacitlanb1' bet ,Red Star Line in Antwerpens ist taut Telegramm am 8. Mai wohlbehalten m New-York angekommen.
Gersfeld, 10. Mai. Die Witterung läßt sich jetzt wieder besser an. Nur sind die gegenwärtigen mondhellen Nächte für die zarten Gartengewächse und Obstbaumblüthen etwas zu kühl. Besonders hübsch ließ sich das Wetter am Sonntag an, an welchem Tage sich auch in der ganzen Rhön reges Leben zeigte. Jung und Alt strömte ins Freie, um sich an der grünenden und blühenden Natur zu erfreuen. Den Besuchern der Berge bot sich, in Folge des klaren Himmels, eine hübsche Fernsicht.
* Fritzlar, 9. Mai. Die ,Fntzl. Ztg2 veröffentlicht nachstehendes „Eingesandt": Soeben wird ein von namhaften Centrumsabgeordneten unterzeichneter Aufruf an fämmtlicbe Katholiken Deutschlands veröffentlicht, an der Wallfahrt zu dem hl. Grabe des Apostels Bonifatius zu Fulda theilzunehmen. Zweck der Wallfahrt ist, die Befreiung unseres hl. Vaters Leo aus der Seiner Heiligkeit unwürdigen Gefangen- chaft zu erflehen. Am 7. Juni wird in Fulda aus
C Kart » Mvenanät. Ottweiler (Trier)
' gegründet 1858,
in retditt Auswahl Tuche, Buxkins, «ammgarm,
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m,b vcrichickt vollständig- Mustereollektionen portoftn.
Geeignete Vertreter Schneidermeister u. dgl. werden gesucht.,
* In der Nacht von heute (Mittwoch) auf morgen werden wir das Schauspiel einer M-ndfinsterniß haben, uni) zwar ist die Versinsterung beinahe total, denn wenn sie am größten ist, werden 22/a3 von dem Durchmesser der Mondscheibe bedeckt sein, so daß nut eine schmale Lichtsichel am Rande des Mondes übrig bleibt und die Lichtabnahme auf der Erde sehr stark zu ve- uuruiULy|ltl, OVH, merken sein wird. Hinsichtlich der Zett hat sich unser Fertigstellung der Bahnlimeu betrieben. Die Vergebung rmdanl Müh« g-Km. möglichst Jedem gerechl !° ?- IWI nm. nach,
weiden Wer nicht ju lange den Schlaf will, der kann sich bequem kurz vor 10 Uhr den Anfang der Erscheinung ansehen, denn das Schauspiel beginnt V410 Uhr; und wer die Mondfinsterniß als Vorwand nehmen will, etwas länger aufzubleiben als sonst, der mag warten, bis die Sache kurz nach 1 Uhr ihr Ende erreicht. Die größte Verfinsterung tritt etwa
Uefjer die Frage, ob die in den Bureaus der I töuialiche« Landräthe beschäftigten Privatgehnlfen der Versicherungs- und Bettragspflicht nach dem Invalidität s-und Alter sverficherungsgesetze unterliegen, sind nach einem gemeinschaftlichen Erlasst der Minister des Innern und des Handels auf Grund des S 122 des Gesetzes von höheren und unteren Verwaltungsbehörden mehrfach Entscheidungen erlassen worden, welche einander widersprechen. Wahrend in mehreren Fällen die Versicherungspflicht dieser Personen angenommen wurde, haben einige Behörden die landräthlichen Bureaugehülfen, wenigstens insoweit sie selbstständig expediren, als mit einer höheren, mehr geistigen Tätigkeit befaßt bezw. als im höheren Büreaudienste beschäftigte Beamte tm Sinne der Nr XII der Anleitung vom 31. Oktober 1890, betreffend den Kreis der versicherten Personen, und daher als der Bettragspflicht nicht unterliegend angesehen. Lie Minister bemerken nun, daß das Reichsversicherungsamt seinerseits in einer Revisionsentscheidung vom I 12 Oktober 1891 aus Gründen, welche wohl regelmäßig bei allen landräthlichen Büreaugehülfen zutrchen dürften, die Versicherungspflicht der betreffenden Personen anerkannt und die Entscheidung auch in den Amtlichen Nachrichten des Versicherungsamtes veröffentlicht habe. Die Regierungspräsidenten werden deshalb von den Ministern ersucht, durch Weisungen an die unterstellten Behörden dahin zu wirken, daß fortan allgemein im Sinne der angezogenen Entscheid- una verfahren werde. , c ,
8* Die Prüfung der Zeichenlehrer und Zeichenlehrerinnen findet in diesem Jahre in Kassel am 24. Suni und an den folgenden Tagen in der gewerblichen Zeichen- und Kunstgewerbeschule daselbst statt.
& Gestern Vormittag wurde in der Nähe von Kerzell einem Habichte eine Brieftaube abgejagt. Dieselbe trägt Fußring und ist gestempelt: „Johann Lenk, Chemnitz." Es möge dies Wieder em Sporn für den Waidmann sein, gerade;etzt zu Beginn der Brieftauben-Wettflüge, sein Augenmerk auf die Vernichtung dieses größten Feindes der Brieftauben zu
60 000 M. (!!) auf das Nutzungsrecht in den Räumen der seitherigen Domschule zu verzichten und eine neue Schule für katholische Volksschulklassen zu erbauen. (Wir finden die vorstehende Notiz in der .Halle scheu Saale-Bettung'. In einem anderen Blatte finden wir die Sache so dargestellt: „Jetzt ist eine Ungjgnge (Streitfrage zwischen der Stadt und der hiesigen Domgemeinde endgiltig geschlichtet worden. Die Stadt hatte von Alters her das Recht, in einem der Domgemeinde gehörenden Gebäude eine Schule zu unterhalten. Bis 1848 war dies auch der Fall, da aber wurde das Gebäude wegen Baufälligkeit abgetragen, und die Frage der Unterbringung der (katholischen) Schule blieb seither ungelöst. Nun hat auf eine Verfügung des Regierungspräsidenten die Stadt sich bereit erklärt, gegen eine einstweilige Vergütung von 60,000 M. von ihrem
* Mr den Monat Mai. gelten folgende »aueru- regelu: Der Mai ist seltsam gut er setzt dem Zaunpfahl einen Hut. — Süd bringt Regen, Nordwind Dürre, danach richte dein Geschirre. - Mar ohne Regen fehlts allerwegen. - An Urban und Pankratius der Winzer die Hoffnung messen muß. - Mto Mm giebt guten Wein und vieles Heu. — Kühler Mm bringt Allerlei, gut Geschrei, Gras und Heu. - Abend- thau und kühl im Mai, bringet vieles Heu. — Schone Eichelblüth im Mai, bringt ein gutes ^ahr herbei. Servaz, Pankraz, Bonifaz, seht dre drei Elspatronen an, sollen dem Winzer nicht tnt Kalender stau. Trockener Mai, dürres Jahr. — Viel Gewitter ml Mai, singt der Bauer Juchhei! — Auf trockenen Mm, kommt nasfer Juni herbei. — Wenn am 1. Mm Reif fällt, so geräth die Frucht wohl. — Pankrat (12.) und Urban (25.) ohne Regen, folgt großer Weinsegen. - Vor Servaz (13.) kein Sommer, nach Sewaz kem Frost. — Maikäferjahr ein gutes Jahr. — Sae Rettig tm wässrigen Zeichen des Monds. - Regen °rn Himmelfahrtstag, zeigt schlechte Heuernte an. — Nasse Pfingsten,
Trinkgeld gibt. Die in Leipzig erscheinende ,Restaurant-Hotel-Revue' hat den Grund heraus^sunden aus welchem der Kellner Lherot den Dynamitbold Ravachol verkästen lieft ^n ihrer Nummer vom 5. Mar bringt sie umer obigem Titel einen längeren Artikel, demwir. Msjenbe Stellen entnehmen: „Die Berhastung des Dyn°mUmd-n rf.nr wurde bekanntlich durch den Kellner Lherot hervergesuyrr, der' in"einer kleinen Weinkneipe des Bd. Magenta be. fernem »ÄV.pÄ-'t SÄ'U v armen Kellner um seinen wohlverdrenteu ArbertÄohn ge^acht hatte, so war es kein Wunder, daß Lherot den Bruder Ann trinkaeldaeber" als er dumm genug war, nach der Explosion m der Rue^Bichy' in der Bery'schen Wirthschaft ^ erfchemen m der Beschreibuna in den Zeitungen verglich und ferne Wahr- nebnmnaen dem Schwager mittheilte re." Was solgt hreraus? Nun^ ganz" einfach: Man gebe dem Kellner immer em Trm geld, I namentlich aber wenn man Anarchist und Dynamrtard^ ist.
* Em Aprilscherz wird der ,Berl. Drog. Zeitung zufolge einer Anklage wegen Betruges führen, gegen Die «ich ein Set Uner DroM verantworten mutz. Demselben wird vorgeworfen, einer Köchin welche am 1. April auf den Rath einer guten Freundii?„Mückenfett" gegen Zahnschmerzen verlangte, gewöhn- liches Schweineschmalz im Werthe von einigen Pfennigen f eine Mark verkauft zu haben. ___ ____
-5 Satorn.
D Mtllim.
H § 10
11
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Rechte abzustehen und die katholischen Kinder m städtische Schulgebäude aufzunehmen." — Eine Darstellung de« Sachverhalts von katholischer Sette durfte angebracht ^ein* Vom Kyffhäuser wird telegraphisch gemeldet: Der feierliche Act der Grundsteinlegung fürdaSvon den deutschen Kriegerverbänden dem Kaiser Wilhelms auf dem Kyffhäuser-Bnrgberge zu errichtende Denkmal wird heute (Dienstag) Nachmittag um 3 Uhr vollzogen werden. Alle Nachbarorte haben reichen Schmuck angelegt. In langen Bahn- und Wagenzügen rucken die Krieqervereine urb Fahnendeputationen seit früh Morgens heran; zwei große Marschkolonnen zogen von Franken- hMsen und von Kelbra zum Denkmalplatze heraus. Biele Krieger, fast alle mit kriegerischen Ehrenzeichen geschmückt, «zahlreiche Ehrengäste, Gesang- und Musik- vereine sind eingetroffen. Ganz Deutschland wird vertreten sein durch ehemalige Soldaten. Als Burgherr und Protektor kommt der Fürst von Schwarzburg- Rudolstadt; auch Graf zu Stollberg-Roßla und andere hervorragende Perfönlichkeiten werden an der Festlichkeit theilnehmen.
Vermischtes.
Die Probe wird zeigen, auf welcher Seite man zum Nachgeben gezwungen fein wird.
1 * Dieser Tage las man in einem hiesigen sowie
auswärtigen Blättern nachstehenden Artikel: I ^ch^^le^K^choliken^gibt,"welche freudigen Herzens
Räumlichkeiten sind in dem Schlöffe Berleburg zur Verfügung aestellt und wird bereits an bereit Herrichtung gearbeitet. M etroartet von der „Militär-Musikschule" eine wesentliche Förderung des geistigen Lebens und Anregung zur Hebung der tXien™ Berbältniffe. Auch das nahe gelegene Bad Salzschlirf, besten Curkapelle jetzt durch genanntes Institut verwirklicht werden soll erhofft damit eine Steigerung seiner Bedeutung und Wirkung. Wir wissen aus guter Hand, daß die Musikschule eine erkleckliche «ahl Leidtragender in ihrem seitherigen Domizil hinterlaßt
...... ....„_.
Charakter der Musikschule die nothige Zahl Bagagewagen von dem Landwehr-Bezirks-Kommando Fulda erbeten werden.
Der ,Schützer Bote' vom 10. ds. macht dazu folgende Bemerkung: „Man wird wohl nicht fehl gehen, wenn man annimmt, daß der Verfasser dieser ironischen Auslassungen in Schlitz nicht zu suchen
Windrichtung u. Stärke ~D4
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7 743 5 12'2 NNO5 wolkig
Trotz nordöstlicher Luftströmung die erste warme Nacht (Miuimaltemp. — 9 0 0 > Die Niederschlags
Magistrat -°-r ... ...............|
Mitglieder, beschlossen, nur dem Zwange, und zwar Millm. ausged . ' ' $er @e^a9tt ter Lust an unter Protest und unter Einbehaltung der Schlussel zu 5hoher al> dieg st Q - ® ? (Aussicht auf
den seither benutzten Räumen zu welchen, sich gleich- relativer FeucytEr h s
zeitig aber bereit erklärt, gegen eineEntschadigmig von Niederschlage schwach)^ ^Nordsee und südlichen
aaa cm /in WithitYtrt&rprfit ttr ben 9idinnen I _ Äm höchste I hoben Norden und über Süd-
WMWWZ-L gefunden. Nachtfröste wurden nicht gemeldet.
Letzte Beobachtung 10’ft Uhr Morgen«.
’ ™ 8 — NO4. — Himmelsansicht bewölkt.