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Beilage zu Nr. 91 der „Fuldaer Zeitung

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neben der Post.

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Adolf Gran, Kanalstraße 385

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Plümicke. Ritter.

v. Decker.

Netto.

Netto. Bouvier. Naumann, v. Clausewitz.

mehreren Großstädten Nordamerikas die Influenza aufgetteten Auch Australien scheint nicht verschont geblieben zu sein, da z. B- aus Melbourne 2.34 Todesfälle an Influenza bereits vom Oktober 1891 gemeldet worden sind. Innerhalb des Deutschen Reiches hat zweifellos die Influenza während ihres letzten Auf­tretens nicht eine solche (pandemische) Ausbreitung wie zwei Jahre zuvor gehabt. Dies scheint namentlich daraus hervorzu­gehen, daß nur ein verhältnißmäßig geringer Theil der deutschen Berichtsorte, während der Monate November 1891 bis einschließ­lich Februar 1892 eine wesentliche Erhöhung der Durchschnitts­sterblichkeit mit gleichzeittger Steigerung der Sterblichkeit an Er­krankung der Athmungsorgane aufzuweisen hatte.

* Wegen Wilddiebstahls war vor wenigen Tagen die Her" zogin von Marlborough in England angeklagt. Die ®ame hatte ein Stück Wild angeschossen und es über die Grenze ihre» Reviers hinweg verfolgt. Wildfrevel wird in England viel härter bestraft als bei uns. Aber die Herzogin wurde freige- sprachen, da das englische Gesetz nur von der ©träfe für einen Wilddieb, jedoch kein Wort von — einer Wilddiebin spreche!

Analysis des Endlichen Terrainlehre Allgemeine Geschichte Statistik

Taktik

Theorie des Aufnehmens Aufnahmen

Französische Sprache Pferdekenntniß

Aufführung

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Mädchen, das in allen häuslichen Arbeiten bewandert und durchaus brav ist, sucht ein Geistlicher Stelle bei einer kath. Herrschaft. [947

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Rothemann. J. Wehner.

NB. Montag den 2. Mai soll der zweite u. Montag den 9. Mai der dritte Termin fein.

W. B. Schenck

(neben dem Gasthanse „zur Windmühle")

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* Nistkästen. Einige Winke über die Behandlung und das Aufhängen der Nistkästen werden den Bogelfreunden erwünscht sein. Bor allen Dingen ist es nothwendig, darauf zu achten, daß die Kasten dicht und nicht durch Wind und Wetter ausein­ander gezogen oder gar gespalten sind; Zugluft kann der Vogel nicht vertragen! Wo möglich sollen die Kästen so befestigt sein, daß sie nicht vom Winde hin- und hergeworfen werden können. Die Meinung, daß das Flugloch gegen Osten gerichtet sein müsse, ist irrig; doch haben es die Vögel gern, wenn der Kasten von der Morgen- und Abendsonne kräftig be­schienen, gegen die Mittagssonne aber etwas beschattet wird. Das alte Genist aus den Kästen zu nehmen und sie so zu reinigen, ist nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich; die Staare werfen selber heraus, was ihnen von dem vorigjährigen Nistmaterial nicht paßt. Meisenkasten bringt man höchstens .3 Meter hoch an einem starken, schräg nach oben strebenden Aste an, so daß das Flugloch schräg nach dem Erdboden gerichtet ist ; auch achte man darauf, daß Gebüsch in der Nähe ist, denn die Meise fliegt nicht gern über weite, freie Plätze. Bringt man den Kasten an einer Wand an, so lege man ein Holzkeil dahinter, damit der Kasten ein wenig nach vornüber geneigt ist. Hängt man neue Kasten auf, so überwische man dieselben vorher mit etwas feuchter Erde, damit sie nicht so neu erscheinen; der Vogel fürchtet sich sonst und hält den Kasten für eine gefährliche Falle. Dieselben gar mit Farbe oder Theer zu bestreichen, ist ganz falsch, geschieht solches, so wird in den ersten Jahren nicht leicht ein Vogel darin nisten. Endlich ist darauf aufmerksam zu machen, daß es rathsam ist, die Kasten fest mit etwas Schwarzdorn zu umgeben, damit Räuber, wie Katzen, Dohlen u. a. nicht hinzu­kommen können. Als besten Schutz gegen Katzen empfiehlt sich, den Baum in Sprunghöhe dieser Thiere ebenfalls mit Schwarz­dorn zu umbinden.

* Ueber das Auftreten der Influenza im Winter 1891/92 veröffentlicht das kaiserliche Gesundheitsamt eine Denkschrift mit Tabellen. Hiernach ist, soweit die Sterblichkeitsausweise aus ein­zelnen Hauptorten ein vorläufiges Urtheil gestatten, außer zahl­reichen Orten des Deutschen Reiches und Oesterreich-Ungarns, im Norden, bezw. Nordwesten Europas, in Städten Groß­britanniens, Dänemarks, Schwedens und Norwegens, im Westen und Südwesten Europas, in Städten der Niederlande, Frank­reichs, Italiens und Spaniens, sowie jenseits des Oceans in

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* Moltke's erstes Zengniß der Allgemeinen Kriegsschule (jetzige Kriegs-Akademie) wird letzt bekannt; eS lautete: Lieutenant v. Moltke, 8. Infanterie-Regiment, Kursus 1823/24 ‘ ' ----- vorzüglich gut. Herbart.

Oezel.

§. Die deutsche westasrilmnische Kolonie Kamerun,

welche Premierlieutenant Morgen auf Grund seiner Beobachtungen als bie beste der afrikanischen Besitzungen Deutschlands bezeichnete, ist feit Kurzem ein hervor­ragender Schauplatz katholischer Misfionsthätigkelt ge­worden. Unter dem Bismarck'schen Regimente war bekanntlich nur der Baseler protestantischen Mrs- sionsgesellschaft gestattet worden, sich dort niederzu­lassen; seitdem ist das anders geworden. Die Baseler befinden sich noch dort, aber neben ihnen hat sich die katholische Kongregation der Pallottiner (die vom sel. Pallotti gegründete fromme Missionsgesellschaft) niedergelasfen. Es war 1890 im Herbste, als der erste kath. Präfekt P. Bieter (ein Westfale) mit mehreren deutschen Patres und Brüdern in Hamburg sich nach Kamerun einschiffte und nach einer stürmischen Fahrt dort landete. Die erste gegründete Mission heißt Marienberg, im Gebiete des schwarzen Königs Toko gelegen. Im folgenden Jahre, 1892, folgte eine zweite Äbtheilung von Missionaren, und der eifrige Präfekt beeilte sich, begünstigt durch die gute Gesinnung der Eingeborenen, zwei neue Stationen anzulegen: Edea und K rib i. Letztere liegt am Meer-- und ist Residenz des Oberen geworden. Die Berichte von Marienberg melden, daß das Missionswerk mit Kraft begonnen ist, die Eingeborenen stellen sich febr freundschaftlich zu den Patres und schicken gern ihre Kinder in den Unterricht, so daß jene älteste Mission bereits über 60 Schüler zählt. Für die weibliche Erziehung konnte bisher noch nichts gethan werden, doch auch damit wird j-.tzt vor­gegangen. Der Präfekt erbaut eben ein Haus für die Sch w e st e rn , das er in kurzer Zeit zu bevölkern hofft. In diesem Frühjahr soll nämlich die dritte Missions­expedition nach Kamerun abgehen. An Verlusten hat die Kongregation nur tinen Bruder zu beklagen, alle übrigen Angehörigen^scheinen sich an das Klima leid­lich zu gewöhnen. Man muß anerkennen, daß diese Konaregation, die früher in Deutschland fast unbekannt war," ihre neue Aufgabe mit Geschick und Kraft verfolgt. Speziell für Kamerun ist ein Missionshaus in Mafia gegründet, das bereits 40 deutsche Zöglinge zählt, ein deutsches Schwesternhaus ist in Rom eingerichtet worden. Hoffentlich liegt die Zeit nicht fern, wo beide Anstalten dahin verlegt werden können, wohin sie gehören, nach Deutschland selbst. Unterhandlungen dieserhalb sind in Berlin eingeleitet, aber noch zu keinem Ab­schlüsse gediehen. Auch im deutschen kath. Volke hat |

Literarisches.

Der erste neue Kalender! Das ist ein ganz neuer Geselle, der sich so früh einstellt, und er macht kein übel Gesicht. „Misstons- Kalender für katholische Christen, besonders für die Mitglieder bjS Afrika-Vereins und der Missions-Vereine" nennt er sich. Der Titel, künstlerisch ausgeführt, in blau und roth ge­druckt, oben die Weltkugel mit goldstrahlendem Kreuze darüber, ist recht ansprechend. Eine Neuerung bringt uns der eigentliche Kalendertheil. Während andere Kalender erst mit Januar brauch­bar werden, ist es dieser schon mit dem 1. Juli d. I., er bleibt gütig bis 1. Januar 1894, also U/s Jahre. Damit rechtfertigt sich sein frühes Erscheinen. Die Artikel, von denen besonders der erste: „Noah's Fluch, Christi Segen" besonders ergreift, die Gedichte, die 5 hübschen Erzählungen sind sämmtlich aus dem afrikanischen Missionsleben entnommen, ebenso die zahlreichen Illustrationen. Den Schluß bildet eine Reihe humoristischer Bilder: die Einführung der Kultur in Afrika. Dem Afrika-Ver­ein und seinen Bestrebungen wird sehr eindringlich das Wott geredet. Wir zweifeln nicht, daß jeder Katholik diesen Kalender, der nur 25 Pfg. kostet, gern kaufen wird, um so mehr, als der Ertrag der armen Missions-Gemeinde Eckenheim bei Frank­furt a. M. für ihren sehr nothwendigen Kirchenbau zufällt. (Verlag von W. Helmes (Humanus) in Münster in W., zu beziehen durch jede Buchhandlung.)

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Freitag, den 22. April 1892.

die Kongregation rasch Boden gefunden. Viele Taufende von Priestern und Laien gehören dem dritten Orden derselben an und tragen nach Kräften zum Gedeihen der Mission bei. Diesen letzteren wichtigen Erfolg verdankt die fromme Mifsions-Gefellschaft der eifrigen Thätigkeit ihres Generalförderers, des Herausgebers der Zeitschrift „Gott will es!" (Redakteur W. Helmes, Münster i. SB.), an den man sich wegen der sehr leichten Beitrittsbedingungen wenden kann. (Eine Broschüre über den sel. Vinzenz Pallotti und sein Werk versendet derselbe kostenfrei an Jeden, der dieselbe zu haben wünscht.) In jedem Falle verdienen die eifrigen Missionare in Kamerun unsere volle Unterstützung.

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